Probleme beim Einloggen
Thomas Niewalda Alumnitag 22.11.2014 ab 11:00 Uhr
Hier findet Ihr eine Einladung der THM:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Alumni
heute eine kurze Erinnerung an die Einladung nach Friedberg für die Absolventen und Absolventinnen der Studiengänge IKT, ICE, Elektrotechnik II und AE
Dürfen wir mir Ihrem Kommen rechnen?
Viele Grüße
Anke Roos
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Eine gute Gelegenheit,
Kommilitonen und Professoren wiederzutreffen,
Erinnerungen auszutauschen
mit Studierenden ins Gespräch zu kommen
neue Entwicklungen an der Hochschule zu erleben
Kontakte zu knüpfen für eigene Projekte
für einen schönen Nachmittag
Termin: Samstag, 22. November 2014
Agenda:
11:00 Uhr Begrüßung und anschließender Fachvortrag
13:00 Uhr Rundgang auf dem Campus Friedberg und Laborbesichtigung
14:30 Uhr Offene Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen
Voraussichtliches Ende 15:30 Uhr
Kinder und Lebenspartner sind auch herzlich eingeladen.
Die weitere Abendgestaltung mit Ihren Kommilitonen ist natürlich möglich.
Für eine entsprechende Organisation wird um eine Anmeldung gebeten. Entweder per Mail alumni@thm.de, in der XING-Gruppe oder im Alumni-Portal Bei einer Anreise bereits am 21. November können Sie ab 17:00 Uhr an der Abschlussfeier des Fachbereichs IEM und des VDE teilnehmen. Auch hierzu sind Sie herzlich willkommen.
Wenn Sie noch Kontakt zu anderen Studienkollegen haben bzw. deren Namen kennen, wäre es nett, wenn Sie uns diese nennen, da wir nicht alle Absolventen Ihres Studienganges ermitteln konnten.Bei Fragen und Wünschen melden Sie sich bitte einfach bei mir. Ich freue mich, von Ihnen zu hören und verbleibe bis dahin mit freundlichen Grüßen
Anke Roos
Technische Hochschule Mittelhessen
Alumni-Management
Standort Friedberg:
Wilhelm-Leuschner-Strasse 13
61169 Friedberg
Tel: +49 (0) 6031 604-1430
Standort Giessen:
Wiesenstrasse 14
35390 Giessen
Tel: +49 (0) 641 309-1019
PS: Es kann sein, dass Sie über verschiedene „Kanäle“ diese Einladung erhalten. Wenn Sie z.B. im Alumni-Portal registriert oder in der XING-Gruppe der THM eingetragen sind. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.
Gerne möchten wir Sie weiterhin über Veranstaltungen und Neuigkeiten Ihres Studiengangs bzw. Ihrer Hochschule informieren. Eine einfache Möglichkeit ist – falls Sie noch nicht im Alumni-Portal der THM registriert sind: https://alumni.thm.de
Falls Sie keine weiteren Mails wünschen, senden Sie mir bitte eine entsprechende Mail. Ihre Adresse wird dann aus dem Verteiler entfernen.
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Thomas Niewalda Hätten wir früher hinschauen müssen?
Erst durch die heutige Presse des BT bin ich aktiv auf das Thema Weidner gestoßen!
Bislang sah ich auch nur die Tendenzen und Strömungen der BG.
Letzteres hat mich nicht zu sehr in Alarmstimmung versetzt.
Das Herr Weidner als Leiter der BB jedoch in einer verbotenen NeoNaziPartei aktiv, ja äußerst aktiv war und jetzt auch noch NS Wiederstandskämpfer als Verräter tituliert hat, schlägt dem Fass den Boden aus!
Dass die Staatsanwaltschaft daher ein Auge auf die Bonner Radczeks hat, ist nachvollziehbar.
Ich denke, dass Weidner den Sinn der Burschenschaftlichen Bewegung nicht verstanden hat und solche Strömungen in der DB nichts mehr zu suchen haben!
Dass einige liberale Mitglieder des Vorstandes jetzt den Rückzug angetreten haben ist nur allzu verständlich, jedoch haben sie mit dieser Aktion gerade der BG in die Hände gespielt: die können jetzt 5 weitere Posten an sich reißen!
