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Winfried Kretschmer Der 17. Newsletter
Wer hat noch nie von der Atmosphäre eines Konzerts, einer Tagung oder eines Fußballspiels geschwärmt, sich von der Stimmung eines Abends am See beeindrucken lassen oder der eines besonderen Ereignisses? Menschen haben offenbar ein Gespür für solche gefühlsmäßig stimmigen Eindrücke. Und benennen Situationen in Arbeit und Beruf ganz selbstverständlich mit solch atmosphärischen Begriffen. Und sprechen von dicker Luft, schlechter Stimmung, eisiger Atmosphäre, von frischem Wind et cetera.
Nur in der wissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Forschung und Lehre sind solche Stimmungslagen lange Zeit unbeachtet geblieben. Erst in jüngster Zeit nähern sich Soziologen wie Heinz Bude (Stimmungen) und Hartmut Rosa (Resonanz) diesen schwer zu beschreibenden atmosphärischen Phänomenen.
Um die Atmosphäre als vergessenen Gegenstand – und die Lehrmeinung, dass Wissenschaft objektiv und Führung rational sei – geht es im Interview mit Christian Julmi, der den Begriff in den Führungsdiskurs eingespeist hat. Für ihn ist Führung eine hochatmosphärische Angelegenheit. Und „atmosphärische Führung“ ein Konzept, das danach strebt, ein gemeinsames Verständnis zu erzielen. Worum es geht: Atmosphären zu verstehen.
Dazu passend geht es im Partnerforum um Orte mit besonderer Atmosphäre, die sich in besonderer Weise für Coaching eignen.
Winfried Kretschmer Der 16. Newsletter
Unser heutiger Impulsletter kommt mit einem klugen Beitrag von Anne Katrin Matyssek über Fehlzeiten und Krankheit im Arbeitsleben.
"Es regiert Arztgläubigkeit statt Respekt vor der Entscheidung des Patienten", schreibt Matyssek. Auch wenn Blaumacher-Entlarvungsgespräche aus der Mode gekommen sind, setzen Unternehmen immer noch auf Kontrolle in Form ärztlicher Krankschreibungen. Doch erliegen sie damit dem generellen Trugschluss von Management über die Wirksamkeit des eigenen Tuns. Denn letztlich, so die Autorin, entscheidet der Beschäftigte selbst über seine Arbeitsfähigkeit und die Dauer der Krankschreibung. Und welche Beeinträchtigungen gesundheitliche Beschwerden für die konkrete Arbeitstätigkeit bedeuten, erschließt sich nur im Dialog.
Dialog ist dann auch die Rezeptur, die Matyssek den Unternehmen empfiehlt: mit den Menschen reden - und das nicht erst, wenn sie krank sind. Ein Plädoyer für weniger Kontrolle und Bürokratie und für mehr Respekt vor der Entscheidung des Patienten.
Winfried Kretschmer Der 15. Newsletter
... das war der zur DSGVO ...
... und inhaltlich: Auch sonst mutet der heutige Newsletter ein wenig wie Aufräumen an. Denn neben einem neuen Interview in unserer Mini/Mikro-Serie - dieses Mal mit dem Veranstalter der Freiräume in Graz Gregor Karlinger über Mini-Workshops - gibt es nun auch eine Übersichtsseite mit den bisher erschienenen Folgen dieser Serie. Darin integriert ist auch das erste Interview über Micro-Inputs, das ein Vorläufer und so etwas wie der Prototyp für die Serie war. Dieses Interview steht auch noch einmal unten im Newsletter. Und noch eine Wiederholung gibt es: Das Interview mit Sirka Laudon ist letzte Woche unglücklicherweise mit einer falschen URL erschienen. Hier also noch einmal unter dem korrekten Link (wer eine Bookmark zu dem Beitrag angelegt hat, möge das bitte wiederholen). Und im Partnerforum noch einmal der Hinweis auf die Freiräume Unkonferenz. changeX ist Medienpartner.
Winfried Kretschmer Der 14. Newsletter
Dass Führung „heruntertröpfelt“, wenn die Mitarbeiter im Rahmen selbstorganisierter Strukturen mehr Verantwortung übernehmen, ist ein schönes Bild. Verwendet hat es Sirka Laudon in unserem Interview, um die neue Organisationsstruktur im HR-Bereich der Vertriebsorganisation der Deutschen Bahn zu beschreiben. Dort ist ein Großteil der klassischen Führungsaufgaben auf die Mitarbeiter übergegangen und wird von ihnen gemeinsam wahrgenommen. „Kollegiale Führung“ hat das Bernd Oestereich ebenso treffend genannt. Die passende Struktur dazu ist eine kreisförmige Netzwerkorganisation. Eine zweite wichtige Erkenntnis bietet das Interview: Die neue Struktur, das Kreismodell, war nur der erste Schritt. Zum Laufen kam es erst mit den passenden Prozessen, die angelehnt an Scrum die nötige Transparenz in der Organisation der Arbeit schufen.
Das Interview ist der dritte Blick hinter die Kulissen der Deutschen Bahn und illustriert, wie in einer großen Organisation mit unterschiedlichen Ansätzen experimentiert wird. Wenngleich die Organisationseinheiten, in denen das geschieht, natürlich verschwindend klein sind im Verhältnis zur Gesamtorganisation. Aber dennoch: zweifellos spannend.
Um Häuser im Miniformat geht es dann in einem weiteren Stück in der Suchbewegung zum Thema Mikro (wobei „mini“ und „mikro“ hierbei dasselbe sagen). Im Partnerforum schließlich Neues zum Thema Neue Autorität.
Winfried Kretschmer Der 13. Newsletter
„Die digitale Transformation ... ist im Kern eine soziale Transformation“ – nämlich „des individuellen Mitarbeiters und der organisatorischen Strukturen“. Schreibt Reinhard K. Sprenger in seinem neuen Buch Radikal digital, das wir ja bereits vorgestellt haben.
Wenn aber Digitalisierung kein rein technologischer, sondern ein sozialer Prozess ist, wenn also die kulturelle Seite der Digitalisierung stärker in den Blick genommen werden muss, dann bedeutet das, dass die Bedeutung des Menschen in Digitalisierungsprozessen wächst. Eben das ist die Erkenntnis, die der Organisationsberater und Autor Sebastian Purps-Pardigol bei der Beschäftigung mit in der Digitalisierung bereits weit(er) fortgeschrittenen Unternehmen gewonnen hat. Sie alle durchlaufen nicht nur einen technologischen Wandel, sondern vor allem eine kulturelle Transformation hin zu einer stärkeren Beteiligung der Mitarbeiter an Innovationsprozessen und Entscheidungen. Das gibt Anlass, darüber nachzudenken, ob der Begriff digitale Transformation – zumindest im Unternehmenskontext – wirklich beschreibt, was gerade geschieht. Es gilt, das Verhältnis von kulturellem und technologischem Wandel neu aufzurollen. Dazu ein Interview.
Weiter geht es (zweitens) mit der Serie Mikro. Dieses Mal mit einem Kurzinterview über „Mikromomente der Verbundenheit“. Und die Anwendung dieses von Barbara L. Fredrickson stammenden Konzepts auf den Verkauf.

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