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Wir engagieren uns für Aufforstung, Klimaschutz, erneuerbare Energien, klimaneutrale Kraftstoffe, den Umweltschutz und wir möchten mit innovativen Techniken Treibhausgase reduzieren.

Die Bundesregierung hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, die Produktion strombasierter Kraftstoffe (E-Fuels oder Power to Liquid, PtL) hinsichtlich der technischen Herausforderungen sowie möglicher Einsatzgebiete und Fördermaßnahmen zu bewerten. Das Besondere an dieser Arbeitsgruppe (Klimaschutz im Verkehr) ist es, dass durch die heterogene Zusammensetzung sehr unterschiedliche Positionen vertreten sind.

Im Grundsatz existieren sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, in welcher Höhe und in welchen Einsatzbereichen alternative Kraftstoffe zur CO2-Reduktion im Verkehrssektor beitragen können. Meinungsunterschiede bestehen unter anderem bei der Frage der Entwicklung der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien im globalen Maßstab und besonders bei der Frage, ob strombasierte Kraftstoffe im Straßenverkehr eingesetzt werden sollen oder nicht.

Während die eine Gruppe befürchtet, dass bei einer Verfügbarkeit von E-Fuels im Straßenverkehr die Zulassungszahlen von Elektroautos empfindlich zurückgehen, ist die andere Gruppe der Auffassung, dass strombasierte und klimaneutrale Kraftstoffe einen wichtigen Beitrag zu kosteneffizientem Klimaschutz im Verkehr leisten.

Einigkeit besteht darin, dass die Produktion von alternativen Kraftstoffen im industriellen Maßstab nur realisiert werden kann, wenn auf nationaler und internationaler Ebene zusätzliche staatliche Instrumente geschaffen werden. Über Förderungen, Quoten, Ausschreibungen und einen CO2-Preis sowie die Ausgestaltung des Steuer- und Abgabesystems könnten Investitionsentscheidungen für einen Hochlauf alternativer Kraftstoffe angereizt werden. Um die erforderlichen Investitionen auszulösen, müssen die Instrumente verlässlich und über einen für die Investition angemessenen Zeitraum planbar sein. Die Diskussion über ein geeignetes Instrumentenset wurde in der Arbeitsgruppe kontrovers geführt, sodass je nach Grundposition verschiedene Instrumentenkombinationen favorisiert werden.

Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) hat das Ergebnis der Arbeitsgruppe in einem „WERKSTATTBERICHT ALTERNATIVE KRAFTSTOFFE“ als Zwischenbericht zusammengefasst.

Der Link zum Werkstattbericht:

https://www.plattform-zukunft-mobilitaet.de/2download/werkstattbericht-alternative-kraftstoffe-wege-zur-dekarbonisierung-schwerer-lkw-mit-fokus-der-elektrifizierung/

Guten Tag liebe Mitglieder, Unterstützer und Interessierte,

im Bereich Klimaschutz entwickeln sich in den letzten Monaten viele Aktivitäten und Projekte. Mehr als je zuvor. Ich bekomme das Gefühl, dass die wichtigen Politiker dieser Welt und auch immer mehr Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben und eine große Bereitschaft für die dringend notwendigen Klimaschutzmaßnahmen aufbringen.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einen großen Anteil daran haben sicherlich die Wissenschaftler, die mit verbesserter Technik immer exaktere Szenarien des Klimawandels darstellen können. Weiterhin ist der Klimawandel inzwischen sehr viel sichtbarer geworden. Ganz wichtig sind die Menschen, die ihren Unmut über den Klimawandel zum Ausdruck bringen und lautstark in der Öffentlichkeit darüber diskutieren und streiten.

Ein Großteil der Politiker und Unternehmen haben inzwischen verinnerlicht, dass Klimaschutz und Wirtschaft nicht gegensätzlich sind, dass Klimaschutz Arbeitsplätze schafft und dass neue Technologien neue Wirtschaftsbereiche schaffen. Klimaschutzmaßnahmen können durchaus ein erhebliches Wachstum für die Wirtschaft mit sich bringen.

