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Deutsche Anlegermesse

Die Deutsche Anlegermesse ist die größte Finanzmesse im Rhein-Main Gebiet und findet im jährlichen Turnus im Forum Messe Frankfurt statt.

René Kiem Digitalisierung, digitale Produktion, digitale Transformation, digitale Fertigung – alles im digitalen Lack?
Es scheint, als befinden wir uns an einer neuen Schwelle der Produktion. Alles, was früher einmal galt, ist nichts mehr wert, denn die digitale Revolution steht vor der Tür bzw. hat längst mehr als einen Fuß darin.
Aber, halt, stopp! An dieser Stelle machen wir einen neuen Anlauf und beginnen unsere Beschreibung so, dass sie ihren völlig unnötigen Schrecken verliert.
Die Digitalisierung ist keineswegs neu! Vergessen Sie diese irrige Vorstellung einfach einmal für einen Moment, und vielleicht sogar für länger. Denn über die digitale Produktion, Transformation, die digitale Fertigung wird vieles verbreitet, was in höchstem Maße falsch ist und Ängste schafft, die sich über die Chancen legen.
Wenn Sie etwas produzieren, sind Sie auf digitale Prozesse angewiesen. Aber Sie verfügen auch längst über viele Mittel, um das erfolgreich zu gestalten. Sie müssen also nicht befürchten, dass Sie „Ihren Laden erst mal dicht machen“ müssen, um sich digital neu aufzustellen und dabei Unsummen an Geld in die Hand nehmen müssen.
Vielmehr geht es darum, eine Analyse des Ist-Zustandes zu machen und mittels einer detaillierten Auswertung die Stellschrauben zu finden, an denen gedreht werden muss, um Sie noch besser aufzustellen. Dies geschieht, indem Ihr bestehendes System an die Anforderungen angepasst wird, die bisher noch nicht in Angriff genommen wurden.
Wenn es Sie interessiert, wie genau das geschehen kann, dann setzen Sie sich am besten mit uns in Verbindung. Wenn Sie aber noch mehr über die Digitalisierung auf dem Gebiet der Produktion erfahren wollen, dann lesen Sie einfach hier weiter.
Die Erfindung des Computers oder: wie die Digitalisierung begann
Als es in der industriellen Phase eigentlich nicht mehr viel zu verbessern gab, gewann ein Begriff neue Bedeutung, der zuvor in völlig anderen Zusammenhängen benutzt wurde: Information.
Man kann sich darüber streiten, wann genau Computer damit begannen, die Welt komplett zu verändern und gewissermaßen neu aufzustellen. Die einen sagen, das sei in den 1950er Jahren der Fall gewesen, als erste Serien-Computer gebaut wurden. Die anderen tendieren eher zu den 1960er Jahren, als die ersten Mini- und Tisch-Computer auf den Markt kamen. Aber darauf kommt es eigentlich gar nicht an, denn was wir sagen wollen, ist, dass mit der Erfindung des Computers auch die Digitalisierung eingeleitet wurde. Oder, um es noch ein wenig plakativer zu formulieren: Wie kann etwas, das seinen Weg schon in den 1950er Jahren begann, heute als neu und gefährlich bezeichnet werden?
Überhaupt nicht!
Kommen wir auf die Information zurück. Sie gewann mit der Einführung des Computers eine völlig neue Bedeutung. Denn durch die neue, computerlesbare Form von Informationen konnten diese nicht nur einfacher be- und verarbeitet werden, sondern auch in Mengen, die bis dahin undenkbar waren. Es kam also von Beginn an zu einer Transformation der Information, die nach und nach in das Leben und Unternehmen einzog. Was sich nicht verändert hat, ist das Prinzip, auf dem die Produktion beruht, und das sieht so aus:
Produzent – Produkt – Kunde
Vermittler
Das war vor 50 Jahren so, und das ist auch heute noch so. Verändert haben sich die Prozesse, die Geschwindigkeit der Produktion, die technischen Möglichkeiten und Hilfsmittel. Die Art und Weise, wie heute mit Hilfe der Digitalisierung produziert wird, ist in der Tat mit früheren Zeiten nicht vergleichbar. Aber es geht nach wie vor darum, dass ein Produzent etwas herstellt, das dann – meist über einen Vermittler, das kann inzwischen auch das Internet sein – zum Kunden gelangt.
