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Winfried Kretschmer Und hier der 12. Newsletter
Was taugt ein Organigramm, wenn die zentrale Bezugsperson der Organisation darin nicht vorkommt? Nichts, sagen Anne M. Schüller und Alex T. Steffen. In ihrem Modell der Unternehmensorganisation rücken sie diese Person in den Mittelpunkt: den Kunden. Um ihn dreht sich der Zweck, die Bestimmung des Unternehmens, der Purpose. Und in der Organisation ersetzen Kreise und Querverbindungen die herkömmliche Top-down-Hierarchie. Im Interview erläutern die beiden, was ihr Unternehmensmodell auszeichnet, was es von anderen Ansätzen unterscheidet – und vor allem: Warum eine kundenzentrierte Organisationsentwicklung unabdingbar ist.
Zweitens. Wohnraum ist knapp. Die Mieten sind teuer. Die Lebensbedingungen wandeln sich. Mikroappartements sind deshalb zu einem Trend in der Immobilienwirtschaft geworden: kleinere Wohneinheiten, gedacht nicht als Heim fürs Leben, sondern für besondere Lebensabschnitte und mobile Lebens- und Arbeitsformen. Mit Mikroappartements beschäftigt sich ein neues Kurzinterview in unserer Mikro-Serie. Unser Gesprächspartner ist für changeX-Leser kein Unbekannter: Detlef Gürtler, Journalist, Redakteur und Buchautor ist zugleich Senior Researcher am GDI und hat sich als Co-Autor einer GDI-Studie mit dem Trend Microliving beschäftigt. Unser kurzes Interview ist ein Auszug aus einem längeren Gespräch zum Thema, das nach Ostern erscheint.
Und im Partnerforum erzählen die Veranstalter der Unkonferenz Freiräume in Graz über Idee und Konzept ihrer Veranstaltung.
Mit diesem Newsletter verabschiedet sich changeX in die Osterpause. Eine neue Ausgabe erscheint dann Ende April.
Winfried Kretschmer Der 11. Newsletter
Es ist nicht leicht, zu sagen, was ein wichtiges Buch ausmacht. Häufig ist es ein Buch, das die Perspektive dreht und eine neue Sicht auf ein Thema eröffnet. Oder eines, das unterschiedliche fruchtbare Perspektiven anbietet. So ein Buch ist Private Regierung von Elizabeth Anderson – es tut beides. Dabei ist es gar nicht so sehr die polemische Schärfe, mit der die Autorin Unternehmen mit kommunistischen Diktaturen vergleicht, die das Buch besonders macht. Das hat Niels Pfläging schon vor ein paar Jahren getan.
Was Andersons Buch auszeichnet: Sie macht die Verfasstheit von Unternehmen zu einem Gegenstand der politischen Theorie. Das klingt abstrakt, ist aber folgenreich. Denn es verändert den Bezugsrahmen, in dem das Thema verhandelt wird. Und es durchbricht die Normalität, mit der freie Gesellschaften Inseln der Unfreiheit in ihrer Mitte dulden: Unternehmen und die Ausübung willkürlicher Macht durch das Management. Dazu eine Rezension.
Wertvoll ist Andersons Buch auch in anderer Hinsicht: Es bietet einen fehlenden Link an, der die Entstehung von Projekten im England des 16. Jahrhunderts genauer erklären kann. Und dazu beiträgt, zu verstehen, was Projekte ausmacht. Was sie waren und sind: Ausdruck von ökonomischer Selbständigkeit und der Freiheit, zu handeln. Dazu ein Nachtrag zur Rezension des Projektbuches von Anfang März. Zu finden am Ende des Artikels.
Winfried Kretschmer Ein Nachtrag: News von letzter Woche
Künstliche Intelligenz ist zum Megathema geworden - mit einer wachsenden Zahl von Veröffentlichungen. Unsere Sammelrezensionen versuchen, einen Überblick zu geben. Hier die zweite Folge. Eine weitere folgt, mindestens.
Winfried Kretschmer changeX Newsletter Ausgabe 09 | 2019
Provokation, darum geht es in unserem Interview heute. Aber nicht nur. Das Gespräch nahm eine interessante Wendung: Auf einmal ging es um das Verhältnis von Rationalität und Emotionalität, um die Grenzen unserer Sprache und um die Machbarkeit von Veränderungen. Lange Zeit suchte man, Veränderung über Einsicht zu erreichen, über die rationale Seite. Weil aber Entscheidungen immer emotional unterfüttert sind, bringt der Appell an die Vernunft nur wenig. „Erst eine emotionale Umorientierung führt zu neuem Verhalten, neuem Denken, neuem Fühlen“, sagen unsere Interviewpartnerinnen. Und sind damit wieder bei der Provokation, denn die spricht beide Ebenen an.
In einem zweiten Beitrag im Partnerforum geht es um Resonanz und die Begründung einer Resonanzpädagogik. Dazu sind bei Beltz einige Titel erschienen, die wir in einer Sammelrezension vorstellen: gewissermaßen ein kleiner Handapparat zur Resonanzpädagogik.
Winfried Kretschmer Der neue Newsletter Ausgabe 08 | 2019
Die heutige Ausgabe ist in Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen entstanden. Als Auswahl aus der neu erschienenen zweiten Ausgabe der proZukunft. Ein Autor und eine Autorin der JBZ stellen wichtige Bücher vor, die nicht unter den Tisch fallen sollten.
Birgit Bahtić-Kunrath rezensiert das aktuelle Buch des Anerkennungsvordenkers Axel Honneth, der deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung des Begriffes in Europa feststellt. Aber auch ein grundlegendes Verständnis von Anerkennung anbietet: Demnach ist das soziale Band, das ein Gemeinwesen zusammenhält, aus dem Stoff wechselseitiger Anerkennung gewebt.
Stefan Wally hat sich vier Bücher angesehen, die sich aus globalgeschichtlicher Perspektive der Zukunft nähern. Die also große Geschichte schreiben – die der Menschheit, der Erde, des Universums – und daraus Rückschlüsse für die Zukunft ableiten. Blöd nur, dass Natur- und Sozialwissenschaftler dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Nach zwei buchlastigen Ausgaben folgt nächste Woche dann wieder ein Interview.

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