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Michael Höll Porsche 911 Targa
Fahrgestellnummer: 9113510066 (1972)
Motornummer: 6301486 (1970)
Ausgeliefert in die Schweiz
Der Wagen hatte Ende der 70er Jahre einen schweren Frontschaden, und es wurde auf den 2.2S die Front eines 2,4T gebaut.
Vor 3 Jahren wurde der 911 in Österreich komplett restauriert. Die Karosserie ist sehr gut und mit Rostschutz konserviert (gelbe Oberfläche).
Obwohl dieses Auto kein lupenreiner 2.2S ist, ist es ein komplett restaurierter 911 Targa (F-Modell) mit revidierter 2.2 S Technik.
Gegen einen Aufpreis von € 5.000,- wird der Targa wieder mit Serienstoßstangen ausgerüstet.
Weitere Informationen finden Sie in der Präsentation - hier geht es zum Download: http://www.irw-press.com/dokumente/Porsche911Targasilber2.2S.pptx
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Gerhard Merz Guten Morgen
Erst einmal besten Dank für die Einladung in die Gruppe.
Ich bin schon seit Geburt mit dem Oldtimervirus infiziert. Bereits Mein Vater hat klassische Fahrzeuge gesammelt und ist damit auch Rennen gefahren. So hatte ich das Privileg, auf den Rennstrecken Europas gross zu werden.
Ich selbst fahre unsere Klassiker jedoch nur aus purer Freude. Mein Herz schlägt vor allem für europäische Vorkriegsfahrzeuge und Nachkriegsklassiker von der britischen Insel.
Meine Meinung bezüglich der Thematik Oldtimer als Kapitalanlage, könnte man mit "Kann man, muss man aber nicht!" bezeichnen.
Das Problem Nummer eins besteht im Investitionskapital. Als Anlage eignen sich aus meiner Sicht bestenfalls hoch- oder höchstkarätige Klassiker. Und solche Fahrzeuge sind für den Normalbürger schlicht weg nicht erschwinglich, resp. In der Liga macht es zumindest mir keinen Spass mehr.
Das zweite Problem besteh darin, dass für eine gute und Stabile Sachwertanlage eine absolut fundierte und umfassende Kenntnis der Materie Oldtimer und dem dazugehörigen Markt erforderlich ist.
Die dritte Problemstellung besteht in der Rendite. Der Oldtimer als Wertanlage bringt null finanzielle Rendite! Im Gegenteil, das Alteisen Kostet ja nur Unterhalt! Das einzige was man als Rendite bezeichnen könnte, ist der Spass beim Ausfahren. Aber davon werde ich auch nicht Satt. Das einzige was allenfalls ein finanzieller Pluspunkt darstellt ist ein möglicher Gewinn bei einem Verkauf. Aber auch nur dann, wenn man sich von dem Fahrzeug trennen kann. Was für mich als leidenschaftlicher Sammler nicht sehr einfach ist, da der emotionale Wert der Fahrzeuge (zumindest derer die schon lange in unserer Familie sind) sehr stark zählt.
Zurück zur Rendite. Wenn ich dann schon einen so grossen Sachwert anschaffen könnte, dann würde ich lieber in etwas investieren, das mir eine Rendite beschert wie zum Beispiel in eine Immobilie.
Lange Rede kurzer Sinn: „für mich sind Oldtimer Hobby und Spass! Mit den kosten die mir meine Oldtimer verursachen, erkaufe ich mir Freude, Lebensqualität und Spass.
In diesem Sinne freue ich mich auf interessante Gespräche.
Gerhard C. Merz
Hans-Jürgen Krieger Einen wunderschönen guten Abend,
und vielen Dank für die Einladung. Diese Gruppe scheint mir ein überschaubarer Platz zu sein, um mal konkret das Thema Anlage-Klassiker zu beleuchten. Die weiteren Gruppen zum Thema Oldtimer sind m.E.n. alleine schon in Folge der Mitgliederzahl nicht geeignet sich intensiv diesem Thema zu widmen.
