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Deutsche Anlegermesse

Die Deutsche Anlegermesse ist die größte Finanzmesse im Rhein-Main Gebiet und findet im jährlichen Turnus im Forum Messe Frankfurt statt.

Robert Halver Halvers Markteinschätzung: Über Bella Italia lacht die Sonne, über die Romanische Schuldenunion die ganze Finanz-Welt
Italien als drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone ist Euro-systemrelevant. Sollte Italien also im Rahmen der Nationalwahlen am 4. März Euro-kritisch wählen, würde die politische Euro-Krise wiederauferstehen. Ein Euro-Austritt ist im Wahlkampf jedoch in den Hintergrund getreten. Der wirtschaftlich schmerzhafte Scheidungsprozess der Briten von der EU wirkt wohl abschreckend, zumal ein Austritt aus der Eurozone noch fatalere Auswirkungen hätte. La Grande Miseria per l‘Europa bleibt damit zwar aus. Doch Italiens Parteien geht es zukünftig um eine Veränderung der Eurozone von innen. Unter dem Vorwand einer verstärkten europäischen Integration soll Hand in Hand mit Frankreich die Umwandlung der Stabilitäts- in die Romanische Schuldenunion erfolgen. Was heißt das für die Finanzmärkte der Eurozone?
Italien ist der todkranke Mann Europas
Die Arbeitslosigkeit vor allem bei Jugendlichen und die weit verbreitete Perspektivlosigkeit sind nach wie vor hoch. Selbst von der allgemeinen Konjunkturerholung in Europa profitiert Italien nur unterdurchschnittlich. Italien hat seine Wirtschaftsleistung von vor dem Platzen der Immobilienblase 2008 noch nicht annähernd aufgeholt. Dagegen zeigen Spanien und selbst Portugal markante Aufwärtsbewegungen. Hintergrund des italienischen Elends ist eine dramatische Wettbewerbsschwäche, gekoppelt mit einer hartnäckigen Verweigerung der Wirtschaftspolitik, die Trendwende einzuleiten. Mit für Wähler schmerzhaften Reformen soll die Wiederwahl bloß nicht gefährdet werden.
Die Politik Italiens war, ist und bleibt reformfeindlich
Der Stammwähleranteil in Italien ist auf einem Tiefpunkt angelangt. Absolute Mehrheiten sind für keine Partei mehr erreichbar. Und da das neue italienische Wahlrecht vor allem für Randparteien die Umgehung der Sperrklausel von drei Prozent durch die Bildung von Wahl-Bündnissen ermöglicht, könnte das neue italienische Parlament und schließlich auch die zu bildende Regierung kunterbunt werden.
Laut Umfragen hat zwar das Mitte-Rechts-Bündnis aus Silvio Berlusconis Forza Italia, der rechtspopulistischen Lega Nord, den nationalkonservativen Brüdern Italiens sowie der liberal-konservativen Partei „Wir und Italien“ Chancen auf eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus und im Senat. Genauso möglich ist es aber auch, dass Berlusconi ein Bündnis mit Matteo Renzis Partito Democratico bzw. dessen Mitte-Links-Bündnis eingehen muss. Angesichts der politischen Gemengelage brechen die früheren politischen Freund-Feind-Dämme deutlich. Zum Zünglein an der Waage könnte die Fünf-Sterne-Bewegung werden, die ihre kategorische Fundamentalopposition gegenüber dem politischen Establishment aufgegeben hat. Stichfeste Wahlprognosen sind aufgrund der Sprunghaftigkeit von Italiens Wählern und Politikern grundsätzlich kaum zu treffen.
Unbewegliche, im Überkonsens verhaftete Viel-Parteien-Koalitionen lassen befürchten, dass die bisher schon in Beton gegossene Bürokratisierung und Reform-Ohnmacht Italien auch zukünftig erhalten bleibt.
