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Trans-Log Kalkar – DIE Logistik-Fachmesse am Niederrhein
Sehr geehrte Damen und Herren,
notieren Sie sich den 19. und 20. Februar rot im Kalender und sichern Sie sich noch heute Ihre Gratis-VIP-Tickets für die Logistik-Fachmesse Trans-Log 2019!
Das Messe- und Kongresszentrum Kalkar öffnet in Kürze wieder seine Tore für alle Profis der Transport- und Logistikbranche. Produzenten, Einkäufer, Transportplaner sowie alle anderen, die etwas „zu bewegen“ haben, sind herzlich willkommen.
Ein wichtiger Schwerpunkt des Rahmenprogramms ist der Bereich rund um das Thema Ausbildung, Weiterbildung, Fachkräfte. Hier ist insbesondere die Zusammenarbeit mit der Ler(n)enden Euregio hervorzuheben, die während der Messe einen Logistiker-Wettbewerb mit deutsch-niederländischen Teams veranstaltet.
Mit dem Standort Kalkar sitzt die Trans-Log unmittelbar auf der Logistik-Achse Rotterdam-Ruhrgebiet und wird von Branchenprofis aus den benachbarten niederländischen Provinzen wie auch von Gästen aus dem Rheinland, Ruhrgebiet und Münsterland besucht.
Gratis-VIP-Tickets und weitere Infos unter http://www.trans-log-kalkar.de
Rahmendaten:
Transport- und Logistikmesse „Trans-Log Kalkar“
Dienstag, 19. und Mittwoch, 20. Februar 2019
jeweils 09.00 bis 17.00 Uhr
Messe- und Kongresszentrum Kalkar
Griether Str. 110-120
47546 Kalkar
Oliver Mikenda Importsachbearbeiter (w/m/d) - Seefracht Übersee - Hamburg
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Karl A. Selig Hilfsbereitschaft, es gibt sie auch heute noch
Als Havariekommissar, der nicht nur in seiner Wohlfühlzone tätig ist, bin ich immer wieder auf das Wohlwollen, das Entgegenkommen und die Hilfsbereitschaft wildfremder Menschen angewiesen.
Zum Beispiel erhielt ich am späten Nachmittag einen Anruf, dass am Autobahnkreuz sowieso (300 km von meinem Büro entfernt) ein Sattelzug mit frischen Schweineschlegeln liegt und die Ware in den nächsten Stunden geborgen werden muss. Vor Ort waren l.t Auftraggeber keine anderen Havariekommissare erreichbar.
Was ich am nötigsten brauchte, waren ein Ersatzauflieger, auf dem man die Schlegel sauber verladen, ein Kühlhaus, in welchem man die geborgene Ladung zwischenlagern konnte, und eine Mannschaft, am besten Metzger oder Menschen, die den Umgang mit frischem Fleisch gewohnt waren, die mich bei der Bergung der Schweineschlegel unterstützten. Das Ultimative wäre gewesen, eine Großschlächterei, einen Schlachthof oder sonst einen fleischverarbeitenden Betrieb zu finden, der mir alles komplett zur Verfügung hätte stellen können.
Meine Kontakte, die ich mir in den letzten Jahren geschaffen hatte, waren alle soweit entfernt, dass ich im von der Polizei gesetzten Zeitfenster hätte nicht reagieren können. Gem. Auftraggeber war die Polizei der Ansicht, dass die Autobahn unbedingt innerhalb der nächsten Stunden geräumt werden müsste.
In dieser Situation gibt es auch heute noch Menschen, die auf deinen Hilferuf positiv reagieren und dir helfen. Menschen, mit denen du vorher noch kein Wort gewechselt oder die du sogar noch nie gesehen hast, die auch keinen Freund oder Geschäftspartner von dir kennen, der eine Empfehlung aussprechen kann.