Ich beschäftige mich nunmehr seit über 30 Jahren mit dem Hobby Oldtimer, fahre aktuell im zehnten Jahr einen BMW E3 2500, habe eigentlich immer schon Exoten im Alltag oder als Zweitwagen besessen. Da waren u.a. ein BMW 2002, ein Alfa Romeo Alfetta GTV, ein Austin Maxi dabei.
Trotz meines Berufs als Finanz- und Versicherungsmakler habe ich mich immer geweigert den Anlageaspekt bei einem Klassiker in den Vordergrund zu stellen. Ich persönlich beurteile Oldtimer nach dem persönlichen Nice-to-Have Faktor. Dazu zähle ich Alltagstauglichkeit, Sportlichkeit, Nutzwert, Kosten des Unterhalts und Spaß.
Ich fahre meinen Wagen u.a. auf sportlichen Oldtimerrallyes und auch schon mal zum Einkaufen oder um Sonntags auf den Markt zu fahren.
Die aktuell steigenden Preise auch meines Klassikers sind nett, helfen sie mir doch eine zusätzliche Rechtfertigung für die an sich unnötigen Kosten eines Fahrzeugs zu finden, welches gerade mal 1000 km (maximal) im Jahr bewegt wird.
Trotzdem würde ich jemandem, bei dem der Preis keine Rolle beim Oldtimerkauf spielt eine dezidierte Anlageempfehlung mitgeben. Das Hobby ist halt untrennbar mit einem Sachwert verbunden.
Bei einigen Bekannten wurden jedoch die Bestandsoldtimer wie Porsche 911S oder Lancia Stratos ab einem gewissen Marktwert abgestoßen, da sie nicht mehr sinnvoll als Hobbyfahrzeug fahrbar waren. Die Gefahr war einfach zu groß geworden. Vor drei Jahren durfte ich selbst sehen wie sich ein Mitfahrer bei einer Rallye verschuldet seinen BMW M1 geschrottet hat.
In Erwartung geschätzter Kommentare
Hans-J. Krieger
Dipl.-Betriebswirt
Versicherungsmakler
http://www.krieger-beratung.de
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Hallo Herr Krieger,
es treibt mir tränen in die Augen, wenn ich höre, dass ein Stratos oder 911S nicht mehr sinnvoll waren. Auch wenn ich verstehen kann, dass man seine Goldbarren natürlich nicht mit zum Einkaufen mitnimmt. Dennoch hätte ich es niemals übers Herz gebracht mich von einer solchen Legende zu trennen. Ich bin schon froh, wenn meine Arbeitskollegen den Klingelton des Handys als brüllenden kreischenden Stratos erkennen. :-)
Aber Sie haben natürlich recht. Die Werte die solche Fahrzeuge mittlerweile darstellen, rechtfertigen es, diese in Hallen und Museen einzuschließen und bewachen zu lassen.
Ich denke, dass es immer Fahrzeuge geben wird, die einen ständigen Wertanstieg erfahren werden. Autos wie Lancia, Ferrari, Porsche 959.... werden immer eine Anlage sein. Selbst bei Wirtschaftskrisen werden diese Werte danach schnell wieder anziehen. Doch im Augenblick ist eine großer Trend zu überzogenen Marktwerten von Durchschnittsfahrzeugen zu erkennen. Ich finde Anzeigen wo ein Golf I in guten Zustand bei 6.000€ gehandelt wird. Selbst ein gepflegter Omega A wird mit 4.000€ inseriert. Für mich völlig außerhalb jeglichem Realitätsbewusstsein. Diese Blase wird mittelfristig zusammen zusammenfallen denke ich. Woher solche Vorstellungen kommen kann ich nicht sagen, aber wie jeder überzogene Markt der oft auch künstlich aufgeblasen wird, wird die Luft hier sicher bald entweichen. Die Preise werden wieder auf einen normalen Level sinken und ich kann wieder Ersatzteile zu guten Kursen für mein nice-to-have-Hobby einkaufen :-)
Ich habe genug Zeit diesen Markt auszusitzen. Weil ich nicht auf Sachwerte baue, sondern auf Emotionswerte. Und die brauchen keine hohen Preise.
Gruß aus der Opelstadt Bochum

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