Der Europäische Stabilitätspakt wird nur noch eine weichgekochte Spaghetti sein
Bemerkenswert ist die Einmütigkeit, mit der italienische Parteien höhere Einkommen fordern. So propagieren alle die Anhebung des Mindestlohns, der Mindestrente und des Bürgereinkommens oder Steuersenkungen auf einen Einheitssteuersatz von maximal 23 Prozent. Das soziale Schlaraffenland scheint in Italien eine neue Heimat gefunden zu haben. Leider hört man über die Bezahlbarkeit wenig bis nichts. Nach der Wahl wird man aber zugeben müssen, dass eine reform- und wettbewerbsschwache italienische Wirtschaft hierfür bei Weitem keine ausreichende Finanzierungsgrundlage bietet.
Also kommt das klassische finanzpolitische Allheilmittel wieder zur Anwendung: Staatsverschuldung! Diese ist allerdings nach aktueller Lesart nicht mit dem Euro-Stabilitätspakt vereinbar. Es müsste also eine Neuinterpretation her. Einen Verbündeten dafür findet man zwar ideologisch nicht in Berlin. Doch zunächst kann die neue deutsche GroKo nicht mehr jene Stabilitätsgegenwehr zeigen wie das frühere Schäuble-Deutschland.
Dafür hat Frankreich unter Präsident Macron an politischem Durchsetzungsvermögen gewonnen. Und mit Paris hat Rom einen wahren Freund gewonnen. Sie werden zum Duo. Unter der Verpackung „Mehr europäische Integration“ verbirgt die französische Regierung eine Schuldenunion, ein EU-Finanzausgleich und einen zur finanzpolitischen Allzweckwaffe aufgemotzten Europäischen Währungsfonds. Das ist Musik in den Ohren italienischer Politiker: Neue Schulden machen ohne nationale, dafür aber gemeinsame Haftung aller EU-Länder.
Leider hat die Sache einen Haken: Verschuldungsgetriebenes Wachstum ist nicht geeignet, mangelnde italienische Wettbewerbsfähigkeit zu ersetzen. Denn während die Staatsverschuldung Italiens von 2008 bis Ende 2018 um schätzungsweise ca. 40 Prozent zugelegt haben wird, bleibt der erzielte Konjunkturzuwachs mit sechs Prozent sehr enttäuschend. Man braucht also immer mehr Schulden-Einsatz, um Wirtschaftswirkung zu entfalten.
Der „Stiefelknecht“ EZB verhindert auch noch morgen den Schulden-GAU
Diese offensichtlich auch von Teilen der neuen Berliner Regierung gut geheißene Europafreundlichkeit mit dem Aliasnamen Romanische Schuldenunion, wird nicht nur die Reformanreize in Italien, sondern auch in anderen hochverschuldeten Euro-Südstaaten weiter schmälern.
Dennoch wird es nach der Wahl in Italien abseits kurzfristiger Irritationen nicht zu einer nachhaltigen Stimmungseintrübung an den Finanzmärkten kommen. Um nachhaltige Renditesteigerungen an den Staatsanleihemärkten der Eurozone und somit einen Schuldenkollaps zu verhindern, bleibt der EZB - trotz vorsichtiger restriktiver Maßnahmen - nichts anderes übrig, grundsätzlich auch zukünftig die Rolle des „Stiefelknechts“ zu spielen. Liquiditätsverknappung wird da sehr schwierig. Man kann sich leicht ausrechnen, was eine auch nur einprozentige Erhöhung der italienischen Kreditzinsen für die Bedienbarkeit der italienischen Staatsverschuldung von 2,3 Billionen Euro bedeutet. Ein Ausbruch aus dem aktuellen Seitwärtstrend der Staatsanleiherenditen in der Eurozone ist nicht zu erwarten.
Wie bereits in der Vergangenheit lässt die EZB auch zukünftig ihre Stabilitätshüllen fallen und beeindruckt durch ihre pralle nackte Schönheit, um die politischen und finanzwirtschaftlichen Fliehkräfte in der Eurozone weiter in Schach zu halten. Profiteure sind die Aktienmärkte der Euro-Südzone. Ihre Underperformance zu deutschen Aktien ist nicht nur ausgelaufen, sondern im Trend ist eine Outperformance zu beobachten.