Ob diese späte Erkenntnis ausreicht, den Klimawandel zu verlangsamen oder zu stoppen, kann keiner vorhersagen. Es ist aber gut zu wissen, dass auch in Deutschland die maßgeblichen Akteure viele Milliarden Euro in die Hand nehmen, um Klimaschutzmaßnahmen zu realisieren.

Das neue EEG, das zum 1. Januar in Kraft tritt, ist noch nicht der große Wurf, aber im neuen Jahr wird weiterverhandelt und die Bereitschaft der Politik zu pragmatischen Lösungen ist deutlich erkennbar. Es wird weitere Gesetzesänderungen geben und die Gesetze, die jetzt noch den Ausbau der erneuerbaren Energien hemmen, werden nach und nach geglättet und geändert.

Deutschland soll Wasserstoff-Land werden. Die politischen Maßnahmen für diese Zielerreichung sind enorm. Norddeutschland hat in dieser Technologie die Nase gegenüber dem Süden vorne. Überall in den Landkreisen entstehen innovative Projekte für die Wasserstoff-gewinnung, die Infrastruktur, die direkte und indirekte Nutzung sowie für die dafür notwendige grüne Stromgewinnung.

Wir sind als Klimaschutzverein in Netzwerken aktiv, die sich für erneuerbare Energien engagieren und u. a. Projekte im Bereich Elektrifizierung, Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe umsetzen.

Im Herbst nächsten Jahres sind Bundestagswahlen, also ein gutes Jahr, um weiteren Forderungen der Wissenschaft und der Klimaaktivisten Gehör zu verschaffen und zu verankern.

CLIMPROACT ist mit dabei. Es geht voran. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben und die Unterstützung unserer Mitglieder und Förderer.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2021.

Klimafreundliche Grüße sendet Ihnen

Wolfgang Witt

Wir haben inzwischen einige Bürgermeisterinnen und Bürgermeister angeschrieben und nach geeigneten Grünflächen/Restflächen zur Aufforstung gefragt. Unsere Satzung erlaubt es, Flächen aufzuforsten, die im Eigentum einer kommunalen oder staatlichen Einrichtung sind.

Unter Aufforstungsprojekte verstehen wir die Schaffung neuer, zusätzlicher Waldgebiete. Im Gegensatz zur Wiederaufforstung, wo geschädigte, vorhandene Wälder aufgeforstet werden. Bei der Wiederaufforstung unterstützen wir die Landesforsten mit finanziellen Mitteln. Bei der Neuaufforstung auf vereinseigenen oder kommunalen Flächen unterstützen die Landesforsten uns mit Know-how und Beratung.

Für unsere Aufforstungsprojekte sind wir ständig auf der Suche nach vereinseigenen Flächen. Hierzu können klimainteressierte Landwirte, Bürger, Waldbesitzer oder Kommunen uns Grünflächen/Restflächen übertragen oder wir erwerben geeignete Flächen. Unsere finanziellen Mittel zum Kauf von Flächen sind allerdings eingeschränkt, da wir hierzu auf Spenden angewiesen sind. In diesem Zusammenhang suchen wir noch eine(n) Fachfrau/Fachmann in unseren Reihen, die/der sich mit der Planung und Projektierung von Aufforstungsprojekten auskennt (Behördenanfragen, Genehmigungen etc.) und uns ehrenamtlich unterstützt.

Aktuell bekommen wir eine Fläche von ca. 3.000 qm in Niedersachsen (Landkreis Diepholz) übertragen und werden diese 2021 in Eigenregie aufforsten. Wir werden über dieses Projekt ausführlich im Newsletter und auf unserer Homepage berichten.

Wir würden uns freuen, wenn uns möglichst viele Klimaschützer bei der Suche nach Flächen unterstützen. Vielleicht kennt jemand den einen oder anderen Klimaschützer, der eine geeignete Restfläche für die Aufforstung an unseren Verein übertragen möchte.

Erstmalig haben wir auf einer Crowdfunding-Plattform ein Aufforstungsprojekt eingestellt. Die Pflanzaktion wird punktuell (je nach Corona-Situation) von Schulkindern begleitet. Die gesamte Aktion, von der Herrichtung der Fläche bis zur Einzäunung gegen Wildverbiss, wird auf unserer Homepage zeitnah veröffentlicht. Vor Ort und auch im Internet stellen wir den Kindern Informationen u.a. über die Baumarten, die CO2-Reduzierung, den Waldbewohnern und Klimaschutz zur Verfügung.

