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Heinrich Schwarz Was macht Ethnographie aus?
Frage: Die drei unverzichtbaren Ingredienzien?
Ich glaube, dass Ethnographie eine Methode bzw. ein Ansatz ist, die/ der oft sehr unterschiedlich gesehen wird. Darum interessiert mich Ihre Antwort auf die folgende Frage: Was sind aus Ihrer Sicht, die drei wichtigsten Aspekte, die gegeben sein müssen, damit Sie von Ethnographie sprechen? Das sind damit auch die kritischen Aspekte, die Ethnographie von anderen Forschungsmethoden unterscheiden.
Für mich sind diese drei: Reale Kontexte; Beobachtung; Interpretation. Die Untersuchung muss in realen lebensweltlichen Kontexten stattfinden (zuhause, am Arbeitsplatz, im Fitnessstudio etc). Die Teilnehmer müssen beobachtet und nicht nur befragt werden. Und die erhobenen Daten werden vom Forscher analysiert und interpretiert und nicht nur einfach wiedergegeben.
Also, salopp gefragt: Welche drei Zutaten dürfen für Sie in der Suppe nicht fehlen damit es nach Ethnographie schmeckt?
Gruss, Heinrich
Jeanne Carré
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Katharina Berger
Ich denke, dass Ethnographie im Business in der Tat noch viel mehr Bedeutung erhält. Ich glaube nur, dass dies dem Business nicht so sehr bewusst ist.
Vielleicht sollte man auch mal einen Blick in die Innovations- und Zukunftsforschung werfen. Consumerisation ist ein großes Thema und die Bedürfnisse des Nutzers zu kennen ist immer wichtiger... Warum sind Methoden wie Design Thinking oder User Centered Design denn so sehr im kommen. Für interdisziplinäre Teams wäre es doch sehr sinnvoll Ethnographen im Team zu haben...
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich zum Beispiel für unsere Praktika im Bereich Design Thinking auch einmal angehende Ethnographen bewerben würden.
Vielleicht könnte man aber auch an Universitäten die diese Richtung unterrichten einmal Design Thinking Kurse anbieten, sodass sich die Studenten der neuen Möglichkeiten bewusst werden.
Auch wenn ich hier nur für mich und nicht für mein Unternehmen sprechen. Ich glaube, dass Unternehmen hier neue Skills in ihre Teams bringen müssen, und mit der Zeit werden das auch noch mehr merken... Die Teams müssen diverser werden und den Kunden mehr verstehen....
Was denken Sie...
Gruss Katharina Berger
Katharina Berger ich stelle mich vor...
Mein Name ist Katharina Berger. Ich arbeite im Hause der Deutschen Bank und ab und zu auch außerhalb mit kleinen Workshops oder Vorträgen, wenn es meine Zeit erlaubt.
Ich bin beruflich als Innovationsmanagerin tätig und hier insbesondere zuständig für eine Methode, die sich Design Thinking nennt. Es geht hierbei darum, in frühen Projektphasen bereits intensiv zu klären, ob die Problemstellung nicht zu oberflächlich ist und somit nur ein Symptom, ob wir den zur Verfügung stehenden Lösungsraum kennen und am wichtigsten, ob wir die Bedürfnisse des späteren oder heutigen Nutzers wirklich verstehen. Nachhaltig angewandt führt sie zu einem Nutzer bzw. kundenorientierten Denken, der im Bereich der Innovation sehr wichtig ist. Ethnografische Ansätze sind hier ebenso wichtig, wie Kreativität und Fachwissen. Deswegen stellen wir diverse Teams zusammen.
Neben meinem beruflichen Auftrag bin ich auch noch stark am demographischen Wandel und wie dieser sich im Arbeitsleben auswirkt interessiert.
Alles das hat mit Menschen zu tun. Da ich immer versuche auch meinen Wissens- und somit Lösungsraum zu erweitern, hat mich der Titel der Gruppe interessiert und ich hoffe neues zu erfahren....
Dafür würde ich gern meinen eigenen Beitrag leisten wollen.
Gruss
Katharina Berger
Heinrich Schwarz 4. Ethnography in Business Contexts Meetup in Berlin
Diese Woche nahm ich am 4ten Ethnography in Business Contexts Meetup in Berlin teil, veranstaltet von Point-Blank International. Eine gute Veranstaltung, um sich mit anderen am Thema 'Business Ethnography' Interessierten auszutauschen, Fallstudien zu hören, und neue Methoden auszuprobieren. Bei diesem Treffen berichtete Eva Hernandez von Fjord über eine aufschlussreiche Studie spanischer Postboten/innen (die gleichzeitig Sozialarbeiter, Detektive und Zusteller sind). Thomas Stegmann and Jens Otto Lange von Storythinkers veranstalteten einen lehrreichen Workshop zur Macht des Geschichtenerzählens als Verkaufstool. Wie schon andere Meetups zuvor, sehr nützlich.
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Heinrich Schwarz MA in Culture. Material. Design in London
Ein interessantes Masters Programm an der Schnittstelle von Anthropology und Design:
MA Culture. Materials. Design. http://www.ucl.ac.uk/culture-materials-design/
Design Anthropology. Materials. Craft. Making. Social Innovation, Design Ethnography.
Two Mary Douglas awards are now available for the MA Culture.Materials.Design, to the value of £2,000 each:
http://www.ucl.ac.uk/anthropology/anthropology-news/Mary_Douglas_Awards
The MA is a one-year Masters course in anthropology & archaeology, at UCL (University College London). Part of UCL’s Material Culture offering.
- Design anthropology
- The anthropology of materials
- Ethnography
For social scientists who wish to work on and with design and designers; for designers, engineers, architects, and heritage practitioners who wish to build sociocultural and people skills.
With close teaching & research links to the Institute of Making.
For more details of the MA and the Mary Douglas awards:
http://www.ucl.ac.uk/culture-materials-design/
Or inquire: a.drazin@ucl.ac.uk
MA Culture.Materials.Design Where Anthropology meets Design.
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