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Betriebliches Rechnungswesen

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Markus Uhl Automatisiertes Forderungsmanagement im Krankenhaus
Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in Berlin hat mit YAMBS das Forderungsmanagement automatisiert und abteilungsübergreifende Transparenz geschaffen. Lesen Sie im Midrange Magazin: https://bit.ly/2AVvfox
Frank Schoeneborn Nachlese zum 3. Dialog-Event Operational Transfer Pricing...
Verrechnungspreis-Management ist nicht allein Aufgabe von Steuerexperten: Am 12./13. November 2018 fand in Frankfurt zum dritten Mal unsere Dialogveranstaltung zum Thema Operational Transfer Pricing - „Wenn zwischen Steuerexperten, Accountants, Controllern und Manager Brücken gebaut werden müssen“ statt. Der Fokus lag ausschließlich auf „Operational Transfer Pricing“ und den damit in der Praxis verbundenen Herausforderungen an die Organisation, Kommunikation, Prozesse und IT-Systeme.
Vertreter aus mehr als 100 Unternehmen, davon aus dem Mittelstand als auch von Großkonzernen, nutzten diese seltene Gelegenheit und konnten an beiden Tagen interaktiv das Meinungsbild zum Stand der Praxis im Tagungssaal erleben und Diskussionspunkte mitbestimmen. Darüber hinaus förderten in allen Beiträgen Live-votings, die Ergebnisse unserer aktuellen „Operational TP Studie“ sowie Videos und pointierte „Gerade-heraus“-Aussagen den intensiven Austausch unter Praktikern und sorgten für eine bemerkenswert offene Atmosphäre.
Am ersten Tag wurden aktuelle Entwicklungen im Operational Transfer Pricing praxisbezogen besprochen. Dabei bekamen unsere Gäste einen ersten Einblick in die Ergebnisse der aktuell von EY durchgeführten empirischen „Operational TP-Studie“ zu Risikobewusstsein, Kommunikation, Organisation, Prozessen und IT-Systemen in der betrieblichen Praxis. Einen kurzweiligen Vortrag zum Thema „Win-win-Situationen suchen und finden - Warum Synthesen Kompromissen überlegen sind“ hielt daraufhin Dr. Winfried Prost, Kommunikationsexperte von der Akademie für Ganzheitliche Führung. Bemerkenswerterweise zogen sich seine Anregungen zum „Personal Profiling“ fortan durch die gesamte Veranstaltung.
Überaus gespannt verfolgten unsere Teilnehmer anschließend die Ausführungen eines Vertreters der Finanzverwaltung und die Podiumsdiskussion „Wenn der Prüfer genervt ist“ zusammen mit weiteren ehemaligen Vertretern aus der Verwaltung. Big Data Analytics als Methode und dazu zunächst alle verrechnungspreisrelevanten, nicht aggregierten Daten maschinell direkt an der Quelle abgreifen, so die Botschaft zur Vorgehensweise vieler BPs. Das einfache „Nachrechnen“ reicht so oft schon aus, um Fehler zu finden. Gewinne sind nicht entsprechend der Richtlinien im Konzern verteilt, Kosten falsch ermittelt usw.. Das Bild auf manche Finanzbereiche, welches sich dem Prüfer gelegentlich eröffnet, gibt zu denken. Schließlich mutet es merkwürdig an, wenn der Prüfer vermeintlich über mehr Daten verfügt als das Unternehmen selbst. Die Suche nach dem Schuldigen ist dann nach teuren Feststellungen die unschöne Folge und tw. dermaßen dominant, dass das nachhaltige Abstellen der festgestellten Schwachstellen bis zur nächsten BP manchmal schlicht übergangen wird.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stand zum Abschluss des ersten Tages die Frage nach dem Umgang mit nicht selten anzutreffender Ignoranz und Arroganz in Bezug auf Verrechnungspreise. Was tun, wenn sich dem operativen TP-Management gewidmet werden muss und sich niemand angesprochen und verantwortlich fühlt und keine Funktion Kapazitäten bzw. Budgets bereitstellen möchte? Unsere Beobachtungen als auch die Empfehlungen zu Do’s und Don’ts bei der funktionsübergreifenden Kommunikation im Konzern haben die Teilnehmer nahtlos aufgegriffen und intensiv den Erfahrungsaustausch beim gemeinsamen Abendessen untereinander fortgesetzt.