Die Plattform wird von der AWG, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des Landkreises Diepholz, betrieben.

Wir sind sehr gespannt, wie sich das Projekt auf der Plattform entwickelt und ob wir unser Projektziel (5.000,00 € zum Kauf einer Grünfläche) erreichen.

Der Link zur Plattform:

http://www.awg-bewegt.de/project/ein-stueck-zukunft-pflanzenpflanz--und-lernaktion

Die Wasserstofftechnologie hat erneut einen Entwicklungssprung gemacht. Den Forschern des Leibniz-Institutes für Katalyse (Likat) ist es gelungen, mit einem effizienteren Verfahren Methanol in Wasserstoff zurück zu verwandeln. Dieses neue Verfahren benötigt nicht die bisher üblichen hohen Temperaturen, sondern kann mit milden Temperaturen unter 100 Grad Methanol in Wasserstoff verwandeln. Erstmals wurden dabei Windkraft, Elektrolyse und CO2-basierte Methanolsynthese sowie die Rückverwandlung des Methanols in Wasserstoff direkt miteinander verbunden.

Diese neue Rückumwandlung (Metha-Cycle) benötigt erheblich weniger Energie als bisher üblich und ist somit deutlich effizienter. Das Konzept kann die Energiewende auf dem Lande wesentlich beschleunigen. Unternehmen und Kommunen können Windkraftstrom effizient speichern und diesen unabhängig vom Windkraftaufkommen nutzen.

Wann das Verfahren aus der Laborphase herauskommt und in der Industrie genutzt werden kann, ist bislang noch unklar. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) investierte bislang rund 1,8 Millionen Euro in diese Forschungsarbeit.

Ein ausführlicher Bericht hierzu:

https://www.internationales-verkehrswesen.de/metha-cycle-entkoppelt-windkraft-vom-strombedarf/

Nichts tun ist keine Option!

Hitze, Dürre, Stürme, Überschwemmungen, Wald- und Artensterben - weltweit spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels und die Auswirkungen unserer Lebensweise. Die Welt, wie wir sie kennen, wird es zukünftig nicht mehr geben. Es wird eine lebensfeindlichere Welt sein. Unsere Erde wird es überleben. Wie werden wir Menschen damit zurechtkommen? Die verbleibende Zeit des Gegensteuerns läuft ab. Wenn die Kipppunkte erreicht sind, werden wir in einer Welt leben, die wir uns heute noch nicht vorstellen möchten.

Der Staat kann und wird die Vielzahl der Probleme nicht allein bewältigen. Unvorstellbar viele Menschen werden gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen um sich neue Lebensräume zu suchen. Nahrung und Wasser wird zur Mangelware. Der Kampf ums Überleben wird allgegenwärtig sein - auch in Europa. Übertreibung? Nein! Wir sind bereits mittendrin. Jeder kann sich die Informationen hierüber selbst beschaffen und die Fakten bewerten. Der Überlebenskampf ist für viele Menschen bereits heute Realität.

Wir leben in Europa in einer Komfortzone. Wissenschaftliche Darstellungen und Umweltkatastrophen in fernen Ländern werden oft ignoriert, verdrängt oder nicht wahrgenommen. Viele Menschen glauben, dass unsere Politiker das in den Griff bekommen, dass viele Veröffentlichungen übertrieben sind, dass Klimakatastrophen noch weit weg sind und somit kein Handlungsbedarf besteht. Wir suchen die Anderen! Menschen, die aktiv werden möchten, die ihre Stimme erheben, die laut sind und die mitmachen möchten. Mitmachen bedeutet auch, den persönlichen Lebensstil zu verändern und an der Konsumschraube zu drehen. Rückschritt und Verzicht empfinden die meisten Menschen jedoch als unbequem.

Verzicht kann z.B. auch bedeuten, auf einen Teil des Einkommens zu verzichten, um diesen für den Umwelt- und Klimaschutz zu verwenden. Helfen Sie mit, unsere Zukunft und die unserer Kinder lebenswert zu gestalten.