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Matthias Wühle Wie wird CSR von Gründern wahrgenommen?
Wenn Sie Gründer / Start-Up-Unternehmer sind, dann ist diese Umfrage etwas für Sie.
Der Start-Up Markt beschäftigt sich zunehmend mit nachhaltigen Geschäftsmodellen. Nach unserer Definition ist Nachhaltigkeit als ganzheitliches Managementkonzept zu verstehen. Es umfasst ökologische, soziale und ökonomische Faktoren. Mit Nachhaltigkeit geht ggf. auch ein Nachhaltigkeitsmanagement einher, das Kennzahlen erfasst. Die Studierenden der Hochschule Macromedia führen aktuell eine Online-Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit in der Gründerszene durch. Der Zeitaufwand zur Beantwortung liegt bei ca. 5 Minuten. Die Ergebnisse dieser Studie werden gesammelt und im ersten Quartal 2019 veröffentlicht. Es findet keine Sammlung persönlicher Daten statt, die Umfrage ist vollständig anonym. Die Studie bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Einstellung und Erfahrung zum Thema zu kommunizieren. Die Studie soll Start-Ups sowie Investoren und Kunden einen Überblick über Bedürfnisse und Einschätzungen der jeweils anderen Gruppen bieten.
Uli Zens Kultur sichtbar machen - Das Barcamp rund um Unternehmenskultur
Auf dem 5. BarCamp rund um Unternehmenskultur & kulturellen Wandel am 4./5. April 2019! begegnen sich Teilnehmende unterschiedlichsten Alters, unterschiedlichster Branchen und Positionen. 80 Unternehmensgestalter*innen befassen sich an zwei Tagen mit Fragen wie z.B. "Wie kann man Kultur erfassen oder begreifen? oder "Wie kann man Unternehmenskultur pflegen und entwickeln?
Weitere Infos und Tickets für 2 Tage zum Preis von 129 € plus Ticketgebühr unter http://www.cccamp.net
Astrid Aupperle Erde an KI?!.. Call for Participants zum EarthLAb von Microsoft und Fraunhofer CERRI
Schon mal darüber nachgedacht, wie KI dazu beitragen kann unsere Erde zu retten?
Bei unserem EarthLab zeigen wir best practices, wollen aber auch gemeinsame Ideen und Anwendungsszenarien entwickeln. Freuen uns noch auf Anmeldungen. Die Teilnahme ist kostenlos.
https://news.microsoft.com/de-de/erde-an-ki/
Wolfgang Scheunemann Das CSR-Reporting ändert sich rapide
Das CSR-Reporting ändert sich rapide.
Meint Wolfgang Scheunemann, Geschäftsführer der dokeo GmbH
Wir würden uns über Zuschriften zu diesem Thema an wir@dokeo.de freuen. Sofern Sie es uns erlauben, würden wir gerne in einiger Zeit Ihre Meinung hier veröffentlichen. Diese Diskussion führen wir auch auf LinkedIn in der Gruppe „CSR Academy Germany“.
Langsam werden die Veränderungen im CSR-Reporting deutlich, die das „Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzern-Lageberichten“ (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) vom 11. April 2017 explizit oder implizit ausgelöst hat. Es setzt eine entsprechende EU-Richtlinie um und regelt in Deutschland Art und Umfang der Offenlegung von Angaben zu nichtfinanziellen Aspekten, zumindest zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung.
Damit ist eine der wichtigsten Säulen des CSR-Reportings der letzten 15 Jahre nahezu entfallen. Die Regeln der GRI sind seither nicht mehr das Maß aller Dinge. Das, was die GRI seit dem Jahr 2000 als Rahmen gesetzt hatte und was weltweit als Kultur des CSR-Reporting zu hoher Reputation geführt hat, ist plötzlich nicht mehr Taktgeber (in der EU). Mag die GRI in Zukunft ihre Standards hier und dort noch weiterentwickeln: Wen in Deutschland interessiert es, wenn doch das Gesetz zu erfüllen ist, und mehr nicht?
„Und mehr nicht“
