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Andreas Krau Erbrecht: Unternehmensnachfolge
Erbrecht: Unternehmensnachfolge
Man schätzt, dass weniger als 40% der Unternehmer ein Testament errichtet haben. Dabei beurteilt sich das Rating eines Unternehmens auch danach, ob für den Fall des plötzlichen oder ungewollten Ausscheidens des Unternehmers Vorsorge getroffen wurde.
Wesentliche Ziele bei der Gestaltung letztwilliger Verfügungen von Unternehmern sind:
die Sicherung der Unternehmensfortführung,
die Absicherung der Familie,
die Reduzierung der Liquiditätsbelastung durch Vermeidung von Ausgleichs- und Abfindungsansprüchen,
steuerliche Optimierung.
Das Unternehmertestament
Die Gestaltung des Unternehmertestamentes und die Regelung der Unternehmensnachfolge zu Lebzeiten sollten miteinander verknüpft werden. Testament und die Regelung der Nachfolge im Gesellschaftsvertrag sollten miteinander abgestimmt sein.
Abstimmung von Gesellschaftsvertrag und letztwilliger Verfügung
Unter Umständen ist es nötig, das Unternehmen umzustrukturieren, um es den Verhältnissen der Nachfolger anzupassen (Beispiele: Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine GmbH, weil der Nachfolger die persönliche Haftung scheut, Wechsel in eine GmbH und Co KG zur Minderung der steuerlichen Belastung). Grundsätzlich gilt im Bereich der Unternehmensnachfolge der Vorrang des Gesellschaftsrechts vor dem Erbrecht. Nur was der Gesellschaftsvertrag als vererblich zulässt, kann von der letztwilligen Verfügung geregelt werden. Bei mangelnder Abstimmung von Gesellschaftsvetrag und letztwilliger Verfügung kann es zu bösen Überraschungen kommen (etwa ungewollte Aufdeckung stiller Reserven).
Vorsorgevollmacht für den Unternehmer
Zur Sicherung der Liquidität des Nachfolgers können Pflichtteilsverzichtsverträge geschlossen werden. Für den Fall des plötzlichen Ausscheidens oder einer Verhinderung des Unternehmers sollten postmortale Vollmachten oder Vorsorgevollmachten erstellt werden.
Bei Personengesellschaften kann im Gesellschaftsvertrag geregelt werden, ob und wie der Anteil vererblich sein soll. Bei Kapital- gesellschaften sind Anteile immer zwingend vererblich.
Unternehmensformen
Die erbrechtliche Nachfolge gestaltet sich bei den verschiedenen Unternehmensformen
unterschiedlich:
Einzelunternehmen
Offene Handelsgesellschaft (OHG)
Kommanditgesellschaft
GmbH
Aktiengesellschaft (AG)
Ebenso sind die steuerlichen Folgen der erbrechtlichen Nachfolge bei den verschiedenen Unternehmensformen unterschiedlich.
Diese Ausführungen bilden nur einen ersten Überblick. Sie können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Bei Bedarf stehe ich hierzu gerne zur Verfügung. Rufen Sie an!
Ihr
Andreas Krau
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Mediator, Wirtschaftsmediator
Kanzlei für Erbrecht, Vertragsrecht, Wirtschaftsrecht
Ingo Claus 17.11.2014: Workshop für potentielle Unternehmensnachfolger (MBI)
Prüfen Sie aktuell ernsthaft Unternehmer/in zu werden und im Rahmen einer Altersnachfolge eine Firma zu übernehmen?
Egal, ob Sie am Anfang Ihrer Suche stehen oder sich schon mitten in einem Verhandlungsprozess befinden….
Eine Unternehmensnachfolge anzutreten, gehört zu den komplexesten Projekten und bedarf einer professionellen Vorbereitung.
Nutzen Sie das Wissen und die Erfahrung von Profis: Am 17.11.2014 berichten die Experten von http://www.kernundpartner.de über den Ablauf und die Inhalte einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge.
