Skip navigation

Betriebliches EntgeltmanagementBetriebliches Entgeltmanagement

1322 members | 1185 posts | Public Group

Führendes Fachforum zu gesetzlichen Grundlagen, fachlicher Wissensbildung und praktischer Umsetzung steuerfreier Arbeitgeberzuwendungen.

Dr. Claus Vormann, ista International, spricht über Vergütungsstrukturen, Gradingsysteme, variable Vergütung und Compensation und Benefits – im Interview mit dem Onlinemagazin Comp & Ben

This post is only visible to logged-in members. Log in now

Equal Pay in Unternehmen: gegen den fatalen Mut zur Lücke – Philipp Schuch, gradar, erklärt, wie Unternehmen Entgeltgerechtigkeit umsetzen können

Ein Überblick über volkswirtschaftliche Folgen der Pandemie, HR-Maßnahmen und Auswirkungen auf die Managervergütung – von Raffaela M. Stutz und Marvin Ostrop, beide Mercer

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen meiner Bachelorarbeit an der Hochschule Ruhr West führe ich eine Online-Umfrage zum Thema „Feedbackgespräche“ durch. Hierbei möchte ich den Einfluss von Feedback auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter untersuchen.

Daher richtet sich diese Umfrage an alle erwerbstätigen Personen, die im Rahmen von Feedbackgesprächen ein Feedback von ihrem Vorgesetzten erhalten. Wenn Sie zu dieser Zielgruppe gehören, würde ich mich über Ihre Teilnahme freuen:

https://www.soscisurvey.de/Feedbackgespraeche/

Die Umfrage nimmt ca. 7 Minuten in Anspruch. Die erhobenen Daten werden anonym behandelt und dienen ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke.

Gerne dürfen Sie den Link weiterleiten.

Mit freundlichen Grüßen und danke für Ihre Mithilfe

Mihriban Bayindir

Betriebliches Entgeltmanagement

Hohe Sozialabgaben- und Steuerlasten führen zu immer ungünstigeren Verhältnissen von Brutto- entgelten und den dann tatsächlich beim Arbeitnehmer ankommenden Nettoentgelten. Der demographische Wandel und die bekannte Rentenproblematik veranlassen den Gesetzgeber, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mit der Finanzierung der Zukunftsaufgaben noch stärker zu belasten. Eine wirkungsvolle Möglichkeit dieses Ungleichgewicht zu verbessern ist die strategische Lohn- und Gehaltsgestaltung durch Nutzung von in der Steuer- und Sozialgesetzgebung verankerten alternativen Entgeltbausteinen, die der Gesetzgeber schon seit Jahrzehnten ausdrücklich zur lohnnebenkostensenkenden und nettolohnerhöhenden Entgeltgestaltung allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Verfügung stellt. Bei der Einrichtung von ausgewählten Entgeltbausteinen ist insbesondere der Effekt der Nettolohnverbesserung, ohne Erhöhung der Unternehmenspersonal- kosten, für alle Beteiligten von hohem Interesse. Arbeitsvertragsergänzungen schaffen die erforderliche arbeitsrechtliche Einrichtungssicherheit. Die lohnsteuerliche Rechtmäßigkeit von Entgeltgestaltungsmaßnahmen wird mittels einer Anrufungsauskunft nach § 42e EStG vom zuständigen Betriebsstättenfinanzamt in aller Regel positiv bestätigt.

Da sich wirtschaftliche, organisatorische, gesellschaftliche und technische Rahmenbedingungen verändert haben ist es für Unternehmen wichtig, neben den klassischen Vergütungsformen, neue Anreizsysteme für ihre Mitarbeiter zu schaffen. Das Entgeltmanagement spielt hierbei eine zentrale Rolle, um beispielsweise Mitarbeiter zu einer erhöhten Arbeitsleistung zu motivieren oder sie durch Zielerreichungsbeteiligungen stärker ins Unternehmen zu integrieren. In der Wirtschaft wächst die Erkenntnis, dass Mitarbeiter heutzutage nicht mehr nur als reine Kostenverursacher zu sehen sind, sondern maßgeblich an der Unternehmenszielerreichung mitwirken, sodass sich die Rolle des Entgelts vom Kostenfaktor zum Führungsinstrument entwickelt hat!