Das wissen Sie, das kennen Sie, es ist Ihr tägliches Geschäft. Und da Sie sicher auch das Internet nutzen, um Ihren Erfolg zu steigern und auf Computerprogramme zurückgreifen, um Ihre Prozesse zu optimieren, sind Sie mittendrin in der Digitalisierung.
Digitale Veränderungen als Chance
Veränderungen laufen in aller Regel nicht ohne Zwischenfälle, Komplikationen und Rückfälle ab. Die Produktion am Fließband wurde auch nicht über Nacht geschaffen und am Mittag des darauffolgenden Tages perfektioniert, sodass nichts mehr zu verbessern war. Stattdessen sprechen wir von einem Prozess, der lange Zeit benötigte, bis er zu einer gewissen Reife gekommen war, die sich auch unterm Strich rechnete. Mit der Digitalisierung in der Fertigung bzw. Produktion ist das auch nicht anders. Nur, dass Sie eben schon längst in die digitale Arbeit eingestiegen sind.
Der Vergleich mit der Einführung der Fließbandarbeit bietet sich übrigens auch an, um deutlich zu machen, dass nur die schrittweise Einführung neuer Methoden und Technologien sinnvoll ist. Letztlich geht es darum, ein bestehendes System nach und nach an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen und so die Herausforderungen zu meistern. Heute sind diese Herausforderungen internationale Märkte, immer schneller werdende Arbeits- und Produktionszyklen und die Bestrafung von Fehlern quasi in Echtzeit. Denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und wer mit der Geschwindigkeit moderner Produktionsmethoden nicht mithalten kann, zieht den Kürzeren. Schon deshalb kommt niemand um die Digitalisierung herum, und das ist eine gute Nachricht, denn es war vielleicht nie leichter, mit neuen Instrumenten alte Methoden abzulösen, zu ergänzen oder zu optimieren.
Digitalisierung: da ist Musik drin!
Ein Blick auf die Musikbranche zeigt, was Digitalisierung bewirkt. Der Weg von der Schellackplatte über die Schallplatte und die CD bis hin zum MP3-Format und dem Abspielen von Musik ausschließlich über Computer oder Handys war ein langer, aber auch einer, der nicht veränderbar war. Die Branche musste sich regelmäßig technischen Neuerungen stellen und darauf reagieren. Dieses Prinzip lässt sich auf jede andere Branche übertragen, denn mit jedem technologischen Sprung, den wir erleben, gehen Veränderungen einher, auf die wir reagieren müssen. Mal ist die eine Branche stärker betroffen, mal die andere. Aber das jemand ausgelassen wird, ist ein Wunsch, den man gar nicht erst denken sollte. Insbesondere deshalb nicht, weil in jeder Veränderung eine unglaublich große Chance steckt.
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Herzlichen Gruß
René Kiem
René Kiem
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Robert Halver Halvers Kolumne: Alle Jahre wieder die gleiche Diskussion: Geht Amerika pleite?
Die Liebe des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten zu Schulden ist mindestens so groß wie die von Romeo zu Julia. Egal, ob Auto-, Studenten- oder Baukredite, die US-Bürger sind bis Oberkante Unterlippe verschuldet. Auch Vater Staat feiert jedes Jahr neue Schuldenorgien? Mutiert also der amerikanische Weißkopfseeadler bald zum Pleitegeier?
