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Deutsch für Profis

Unser Thema ist die deutsche Sprache in all ihren Erscheinungsformen, in Literatur, Werbung, Medien und täglichem Gebrauch.

Ronald M. Filkas Ein gutes neues Jahr oder gutes Neues Jahr?
Der Jahreswechsel liegt hinter uns, aber wir werden die nächsten Tage noch reichlich Wünsche zum neuen Jahr versenden. Schreiben wir nun aber ein gutes neues Jahr oder ein gutes Neues Jahr? Nun, beides ist zwar möglich, doch wir empfehlen eine Schreibweise: die Kleinschreibung!
https://ronaldfilkas.de/ein-gutes-neues-jahr-oder-gutes-neues-jahr/
Michael Kanthak Christoph Sträßner Jörg Lenau
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Michael Kanthak
Nun ja, Du weißt ja jetzt, wie ich sie auffassen musste. (Nicht "erlaubte" Varianten hätte ich halt einfach als falsche Schreibweise/Fehler eingestuft und bezeichnet; so kann man den einen Fall - es gibt zwei "zulässige" Schreibweisen - vom anderen - es gibt nur eine - trennen. Dachte ich mir in meinem jugendlichen Leichtsinn.)
Ronald M. Filkas Die Vergiftung des Arbeitsklimas durch Sprachmüll
Der Schweizer Arbeitspsychologe Felix Frei kritisiert die Vergiftung des Arbeitsklimas durch Sprachmüll. Ein Beitrag, der nicht nur für Psychologen interessant ist, sondern auch für Sprachwissenschaftler. Gerade ist ein Verweis auf den Beitrag (noch) auf der Xing-Startseite, hier geht es direkt dorthin:
https://blog.tagesanzeiger.ch/berufung/index.php/36783/in-vielen-konzernen-wird-auf-peinliche-art-naehe-zelebriert/
Jörg Lenau Lesen und Schreiben lernen
Wenn jemand nicht richtig schreiben kann, dann fällt es den Kundigen sogleich auf, jedoch wem fällt es überhaupt auf, wenn jemand nicht das Geschriebene gemäß der Präsenz überhaupt liest? Inwiefern wird überhaupt darauf geachtet und was hat es damit auf sich, vor allem im Bezug auf Personen, welche doch an sich das Lesen und Schreiben beherrschen? Oder kann es sein, daß sie das Schreiben, jedoch nicht das Lesen beherrschen? Es handelt sich scheinbar um ein allgemein ungeachtetes Sein darin.
Gerade in letzter Zeit stoße ich wieder einmal beständig auf Situationen, worin ich mein Gegenüber darauf aufmerksam machen muß, daß die Wiedergabe meiner Aussage oder auch die Reaktion darauf nicht dem entspricht, was ich verfaßt habe. Und in Verbindung damit zeigt sich auch das immer wieder auftauchende Problem, einem Gegenüber etwas zu vermitteln, was dieser nicht kennt. Was steckt eigentlich hinter diesem Sachverhalt?
Zunächst einmal verdeutlicht sich darin, daß Diejenigen nicht lesen, was ich geschrieben habe. Es zeigte sich, daß Bestandteile darin übergangen wurden. Da es um Relevantes ging, vor allem aber auch über das Hinterfragen der Gegebenheit, verdeutlichte sich auch, daß es sich nur teilweise um das weitläufig stattfindende Überfliegen handelte, sondern vielmehr daß man übergangen hatte, daß man nicht lesen konnte, was da geschrieben steht.
Hierzu einmal der dahintersteckende Mechanismus des Vorganges: eine Sinneswahrnehmung gelangt nämlich nicht als solche in die geistige Vorstellung, sondern diese gelangt zunächst in das Erinnerungsvermögen und hieraus entstehen die Projektionen der geistigen Vorstellung (Qualia!).
