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Sandra Meyer Insektenforscher erhalten 3. Deutschen Biodiversitätspreis
Heinz Sielmann Stiftung zeichnet Ehrenamtliche des Entomologischen Vereins Krefeld e.V. für Forschung zum Insektenrückgang aus.
Am Donnerstag den 15. November überreichte die Heinz Sielmann Stiftung den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Biodiversitätspreis an den Entomologischen Verein Krefeld e.V. Die Preisverleihung fand im Landesmuseum Hannover statt.
Stiftungsratsvorsitzender Dr. Fritz Brickwedde leitete die Preisverleihung mit einem eindringlichen Appell ein: „Wer Arten erhalten will, muss sie erkennen können. Wir steuern nicht nur auf einen unumkehrbaren Verlust der biologischen Vielfalt zu, das Wissen über die Tier- und Pflanzenarten droht gleichermaßen zu verschwinden. Das ehrenamtliche Engagement im Naturschutz ist unersetzbar. Eine grundlegende finanzielle Sicherung für dieses Engagement ist nötig, um die Nachwuchssorgen der aktiven Vereine zu zerstreuen.“
Die Auszeichnung mit dem Deutschen Biodiversitätspreis würdigt die langjährigen insektenkundlichen Untersuchungen der ehrenamtlichen Mitglieder des Krefelder Vereins und ihr Engagement für den Insektenschutz. Eine im Jahr 2017 veröffentlichte Studie hatte alarmierende Fakten über den Schwund von Insekten hervorgebracht. Standardisierte Langzeituntersuchungen erfassten die Biomasse von Fluginsekten in Schutzgebieten. Das Ergebnis: In den 27 Jahren ging die Zahl der fliegenden Insekten um 76 % zurück. „Die aktuellen Daten deuten auf ein allgemeines Muster des Rückgangs der Insektenvielfalt und -menge hin“, heißt es in der Studie. Die Veröffentlichung zum Insektensterben erregte weltweites Aufsehen und rückte das Thema in das Bewusstsein der Gesellschaft, Medien und Politik.
In seiner Laudation unterstreicht Dr. Andreas Krüß, Abteilungsleiter Ökologie und Schutz von Fauna und Flora im Bundesamt für Naturschutz, die besonderen Leistungen des Vereins: „Es ist sehr außergewöhnlich, dass ein Thema so lange in der Öffentlichkeit so eine hohe Aufmerksamkeit bekommt. Die Aktivitäten zum Thema Insektensterben nehmen tatsächlich zu. Auch auf politischer Ebene sind bereits Maßnahmen der Länder und des Bundes in Gang gekommen, unter anderem das Aktionsprogramm Insektenschutz. Sogar das Weltwirtschaftsforum hat sich mit dem Thema befasst, denn es findet sich in dessen aktuellen „Global Risk Report“.“
Stellvertretend für den Verein nahmen die Vorstandsmitglieder Dr. Martin Sorg und Werner Stenmans den Preis entgegen. Beide freuen sich über die Auszeichnung. „Wir werden mit dem Preisgeld unsere Nachwuchsarbeit fördern. Wir können Natur nur schützen, wenn wir genug über die Arten und Prozesse in der Landschaft wissen. Unser Ziel ist es, das Wissen des Vereins zu sichern und weiter auszubauen. Dazu müssen wir mehr junge Menschen für die Insektenwelt begeistern“, erklärt Dr. Martin Sorg.
Only visible to XING members Deutscher Nachhaltigkeitspreis - Forschung: Stimmen Sie für F.R.A.N.Z.
Das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung nominiert, der am 07.12.2018 im Rahmen des 11. Deutschen Nachhaltigkeitstages verliehen wird. Damit hat die Jury den einmaligen Charakter von F.R.A.N.Z., dem Artenschwund in der Agrarlandschaft zu begegnen, gewürdigt.
Auch Sie haben noch bis zum 16. November 2018 die Möglichkeit, für das F.R.A.N.Z.-Projekt unter https://www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/forschung/ abzustimmen.
Unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Vielfalt in der Agrarlandschaft“ zeigt das Projekt F.R.A.N.Z. durch seinen kooperativen Ansatz sowie intensive wissenschaftliche Forschung und Beratung, wie eine moderne, leistungsfähige Landwirtschaft mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt vereinbar ist. Im F.R.A.N.Z.-Projekt werden Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in intensiv genutzten Agrarlandschaften entwickelt und erprobt, die neben dem naturschutzfachlichen Nutzen auch gut in die betrieblichen Abläufe integrierbar und gleichzeitig für den Landwirt wirtschaftlich tragfähig sind. Dafür vereint F.R.A.N.Z. Akteure aus Landwirtschaft, Naturschutz, Forschung und Politik. Landwirte und Naturschützer arbeiten partnerschaftlich miteinander. Die Erprobung der Maßnahmen erfolgt deutschlandweit auf 10 Demonstrationsbetrieben. Ziel ist es, auf 5-10 % der Betriebsfläche Maßnahmen umzusetzen. Weitere Informationen zum F.R.A.N.Z.-Projekt finden Sie unter http://www.franz-projekt.de

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