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Deutsch für Profis

Unser Thema ist die deutsche Sprache in all ihren Erscheinungsformen, in Literatur, Werbung, Medien und täglichem Gebrauch.

Andreas Reinhardt Afrika-Thriller & Tatsachenroman: "Blutcoltan - Großangriff der zivisierten Welt"
Dieser Afrika-Thriller ist weit mehr als nur ein kurzweiliger Roman. Er vereint Fiktion und Realität aus Gegenwart und Historie zu einer Handlung, die in die DR Kongo führt. Und alles dreht sich um COLTAN, jenes für Mikrochip-Industrie, digitales Zeitaltes oder militärischen Komplex so unverzichtbare Metallerzgemisch.
Es werden auch relevante Aspekte wie die Kolonialherrschaft des belgischen Königs Leopold II., die Beseitigung des ersten Premierministers Patrice Lumumba und der Genozid von 1994 im Nachbarland Ruanda, aber vor allem der de facto noch immer andauernde Bürger- und Vertreibungskrieg im Osten des großen Kongo kritisch beleuchtet.
Wer die derzeitigen Fluchtursachen in Schwarzafrika verstehen will, muss auch die Brennpunkte Schwarzafrikas verstehen lernen. Und wer das ernsthaft tut, erkennt sehr schnell, dass kein Weg am unersättlichen Rohstoffhunger einer bis an die Zähne bewaffneten, dem Konsumwahn hörigen Welt vorbeiführt ...
Sabine Manning Sprache und Zeit : kurzweilig betrachtet
Wie wandelt sich Sprache in der Zeit? Und welche Spuren hinterlässt die Zeit in der Sprache?
Das fragt sich Helmut Reisener und schreibt auf, was er erlebt:
"Eine Waage war schlicht immer eine Waage, bis dann die Digitalisierung kam. Unsere moderne digitale Küchenwaage verpasste meiner schönen alten Briefwaage den Namenszusatz analoge Waage. Digitale Uhren machten die anderen Uhren nachträglich zu analogen Uhren..."
Und weiter geht's mit Neubenennungen (Retronymen), Redewendungen und veralteten Bezeichnungen (Anachronymen) - hier im Blogbeitrag:
"Die Sprache in den Zeiten - Die Zeiten in der Sprache"
http://multisprech.org/2018/09/20/die-sprache-in-den-zeiten/
Sicher werden die Deutschprofis noch viel mehr Beispiele parat haben!
Jörg Lenau
Ein weiterer Kommentar
Letzter Kommentar:
Jörg Lenau Der Allgemeinbegriff in seinem Verhältnis zum Rechtsbegriff
Wie ich leidlich erfahren mußte, muß man mittlerweile äußerst vorsichtig sein, wenn man den allgemeinen Sprachgebrauch anwendet. Im Falle, daß man dabei Worte anwendet, die als Rechtsbegriffe ihre Anwendung finden, kann es einen gar die Existenz kosten, wenn man auf die Präsenz dessen nicht explizit achtet.
So haben die Begriffe in Verbindung mit der Arbeit weitläufig Eingang gefunden in das Arbeitsrecht, sodaß wenn man von Arbeitsstunden und -zeit spricht somit grundsätzlich auch mit den Verhältnissen des Arbeitszeitengesetzes konfrontiert ist, sodaß sich gar in Frage stellt, inwiefern dies überhaupt noch als Allgemeingut anwendbar ist.
Gerade für Selbständige wird dies nämlich zu einem absoluten Dilemma, denn für diese gibt es gar kein solches Arbeitsrechtsverhältnis eines Arbeitnehmers, worauf sich die Gesetzeslage einzig bezieht. Wenn ein Selbständiger somit Angaben über seine Arbeitstätigkeit macht, so gerät dieser damit allzuleicht in die Schleife des Arbeitsrechtsverhältnisses.
Darüber hinaus wird im Arbeitswesen die Arbeitsleistung gleichgesetzt mit der gegenleistenden Geldleistung. Wer somit arbeitet (als Arbeitnehmer!), erhält dafür eine (regulär) zeitbemessene Entlohnung. Für Selbständige hingegen gibt es keine zeitbemessene Entlohnung, da diese sich nicht in einem solchen Arbeitnehmerverhältnis befinden. Eine zeitbemessene Entlohnung gibt es darin einzig im Bezug auf Leistungen gegenüber Kunden, wobei darin berechnete Stundenleistungen dem Unternehmen zufließen und nicht dem Inhaber/Freiberufler selbst.
Das Garvierende daran ist vor allem auch die weitläufige Unkenntnis gegenüber dem Sachverhalt, wie es sich mit der 'Entlohnung' bei Selbständigen verhält, sodaß diese selbst weiträumig in Erklärungsnöte geraten, anderen ihre Art der Einkünfte zu vermitteln, die sich nämlich gravierend von der Entlohnung eines Arbeiters unterscheidet und gar von Grund auf gar nicht gewährleistet ist, daß dieser selbstverständlicherweise überhaupt über 'persönliche' Einkünfte verfügt. Seine Einkünfte beziehen sich nämlich auf das, was als Unternehmensgewinn übrig bleibt. Dies ist selbst mit einem Bruttolohn eines Arbeiters nur annähernd vergleichbar, jedoch auch wiederum nicht gleich.
Abstrus wird es dann jedoch z.B. über § 138 SGB III Abs. 3.:
"Die Ausübung einer Beschäftigung, selbständigen Tätigkeit, Tätigkeit als mithelfende Familienangehörige oder mithelfender Familienangehöriger (Erwerbstätigkeit) schließt die Beschäftigungslosigkeit nicht aus, wenn die Arbeits- oder Tätigkeitszeit (Arbeitszeit) weniger als 15 Stunden wöchentlich umfasst; gelegentliche Abweichungen von geringer Dauer bleiben unberücksichtigt. Die Arbeitszeiten mehrerer Erwerbstätigkeiten werden zusammengerechnet."
Man achte hierzu die in Klammer gesetzte Arbeitszeit hinter der Tätigkeitszeit, wobei ohne die Tätigkeitszeit als solches sogar noch passend wäre für Selbständige, jedoch aufgrund dessen dies explizit der arbeitsrechtlichen Arbeitszeit zugeordnet wird. Hierin trifft man somit sogar auf einen Rechtswiderspruch über welchen dieses Mißverhältnis seine Blüten trägt.
Michael Kanthak "Gewinnwarnung"?
Irgendwie komisch: Wenn ein Gewitter droht, gibt man eine – Gewitterwarnung heraus. Bei vielen elektrischen Geräten wird in der Bedienungsanleitung vor – einem Stromschlag gewarnt. Und die Deutsche Bahn gibt heute – eine Gewinnwarnung heraus (siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-brandbrief-von-richard-lutz-an-den-vorstand-a-1227262.html).
Die Sache an sich ist ja nicht neu, das Wort existiert (ungeprüft) seit mindestens zehn Jahren. Warum hat man in der Wirtschaft (und in der Journaille) nicht genug Ar... in der Hose, das Ganze "Verlustwarnung" zu nennen?

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