Denkt daran "Ultras" sind immer "hyperaktiv".
Entweder reagieren die gemäßigten Burschenschaften jetzt oder aber die IBZ gründet nach dem Außerordentlichen BT eine "neue" "zweite" "Neue Deutsche Burschenschaft" und sammelt die Bünde der NDB ein.
Ich fürchte jedoch, dass dieses Unterfangen noch steiniger zu bewerkstelligen ist, als die BG in die Schranken zu weisen!
Ich bin auf Eure Meinungen gespannt!
Euer
Thomas Niewalda, AH
Thomas Niewalda Quo Vadis Deutsche Burschenschaft?
Eklat in Eisenach!
zunächst die aktuelle Presse:
DPA / Hanauer Anzeiger – Samstag, 02.06.2012
Spannungen bei der Burschenschaft
Eisenach
Auf dem Burschentag in Eisenach sind mehrere Vorstandsmitglieder der DB aus Protest gegen rechtsextreme Tendenzen in dem Verband zurückgetreten. Fünf Vertreter der liberalen Strömung „Burschenschaftliche Zukunft“ im Vorstand erklärten ihren Rücktritt, wie der dieser Strömung zählende bisherige Pressereferent Michael Schmidt sagte. Er gehört zu den Zurückgetretenen. Anlass war die Wiederwahl eines Vorstandsmitglieds auf dem Burschentag, dem Rechtsextremismus vorgeworfen wird.
Weiter Pressemeldung:
Deutsche Burschenschaft steht vor dem Zerfall
02.06.2012, 15:37 Uhr | Von Sebastian Haak, dapd
Die Deutsche Burschenschaft in ihrer jetzigen Form steht offenbar endgültig vor dem Aus. Nach übereinstimmenden Berichten vom Burschentag im thüringischen Eisenach droht dem Verband in den kommenden Monaten entweder die Spaltung oder die Auflösung. Hintergrund ist eine seit Jahren andauernde Debatte innerhalb der Studentenverbindungen über den Umgang mit rechten Strömungen.
Die Deutsche Burschenschaft hat nach eigenen Angaben derzeit etwa 115 Mitgliedsvereinigungen. Sie gilt als der größte Zusammenschluss von Burschenschaften in Deutschland und Österreich.
Außerordentlicher Burschentag wird einberufen
Um das weitere Vorgehen zu beschließen, haben sich die Burschen auf die Einberufung eines außerordentlichen Burschentages verständigt. "Dort wird es um die Zukunft unseres Verbandes gehen", sagte der Sprecher der Deutschen Burschenschaft (DB), Christoph Basedow. Er glaube nicht, dass der Verband in seiner aktuellen Gestalt weiter bestehen werde.
Das Treffen solle innerhalb der kommenden neun Monate stattfinden, sagte er. Das Sprecheramt entspricht innerhalb der DB dem eines Verbandsvorsitzenden.
Große Gegensätze
Auch der ehemalige Pressereferent der DB, Michael Schmidt, sagte, es sei "sehr wahrscheinlich", dass die Vereinigung nicht mehr lange in ihrer jetzigen Form bestehe. Die Gegensätze zwischen liberalen und konservativen Verbindungen seien zu groß. "Dass sich etwas so massiv ändert, dass man sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann, halte ich für unwahrscheinlich", sagte er. Schmidt war während des Burschentages von seinem Amt als Pressereferent zurückgetreten.
Er habe nicht länger "den Kopf dafür hinhalten wollen, was mit diesem Verband in Verbindung gebracht wird". Unmittelbarer Auslöser für seinen Schritt sei die Wiederwahl von Norbert Weidner zum sogenannten Schriftleiter der DB-Zeitung "Burschenschaftliche Blätter" gewesen, sagte Schmidt. Weidner war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, weil er den NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer als Landesverräter bezeichnet haben soll.