Am zweiten Tag standen spezifische Problemstellungen im Operational Transfer Pricing im Blickpunkt. Das vieldiskutierte Thema „Tax Compliance Management System“ wurde im Kontext der Verrechnungspreise besprochen und unterstrich die hohen Anforderungen an eine maßgeschneiderte Organisation der TP-Funktion, lückenlose Prozesse und IT-Systeme zur durchgängigen Beherrschung der Daten. Zu leicht wird sonst die Grenze zur Leichtfertigkeit überschritten, die unmittelbaren Folgen sind bekannt.
Auf besonders großes Interesse und rege Diskussion stieß der Komplex „Management-Steuerung vs. Steuern und Compliance“. Die Harmonisierung des Verrechnungspreissystems mit der Management-Vergütung stellt oft noch eine Hürde für viele unserer Mandanten dar. Oft diskutiert, selten gelöst: auch das hochaktuelle Thema „Intercompany-Preis- und Margensteuerung / Jahresendanpassungen und Zollwerte“ brachte für unsere Teilnehmer viele gewinnbringende Einsichten, zumal im Rahmen einer weiteren Podiumsdiskussion drei Unternehmensvertreter den Ansatz aus Sicht eines Group CFO, eines Finance-Directors und eines Zollexperten erklärten und viele Fragen unserer Teilnehmer beantworteten.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen stand die Digitalisierung des operativen Verrechnungspreismanagements auf der Agenda. Dabei machten unsere EY-Technologie-Kooperationspartner eindrucksvoll deutlich, dass der Einsatz von „Excel“ im TP-Management nicht von Dauer sein kann bzw. muss.
Prof. Horst Tisson erläuterte zum Auftakt, wie moderne IT-Organisationen in Unternehmen arbeiten und weshalb „Schatten-IT“ keine Lösung sein kann. Die Ausführungen von Ralf Meyer von der Fa. nicetec brachten viele Detaileinblicke in Bezug auf IC-Serviceabrechnungen, viele Aspekte werden anfangs übersehen und in Projekten unterschätzt. Mit Hilfe einer professionellen SW-Lösung lassen sich beliebig komplexe IC-Serviceverrechnungen datenseitig umfassend und global administrieren, verrechnen, detailliert dokumentieren und nicht zuletzt auch betriebswirtschaftlich steuern.
Als dritten Technologiebeitrag illustrierte Mario Palmer-Huke von der exa AG, einer SAP-Partnerfirma aus Walldorf, die vielschichtigen Features einer neuen, schnell Verbreitung findenden SAP-basierten IT-Lösung zur „Intercompany-Preis- und Margensteuerung“. Das automatisierte Erstellen von Transaktionsmatrizen, das konzernweit laufende Reporting segmentierter GuVs sowie das unterjährige Price-Setting auf Produktebene zu Margenaussteuerung in einer SAP R/3 oder auch SAP S4 HANA-Umgebung incl. diverser Workflow-Features uvm. ist nunmehr eine reale Option für Unternehmen zur hochgradigen Automatisierung des operativen TP-Managements.
Den Abschluss unseres 3. Dialog-Event Operational Transfer Pricing bildeten schließlich 10 Einsichten, die im Unternehmen über Gelingen oder Scheitern im operativen TP-Management entscheiden werden. Auch hier hat Erfolg nur 3 Buchstaben: „Tun!“
Wir, das Operational TP-Team von EY, bedanken uns nochmals bei allen Unternehmensvertretern für Ihre Teilnahme und vor allem auch für die sehr, sehr positive Resonanz, die wir durch die vielen Feedbacks erhalten haben!
Sie waren verhindert und konnten unseren Operational TP Dialog-Event nicht besuchen? Sie interessieren sich für eines der vorgestellten Themen und möchten sich austauschen? Gern bieten wir Ihnen z.B. die Durchführung einer individuellen Standortbestimmung „Operational TP“ im Rahmen eines Workshops an.
Gern können Sie auch noch bis zum Ende des Jahres 2018 an unserer Studie teilnehmen. Weitere Informationen u.a. auch zu unseren Technologie-Kooperationspartnern finden Sie hier:
Maria Anagnou E-Rechnung setzt Unternehmen unter Druck
Eine Umstellung auf E-Invoicing kann laut Donovan Dr. Pfaff zwischen sechs und 24 Monate dauern. Deswegen sollten Unternehmen nicht länger warten!
Lesen Sie den gesamten Artikel unter: https://bit.ly/2U1JZuu
#erechnung #einvoicing #cashmanagement #erechnungsgesetz

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