Marktstimmung - Vorerst weder Fisch noch Fleisch
Sorgen die jüngsten Irritationen - steigende Zinsangst, wirtschaftsunfreundliche GroKo, starker Euro - nun auch für Ansteckungseffekte in der Realwirtschaft, sogar für eine nachhaltige Schädigung der Konjunkturstimmung? Das legt scheinbar der Rückgang der Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in der Eurozone im Februar nahe, die ihren Aufwärtstrend verlassen haben.
Auch das wirtschaftlich robuste Deutschland zeigt sich beeindruckt. Die ifo Geschäftserwartungen haben bereits zum dritten Mal in Folge nachgegeben und befinden sich damit im Abwärtstrend. Die gestiegene Schwankungsbreite an den Aktienmärkten aufgrund der zwischenzeitlichen fundamentalen Eintrübungen verpasst der Konjunktureuphorie einen Dämpfer.
Doch selbst wenn die Konjunkturstimmung ihren Zenit vorläufig überschritten hat, ist ein Ende des Wirtschaftsaufschwungs nicht zu befürchten. Grundsätzliche Unterstützung für Konjunktur und Aktienmärkte kommt weiter von der robusten Weltweltwirtschaft, die sich laut ifo Institut stimmungsseitig im I. Quartal 2018 auf den höchsten Wert seit Herbst 2007 „sehr stark“ verbessert hat.
Für übertriebene geldpolitische Sorgen besteht auch kein Anlass. So zeigt sich die Fed laut Protokoll der vergangenen geldpolitischen Sitzung (sog. Fed Minutes) trotz verbesserter wirtschaftlicher Einschätzung konziliant bei der Inflationseinschätzung. Einige Fed-Mitglieder gehen sogar davon aus, dass die Inflation hinter den Projektionen der Fed zurückbleibt. Eine Überreaktion der Fed in puncto Zinserhöhungen als Bremsklotz für die Aktienmärkte ist nicht zu erwarten. Für Inflationsangst und Zinspanik besteht kein Anlass.
Charttechnik DAX - Das Gröbste liegt hinter uns
Charttechnisch stößt der DAX auf dem Weg nach oben auf erste Widerstände bei 12.489 und 12.722 Punkten. Weitere Hürden liegen schließlich bei 12.951 und 13.063. Darüber liegen die nächsten Barrieren bei 13.152 und schließlich bei 13.206 Punkten. Kommt es zu erneuten Gewinnmitnahmen, liegt eine erste Unterstützung an der Marke bei 12.336. Wird diese unterschritten, ist mit Kursverlusten bis zur Unterstützung bei 12.232 und 12.067 Punkten zu rechnen.
Der Wochenausblick für die KW 9 - Kein Inflationsalarm in der Eurozone
In den USA signalisiert der erneut schwächere ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe gemeinsam mit rückläufigen Aufträgen langlebiger Güter einen schwachen Jahresstart der US-Industrie. Die Binnenkonjunktur zeigt sich gemäß Konsumentenausgaben und einem robusten Konsumentenvertrauen der University of Michigan dagegen stabil.
In der Eurozone weist das von der EU-Kommission ermittelte Wirtschaftsvertrauen zwar auf eine stabile Konjunktursituation hin. Trotzdem setzt die Inflation ihren moderaten Abwärtstrend im Februar fort. In Deutschland gleichen die Einzelhandelsumsätze ihre vormonatliche Schwäche aus und unterstreichen mit einem stabilen GfK Konsumklimaindex die robuste Binnenwirtschaft.