Unklar ist, ob mehrere Burschenschaften den Burschentag aus Protest gegen die Wiederwahl Weidners verlassen haben. Ein Sprecher der Initiative "Burschenschafter gegen Neonazis" sagte, die Vertreter von etwa 20 liberalen Verbindungen hätten das Treffen bereits am Freitag vorzeitig verlassen. DB-Chef Basedow sagte, ihm seien vorzeitige Abreisen nicht bekannt. Die Initiative hatte schon vor Beginn des diesjährigen Burschentages umfassende Reformen oder die Auflösung der DB gefordert.
Kritiker sind unbeeindruckt
Nach seinem Rücktritt als Pressereferent will sich Schmidt nun bei der Initiative "Burschenschaftliche Zukunft" engagieren. Seinen Angaben zufolge handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von 24 liberalen Burschenschaften. Mittelfristig würden sicher mehrere dieser Verbindungen aus der DB austreten, sagte er. Ob damit auch die Gründung eines Konkurrenzverbandes einhergehen werde, ließ er offen. Gleichzeitig sagte er jedoch, es gebe bei liberalen Burschenschaftern innerhalb wie außerhalb der DB den Wunsch nach einer "Größeneinheit, die über den einzelnen Burschenschaften steht".
Kritiker des Burschenschaftswesens zeigten sich unbeeindruckt von den jüngsten Entwicklungen. Ankündigungen von liberalen Burschenschaftern, womöglich mit der DB zu brechen, bezeichnete der Sprecher des "Bündnisses gegen den Burschentag in Eisenach", Phillip Schmidt, als Lippenbekenntnis und Imagekampagne. "Außerdem halten wir eine Trennung nach liberalen und rechtsextremen Burschenschaftern für unangebracht", sagte er. Man solle besser zwischen Ideologen und Pragmatikern trennen. Auch bei einer etwaigen Neugründung eines burschenschaftlichen Dachverbandes werde es keine grundlegenden inhaltlichen Unterschiede zur DB geben.
noch mehr Presse:
Entscheidung in Eisenach: Auf dem Deutschen Burschentag scheiterte die Abwahl eines hohen rechtsextremen Funktionärs. Jetzt steht der Dachverband vor der Spaltung. Liberale Burschenschafter räumen ihre Posten, sie rechnen mit einer Austrittswelle.
Formal ist es nur ein gescheiterter Abwahlantrag, politisch ist es eine Katastrophe für die Deutsche Burschenschaft (DB), dem Dachverband mit rund 120 Bünden und knapp 10.000 Burschenschaftern: Auf dem Burschentag in Eisenach wurde der Chefredakteur der Verbandszeitung, Norbert Weidner, im Amt bestätigt. Die Entscheidung fiel knapp aus, doch die Personalie offenbart, dass die liberalen Burschenschafter den internen Machtkampf verloren haben - und nun den Rückzug antreten. Künftig geben endgültig ihre rechtsextremen Verbandsbrüder den Ton an.
Denn Weidner ist nicht irgendein Burschenschafter. Als "Schriftleiter" der "Burschenschaftlichen Blätter", wie der Chefredakteur dort offiziell heißt, gehört er zu den wichtigsten Funktionären des Verbandes. Er bestimmt die Ausrichtung der auflagenstarken Publikation; es ist einer der bestbezahlten Posten, den die DB zu vergeben hat. Weidner und die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn, in deren Vorstand er ist, waren vor dem Burschentag immer wieder massiv kritisiert worden, unter anderem wegen der rassistischen "Ariernachweis"-Anträge im vergangenen Jahr.
Der jüngste Eklat, über den SPIEGEL ONLINE berichtete, geht darauf zurück, dass Weidner den evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer gegen die NS-Diktatur, Dietrich Bonhoeffer, öffentlich als Landesverräter bezeichnet hatte - sowie dessen Verurteilung "rein juristisch" als "gerechtfertigt". Die Bonner Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener ein. Weidner war zudem früher in mehreren rechtsextremen Organisationen in herausgehobener Stellung aktiv, etwa in der später verbotenen militanten Neonazi-Partei FAP.
