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Bernd Rüegg Unternehmensbörsen im Internet, primär „Schrottfirmen“ im Angebot? Und warum?
Kaufinteressenten für KMU (als MBI oder B2B) sind, auf Grund der Marktintransparenz des KMU-Angebotes, im sehr Wesentlichen auf „öffentliche Angebote“ zur Unternehmensnachfolge / -kauf etc. angewiesen.
Diese werden, im sehr Wesentlichen, über „öffentliche Unternehmensbörsen“ angeboten, also nexxt-change und ca. 4 – 6 andere Unternehmensbörsen in Deutschland, die einen inhaltlich relevanten Content und öffentliche Verbreitung haben.
Haupt-Kritikpunkt der Kaufinteressenten für KMU (als MBI oder B2B) ist hierbei primär die mangelnde Angebotsqualität der Angebote die diese Unternehmensbörsen veröffentlichen.
Angebotsqualität der Angebote ist hierbei primär definiert (Sicht der Kaufinteressenten) als:
• Wirtschaftlich angemessene, ertragreiche Positionierung des angebotenen Unternehmens im Marktumfeld als Inhaber-DCF
• Risikotechnisch angemessene Positionierung des angebotenen Unternehmens im Marktumfeld als Inhaber-SWOT
• Eine dem Inhaber-DCF und dem Inhaber-SWOT angemessener Kaufpreis / vertraglichen Ü/Ü-Konditionen aus käuferseitigem EK und ggf. bankseitigem FK mit KMU-marktüblichem ROI
Was also landet denn als Verkaufsangebote für KMU in derartigen Unternehmensbörsen und warum, bzw. welche Selektionskreise sind hierbei vorgestaltet?
STEP 1 DER SELEKTION
Unternehmen mit (pauschaliert) angemessenem Inhaber-DCF / Inhaber-SWOT / marktrealen Ü/Ü-Konditionen werden zunächst im „familieninternen Umfeld“ übernommen. Also „verkäuferseitige Blutline oder deren Verwandte, Bekannte etc.
STEP 2 DER SELEKTION
Unternehmen mit (pauschaliert) angemessenem Inhaber-DCF / Inhaber-SWOT / marktrealen Ü/Ü-Konditionen werden folgend im „verkäuferseitig bekannten Umfeld“ des Unternehmens übernommen. Also verkäuferseitig bereits vorbekannte Mit- und Wettbewerber, dessen Kunden / Lieferanten, direkte und indirekte umfeldtypisch formelle oder informelle Kontakte, persönlicher Hinweise etc. Auch MBOs fallen in diese Kategorie.
STEP 3 DER SELEKTION
Unternehmen mit (pauschaliert) angemessenem Inhaber-DCF / Inhaber-SWOT / marktrealen Ü/Ü-Konditionen werden weiterhin im „verkäuferseitig unbekannten Umfeld“ des Unternehmens übernommen. Also verkäuferseitig nicht vorbekannte Kontakte, i.d.R. über Direktansprachen an den Verkäufer seitens primär branchenaffiner potentieller Käufer, hier primär Buy-and-Build-Käufer etc., die proaktiv auf Verkäufer zugehen.
FAZIT
Nur verkaufsbereite Unternehmen die in diesen STEP 1 - 3 DER SELEKTION nicht bereits vorab „weggekauft“ wurden, platzieren i.d.R. Verkaufsangebote in Unternehmensbörsen.
An dieser Stelle sind derartige Angebote aber bereits über STEP 1 - 3 DER SELEKTION soweit „qualitativ durchgekämmt“, dass die Mehrzahl der „guten und vernünftigen“ Angebote (siehe oben) bereits vorab „weggekauft“ wurden.
Analog erhöht sich bei den Verkaufsangeboten in Unternehmensbörsen automatisch der Anteil der „schlechten und unvernünftigen“ Angebote, d.h.
• Verkaufsangebote mit fehlendem oder schlechtem Inhaber-DCF
• Verkaufsangebote mit problematischem oder schlechtem Inhaber-SWOT
• Verkaufsangebote mit unangemessenem Kaufpreis / vertraglichen Ü/Ü-Konditionen und fehlender Finanzierbarkeit über bankseitiges FK
Interessant ist diesbezüglich auch die Tatsache, dass (im Wesentlichen) zwischen:
• Verkaufsangeboten seitens der Unternehmer direkt
• Verkaufsangebote seitens (angeblicher) Unternehmens- oder Nachfolgeberater indirekt
kaum qualitative Unterschiede bestehen. Der Anteil der „schlechten und unvernünftigen“ Angebote beider Gruppen ist hier ansätzlich vergleichbar.
Nur für XING Mitglieder sichtbar Veranstaltung: Unternehmensnachfolge im Rotonda Business-Club, Köln
Liebe Gruppenmitglieder,
ich möchte Sie auf die oben genannte Veranstaltung am 23.04.2015 aufmerksam machen.
Die Veranstaltung gibt Einblick in den Nachfolgeprozess aus unterschiedlichen Perspektiven und bringt potentielle Nachfolger, Unternehmer und Experten zusammen.
Nähere Informationen finden Sie auf der Xing- Event Seite: https://www.xing.com/events/xl-expertenforum-unternehmensnachfolge-1519784
Ich würde mich freuen, Sie dort persönlich kennen zu lernen.
Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Fröhling
PS: Sollten Sie Interesse haben auf einer der kommenden Veranstaltungen als Referent aufzutreten oder sich anderweitig einzubringen, können Sie mich gerne persönlich kontaktieren.
Ingo Claus 26.03.2015 - Osnabrück: Steuerliche Gestaltung der Unternehmensnachfolge
Diesen praxisorientierten Vortrag sollten Unternehmer in OWL, MS und Münster nicht verpassen. Erfahrene Praktiker berichten über die steuerliche Gestaltung von (innerfamiliären) Unternehmensnachfolgen unter Berücksichtigung der anstehenden Veränderungen bei der Erbschaftssteuer.
Ingo Claus Ziele einer familieninternen Unternehmensnachfolge
Die wichtigsten Ziele eines Generationswechsels in Familienunternehmen werden hier zusammengefaßt.
Heinz Fischer Die andere Sicht auf den Nachfolgeprozess
Stellen Sie sich vor, Sie sind Hochseekapitän und haben die Passage durch den Panama-Kanal vor sich. Vor der Einfahrt kommt ein einheimischer Lotse an Bord. Weshalb? Weil Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen nicht reichen? Weil Sie Ihr Schiff nicht steuern können? Selbstverständlich nicht!
Der Panama-Kanal stellt spezifische Anforderungen an die Fähigkeiten der Schiffsbesatzung. Fähigkeiten, welche nur bei der Durchfahrt des Panama-Kanals gefordert und unentbehrlich für diese sind.
Dieses Bild spiegelt wunderbar den Nachfolgeprozess! Eine existentielle Herausforderung, welche man nicht "trainieren" kann. Meist stellt sich dies nur einmal im beruflichen Leben und ist primär eine persönliche und erst sekundär eine planerische, organisatorische Aufgabe.
Genau hier sehen wir unsere Aufgabe als Nachfolgelotsen. Wir setzen uns für die vertrauensvolle Betrachtung aller persönlichen Aspekte, Verwicklungen und Konflikte im Nachfolgeprozess ein.
Neugierig geworden?
Werfen Sie doch einfach einen Blick auf unser Video (siehe nachstehender Link) oder sprechen Sie mich direkt an. Ich würde mich freuen!
Mit besten Grüsssen
Heinz Fischer

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Über die Gruppe "Chancen und Probleme einer Unternehmensnachfolge/-übernahme"

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