Wann immer es um die Rettung des Vaterlands geht, zeigen Demokraten und Republikaner gleichermaßen ein Herz für Schulden. Franklin D. Roosevelt beseitigte mit dem New Deal die große Wirtschaftsdepression der 30er Jahre. John F. Kennedy ist auf Pump vor den Sowjets auf dem Mond gelandet. Ronald Reagan rüstete das „Reich des Bösen“ kreditfinanziert tot und kreierte den legendären Wirtschaftsaufschwung der 80er. George Bush Senior sicherte im Golfkrieg die Ölversorgung aus dem Mittleren Osten und sein Junior ließ mit Hilfe von Schulden die nur in seiner Einbildung vorhandenen Massenvernichtungswaffen im Irak beseitigen. Mit „Yes We Can Debt“ rettete Barack Obama das US-Finanzsystem vor dem Armageddon. Und aktuell geht es Donald Trump um Standortverbesserung: „America First“ und „China and Europe Second“.
Bevor man die Schulden in nackten Zahlen betrachtet, sollte ein Sauerstoffzelt bereitstehen. Die Staatsverschuldung beträgt aktuell mehr als 22 Bio. US-Dollar. Seit Ende des II. Weltkriegs hat sie sich verhundertfacht. Während schon Reagan die Schuldenlast um 120 Prozent gesteigert hat, präsentierte sich Obama als Schuldenkönig mit plus 10 Bio. Auch Trump hat seit Antritt im Weißen Haus schon über zwei Bio. neue Kredite angehäuft. Und dabei ist der Großkredit für den Kauf von Grönland noch nicht einmal eingerechnet.
Ziehen Amerikas Kreditgeber die Reißleine?
Von seiner Schuldensucht kommt Amerika so wenig los wie der Fuchs von seinem Verlangen nach Gans. Ansonsten bricht die kreditabhängige US-Wirtschaft zusammen wie ein Kartenhaus bei Wind.
Bei Kreditgebern schrillen spätestens dann die Alarmglocken, wenn die Staatsverschuldung die Wirtschaftskraft eines Landes überschreitet. Amerika liegt mittlerweile bei 106 Prozent. Dem Frohsinn der Gläubiger ist es auch nicht zuträglich, dass Amerika seine Kreditverpflichtungen liebend gern weginflationiert. Die schöne offizielle US-Inflation ist nicht wahr, die inoffiziell wahre nicht schön.
Bei solch zerrütteten Finanzverhältnissen verlassen Gläubiger normalerweise ähnlich schnell das Schulden-Haus wie Mäuse, wenn die Katze kommt. Das zeigt sich in Argentinien, wo nach einer erneuten Kapitalflucht die nächste Staatspleite droht.
Ohnehin, für den chinesischen Drachen ist es im Kampf mit Uncle Sam um die Weltherrschaft reizvoll, seine fast zwei Bio. US-Staatspapiere auf den Rentenmarkt zu werfen wie Ramschware auf den Wühltisch. Wie schmerzhaft wäre es für Washington, wenn in der Folge stark steigende Kreditzinsen die überbordende amerikanische Schuldenlast untragbar machte?
Sind das nicht alles überzeugende Gründe für eine amerikanische Finanzkrise? Warum sollte eine Kapitalflucht aus den USA ausgeschlossen sein? Geht also die Supermacht USA unter wie das Römische Reich nach den Angriffen der Germanen? Kommt der Adler als Truthahn auf den Opfertisch der Chinesen? Tatsächlich, alle Jahre wieder und besonders 2019 wird die Pleite der USA in den dunkelsten Farben an die Wand gemalt.
Amerikas Schuldenfluch ist gleichzeitig auch sein -segen
Da die USA deutlich mehr importieren als sie exportieren, haben sie gegenüber den Außenhandelspartnern ein Handelsbilanzdefizit. China und Europa - das auch kein inniges Verhältnis mehr zu Amerika hat - mögen darüber klagen, dass sie als Ausgleich für mehr gelieferte harte Ware nur mit Papier, mit US-Staatsanleihen, abgefunden werden. Doch wenn die Exportländer nicht bereit sind, diese weiterhin zu akzeptieren, schneiden sie sich ins eigene Export-Fleisch. Exportnationen kommen weiterhin an buntem Papier so wenig vorbei wie der Club-Besucher am Türsteher.