Wie es zum Machtkampf in der Deutschen Burschenschaft kam
Diesem Treiben wollten liberalere Burschenschafter nicht länger schweigend zusehen - sie organisierten Widerstand. In einem Aufruf (hier als pdf) verurteilen fast 400 meist angesehene Burschenschafter, darunter auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), vor einigen Wochen die Äußerungen Weidners "auf das Schärfste" und forderten seinen Rücktritt. Vor dem Burschentag versuchten die liberaleren Burschenschafter, Weidners Abwahl auf dem Jahrestreffen zu organisieren - und scheiterten nun.
Der Erfolg von Weidner und seinen Unterstützern dürfte zu einem massiven Mitgliederschwund der DB führen. Als Reaktion auf das Wahlergebnis erklärte bereits der Pressereferent des Dachverbandes, Michael Schmidt, seinen Rücktritt. Man müsse das Ergebnis einer demokratischen Entscheidung zur Kenntnis nehmen, sagte Schmidt, der zu den profiliertesten Vertretern der liberaleren Burschenschaftern zählt. Den Erfolg der Rechtsextremen könne man nicht schönreden. Jetzt sei damit zu rechnen, dass zahlreiche Burschenschaften aus dem Dachverband austreten.
Am Abend wurde bekannt, dass außer Schmidt noch vier weitere Liberale aus dem erweiterten Vorstand zurückgetreten sind. Bei den Vorstandswahlen am Freitagnachmittag traten Vertreter des liberalen Flügels erst gar nicht mehr an - darunter auch der chinesischstämmige Burschenschafter, gegen den sich die "Ariernachweis"-Anträge im vergangenen Jahr gerichtet hatten.
Ein Sprecher der "Initiative Burschenschafter gegen Neonazis", die besonders engagiert gegen die Rechtsextremen Stellung bezieht, sieht nun den "parlamentarischen Kampf von demokratischen Burschenschaftern gegen rechtsextreme Burschenschafter in der DB" als verloren an. Auch er rechnet mit einer "Austrittswelle" von "demokratischen, finanzstarken Burschenschaften", was ihm zufolge zu einer baldigen Insolvenz des Dachverbands führen könnte.
Weidner selbst wollte weder den gescheiterten Abwahlantrag noch die Vorwürfe gegen ihn kommentieren. Seine Bestätigung im Amt dürfte allerdings das Ende des lange währenden Machtkampfs zwischen liberaleren und rechten Burschenschaftern einläuten: Denn schon seit Jahrzehnten ist der Dachverband zerstritten. Auf der einen Seite steht die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), ein Zusammenschluss von mehr als 40 deutschen und österreichischen Bünden. Er wurde vor mehr als 50 Jahren gegründet, um völkische und damit offen rassistische Positionen durchzusetzen. Zur BG gehört auch Weidners Burschenschaft, die Bonner Raczeks. Mittlerweile besetzt die BG wichtige Schlüsselstellen im Dachverband. Ihre Stärke bezieht sie aus ihrer inneren Geschlossenheit.
Auf der anderen Seite stehen die liberaleren Bünde, die sich jetzt wohl nach und nach zurückziehen werden. Viele Dutzend haben diesen Schritt in den vergangenen Jahren bereits getan. Im März dieses Jahres gründeten die verbliebenen Liberalen die mehr als 20 Bünde zählende Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ) als Gegengewicht zur BG - doch auch nach diesem Zusammenschluss schafften sie es nicht, die Rechtsextremen in Schach zu halten.
Auch der Burschentag an sich, also das Treffen auf der Wartburg in Eisenach, ist umstritten. Bereits vor Beginn sagte eine Sprecherin der Stadt, es werde deshalb kein städtischer Vertreter am Burschentag teilnehmen. Außerdem sei für Samstag eine Gegendemonstration mit 300 Teilnehmern angemeldet worden.
Etwas ältere Presse zu Weidner:
Liberale Burschenschafter brechen das Gesetz des Schweigens - und attackieren ihre rechtsextremen Verbandsbrüder in bislang ungekannter Offenheit. Der Machtkampf in der Deutschen Burschenschaft steht vor der Entscheidung.
