Probleme beim Einloggen

Brasil Business

Erfahrungen, Tipps, Recht & Steuern, Jobbörse, Kooperationen, Strategien, M&A, Events uvm. powered by boavista-executive.com

Nur für XING Mitglieder sichtbar Outsourcing und Transfer von Mitarbeitern in Brasilien
Hallo in die Runde, wer kann mir die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Brasilien für den Transfer von Mitarbeitern im Rahmen eines Outsourcings von Dienstleistungen nennen? Vielen Dank für die Unterstützung. Steffen Wuth
Stefan Holzapfel
+2 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Frank P. Neuhaus
Das Thema ist sehr sensibel. Die Reform des Arbeitsrechts im Jahr 2017 hat in diesem Zusammenhang scheinbar einige Dinge vereinfacht, andererseits ist die Konfusion gestiegen. Um die Sachlage wirklich beurteilen zu können, muss unbedingt ein Anwalt eingeschaltet werden.

Dieser Beitrag wurde wegen "Crossposting" gelöscht.

Kai Schwarz Die Wahl der Qual
Es war nur eine Frage der Zeit, bis das politische Brasília “externe Faktoren” für den neuerdings stotternden Aufschwung verantwortlich machen würde: Die böse Fed, die gemeinerweise die Leitzinsen anhebt. Der böse Herr Trump mit seinem “America First”. Es kommt einem irgendwie bekannt vor, und es ist tatsächlich die gleiche Platte, die Frau Rousseff im Endlosmodus abgespielt hatte, bevor man das Gerät und sie aus dem Präsidentenpalast entfernte.
Die Krise der brasilianische Staatsfinanzen ist hausgemacht und wird durch die “externen Faktoren” sicherlich noch verschärft; alleiniger Grund sind jene aber eindeutig nicht. Das Provisorium, das gemeinhin als Regierung bezeichnet wird, begegnet der Situation mit dem Aufreißen von Löchern, um andere damit zu stopfen. Bestes Beispiel: Die interventionistisch verordnete Senkung des Dieselpreises zu Lasten des Steuerzahlers und die unsägliche Debatte um LKW-Frachttabellen, um den Kraftfahrer-Aufstand zu beenden - ein Rückfall in den dunkelsten Sarneyismus.
Das Schiff hat ein ansehnliches Leck im Rumpf, aber auf der Brücke befasst man sich mit der Feinjustierung des bordeigenen Lautsprechersystems, das man im Wahlkampf braucht, um nichtssagende Parolen in die apathische Menge zu röhren.
Die Wahl im Oktober wird an all dem nichts ändern. Zu Wahl steht die Art der Qual, die man sich in den kommenden vier Jahren antun will. Wahlen werden solange nichts ändern, wie es keine pro Wahlkreis direkt gewählten Abgeordneten mit eingebautem “Recall” gibt. Und auch das wird die Probleme nicht auf magische Weise lösen können, weil der gesellschaftliche Zusammenhalt hinüber, der Kitt verbraucht ist, der Millionen von Menschen durch eine ungeschriebene Regel zu minimal gediegenem Handeln und Umgang miteinander anhält. Darüber kann auch eine punktuelle patriotische Aufwallung anlässlich der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft nicht hinwegtäuschen. Es entstehen gefühlt stündlich neue Fraktionen, aus denen neue Fraktionen entstehen, die sich in immer neue Fraktionen aufspalten. Selbst die Individuen sind fraktioniert, Avatare ihrer selbst und deren Avatare, im Geschäft so, daheim anders, auf Facebook nochmal wieder anders usw.
Die gesellschaftliche Spaltung als Spiegel der individuellen Zerrissenheit: Ja, natürlich müssen die Privilegien, Subventionen und Steuervorteile weg, die sich Brasilien nicht leisten kann, sich niemals leisten konnte, aber doch bitte nicht die, die man selber genießt, oh nein, die werden mit Zähnen und Klauen verteidigt, bis eines nicht allzu fernen Tages nichts mehr zu verteilen ist, weil einfach nichts mehr da sein wird, was verteilt werden könnte.
Es täuscht sich wer glaubt, dies sei ein spezifisch brasilianisches Problem, denn das ist es nicht. Keine “Traurige Tropen Reloaded”. Das ist die Welt von heute, und in der geht es schon lange nicht mehr um Politik, um den akademischen Disput zwischen Ideen, der die Gesellschaft voranbringt auf ihrem Weg zu zivilisatorischer Vervollkommnung. Es geht einzig und allein um den Ausbau der Privilegiokratie, des rücksichtslosen Raffens weniger zum Nachteil der großen Mehrheit. Wie in einem düsteren Endzeit-Schocker. Und ob wir wollen oder nicht: Wir spielen alle darin mit.
Derweil - und das ist wahrlich ein brasilianisches “Special” - setzen weite Teile der wahlberechtigen Bevölkerung auf die Künste des verkrachten Zauberers Lula, der soll es richten. Der Lula, der kein politischer Gefangener ist, sondern ein gefangener Politiker, und dies aus gutem Grunde, rechtskräftig verurteilt, was ihn und seine Anhänger freilich nicht davon abhält, von der Rückkehr an die Macht zu träumen. Und irgendwie, man ahnt es gruselnd, wird das schon klappen. Alles nur eine Frage der Zeit.