Der bisherige Nutzungsgrad von lohnnebenkostensenkenden und nettoentgelterhöhenden Vergütungsbausteinen bei klein- und mittelständischen Betrieben liegt bei unter 10 %! Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ca. 90 % der für Fachberater interessanten Unternehmen diese Möglichkeit der effizienzerhöhenden Entgeltgestaltung für sich und ihre Mitarbeiter noch nicht genutzt haben. Mit drei Urteilen des Bundesfinanzhofs, den positiven Umsetzungsanweisungen des Bundesfinanzminis- teriums und den Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung wurde die Einrichtungspraxis für Unternehmen so vereinfacht, dass die praktische Durchführung der Entgeltgestaltung auch mit modernen Bezahlsystemen rechtssicher erfolgen kann und bei ordnungsgemäßer Einrichtung grundsätzlich als lohnsteuer- und sozialversicherungsfreier Sachbezug/Arbeitgeberzuwendung anerkannt wird. Diese erst in den letzten Jahren ergangenen Grundsatzurteile und die daraus für Unternehmen resultierende wesentlich vereinfachte praktische Umsetzungsmöglichkeit haben maßgeblich zum erhöhten Einrichtungsinteresse beigetragen.

Das für qualifizierte Finanzdienstleister und Unternehmensberater noch recht junge Geschäftsfeld bietet die besondere Möglichkeit Arbeitnehmer als Neukunden und zusätzlich auch Unternehmer und Unternehmen und deren Steuerberater als Kunden/Partner aufgrund eigener unternehmensberaten- der Kernkompetenz im Bereich des bEM zu gewinnen! Mit dem Zertifikatslehrgang zum Fachberater für betriebliches Entgeltmanagement erlangen erfolgreiche Absolventen zum richtigen gesellschaftlichen Zeitpunkt mit hohen Sozialabgaben/Steuerlasten und der Rentenproblematik die erforderliche betriebswirtschaftliche Beratungskompetenz in einem hochwertigen und zukunftsfähigen Geschäftsfeld. Dieses besondere Fachwissen im Bereich des Personalwesens ist von hohem Wert und wird die gewünschte positive Abgrenzung zur allgemeinen Finanzdienstleistung wesentlich fördern! Der Fachberater erhält ein leistungsangemessenes laufendes monatliches Honorar für seine Einrichtungsberatungs- und Dauerbegleitungsleistung vom Unternehmenskunden und ist als Finanzdienstleister nicht mehr ausschließlich auf Provisionseinnahmen angewiesen. Das vom Unternehmen zu leistende Beratungshonorar kann vollständig und dauerhaft aus den entstehenden Abgabenvorteilen finanziert werden.

Weil der Hauptteil der lohnnebenkostensenkenden Einrichtungsmaßnahmen keine typische Steuer- beratungsleistung darstellt, wird die Einrichtung und nachhaltige Systembegleitung von kompetenten Experten für betriebliches Entgeltmanagement durchgeführt. Aufgrund der hohen fachlichen Anforderungen an diese betriebswirtschaftliche Beratung erfolgt auch nach der Zertifizierung zum Fachberater/-in für bEM eine dauerhafte Fachbegleitung durch fachlich kompetente Steuerberater, Fachanwälte für Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrechtler und Experten für die Systemverwaltung.

Veränderungen innerhalb der Entgeltlandschaft sind zukünftig unerlässlich. Gründe hierfür sind Gesetze, Tarife, wirtschaftliche Aspekte und nicht zuletzt der demographische Wandel mit seinen abnehmenden Personalressourcen. Individualität und Flexibilität, als eine der wesentlichen Ziele veränderter Entgeltstrukturen, werden mit den möglichen Entgeltgestaltungsvarianten erreicht. In vielen Unternehmen gibt es eine stark steigende positive Einstellung, die Zusammenstellung der Gesamtvergütung für Mitarbeiter im Rahmen eines verantwortungsvoll und professionell durch- geführten betrieblichen Entgeltmanagements persönlich und lebensindividuell zu gestalten.

Matthias Köhler
Moderatorenteam