Susanne Dahncke Töchter im Familienunternehmen
Am vergangen Dienstag habe ich an der Zukunftswerkstatt Familienunternehmen vom HIF teilgenommen - und bin seit dem noch motivierter, mich für Familienunternehmen einzusetzen. Nicht nur als Beraterin, sondern auch, in dem ich Wissenschaft und Forschung unterstütze. So zum Beispiel Dr. Daniela Jäkel-Wurzer und Kerstin Ott, deren aktuelles Buch über Töchter in Familienunternehmen gerade erschienen ist. Hier geben sie ihre Erkenntnisse aus ihrer Studie "Weibliche Nachfolge - gestern, heute, morgen" wieder. Sehr lesenswert! Meine Rezension für einen ersten Eindruck:http://www.saalzwei.de/aus-der-community/artikel/toechter-als-nachfolgerinnen/?ref=nl&cHash=54893f4350627e1d65a48c0dd3613887
Beste Grüße
Susanne Dahncke
Norbert Schönleber 3. AGT-Fachtagung am 19.06.2015 in München
Der Termin für die 3. AGT-Fachtagung steht jetzt fest. Sie findet am 19.6.2015 in München statt.
Diesmal wird die Veranstaltung eine Dauer von fünf Stunden haben. Damit trägt die AGT dem Umstand Rechnung, dass ab dem Jahr 2015 Fachanwälte 15 Stunden Fortbildung statt bisher 10 Stunden nachweisen müssen.
Auch diesmal wird es wieder interessante Praktikervorträge mit verschiedenen Themen rund um die Testamentsvollstreckung geben.
Es freut mich ganz besonders, dass bereits die Zusage von Herrn Rechtsanwalt Dr. Michael Bonefeld vorliegt. Er ist sicherlich einer der bekannsten deutschen Testamentsvollstrecker. Sein Standardwerk Mayer/Bonefeld gehört zu den führenden Veröffentlichungen im Bereich der Testamentsvollstreckung.
Er wird sich in seinem Vortrag den spannenden Praxisfragen des Auseinandersetzungsplans zuwenden.
Nähere Einzelheiten erfolgen dann demnächst.
Auf Grund des großen Zuspruches bei den beiden ersten Testamentsvollstreckertagen, des attraktiven Veranstaltungsortes und nicht zuletzt des Umstandes, dass der diesjährige Testamentsvollstreckertag schon einen Monat vor Stattfinden ausgebucht war, kann rechtzeitig Buchung nur dringend empfohlen werden. Reservierungen werden ab sofort von der Geschäftsstelle der AGT gerne entgegen genommen.
Norbert Schönleber Vortragsveranstaltungen 2015 Die Testamentsvollstreckung
Die Testamentsvollstreckung gerät zunehmend in das Blickfeld der erbrechtlichen Gestaltung. Daran knüpfen sich naturgemäß eine Vielzahl von Rechtsfragen.
In meinem achtstündigen Vortrag "Die Testamentsvollstreckung" erläutere ich, was man über die Testamentsvollstreckung wissen muss und gehe auf wichtige Praxisfragen ein.
Wer sich näher über die Testamentsvollstreckung informieren oder seinen Wissenstand auffrischen will, hat hierzu Gelegenheit.
Ausrichter der Veranstaltung ist die DANSEF, die Deutsche Anwalts-, Notar- und Steuerberatervereinigung für Familien- und Erbrecht e.V., einer der großen erbrechtlichen Vereinigungen mit über 800 Mitgliedern.
Die Vortragsveranstaltung steht nicht nur Mitgliedern offen, sondern auch allen Interessierten.
Nähere Informationen und Anmeldung unter:
Norbert Schönleber
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Über die Gruppe "Chancen und Probleme einer Unternehmensnachfolge/-übernahme"

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