Frank P. Neuhaus Upload Projekt Report: Transformation eines Systemlieferanten der Bauindustrie in Brasilien - vor Schliessung gerettet.
iManagementBrazil has uploaded a new project report to the webpage (http://www.imanagementbrazil.com.br/en/home/). It is available under "Coffee Break".
It is a European company in the construction supply industry. The Brazilian branch was doomed to close when we were called in for the job. It quickly became apparent that the implemented business model was not compatible with the local reality in Brazil. There were many indications that if the business model was adapted accordingly, the local company should be able to survive.
The European parent company granted the necessary time to carry out the elaborations and implementations. The support of the transformation process was very intensive on the part of the parent company and inspired by an extremely positive spirit. This characteristic later turned out to be fundamentally important for the success of the project.
Unfortunately, many parent companies are often very cautious and critical of such a process and therefore miss the opportunities that arise in such a process.
On the iManagementBrazil side, we see this project as the most successful project in our entire history. Not only was it possible to save a company from closure, but the entire rich arsenal of reorganization tools was used with great success and not least increased understanding of the local Brazilian market at our client's parent company. While the local company was previously the "grubby child", the company in Brazil developed into a company that became important for the career development of the parent company's employees.
The example shows that positive turnarounds are also possible in industries that are among those hardest hit by the current crisis in Brazil.
iManagementBrazil hat einen neunen Projekt Report in die Webpage geladen (http://www.imanagementbrazil.com.br/en/home/). Er ist unter der Rubrik "Coffee Break" abrufbar.
Es handelt sich um ein europäisches Unternehmen der Bauzulieferindustrie. Die brasilianische Niederlassung war zur Schliessung verdammt als wir für die Aufgabe gerufen wurden. Schnell stellte sich heraus, dass das implementierte Geschäftsmodell nicht mit der lokalen Realität in Brasilien zu vereinbaren war. Vieles deutete darauf hin, dass bei einer entsprechenden Anpassung des Geschäftsmodells, die Lokalgesellschaft durchaus überlebensfähig sein sollte.
Das europäische Mutterhaus gewährte die notwendige Zeit, die Ausarbeitungen und Implementierungen durchzuführen. Die Begleitung des Transformationsprozesses war seitens des Mutterhauses sehr intensiv und von einem ausgesprochen positiven Geist beflügelt. Diese Charakteristik stellte sich später als fundamental wichtig für den Erfolg des Projektes heraus.
Leider stehen viele Mutterhäuser einem solchen Prozess häufig sehr abwartend und kritisch gegenüber und verpassen daher die Chancen, welche sich in einem solchen Prozess eröffnen.
Seitens iManagementBrazil sehen wir dieses Projekt als das erfolgreichste Projekte in unserer gesamten Geschichte an. Nicht nur das ein Unternehmen vor der Schliessung gerettet werden konnte, auch wurde das gesamte reiche Arsenal an Reorganisationswerkzeugen mit grossem Erfolg angewendet und erhöhte nicht zuletzt das Verständnis für den lokalen brasilianischen Markt im Mutterhaus unseres Mandanten. War die Lokalgesellschaft zuvor das "Schmuddelkind", entwickelte sich die Gesellschaft in Brasilien zu einem Unternehmen, welches für die Karriereentwicklung der Angestellten des Mutterhauses wichtig wurde.
Das Beispiel zeigt, dass auch in Branchen, welche mit am härtesten von der aktuellen Krise Brasiliens betroffen sind, positive Turnarounds möglich sind.
Joseph Kevenhörster
Ein weiterer Kommentar
Letzter Kommentar:
Frank P. Neuhaus
Very often the physiological, communicative and unpredictable dynamic movements in such a process are underestimated and the absolute priority of the pure Excel (numerical) world is given.
The new business plan is then output as a strategy, although it is usually only about resource distribution, i.e. tactical planning. Contextual development for understanding the local market then usually falls by the wayside.
In this project, everything was really done right by the parent company and there was the necessary sensitivity at all levels of management to drive the process forward accordingly.

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Brasil Business"

  • Gegründet: 30.07.2004
  • Mitglieder: 5.841
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 2.032
  • Kommentare: 2.068