Hans-Jürgen Friedrich Der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS (WKN A1W5T2) zieht eine positive Bilanz
Sergej Crasovschi Crasovschis „Absolute Return Multi Premium” überspringt 100 Mio.-Marke
Daniel Görs Sachinvestments: NorthCapital Kontor tritt dem Deutschen Sachwert- & Finanzverband bei, um Edelstein-Investments bekannter und transparenter zu machen
Das auf die Betreuung von (Roh-)Edelstein-Investments spezialisierte Unternehmen NorthCapital Kontor GmbH ( http://www.northcapital-kontor.de ) bekennt sich mit dem Beitritt zum Deutschen Sachwert- & Finanzverband zum deutschen Standort, hohen Qualitätsstandards und zur Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitern. Die innovativen Geldanlagemöglichkeiten in Rohedelsteine sollen so insbesondere bei institutionellen Investoren, Family Offices und Finanzvertrieben noch bekannter gemacht werden.
Berlin / München/Schwabhausen / Hamburg, 21. Februar 2018 - Die im dänischen Kopenhagen ansässige NorthCapital Holding ApS, die schwerpunktmäßig in den Bereichen Edelsteine, Öl- und Gasindustrie sowie in Unternehmensinvestments tätig ist ( http://www.northcapital-holding.com ), gehört mit ihren umfangreichen Aktivitäten rund um die Produktion und Verarbeitung von Edelsteinen zu den weltweit bedeutendsten Playern in diesen Investment-Segmenten. Die deutsche Tochtergesellschaft NorthCapital Kontor GmbH ( http://northcapital-kontor.de/investition ) mit Büros in Schwabhausen bei München und Hamburg betreut die vertrieblichen Aktivitäten rund um die Investmentmöglichkeiten in Rohedelsteine und die Organisation, die Betreuung und das Controlling von institutionellen Anlegern, Family Offices, Vertriebspartnern und Maklerorganisationen.
Die Assetklasse Sachanlagen wird angesichts von Minuszinsen und überhitzten Aktienmärkten nicht ohne Grund immer wichtiger und beliebter. Für Edelsteininvestments und insbesondere die Geldanlage in Rohedelsteine fehlten bislang aber geeignete Finanzprodukte. NorthCapital Kontor bietet nun das Investment in Rohedelsteine als Innovation an. In dieser Form gab es das bislang nicht. Die NorthCapital Kontor GmbH ist angetreten, um die Produktlücken und Informationsdefizite hinsichtlich lukrativer Edelsteininvestments bei den Marktteilnehmern, Finanzdienstleistern, Anlegern und Vermittlern abzubauen. Insbesondere bei den beiden Hauptzielgruppen von NorthCapital Kontor, den Finanzvertriebsorganisationen sowie die institutionellen Investoren und Family Offices. Deshalb erfolgte nun auch die Entscheidung von NorthCapital Kontor, dem Deutschen Sachwert- & Finanzverband ( http://www.dsf-verband.de ) beizutreten.
Aktive NorthCapital Mitgliedschaft im Deutschen Sachwert- & Finanzverband e.V.
Dass die NorthCapital Kontor GmbH dem Deutschen Sachwert- & Finanzverband e.V. als ordentliches Mitglied beitritt, hat mehrere Gründe, wie Geschäftsführer Klaus Herb erläutert: "Auch wenn unsere Muttergesellschaft ihren Sitz in Dänemark hat, sehen wir von der NorthCapital Kontor GmbH uns als deutsches Unternehmen, das im deutschen Markt operiert. Entsprechend fühlen wir uns dem deutschen Standort verbunden - und mit ihm auch den deutschen Qualitätsstandards bei der Vermittlung von Sachwert-Investmentmöglichkeiten."
Einen weiteren Vorteil sieht Klaus Herb in dem Austausch mit anderen deutschen Investment-Unternehmen aus dem Sachwertebereich: "Der Deutsche Sachwert- & Finanzverband e.V. gehört zu den angesehenen und gut vernetzten Verbänden der Finanzdienstleistungsbranche. Deshalb freuen wir uns auf Austausch mit den anderen Verbandmitgliedern und innerhalb des Netzwerks des Deutsche Sachwert- & Finanzverbandes. NorthCapital Kontor wird das Thema Edelstein Investments auch bei den Veranstaltungen des Deutsche Sachwert- & Finanzverbandes präsentieren und Interessenten vor Ort persönlich näherbringen."