Die Zeit des Burgfriedens ist vorbei, liberal-konservative und rechtsextreme Burschenschafter bekämpfen sich jetzt offen - und mit bislang ungekannter Härte. Es ist weit mehr als ein gewöhnlicher Richtungskampf, der da in der Deutschen Burschenschaft tobt, jenem Dachverband mit seinen rund 120 Bünden und knapp 10.000 Burschenschaftern. Die liberaleren Burschenschafter scheinen diesmal fest entschlossen, den rechtsextremen Auswüchsen im Verband Einhalt zu gebieten. Und sie kämpfen mit offenem Visier.
Mehr als 300 meist angesehene Burschenschafter - darunter auch frühere Spitzenpolitiker - haben sich zu einer beispiellosen Aktion entschlossen: Öffentlich greifen sie in einem Aufruf einen führenden rechtsextremen Funktionär des Dachverbands scharf an und verlangen dessen Rücktritt.
Der Aufruf ist ohne Beispiel: Denn kaum etwas ist Burschenschaftern so wichtig wie Verschwiegenheit und Geschlossenheit nach außen. Zwar beschwören die fechtenden Akademiker eine offene Streitkultur, doch ihre Konflikte tragen sie sonst intern aus.
Warum die liberaleren Burschenschafter ihr Schweigen brachen
Anlass für den aktuellen Affront war die Hetze eines hohen Funktionärs im Dachverband, über die SPIEGEL ONLINE berichtete: Der Chefredakteur der Verbandszeitung "Burschenschaftliche Blätter", Norbert Weidner, hatte den evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer gegen die NS-Diktatur, Dietrich Bonhoeffer, öffentlich als Landesverräter bezeichnet - sowie dessen Verurteilung "rein juristisch" als "gerechtfertigt". Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Weidners Verbindung "Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn" war es auch, die schon im vergangenen Jahr mit ihren rassistischen sogenannten Ariernachweis-Anträgen für einen Eklat gesorgt hatte.
Diesem Treiben wollten die liberaleren Burschenschafter nicht länger schweigend zusehen. In ihrem Aufruf (hier als pdf) verurteilen sie die Äußerungen Weidners "auf das Schärfste". Weidner habe nicht nur das Ansehen Bonhoeffers, sondern auch das der damals im Widerstand befindlichen Burschenschafter geschädigt. "Diese Äußerungen eines hohen Funktionsträgers der Deutschen Burschenschaft sind inakzeptabel und unanständig."
Auch auf die Vergangenheit Weidners als "langjähriger Funktionär und Aktivist der später verbotenen Neonazi-Partei FAP" wird in dem Aufruf hingewiesen. Zwar brauche sich niemand der "politischen Korrektheit" zu unterwerfen, und der Dachverband sei "auch offen für demokratische Rechte". Aber Weidner habe "die politischen und moralischen Grenzen klar überschritten, die der burschenschaftliche Grundsatz der Ehre setzt".
Die Unterzeichner wollen Weidner nicht länger in einer einflussreichen Position dulden - und die Leitung der Verbandszeitschrift dürfte das wirkungsmächtigste Amt sein, das die Deutsche Burschenschaft zu vergeben hat. Wenn Weidner nicht freiwillig zurücktrete, müsse er unverzüglich vom Verbandsrat entlassen werden, fordern die Liberaleren.
Der Streit tobt seit Jahren, jetzt eskaliert er
Selbst Experten können sich nicht an eine derartige Auseinandersetzung erinnern. "Dass Burschenschafter öffentlich so vehement gegen einen anderen Burschenschafter Stellung beziehen, ist außergewöhnlich, wenn nicht gar ein Novum", sagt etwa Alexandra Kurth, Politologin von der Uni Gießen.
Dabei ist der Dachverband schon seit Jahrzehnten tief gespalten. Auf der einen Seite steht die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), ein Zusammenschluss von mehr als 40 deutschen und österreichischen Bünden. Er wurde vor mehr als 50 Jahren gegründet, um völkische und damit offen rassistische Positionen durchzusetzen. Mittlerweile besetzt die BG wichtige Schlüsselstellen im Dachverband. Ihre Stärke bezieht sie aus ihrer inneren Geschlossenheit.
