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Winfried Kretschmer Der 20. Newsletter
Dies ist nun der letzte Newsletter im ersten Halbjahr (kurz nach dessen Ende, um genau zu sein), der 20. in diesem Jahr, der die Sommerpause einläutet. Drei Themen sind dieses Mal dabei.
Erstens ein langes Gespräch mit den Berliner Organisationsentwicklern Heiko Bartlog und Olaf Lewitz, in dem es um die Kultur der Veränderung und die Veränderung der Kultur geht: ein Gespräch über den Wandel von Organisationen und die Art und Weise, diesen Wandel zu gestalten. Es geht darin um den Wechsel von Change Management hin zu neuen und vielfältigen Methoden, Veränderungen in Organisationen anzustoßen: Work Hacks, Culture Hacking, Liberating Structures … Gezielte kleine Interventionen also statt Change nach großem Plan. Dabei stolpern wir über diverse Begriffe, schiefe Metaphern vor allem, und versuchen zu sortieren und zu klären. Ein Sommergespräch.
Zweitens ein Versuch, das Werk der Ökonomin Kate Raworth, vom Verlag bereits als „Keynes des 21. Jahrhunderts“ gepriesen, in einer Rezension zu würdigen. Und herauszuarbeiten, worin seine Bedeutung liegt. Das erwies sich als gar nicht so einfach. Denn Die Donut-Ökonomie ist (anders als es der Titel vielleicht vermuten ließe) ein Buch, das es in sich hat.
Und im Partnerforum ein Interview, das mit einer spannenden These aufwartet: Den neuen, nicht mehr auf Hierarchie, sondern stärker auf Selbstorganisation ausgerichteten Organisationsformen fehlt noch eine adäquate Führungshaltung. Eine Lösung, so der Buchautor Wilhelm Geisbauer, bietet das Konzept der neuen Autorität: Führen mit neuer Autorität als Führungshaltung für agile Organisationen.
Eine inspirierende Lektüre – und natürlich einen wunderbaren Sommer!
Claudia Schleicher Ja, und was ist jetzt so neu daran? "Führung in Zeiten von Arbeit 4.0" - ein Nachbericht zum Vortrag
Am 26.06. hielt ich im Rahmen der Digital XChange in Gummersbach einen Vortrag zur "Führung in Zeiten von Arbeit 4.0", in dessen Rahmen sich eine spannende Diskussion entspann. Hier berichte ich darüber.
Winfried Kretschmer Der 19. Newsletter
Wenn es um die Transformation von Unternehmen geht, richtet sich der Blick meist nach oben auf die größeren Organisationseinheiten. Wenn ein Konzern oder ein größeres Unternehmen auf eine neue Struktur umstellt, gilt das als Beleg für die Durchsetzung neuer Organisationskonzepte. Aber was ist mit den kleinen und mittelständischen Betrieben? Zu klein, um agil zu sein?
In diese Aufmerksamkeitslücke dringt der Beitrag von Jens-Uwe Richter vor. Er handelt von Handwerks- und anderen Kleinbetrieben, in denen traditionell der Chef das Sagen hat – und in der Folge nicht selten in die Überlastungsfalle gerät. Weil er meint, alles selber machen zu müssen, und seinen Mitarbeitern nichts zutraut. Hier bieten Agilität und Selbstorganisation einen Ausweg. Dieser Weg führt, eigentlich ganz naheliegend, über das Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter. Agil für Kleine.
Zweitens gibt es eine weitere Folge unserer Mikro-Serie. Es geht darin um Mikromethoden, die mit ihrer funktionalen Definition allerdings nicht recht zu der Serien-Idee von mikro als bewusst gewählten kleinteiligen Lösungen zu passen scheinen, dann aber doch eine entsprechende Form annehmen: Microteaching als komplexitätsreduzierende Lernmethode in der Lehrkräfteausbildung. Dazu bietet das Interview gute Gedanken zur Entwicklung politischer Mündigkeit als Voraussetzung für die Überlebensfähigkeit der Demokratie.
Mit einem Beitrag von Jens-Uwe Richter über die Einführung von Agilität und Selbstorganisation in kleinen und mittleren Unternehmen - lesenswert vor allem auch wegen der zahlreichen Beispiele: Agil für Kleine
Winfried Kretschmer Der 18. Newsletter | 2018 | 18. Jahrgang
Viel ist von der herrschenden ökonomischen Lehre die Rede: der Mainstream-Ökonomie, die auf Gewinn, Wachstum, Anreizen und das Menschenbild des Homo oeconomicus gründet. Und die Curricula und Lehrbücher und nicht zuletzt auch die wirtschaftliche Praxis in Unternehmen, auf Märkten und an den Börsen durchdringt. Nach wie vor ist die Macht dieses klassischen ökonomischen Paradigmas ungebrochen und dominiert das Denken über Wirtschaft. Insofern ist die Rede von der herrschenden Lehre zweifellos richtig.
Aber sie ist falsch zugleich, weil sich unter, neben, quer zu der herrschenden Lehre und gegen sie zahlreiche alternative Ansätze entwickelt haben. Und wenn die Dominanz eines Paradigmas einmal infrage steht, ist das ein Anzeichen für einen Paradigmenwechsel.
Hans Holzinger von der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen hat sich wichtige Bücher mit alternativen ökonomischen Ansätzen angesehen und stellt sie – mit einem Schwerpunkt auf nachhaltigem Wirtschaften – vor. Nur kurz gestreift ist darin ein Werk, das diesen Paradigmenwechsel offensiv vertritt und integrierend wirken kann: Die Donut-Ökonomie von Kate Raworth. Diesem Buch bleibt eine ausführliche Rezension vorbehalten. Kommt bald.

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