"Beim Deutschen Sachwerte- & Finanzverband liegt die Verantwortung der Unternehmen für das Erfüllen ethischer und gesetzlicher Vorgaben im besonderen Fokus. Der 2010 gegründete Verband mit Sitz in Berlin hat zudem das Ziel, die beruflichen und sozialen Interessen seiner Mitglieder gegenüber anderen Verbänden und der Politik zu vertreten - sowie deren fachliche Aus- und Weiterbildung zu fördern", erklärt Julien D. Backhaus, Vorsitzender des Deutschen Sachwerte- & Finanzverbands e.V.
Die im Deutschen Sachwerte- & Finanzverband e.V. organisierten Mitgliedsunternehmen setzen in der Regel auf wertstabile und wenig spekulative Geldanlagen. Im Gegensatz zu Hedgefonds oder anderen spekulativ tätigen Playern auf den Finanzmärkten investieren die Verbandsmitglieder vor allem auf physische Sachwerte. Der Verband unterhält zudem Kooperationen mit dem Bundesverband für die Immobilienwirtschaft e.V., der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft e.V. und dem Bundesverband pauschaldotierter Unterstützungskassen.
Über die NorthCapital Group:
Die NorthCapital Holding ApS ist eine weltweit tätige Investmentgesellschaft mit Sitz in Kopenhagen, Dänemark. NorthCapital Holding ApS operiert schwerpunktmäßig in den Bereichen Edelsteine, Öl- und Gasindustrie, sowie Investments (Mergers & Acquisitions) in Unternehmen des Finanz- und Produktionsbereichs.
Im Jahr 2016/17 hat die Unternehmens-Gruppe diverse unternehmerische Aktivitäten und bestehende Vermögenswerte auf die NorthCapital Holding ApS übertragen und somit ein bedeutendes und finanzstarkes Unternehmen als Holding für aktuelle und zukünftige, internationale Aktivitäten als Konzern geschaffen. Das operative Geschäft wurde strukturiert und auf spezialisierte Tochtergesellschaften übertragen. Das Kerngeschäft ist das Aufbereiten, Schleifen, Polieren und Katalogisieren von Rohedelsteinen. NorthCapital gehört mit ihrem Bestand an Rohedelsteinen zu den weltweit größten Investoren in diesem Bereich. Weitere Informationen: http://www.northcapital-holding.com
Als neuer Teil der Firmengruppe bündelt die NorthCapital Kontor GmbH alle vertrieblichen Aktivitäten und übernimmt die Organisation, die Betreuung und das Controlling von Vertriebsgruppen und Maklerorganisationen. Ihren Sitz hat die Gesellschaft in Schwabhausen, nördlich von München. Ein weiterer Standort ist Hamburg.
Kontakt NorthCapital Kontor:
NorthCapital Kontor GmbH
Carl-Zeiss-Strasse 6
D-85247 Schwabhausen
info (at) northcapital-kontor.de
http://www.northcapital-kontor.de
Medienkontakt:
Public Relations und Marketing Agentur
Görs Communications (DPRG)
Gertrudenkirchhof 10
D-20095 Hamburg
info (at) goers-communications.de
http://www.goers-communications.de
Daniela Lozano Costa Weder Fisch noch Fleisch? Digitalisierung im Handwerk
Digitalisierung betrifft uns alle! Bei diesem Satz kann wohl jeder irgendwie mitgehen. Schließlich leben wir in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Doch was genau steckt eigentlich dahinter? Und sind alle Lebensbereiche betroffen? Das sind sie in der Tat, sieht man einmal von einem Spaziergang barfuß im Wald ab (und selbst dort benutzen wir womöglich einen GPS-Sender, um uns nicht zu verlaufen).
