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Burnout-Prävention & Resilienz

In der heutigen Arbeitswelt, wo immer mehr und in kürzerer Abfolge verlangt wird, bekommt Resilienz einen immer wichtigeren Stellenwert

Carsten Meyer-Mumm XING spielraum | Themen-Portal neue Arbeitswelt - XING
Carsten Meyer-Mumm Schweigen ist Silber, Reden ist Gold
Ich weiß, dass das Sprichwort eigentlich andersherum gehört. Ich habe mich die letzten Monate sehr gut durch die Grippe-Welle laviert und war immer davon gekommen. Selbst, als die restliche Familie mit Fieber danieder lag, habe ich die Stellung gehalten und die Viren nicht an mich heran gelassen.
So lange, bis mein Sohn seine Geburtstagsfeier hatte - Kinder über Kinder und schon war ich dran. Allerdings nicht mit der Grippe, aber mit einer starken Bronchitis.
Natürlich erwischt es einen, wenn man geschäftlich unterwegs ist. Hotel, mit dem Auto (ausnahmsweise) unterwegs, Fieber, Röcheln - das volle Programm!
Und plötzlich - über Nacht - war meine Stimme weg. Konnte nicht mehr reden, keinen Satz mehr formulieren... Stimmbandentzündung!
Redeverbot - und dann über Ostern! Family, Kinder, draußen sein - und “Vaddi” schön dick eingepackt röchelnd wie eine Dampflok keinen Ton rausbringend...
Das ist bald eine Woche her - ich bin fleissig am Pastillen lutschen - höre mich aber dennoch wie ein Reibeisen an und es wird nicht besser. Rede immer noch nur das Nötigste und werde allerorts angesehen, als wenn ich die Pest hätte, wenn ich den Mund aufmache.
Als Trainer, Coach und Dozent ist die Stimme mein Kapital - gar nicht so einfach, darauf im Alltag wie im Beruf zu verzichten und sich selber zu disziplinieren!
Ich weiß wirklich nicht, ob ich lieber eine Grippe gehabt hätte, aber die Spätfolgen der Bronchitis treffen mich auch Tage danach noch immer...
Insofern sollten wir uns alle freuen, dass wir sprechen und kommunizieren können. Es ist so viel entspannter nicht drüber nachzudenken, was man sagen will und sich dabei möglichst pregnant und kurz halten muss, um die Stimme zu schonen.
Und Sie - haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?
Carsten Meyer-Mumm #dontthinkflat!
Unsere heutige Welt ist komplex. Komplex aufgrund der vorhandenen Innovationen, komplex aufgrund der Anforderungen unseres täglichen Lebens und komplex in unserem zwischenmenschlichen Erleben.
Kommunikation - eines unserer Grundbedürfnisse als Menschen - wird wie in vielen anderen Bereichen unseres Lebens mit Junk-Food überschwemmt. Mails - als Kommunikationsmittel nicht umfangreich genug - ist das emotionale Kommunikations-Junk-Food unserer Neuzeit.
Auf uns strömen heutzutage bis zu 30 Mio. Eindrücke pro Tag auf uns ein - unser „Unbewusstsein“ kann davon bis zu 200.000 Eindrücke aufnehmen und unser Bewusstsein nur maximal davon wiederum 3%. Wir leben also in einer digitalisierten und neuzeitlich permanenten Reizüberflutung, für die unser Gehirn evolutionär gar nicht gemacht wurde - wir kommen als „Bausatz“ aus einer Zeit der kurzfristigen Anspannung bei der Entscheidung Freund oder Feind - Freude oder Angst und nicht aus einer anhaltenden Stresssituation ohne Aussicht auf ein Ende.
Kontrovers deshalb, weil allerorts versucht wird, eine Vereinfachung der Sachverhalte herbeizuführen - Keep it simple - es muss beruflich auf maximal 3 bis 5 PowerPoint-Seiten passen - egal wie komplex! „Wenn der Vorstand es nicht versteht, habe ich es nicht simplifiziert genug rübergebracht“