Somit ist der GRI-Standard als globaler Leuchtturm vom Sockel gestürzt worden. Er steht jetzt im Wettbewerb mit vielen anderen Standards, besseren und schlechteren, wie z. B. dem Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex (DNK) oder dem Global Compact. Es gibt Standards, nach denen ein Unternehmen viel leichter die gesetzlichen Anforderzungen erfüllen kann als mit der GRI.
Vom schönen Bericht zur Datenwüste
Die Veränderung der Grundlagen verursacht auch, dass ein CSR-Bericht von einer veritablen Publikation zu einem Papierchen von 15 bis 20 Schreibmaschinenseiten schrumpft.
Auch der Umgang mit den Themen verändert sich: Während man die GRI-Indikatoren nicht nur als zu beantwortende Fragen, sondern auch als Anregung zum Weiterdenken verstand, bietet das Gesetz dazu keine Veranlassung mehr.
Die mittelständischen Banken und Versicherungen, die durch die CSR-Berichtspflicht auf einmal etwas tun mussten, haben unisono den DNK als Grundlage genommen und todlangweilige Datenwüsten fabriziert. Und nicht eine Seite mehr produziert als verlangt. Vom Geist, vom Leben von CSR spürt man darin nichts.
Dieser Trend zu „CSR-Light“ ist deutlich sichtbar: Die GRI meldet 134 Berichte aus Deutschland für 2017 und 44 für 2018. Die Zahlen beim DNK lauten: 246 Berichte für 2017 und einen für 2018. Diese Zahlen enthalten einige Unschärfen bezüglich des Berichtsjahres. Z. B. bezieht sich der einzige Bericht des Jahres 2018 in der DNK-Datenbank (von Hipp) tatsächlich auf das Jahr 2017.
Weitere Veränderungen
Darauf wird die GRI sicher reagieren und sich (noch) mehr den Regionen der Welt zuwenden, die nicht der EU-Gesetzgebung unterliegen. Deutsche Firmen werden noch weniger das Einfluss-Netzwerk der GRI in die Politik nutzen können als bisher.
Und auch das „Integrated Reporting“ ist betroffen. Es ist doch kein Problem, die wenigen Seiten etwas schöner gestaltet als Anhang in den Geschäftsbericht aufzunehmen. And that’s it.
Fazit
Das neue Gesetz hat die „CSR-Kultur" in den Unternehmen ins Mark getroffen. Aus dem freiwilligen Engagement ist eine Pflichterfüllung geworden. Wie gut, dass man wenigstens nicht noch den Namen „CSR-Bericht" okkupiert hat, sondern im Gesetz nur von der „nichtfinanziellen Berichterstattung" gesprochen wird.
Die CSR-Berichte werden sich ändern: Es wird sicher auch in Zukunft schöne und wertvolle CSR-Berichte geben, weil sie sich wunderbar eignen, sich den eigenen Mitarbeitern, potentiellen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und dem gesellschaftlichen Umfeld zu präsentieren. CSR-Berichte werden auch in Zukunft für die Hebung der Reputation des Unternehmens unverzichtbar sein, besonders in Zeiten wie jetzt, in denen die Glaubwürdigkeit der Unternehmen und ihrer Führungsfiguren so gelitten hat.
Aber die inhaltliche Ausrichtung wird sich verändern: Sie werden wieder PR-lastiger werden. Dabei waren wir auf die recht nüchterne, klare Sprache stolz, die sich so wohltuend von dem oft bombastischen und inhaltsleeren Getöse der Kommunikationsabteilungen unterschied. Im CSR-Bericht hat ein Unternehmen sogar Fehler zugeben können, ohne dass die Juristen zu klagen begannen. Wo sollte so etwas jetzt noch stehen?
Mancher mag sich die gesetzliche Regelung des CSR-Reportings gewünscht haben. Leider ist ein Gesetz entstanden, das den Standard erheblich zurückversetzt, fast an den Anfang des Reportings um das Jahr 2000.
Jetzt gilt es, in den Unternehmen, den Universitäten, bei Beratern und NGOs noch deutlicher herauszuarbeiten, was CSR eigentlich ist und warum sich CSR für Unternehmen lohnt. Das bedeutet Arbeit für die nächsten 20 Jahre.
Und hoffen wir, dass uns die Politik in dieser Zeit mit weiteren derartigen Gesetzen verschont.
Wolfgang Scheunemann

Moderatoren

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Über die Gruppe "Corporate Social Responsibility"

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