Inwiefern aber geht die Digitalisierung das Handwerk etwas an?
Die digitale Fischtheke
Die gute alte Theke, über die – vielleicht eingerollt in alte Zeitungen – der frische Fisch gereicht wird, ist ein romantisches Bild. Aber eben auch ein veraltetes, zumindest wenn man nicht nur einen Straßenzug mit Fisch beliefern will. Doch wie soll Fischverkauf digitalisiert werden? Die Antwort: So intensiv wie möglich!
Eric Nürnberger lebt vom Fischverkauf. Und zwar deutlich besser, seit er beschlossen hat, sein Geschäft zu digitalisieren. Nürnberger prüft die Wasserqualität mittels Sensoren, er organisiert die Fütterung der Tiere digital und hat sich für ein Shopsystem entschieden, das Vertrieb und Logistik um Längen verbessert hat. Nun ist Nürnberger so gut aufgestellt, dass er eine externe Agentur für weitere Aufgaben betrauen musste. Geschadet hat ihm das nicht, die Umsätze sind in die Höhe geschnellt, die Ausgabenseite ist im Verhältnis dazu übersichtlich. Statt Zeitungen als Verpackungen zu benutzten, setzt der Fischverkäufer auf Smartphone und Tablet. Einziger „Nachteil“ dieser Variante: Fisch lässt sich in diese Geräte nicht einwickeln. Aber damit kann Nürnberger sehr gut leben.
Digitalisierung: eine heiße Angelegenheit
Auch aus einer ganz anderen Branche gibt es über Digitalisierung zu berichten. Bernd Erdmann verkauft Saunen, und zwar exklusive. Seit 20 Jahren ist er dabei, und damals hätte er sich nie träumen lassen, jemals auch nur eine einzige Sauna nach Marokko, in die Schweiz oder nach China zu liefern. Doch das Internet und die Digitalisierung machen es möglich. Heute ist Erdmann international aufgestellt und wundert sich, dass so wenig Betriebe auf die Möglichkeiten der modernen Technik setzen.
„Viele Firmen haben eine Website und eine Präsenz in den sozialen Netzwerken und denken, das war‘s.“ Das sagt der IT-Experte Uwe Matern. Und er hat recht mit seiner Einschätzung. Über die Wichtigkeit einer Website besteht heute zwar allgemeine Übereinstimmung. Doch schon bei den sozialen Medien heißt es oft: „Nee, für meine Branche ist das nix, das brauch‘ ich nicht.“ Da liegt die Frage nahe: Warum genau ist für welche Branche genau ein Auftritt in den sozialen Medien nichts? Eine schlüssige Antwort darauf zu finden, grenzt an ein Wunder.
Bernd Erdmann setzt voll auf die Digitalisierung. Das hat zum einen Wettbewerbsgründe. Erdmann will über Grenzen hinaus seine Produkte verkaufen. Es hat aber auch ganz pragmatische Gründe: „In dieser Liga, in der Sie es auch beim Spa- und Saunabau mit Star-Architekten zu tun haben, können Sie mit Zettelwirtschaft nicht bestehen“, sagt er. Stattdessen setzt er auf zettelloses Arbeiten, besitzt neben seiner Website und einem Firmenprofil bei Facebook auch eines bei Pinterest, um seinen Saunen in glänzendem Licht erscheinen zu lassen und lockt so erfolgreich seine Kunden an.
Um alles bewerkstelligen zu können, hat sich Erdmann für eine Software entschieden, die für rund 50,- Euro im Monat einen Großteil der Organisation und der Logistik übernimmt und die die Prozesse überwacht und steuert. Natürlich hat er jederzeit und von überall aus Zugriff auf alle wichtigen Daten und verpasst nichts. Das war früher anders, ist jedoch für Erdmann ein längst vergessenes Zeitalter.
Digitalisierung: Wo genau denn überhaupt?
