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Tomas Schweigert CMMI und SPICE - was kommt nach dem Appraisal oder dem Assessment?
Im Rahmen von Prozessverbesserungen ist ein Appraisal ein wichtiger Schritt, aber nicht die komplette Lösung. Experten für CMMI und SPICE haben die Fragen der Prozessverbesserung auf der 2018.eurospi.net intensiv diskutiert. Eine Erkenntnis: SPI ist auf einigen Leveln extrem Domainspezifisch, z.B. Medical Devices oder Automotive. Die Konsequenz für die ECQA Certified SPI Manager Qualification wird wohl darin bestehen, das bisherige Schema um die Qualifikationen SPI Expert {Domain} und SPI Coach zu erweitern. Als Basis für diese Qualifikationen ist das SPI Manifesto http://www.iscn.com/Images/SPI_Manifesto_A.1.2.2010.pdf im Gespräch.
Gibt es in der CMMI Community vergleichbares?
Hallo Herr Schweigert
in der "CMMI Welt" gibt es seit langem ein entsprechendes intensives Training "Intermediate Concepts of CMM(I)", das Voraussetzung für die Qualifikation zum Lead Appraiser ist. In diesem Training wird viel mit dem Modell gearbeitet, und damit intensiv die Möglichkeiten der Prozessverbesserung diskutiert. Im Gegensatz zu den Einführungskursen erfolgt das Lernen nicht durch Stoffvermittlung (egal mit welchem Lernansatz), sondern durch selbstständiges Erarbeiten von Inhalten. Daher war es seit langem empfehlenswert und auch Usus, dass Mitglieder der unternehmens-internen Verbesserungsorganisationen diesen Kurs absolvieren.
Mit der Transition zum CMMI DEV V2.0 heisst das Training jetzt "Advancing Organizational Capability".
Ich kann dieses Training nur empfehlen, da es sich zwar am Modell orientiert, sich inhaltlich aber genau mit den möglichen Verbesserungen - also den von Ihnen erwähnten Aspekte des SPI-Manifestos - beschäftigt.
Viele Grüße Joachim Bauchrowitz
Joachim Bauchrowitz Der Sturm der Entrüstung hat gewirkt - Weitere Einzelheiten von CMMI DEV V2.0 dürfen genannt werden
Im Quartely Webinar vom 10. Juli 2018 hat das CMMI Institute eine ganz wesentliche Änderung der bisherigen Policy in Bezug auf seine "Intellectual Property" bekannt gegeben:
Im Gegensatz zu den bisher veröffentlichen Festlegungen dürfen weitere Ebenen der neuen Version des Modells jetzt auch im Rahmen von Präsentationen und Werkzeugen genutzt werden. Das sind
die Ebene 5: "Practice Groups" (mit der Gruppierung der Praktiken in Reifegrade) und
die Ebene 6: "Practice Statements".
Damit ist eine glaubwürdige modellbezogene Unterstützung der Prozessverbesserung in Unternehmen wieder möglich, da die Analyseergebnisse in Bezug auf Stärken und Schwächen einer Organisation jetzt wieder mit der Nennung der einzelnen Praktiken von CMMI DEV V2.0 verbunden werden kann.
Die Nutzung der Informationen der Ebene 7 ist an den Erwerb einer Lizenz des Modells (wie bei einem Tool) gebunden und darf nicht veröffentlicht werden.
Stehen Sie damit dem CMMI DEV V2.0 wieder aufgeschlossener gegenüber?
