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Winfried Kretschmer Der neue Newsletter Ausgabe 08 | 2019
Die heutige Ausgabe ist in Kooperation mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen entstanden. Als Auswahl aus der neu erschienenen zweiten Ausgabe der proZukunft. Ein Autor und eine Autorin der JBZ stellen wichtige Bücher vor, die nicht unter den Tisch fallen sollten.
Birgit Bahtić-Kunrath rezensiert das aktuelle Buch des Anerkennungsvordenkers Axel Honneth, der deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung des Begriffes in Europa feststellt. Aber auch ein grundlegendes Verständnis von Anerkennung anbietet: Demnach ist das soziale Band, das ein Gemeinwesen zusammenhält, aus dem Stoff wechselseitiger Anerkennung gewebt.
Stefan Wally hat sich vier Bücher angesehen, die sich aus globalgeschichtlicher Perspektive der Zukunft nähern. Die also große Geschichte schreiben – die der Menschheit, der Erde, des Universums – und daraus Rückschlüsse für die Zukunft ableiten. Blöd nur, dass Natur- und Sozialwissenschaftler dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Nach zwei buchlastigen Ausgaben folgt nächste Woche dann wieder ein Interview.
Winfried Kretschmer Unser Bücherstapel im Frühjahr 2019
Heute kommt eine neue Bücherliste, die erste des Jahres. Mit aktuellen Neuerscheinungen und ein, zwei Nachträgen aus dem vergangenen Jahr, querbeet durch Themen und Disziplinen und reich an unterschiedlichen Blickwinkeln. Im Mittelpunkt stehen Titel über neue Formen der Zusammenarbeit in Organisationen, über Unternehmenstransformation und Agilität. Mit durchaus kontroversen, mitunter paradoxen Einsichten. Etwa der, dass es in Organisationen sowohl mehr als auch weniger Führung braucht. Auch geht es um Sinn, um Zweifel, um Methoden und Methodengläubigkeit, um Organigramme und auch um unsichtbare Arbeit.
Nicht zuletzt richtet sich der Blick auf eine gewaltige Lücke in der freiheitlichen Gesellschaft: nämlich die Unternehmen und Organisationen, in denen die bürgerlichen Freiheitsrechte nicht gelten. Und in denen sich feudale und vordemokratische Formen der Organisation gehalten haben – doch nun könnte dieser Missstand über den engeren Kreis von Unternehmensdemokraten und Organisationsneudenkern hinaus zum Thema werden.
Winfried Kretschmer Der 6. Newsletter – 4. März 2019
Heute geht es um Projekte. Und, wenn man so will, um das Projektzeitalter. Dazu zwei Perspektiven.
Im Interview mit den beiden Projektlotsen und Buchautoren Heiko Bartlog und Olaf Hinz geht es um die Zukunft der Projektarbeit und um die Frage, was gute Projektarbeit heute ausmacht. Die Essenz ganz kurz: Die Zeit der Patentrezepte ist vorbei. Es gibt kein per se gutes oder schlechtes Projektmanagement – worauf es ankommt: mehr Miteinander und ein kluger Methodeneinsatz jenseits dogmatischer Fixierungen.
Der zweite Beitrag wirft einen Blick zurück. Er zeigt, dass die Rede vom „Projektzeitalter“ keine moderne Übertreibung ist, sondern aus einer längst vergangenen Zeit stammt (wenngleich sie nach wie vor aktuell ist). Proklamiert hat dieses neue Zeitalter Daniel Defoe in seinem Essay Upon Projects aus dem Jahr 1697. In dieser historischen Schleife wird deutlich, was Projekte gestern wie heute auszeichnet: Sie sind eine Ausweitung des Möglichkeitsraums. Und des Handlungsspielraums der Menschen.
Winfried Kretschmer Unser Newsletter von heute 22/02
Muss jetzt auch noch die öffentliche Verwaltung agil werden? Werden nun Kämmerei und Liegenschaftsamt auf Agilität getrimmt? Könnte denken, wer unser Thema „Agile Verwaltung“ liest. Doch der Eindruck täuscht. Die Frage wäre eher: Warum sollte sich die Verwaltung nicht für die Kultur der Agilität öffnen? Denn Komplexität macht nicht vor den Türen der Amtsstuben halt. Auch dort sind Strukturen und Prozesse von vorgestern. Und funktioniert Planung nicht mehr so, wie man sich das im vergangenen Jahrhundert vorgestellt hat. Sagen unsere Interviewpartner Veronika Lévesque und Thomas Michl, zwei Verwaltungspraktiker und Vordenker einer Verwaltung nach agilen Prinzipien. Es ist ein ausführliches Interview geworden, mitunter nicht ganz einfach zu lesen, denn es geht nicht um steile Thesen, sondern um das passende Verständnis von Agilität (entsprechend den Werten und Prinzipien des Agilen Manifests) und darum, was diese zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung beitragen kann (viel).
Zweitens Mikro. In einer neuen Folge, der zwölften mittlerweile, geht es um zwei Mikrophänomene – Mikroschritte und Mikrogewohnheiten – und darum, wie beide zusammenhängen. Beide Begriffe zielen darauf ab, persönliche Veränderungen so zu konfigurieren, dass sie nicht gleich an überzogenen Erwartungen scheitern: also sie in kleine Schritte zu unterteilen, die eingeübt sein wollen, um zur Gewohnheit zu werden. Dazu stellen wir die Übersicht über die Themen der Mikroserie, die schon einmal angekündigt war, dann aber wegen eines nicht aktualisierten Datums nicht in den Newsletter gefunden hat.
Winfried Kretschmer Newsletter Ausgabe 04 | 2019
Zwei Bücher stehen heute im Mittelpunkt, beide noch im vergangenen Jahr erschienen. Das eine am Jahresende mit Neuem zu einem scheinbar endlosen Thema: Wie organisiere ich meinen Alltag? Das andere schon im Frühjahr – mit einem Thema, das dann im Herbst brandaktuell wurde: der Klimawandel, unser Jahresschlussthema mit den Interviews mit Claudia Kemfert und Franz Josef Radermacher.
Nun der Versuch, beide Themen in einer weiten Perspektive – über die Rezension des Buches hinausgehend – einzufangen. Um Bezüge deutlich zu machen, die vielleicht nicht unmittelbar auf der Hand liegen. Wie der Zusammenhang zwischen dem Bullet Journal und agilen Methoden. Oder die Erkenntniswende, die sich bei der Thematisierung des Klimawandels andeutet.
Zwei längere Beiträge. Beide Male mit dem Versuch, die Diskurslagen zu sortieren.
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