Auf der anderen Seite stehen die liberaleren Bünde, die noch die Mehrheit in der Deutschen Burschenschaft stellen dürften. Sie haben es bislang nicht geschafft, die Rechtsextremen in Schach zu halten. Stattdessen haben viele Dutzend Bünde den Dachverband aus Abscheu verlassen. Denn eigentlich liegt einem Burschenschafter nur der eigene Bund wirklich am Herzen. Der Dachverband hat für viele nur Bedeutung, weil er etwa die historisch wichtigen Liegenschaften an der Wartburg im thüringischen Eisenach unterhält.
Zu den Liberaleren gehört auch Friedrich Engelke, Alter Herr der Rostocker Obotritia. Auch er hat den Aufruf unterschrieben. Er spricht über seine Freude darüber, dass die "konservativ-liberale Seite des Verbands schnell und substantiell zu einem massiven Protest zusammengefunden hat". Die Äußerungen Weidners nennt Engelke eine "Ungeheuerlichkeit", die Konsequenzen nach sich ziehen müsse. Er hält Weidner für "untragbar". Und der 62-Jährige macht klar, dass ein harter Kampf droht: "Ich rechne damit, dass Weidner nahestehende Funktionäre versuchen werden, die verbandsinterne Verfolgung der Angelegenheit zu unterbinden."
Wie die Rechtsextremen sich formieren
In der Tat sammeln nun auch die Rechtsextremen im Dachverband ihre Truppen. So zirkuliert unter Burschenschaftern ein offenes Schreiben eines Weidner-Unterstützers, dessen Sprache und Inhalt stark an die Methoden der militanten Rechten erinnert. In dem Brief "an alle ehrenfesten deutschen Burschenschafter" ist von einer "niederträchtigen Hetzkampagne" gegen Weidner die Rede, ein "feiger Angriff", der auch noch von "Intriganten" und "im Windschatten der Feindpresse" geführt werde.
"Norbert Weidner hat sich nichts vorzuwerfen!", schreibt der Autor. Die Aktion der Liberalen bezeichnet der Verfasser als "widerdemokratische Zusammenrottung". Prominente Vertreter des liberalen Flügels werden namentlich angegriffen, teils ihre Arbeitgeber genannt. Der Brief endet mit einer Drohung: "Gebt den Lumpen die burschenschaftliche Antwort!"
Auch der eigentlich dafür zuständige Pressereferent der Deutschen Burschenschaft will die derart aufgeheizte Atmosphäre nicht dementieren. Er kann ihr sogar etwas Positives abgewinnen. "Wir freuen uns, dass wir nach mehreren Jahren nicht mehr nur als monolithischer Block wahrgenommen werden", sagt Michael Schmidt. Die Äußerungen über Bonhoeffer entsprächen nicht der Meinung der Verbandsspitze. Zwar lehne der Verband den "weitverbreiteten Versuch der Errichtung von Denkverboten im Rahmen politischer Korrektheit" ab, die Meinungsfreiheit ende jedoch erstens dort, wo das Strafrecht den Rahmen setze. Und zweitens müsse sich jeder seiner Verantwortung für den Verband bewusst sein.
Wie sich der scharfe Konflikt zwischen den verfeindeten Lagern lösen ließe, vermag Schmidt nicht zu sagen. Zwar könne der Burschentag in Eisenach - das Parlament der Deutschen Burschenschaft - Ende Mai über die Absetzung eines Funktionsträgers entscheiden. Doch angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse sei die weitere Entwicklung schwer vorherzusehen.
Nun deutet alles auf einen großen Showdown auf dem Burschentag hin. Dort könnte sich entscheiden, ob die Deutsche Burschenschaft endgültig zum Zirkel rechtsextremer Sektierer wird - oder diese in den Griff bekommt. Die Zeiten, in denen in Eisenach unter dem medialen Druck von außen mühsam Kompromisse zwischen Liberalen und Rechtsextremen gefunden wurden, scheinen jedenfalls vorüber.