Klaus Lambertz ISO 26262 – Anwendung der Norm im Projektalltag 2-tägiges Seminar mit Dipl.-Ing. M. Heininger
Zielgruppe: Software- und Hardwareentwickler, Testmanager, Projektleiter, Funktionale Sicherheitsbeauftragte, Entwicklungsleiter, Produktentwickler
Das Seminar „ISO 26262 – Anwendung der Norm im Projektalltag“ liefert einen praxisorientierten Einblick in die Norm und deren Forderungen. Es wird der Inhalt der Norm vorgestellt. Vor allem geht das Seminar auf die industrie- und praxisrelevante Interpretation der Norminhalte ein. Es werden dabei System-, Hardware- und Software-relevante Aspekte der Funktionalen Sicherheit nach ISO 26262 behandelt. Der Umfang reicht von Hazard Analysis und dem Risk Assessment auf Systemebene bis zu den strukturellen Source Code Tests auf Softwareebene. Nach der Teilnahme am Seminar sind Sie in der Lage, Schwachstellen und Stärken des Umsetzungsgrades der ISO 26262, bezogen auf Ihr Projekt, einzuschätzen und daraus geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Am 16. + 17. Mai 2018 (MI u. DO) in Offenburg
Weitere Informationen, detaillierte Schulungsinhalte sowie die Anmeldung finden Sie hier http://www.verifysoft.com/de_seminar_ISO-26262.html
Gerhard Fessler Namenskonvention für CMMI V2.0
In dem vom Joachim Bauchrowitz im letzten Beitrag erwähnten Webinar hat das CMMI Institute eine Namenskonvention für CMMI V2.0 veröffentlicht.
Das gesamte Modell heißt jetzt CMMI V2.0.
Alles in Großbuchstaben, auch das V für Version.
Der veröffentlichte Teil heißt CMMI Development V2.0 und wird entweder als CMMI DEV V2.0 oder CMMI-DEV V2.0 abgekürzt.
Der bisherige dreitägige Einführungskurs wurde in einen zweitägigen und einen eintägigen Kurs aufgeteilt. Der grundlegende zweitägige Kurs heißt Foundations of Capability, der darauf aufbauende eintägige Kurs Building Development Excellence, abgekürzt "Building DEV Excellence".
Die Nachfolger der SCAMPI A Appraisals werden jetzt "Benchmark Appraisal" genannt, SCAMPI B&C werden zu "Evaluation Appraisals" zusammengefasst.
Veröffentlichungen in Social Media sollen mit der unten angehängten Grafik begleitet werden, zusammen mit einem Link zu cmmiinstitute.com/cmmi/dev.
Joachim Bauchrowitz Weitere Einzelheiten von CMMI V2.0 veröffentlicht
In einem "Quarterly CMMI Partner Webinar" wurden am 10.04.2018 weitere Einzelheiten in Bezug auf die Nutzung des CMMI V2.0 bekannt gegeben.
Besonders alarmierend ist dabei eine Bedingung, mit der meiner Ansicht nach die CMMI Community sehr zu kämpfen haben wird:
Die Verwendung von Modelltexten und -materialien ist nur noch bis zu einer bestimmten Detaillierungs-Ebene erlaubt. Nichts unterhalb dem Detaillierungsgrad der Practice-Ebene darf mehr dokumentiert verwendet werden, also noch nicht einmal in Präsentationen einfließen.
Das betrifft auch und insbesondere die einzelnen Praktiken und ihre Gruppierung in die Reifegradstufen.
Damit man überhaupt über die generelle Struktur des CMMI V2.0 reden darf, wird exemplarisch die "Practice Area" EST wie "Estimation" aus der Category "Managing", Capability Area "PMW Planning and Managing the Work" weiter aufgeschlüsselt.
Es ist auch nicht mehr gestattet, irgendwelche Materialien auf Basis des Modell-Materials herzustellen oder Auszüge zu verwenden. Es dürfen noch nicht einmal mehr Screenshots gemacht und verwendet werden. Das diesem Beitrag beigefügte Bild muss beispielsweise aus den offiziell freigegebenen Marketingmaterialien heruntergeladen werden. Es darf gemäß der Lizenzbedingungen weder verändert noch grafisch ergänzt werden - lediglich eine Größenänderung ist erlaubt.
Die auf Basis von CMMI arbeitenden Prozessverbesserer werden also in Zukunft einen sehr schweren Stand haben. Für die Kunden werden sich die Kosten erhöhen. Die Kommunikation zwischen Prozessverbesserern (egal ob intern oder extern) und Anwendern wird massiv erschwert.

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Über die Gruppe "CMMI (Capability Maturity Model Integration) - Best Practices"

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