Ich begann spiralförmig um den Unfallort herum sämtliche in Frage kommenden Betriebe anzurufen. Die meisten hatten weder Zeit noch die Möglichkeiten zu helfen, aber viele davon nahmen sich die Zeit, mir insoweit zu helfen, dass sie mir erklärten, wer von ihren Mitbewerbern welche Möglichkeiten hätte, sodass ich vorab schon die aussortieren konnte, die nur noch im Internet vertreten sind, die zu klein sind und, und, und. So kam ich am Ende an einen Herrn mit einer Großschlächterei, der zwar ausreichend Möglichkeiten gehabt hätte, aber an diesem Tag alle Leute und Kapazitäten selbst benötigte, aber auch dieser war gewillt, mir im Falle, dass ich niemanden sonst finden könnte, weiter zu helfen, indem er dann zwei bis drei Mann aus seiner Mannschaft abgestellt hätte. Der nächste, den ich auf seine Empfehlung hin kontaktierte, war ebenfalls ein Herr mit einer Großschlächterei, der gerade den Eindruck machte, er wäre tiefenentspannt und hätte Zeit. Er teile mir mit, dass heute der Ruhetag seines Betriebes wäre und seine Mitarbeiter frei hätten. Ich wollte schon aufgeben, da fragte ich ihn, was wäre, wenn er seine Mitarbeiter anrufen würde und fragen würde, ob sie doch an diesem Tag arbeiten möchten. So ergab sich, dass er mich zehn Minuten später zurückrief und mir mitteilte, dass er mit drei Mann losfahren würde und die Umladung durchführen würde. Er fragte nicht, was ich bezahlen würde, er fragte nicht, ob ich bezahlen würde. Daraufhin angesprochen sagte er mir: „Das werden wir schon kriegen, erstmal helfen wir dir.“
An dieser Stelle möchte ich mich bei all den Menschen bedanken, die mir in den letzten 30 Jahren zur Seite standen, die mir halfen, meine Arbeit bestmöglich zu erledigen. Bei Menschen, die mir Freunde wurden, bei Menschen, die ich nur einmal gesehen oder überhaupt noch nie gesehen habe und natürlich bei den Damen und Herren, die bei Transportschäden ihr Bestes geben, um diesen schnellstmöglich von der Straße zu bekommen, oder die mir helfen, schadensmindernd tätig zu werden. Die Damen und Herren LKW-Fahrer, die Damen und Herren aus den Lägern, der Polizei, der Autobahnmeistereien, von den freiwilligen Feuerwehren und dem THW, von den Berge- und Abschleppunternehmen, der Veterinärämter, der Labore, die Damen und Herren aus den Büros und all die anderen, die mich und meine Kollegen damit unterstützen, dass sie einfach mal den Bleistift fallen lassen oder ihre Vorschriften für einen Moment etwas weiter auslegen, um zu einem positiven Ergebnis für den Geschädigten zu kommen, der in der Regel nicht vor Ort anwesend ist oder sein kann.
Vielen Dank.
Karl A. Selig
Havariekommissar seit 1987
Michael Braun
Guten Morgen und ein erfolgreiches, schönes Jahr 2019 wünsche ich allen Forumsmitgliedern und natürlich Herrn Selig, als Verfasser des Artikels, den ich doch gerne noch mal kommentieren möchte:
Sicherlich ist es schön, wenn einem unkompliziert geholfen wird. Nur passiert das im Geschäftsleben und auch sonst selten ohne Eigennutz. Da kann ich als Gütervekehrsunternehmer ein Lied von singen. In diesem Fall wissen wir doch hoffentlich alle, dass die Aufwandsrechnung für Bergung, Beräumung und Lagerung nicht beim Havariekommissar landen, sondern idR beim Transportunternehmer. Darüber hinaus gibt es ein Einbehaltungsrecht der geborgenen Ware, wenn diese Rechnungen nicht bezahlt werden. Klar, die Rechnungen übernehmen dann zunächst die einschlägigen Versicherungen und alles ist wieder gut? Leider nein, denn diese holen sich Ihren Einsatz immer komplett vom Versicherungsnehmer zurück. Es wird seitens der Versicherungen auch nicht sonderlich auf die Effektivität und Schadensminimierung geachtet, da ja am Ende immer der Unternehmer bezahlt und zwar jeden Cent. Alles zur Freude der schnellen Helfer. An der einen oder anderen Stelle kann man da schon fast von Wegelagerei sprechen. Es gibt eben leider immer auch eine zweite Seite der Medaille.
Ein guter Havariekommissar hat das natürlich alles im Griff ;-)), denn dieser ist hier als Vermittler und Berater ein wichtiger Partner.
Gruß
M. Braun

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Über die Gruppe "Container / Seecontainer"

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