Da ich mich grundsätzlich darauf spezifiziere, Unbekanntes anderen zu vermitteln, jedoch die Anwendung so weit wie möglich auf die einfache Sprache beschränke, zeigt sich auch das auftretende Szenario, welches darauf beruht, daß zwar die jeweiligen Wörter als kenntlich wahrgenommen wurden, jedoch nicht wahrgenommen wurde, daß die bedeutungsmäßige Anwendung bei diesen nicht hervortrat. Hierbei gibt es zwei Gegebenheiten zu bedenken, nämlich daß ein Wort regelrecht nur ein Kürzel ist, dessen erinnerungstechnischer Entfaltung es bedingt und die Anwendung eines Wortes grundsätzlich einen kontextualen Bezug beinhaltet.
Es bedingt somit eines Innehaltens, wenn etwas Unbekanntes auftritt, um das Unbekannte als solches zu erörtern. Dies findet, wie ich aufgrund meines Handlungswesens spezifisch erfahre, weitläufig nicht statt. Der ausschlaggebende Punkt hierin ist, daß es nicht derart offensichtlich in Erscheinung tritt, wie bei der Rechtschreibung, sondern einer darauf spezifizierten Achtsamkeit der Erachtung bedingt, um es überhaupt in Erfahrung zu bringen. Es tritt somit auch regulär erst gar nicht in Erscheinung.
Es zeigt sich darüber auch ein grundsätzliches Mißverhältnis gegenüber dem Sachverhalt von Lesen, denn zwar wird ja gelesen, was geschrieben steht, aber dieses Lesen bezieht sich nur auf die Worte und nicht auf die Entfaltung des Inhaltes. Lesen ist nicht nur das, was es besagt.
Michael Kanthak Ronald M. Filkas
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Jörg Lenau
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>Wenn der Sender einen anderen Code benutzt als die Empfänger gibt es ein Problem.
Das jeweilige Wort, welches zur Anwendung gelangt, ist 'in meiner Anwendung' einzig ein Hinweis auf die Sache selbst.
Ein Wort ist leer (erfährt erst durch die Anwendung seinen Inhalt).
Gemäß meines zuvor aufgebrachten Prinzips des Vorganges wird die Vorstellung in ein Wort (Bezeichner/Kürzel!) übertragen, gelangt darüber zum Gegenüber und dieser 'befüllt' dies mit seiner Vorstellung.
Die jeweilige Befüllung kann nie identisch sein. Die Einheitlichkeit bestimmt sich über die Relation des Bezugsverhältnisses. Selbst wenn beide den gleichen Text der Beschreibung eines Wortes aus dem Lexikon als Vorlage hätten, wäre die Anwendung nicht identisch, da der Mensch ein Subjekt ist und Wahrnehmung auch einzig subjektiv gegeben ist.
Es bedingt somit in der Kommunikation primär der Vermittlung des Bezugsverhältnisses, damit sich eine vereinheitlichende Kommunikation umsetzen kann. Um es einmal so zu benennen: es bedingt der Einigung auf den Code.
Ronald M. Filkas Anti-Abschiebe-Industrie ist Unwort des Jahres 2018
Das Unwort des Jahres 2018 steht fest; es lautet: Anti-Abschiebe-Industrie. Wie die weiteren Vorschläge, zeigt diese Wahl eine Tendenz, nach der der politische Diskurs immer weiter nach rechts wandert.
Die vollständige Begründung der Jury:
https://ronaldfilkas.de/anti-abschiebe-industrie-unwort-des-jahres-2018/
Christoph Sträßner Ronald M. Filkas Michael Kanthak
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>>Na ja - wer so regelversessen ist wie Sie, der muss sich nicht wundern, wenn ihm eine solche Sprachschlamperei wie der "wandernde Diskurs" um die Ohren fliegt.
>>Und: doch, dieses etwas anonyme Pseudo-Subjekt ist eine inhaltliche Frage. Ode [sic!] vielmer [sic!] die Frage nach dem Inhalt. Denn dieses Pseudo-Subjekt des wandernden Diskurses trägt auch nur einen Pseudo-Inhalt. Bei der Gewichtigkeit des Themas ist das ein Problem.

>Ich, „regelversessen“, soso. Zur Erklärung: Es handelt sich bei dem erneut formal kritisierten Text um einen sogenannten Teaser, der dazu dient, geneigte Leser/-innen auf einen Beitrag zu führen
under Teaser ist von Ihnen. Inclusive Sprachschlamperei.

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