Nun ja - das Leben ist nicht KISS - das Leben in dem wir im Hier und Jetzt leben ist mehrheitlich komplex und wir versuchen tagtäglich Herr der Lage zu werden bzw. zumindest zu bleiben. Warum also etwas versuchen, was um uns herum schon gar nicht mehr existent ist? Warum also versuchen, einen Sachverhalt künstlich zu verdummen, wenn es doch die Komplexität der Dinge ist - auch in der Masse der Themen - die uns herausfordern und an denen wir wachsen?!
Es ist natürlich nicht der richtige Ansatz, aus allem „Atomphysik“ zu machen - es ist aber genauso der falsche Weg, alles für einen dreijährigen zu simplifizieren, obwohl der Dreijährige einen Doktor hat und die Bezeichnung „CEO“ auf seiner Visitenkarte steht!
Glaubwürdigkeit in einer Funktion/Rolle entsteht auch dadurch, sich einer vorhandenen Komplexität anzunehmen - ansonsten ist jeglicher Anreiz für Weiterbildung und dem Herr werden der Komplexität Augenwischerei – für sich selber aber auch aufgrund der Vorbildfunktion für alle beruflich Untergebenen.
Zurückentwickeln können wir uns im hohen Alter noch früh genug...!
Haben Sie derartige Wahrnehmungen im beruflichen Alltag auch schon erlebt?
Wie kommen Sie mit der wachsenden Komplexität zurecht?
Charlotte Förster Online-Befragung zum Thema Resilienz von Führungskräften (TU Dresden)
im Rahmen eines praxisorientierten Forschungsprojektes an der TU Dresden führe ich eine Studie zum Thema Resilienz von Führungskräften durch. Hierfür suche ich Führungskräfte, die an meiner quantitativen Studie teilnehmen. Die Befragung dauert ca. 15-20 Minuten und ist über folgenden Link erreichbar: https://bildungsportal.sachsen.de/survey/limesurvey/index.php/559891/lang-de
Teilnehmende erhalten die Studienergebnisse sowie ihren persönlichen Resilience Score!
Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn Sie diesen Beitrag teilen und an Führungskräfte in ihrem Bekanntenkreis weiterleiten.
Weitere Informationen zur meiner Person finden Sie unter der folgenden URL: https://tu-dresden.de/bu/wirtschaft/stm/die-professur/das-team-der-juniorprofessur/charlotte-foerster
Vielen Dank!
Charlotte Förster
Carsten Meyer-Mumm Die ganze Welt ist ein Büro
Ich bin momentan wieder vermehrt in Deutschland unterwegs und genieße es, die Fahrten nicht selber zu absolvieren, sondern mich von der Bahn befördern zu lassen.
Egal, ob am Bahnhof, bei Starbucks, im Zug oder im Hotel – Hotspot-Management macht es möglich, dass ich überall mein Office „eröffnen“ kann.
Den Kunden freut es, mein Datenvolumen wird vernünftig ausgenutzt und ich kann unterwegs sein und dennoch meine administrativen Arbeiten inkl. Mails erledigen.
Backlog ade – aber dennoch hat es einen Beigeschmack: Arbeitszeiten jenseits der 10 Stunden/Tag und wenig Ruhephasen zerren an der eigenen Leistungsfähigkeit. Umso wichtiger und nachhaltiger ist es, sich ausreichend Ruhe-Termine in den Kalender zu stellen, um einfach mal ein Buch zu lesen, einfach mal in der Sauna unter der Woche die Seele baumeln zu lassen. Das bewusste Erleben von Ruhe-Terminen macht sie doppelt wertvoll – man erlebt sich und die Umgebung dadurch viel intensiver.
Nur am Limit zu fahren führt zu übermäßigem Verschleiß, was für den Motorsport gilt, gilt auch bei der Arbeitsorganisation.
Und wie erleben Sie Ihre berufliche Mobilität und wie organisieren Sie Ihre Ruhe-Termine?

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Burnout-Prävention & Resilienz"

  • Gegründet: 11.07.2017
  • Mitglieder: 17
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 22
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