Das letzte Beispiel ist das eines Malerbetriebes. Dessen Chef Hans-Christian Hölzel hat den Betrieb von seinem Vater übernommen, der seinerseits im Jahr 1987 sein Geschäft aufzubauen begann. Was der Junior vorfand, überzeugte ihn aber nicht, denn er hatte viel vor, wollte wachsen, expandieren. Doch mit den bisher favorisierten Methoden konnte das nicht gelingen. Von Hand ausgefüllte Stundenzettel der Mitarbeiter, aufwändige Angebotserstellungen und umständliche Kommunikationswege waren überhaupt nicht das, was sich Hölzel Junior vorgestellt hat.
Bevor allerdings etwas optimiert werden konnte (und das gilt selbstverständlich auch für die anderen Beispiele und jeden Handwerksbetrieb), war eine Analyse notwendig. Die Fragen, die Hölzel sich stellen musste, lauteten:
Müssen ausschließlich interne Abläufe optimiert werden?
Geht es darüber hinaus auch um alle Belange, die sich um Kunden und Aufträge drehen?
Sind Zulieferer oder Partnerbetriebe im Spiel, die in den Digitalisierungsprozess integriert werden sollen bzw. müssen?
Ein externer IT-Berater war Hölzel dabei behilflich, eine Bestandsaufnahme zu machen und einen Plan der künftig digitalisierten Themengebiete aufzustellen. Wenn Mitarbeiter von Hölzel heute eine Baustelle oder einen Kunden besuchen, sind sie nicht mehr mit Zollstock und Bleistift unterwegs, sondern arbeiten mit ihren Lasermessgeräten, die mittels Bluetooth die auszuwertenden Daten innerhalb von Momenten zum Chef transportieren. Der Zollstock steckt zwar aus Gewohnheit noch in der Tatsache, die vornehmlichen Arbeitsgeräte aber heißen Smartphone und Tablet.
Butter bei die Fische!
Digitalisierung ist also nicht „weder Fisch noch Fleisch“, wenn es um Handwerksbetriebe geht. Vielmehr gilt die Weisheit „Butter bei die Fische“, die darauf abzielt, konkret zu werden, sich Gedanken zu machen über die Möglichkeiten, die es auszunutzen gilt.
Kleine und mittlere Unternehmen fühlen sich hier oft nicht angesprochen oder überfordert. Digitalisierung, das sei etwas für die wirklich großen Firmen, die es sich auch leisten können, ihre gesamte Struktur zu verändern.
Doch genau das ist ein Denkfehler. Denn gerade kleinere Unternehmen stehen unter enormem Konkurrenzdruck, die Mitbewerber arbeiten über Preis, Leistung und Service. Wer sich da nicht durchsetzen kann, wird geschluckt oder verschwindet von der Bildfläche. Zudem das Argument der finanziellen Belastungen durch die Digitalisierung nicht greift. Während die Saunahersteller Erdmann, den wir oben erwähnt haben, gerade einmal monatlich 50,- Euro in die laufende Digitalisierung steckt, hat der Malermeister Hölzel insgesamt 5.000,- Euro investiert, um sich umfassend beraten zu lassen. Beträge, die sich Handwerksbetriebe leisten können sollten.
Wir sehen: Digitalisierung ist nichts für die ganz Großen, für die Global-Player, jedenfalls nicht nur. Sie betrifft nicht nur alle, wie wir ja schon wissen. Jeder kann auch von ihr profitieren, und dass ohne sich und seinen Betrieb finanzieller Risiken auszusetzen, die existenzgefährdend werden können. Anders herum wird ein Schuh draus: Wer nicht bereit und in der Lage ist, sich mit den Möglichkeiten der eigenen Digitalisierung auseinanderzusetzen, der wird aller Voraussicht nach in letzter Konsequenz eben doch finanzielle Nachteile haben. Aber nicht wegen der Digitalisierung, sondern weil er darauf verzichtet hat.
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: d.lozanocosta@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Daniela Lozano Costa

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Über die Gruppe "Deutsche Anlegermesse"

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