Übrigens, selbst China ist zur großen Freude Trumps nicht in der Lage, eine amerikanische Finanzkrise auszulösen. Denn dann würde die Fed wie Michael Jordan in seinen besten Tagen als Basketballspieler für jeden Dollar verkaufte US-Staatsanleihen zwei auffangen. Der chinesische Finanzkrieg gegen die USA wäre nur ein Sturm im Wasserglas. Die US-Notenbank würde zwar zum noch größeren Hauptaktionär Amerikas. Na und, Hauptsache die amerikanischen Kreditzinsen bleiben billig.
Überhaupt, der US-Dollar ist die Weltleitwährung. Kauft irgendwer irgendwo in der Welt auch nur einen Sack Weizen oder ein Barrel Öl, erhält Amerika - ob gewollt oder ungewollt - einen Kredit.
Sicher, so manches Land, das mit Amerika hadert, hat ein hohes Interesse an einer anderen Leitwährung, um der erzwungenen Dollar-Abhängigkeit zu entfliehen und um Trump eins auszuwischen. Entsprechende Bemühungen sind durchaus zu beobachten. Und je schwächer der Dollar ist, umso weniger attraktiv sind amerikanische Schuldtitel. Doch bräuchte eine Währungsalternative einen starken dahinterstehenden Staat. Ernsthaft kommt dafür nur China in Frage.
China kann auch nicht alles
Doch um den Yuan in den Währungs-Olymp zu hieven, um Dollar und Amerika finanz- und geopolitisch möglichst viel Wasser abzugraben, müsste Peking seine planwirtschaftliche Wechselkursbestimmung aufgeben. Zurzeit darf der Yuan einen von der chinesischen Notenbank täglich vorgegebenen Kurs nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten. Der Yuan ist also nicht wie der Dollar frei wie ein Vogel, sondern eher bewegungsarm wie ein Wellensittich im Käfig. Würde allerdings Peking die Tür vom Käfig öffnen, würde der Yuan marktwirtschaftlich völlig gerechtfertigt dramatisch gegenüber anderen Handelswährungen aufwerten. Das will Exportweltmeister China bestimmt nicht.
Vor diesem Hintergrund sind weder US-Dollar noch Schulden-Amerika verloren. Im Gegenteil, die Fakten sprechen für sich: Obwohl die Gesamtverschuldung seit der Immobilienkrise 2018 um 50 Prozent gestiegen ist und immer mehr in eine Vertikalbewegung nach oben übergeht, ist der Schuldendienst aufgrund der seitdem gefallenen Kreditzinsen in etwa gleichgeblieben.
Finanzkrise sieht anders aus. Alle Jahre wieder und auch 2019 geht Amerika nicht pleite.
Rechtliche Hinweise / Disclaimer und Grundsätze zum Umgang mit Interessenkonflikten der Baader Bank AG: http://www.bondboard.de/main/pages/index/p/128
Jan Reichenbach Die üblichen Verdächtigen :)
Welche KAG haben wieviel seit Gründung aus den Märkten gezogen ("net gains since inception"), in denen sie Wetten abschlossen ? https://www.institutionalinvestor.com/article/b1cwhlb6z0963n/The-Best-Hedge-Fund-Manager-of-All-Time-Is
Rosa Carnero Die Rezessionsängste sind übertrieben
Plötzlich ist sie in aller Munde – die Angst vor der Rezession. In Deutschland ist sie hochgekocht, weil das Statistikamt nun amtlich bestätigt hat, was ohnehin schon klar war – einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im 2. Quartal. Würde das Bruttoinlandsprodukt in Q3 nochmals sinken, befände sich die grösste Volkswirtschaft der Währungsunion nach landläufiger Definition in einer Rezession.

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