Hintergrundinfo:
Dieses Schreiben wurde von nahmhaften Burschenscahftern veröffentlicht:
BURSCHENSCHAFTER‐PROTEST GEGEN DEN WEIDNER‐SKANDAL
Mit Entsetzen haben wir vom jüngsten Skandal innerhalb der Deutschen Burschenschaft (DB)
erfahren, der den Ruf aller deutschen Burschenschaften, aber auch anderer
Korporationsverbände und Studentenverbindungen, abermals beschädigt. Wir verurteilen
auf das Schärfste, dass der Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter, Norbert Weidner,
in einem Leserbrief den NS‐Widerstandskämpfer und Theologen Dietrich Bonhoeffer als
„Landesverräter“ bezeichnet und die Hinrichtung Bonhoeffers durch das NS‐Regime
gerechtfertigt hat. Da Bonhoeffer in engem Kontakt mit dem Widerstandkämpfer Karl Sack
stand – welcher ebenfalls im KZ Flossenbürg umgebracht wurde – hat Herr Weidner
(langjähriger Funktionär und Aktivist in der später verbotenen Neonazi‐Partei FAP) auch das
Ansehen des Burschenschafters Sack und aller anderen Burschenschafter im Widerstand wie
der in Plötzensee hingerichteten Hermann Kaiser und Helmut Himpel geschädigt.
Diese Äußerungen eines hohen Funktionsträgers der Deutschen Burschenschaft sind
inakzeptabel und unanständig, sie fügen der DB einen schweren Schaden zu. Es geht hierbei
nicht um „Politische Korrektheit“, der sich niemand zu unterwerfen braucht. Die Deutsche
Burschenschaft hat sozialdemokratische, liberale und konservative Mitglieder, sie ist auch
offen für demokratische Rechte. Aber mit diesen Äußerungen hat Herr Weidner die
politischen und moralischen Grenzen klar überschritten, die der burschenschaftliche
Grundsatz der Ehre setzt.
Die unterzeichnenden Burschenschafter fordern: Wenn Herr Weidner nicht sofort die
Verantwortung übernimmt, Konsequenzen zieht und das Amt des Schriftleiters der
Burschenschaftlichen Blätter niederlegt, muß der Verbandsrat der DB ihn unverzüglich
entlassen. Andernfalls werden die Deutsche Burschenschaft und ihre Mitglieder weiteren
schweren Schaden nehmen. Die Unterzeichner erklären, dass sie die Annahme der
Burschenschaftlichen Blätter verweigern werden, solange Herr Weidner dort Schriftleiter ist.
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Thomas Niewalda Pfingsten steht vor der Tür!
Liebe Bundesbrüder,
Liebe Claudia,
denkt bitte daran, dass wir in gut 4 Wochen Pfingsten haben!
Die Aktiven werden sich garantiert begeistert zeigen, wenn wir mit großem Aufgebot an AH, iAB, etc. aufwarten.
Rührt also bitte kräftig die Werbetrommel!
Außerdem gibt es die Gelegenheit sich mal wieder relativ ungezwungen zu treffen.
Ich plane, trotz der Anwesenheit eines Austauschschülers aus Barcelona, am Sonntag zu kommen, wenngleich aus dem betreffenden Anlass noch nicht zum Frühschoppen.
Mit Ascanengruß
Thomas
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Thomas Niewalda Firmenbesuche und Vorträge über Eure Tätigkeiten!
Hallo liebe Bundesbrüder,
zur Unterstützung der mittlerweile wieder erstarkten Aktivitas möchte ich sammeln,
wer Firmenbesuche in seinem Unternehmen anbieten und organisieren kann.
Ebenso möchte ich eine Liste erstellen, welcher AHAH einen Vortrag über seine Berufstätigkeit bzw. seine Berufserfahrung halten kann und möchte.
Bitte gebt mir hier in unserer Gruppe Eure Rückmeldungen oder direkt an meine private E-post Adresse.
Ich selbst stehe für folgende Themen zur Verfügung:
- Service und Inbetriebnahme von Qualitätsoptimierungsanlagen in der Papierindustrie - Rückfeuchtung und Dampftrocknung
- Automatische Identifikationssysteme in der Industrieproduktion und in Versand / Logistik
- Umschmelzaggregate zur Umlegierung / Höherlegierung von Stählen
- "Lichtschranken- und Messsysteme" im Warmwalzwerk
Euer Thomas Niewalda

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Burschenschaft Ascania Friedberg"

  • Gegründet: 10.01.2011
  • Mitglieder: 12
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 10
  • Kommentare: 0