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Deutsche Gesellschaft für Entspannungsverfahren e. V.

Die DG-E e.V. vertritt z.Zt. Autogenes Training / Progressive Relaxation / Hypnose / Yoga und weitere wissenschaftlich fundierte Verfahren

Vera Brenner Reaktion der DGH und M.E.G. auf unsere Reslolution
05.12.17: „Die Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH) und die Milton Erikson Gesellschaft (M.E.G.) als die beiden führenden Fachgesellschaften für die Anwendung von und Weiterbildung in Hypnose und Hypnotherapie“ schreiben ebenfalls an die von der DG-E angeschrieben Gremien und „begrüßen die Resolution der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren (DGE) zur Stärkung von Autogenem Training, Progressiver Muskelrelaxation und Hypnose in der GKV-/PKV-Versorgung sehr und unterstützen die Initiative entschieden.
Eine Aufwertung der übenden Interventionen - insbesondere der Hypnose - ist sowohl angesichts ihrer inhaltlich-fachlichen Bedeutung als auch auf dem Hintergrund ihrer psychothera-peutischen Versorgungsrelevanz dringend erforderlich. Diese Interventionen leisten unbestritten einen wichtigen Beitrag zur Aktivierung bereits vorhandener oder neu zu entwickelnder Ressourcen. Sie fördern zudem auf unvergleichliche Weise die körperlichemotionale Verankerung des in der Therapie Gelernten. Mit Blick auf den Therapieerfolg ist eine zeitnahe Integration von Problemaktualisierung und Ressourcenaktivierung sowie eine Konsolidierung der in der Therapie gewonnenen neuen Erfahrungen von eminenter Wichtigkeit. Die Bedeutung einer unmittelbar erlebten Verbindung von Problemerleben und Ressourcenerfahrung wird nicht zuletzt durch die Ergebnisse der modernen bildgebenden Verfahren zur Neuroplastizität in wachsendem Maße überzeugend belegt.
Auf dem Hintergrund dieser fachlich-inhaltlichen Bedeutung und der psychotherapeutischen Versorgungsrelevanz der übenden Interventionen im Allgemeinen und der Hypnose im Besonderen ist die derzeitige Abbildung in der Gebührenordnung als unverhältnismäßig zu bezeichnen. Völlig unverständlich ist neben dieser eklatanten Unterbewertung der betreffenden Ziffern, dass diese nicht in Kombination mit der Psychotherapeutischen Akutbehandlung abrechenbar sein sollen. Die bekanntermaßen rasche und nachhaltige Wirksamkeit der Hypnose würde vielmehr eine möglichst frühe Kombination geradezu zwingend nahelegen.
In Übereinstimmung mit der Resolution der DGE plädieren wir für eine sinnvolle Abrechenbarkeit dieser wertvollen Leistungen sowie eine angemessene Abbildung derselben in der Gebührenordnung“.
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Vera Brenner Resolution zur Stärkung von Autogenem Training, Progressiver Relaxation und Hypnose in der Krankenversorgung
Damit Autogenes Training (AT), Progressive Relaxation (PR) und Hypnose in der Krankenversorgung nicht demnächst von „bedrohten“ zu „ausgestorbenen Arten“ werden, hat die Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren (DG-E) eine Resolution zur Stärkung von AT, PR und Hypnose auf den Weg gebracht:
http://www.dg-e.domainfactory-kunde.de/fileadmin/user_upload/downloads/Resolution/171117_Resolution_zur_Stärkung_von_Autogenem_Training.pdf
Adressaten sind alle wichtigen (Entscheidungs ) Gremien in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherungslandschaft.
Denn wir gehen davon aus, dass diese Resolution reale Chancen hat, wirklich etwas zu bewegen. Das hängt allerdings auch davon ab, welche weitere aktive und kreative Unterstützung die Resolution gegenüber dem Gemeinsamer Bundesausschuss, Bewertungsausschuss, Beratender Fachausschuss Psychotherapie (bei der KBV) oder dem GKV-Spitzenverband erfährt.
Deshalb freut es uns sehr, dass sich die Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Hypnose (DGH) und der Milton H. Erickson Gesellschaft für Klinische Hypnose (MEG) entschlossen haben, der Einladung nachzukommen und gemeinsam ebenfalls an die Gremien zu schreiben, um die Initiative der DG-E zu unterstützen (mit weiteren Fachgesellschaften und Berufsverbänden sind wir im Gespräch).
Wir rufen alle Mitglieder der DG-E, aber auch allen anderen an Entspannungsverfahren und Hypnose interessierten Kollegen und Kolleginnen auf, mitzuhelfen, das seit Jahren voranschreitende Downshifting von AT, PR und Hypnose zu stoppen und auf die (Honorar-) Misere aufmerksam zu machen. Machen Sie die Resolution unter befreundeten Kolleginnen und Kollegen bekannt, „liken“ Sie die entsprechenden Posts auf der Facebook- oder Xing-Seite der DG-E, und laden Sie Ihre Berufsverbände ein, diese Initiative ebenfalls zu unterstützen. Weitere kreative Ideen sind herzlich willkommen. Helfen Sie mit, das psychotherapeutische Berufsfeld aktiv zu gestalten und die Arbeitsbedingungen für AT, PR und Hypnose zu verbessern. Wenn wir uns nicht selber darum kümmern, wird es sehr wahrscheinlich auch niemand anderes für uns tun.
Für Ihre Unterstützung schon jetzt vielen Dank!
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Vera Brenner Entspannungsverfahren Nr. 34 erschienen
Die neuste Ausgabe der jährlich erscheinenden Zeitschrift der DG-E mit Artikeln:
...zur Steigerung des Entspannungserlebens und der Aufmerksamkeitsleistung: eine vergleichende Pilotstudie zur differentiellen Effektivität eines mobilen Alpha-Frequenzband-Trainings
...zur Entwicklung des Autogenen Trainings im Rahmen von Zeitgeschichte und beruflicher Karriere von Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz 1902-1932
...die eigene Biographie rechtzeitig richten – ein Plädoyer für eine bewusste Werteorientierung
sowie Buchbesprechungen und Nachrichten aus der DG-E ist frisch aus dem Druck.
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Vera Brenner 32. Entspannungstherapiewoche der DG-E (29.04.-6.05.17)
Wie jemandem die zweiunddreißigste Sylter Entspannungstherapiewoche beschreiben, der oder die nicht dabei war? Sie war echt schön. Nee, wirklich! Ganz, ganz schön. Und wiedermal sehr besonders. Außen rum wunderbare Natur, wenn gleich noch norddeutsch temperiert. Erfahrene Sylt-Reisende hatten Wärmflaschen und allerlei Outdoor-Schick dabei. Etliche Spontan-Unterhaltungen auf Parkbänken, wenn der Wind nicht gerade zu kräftig wehte. Sturm ist nach friesischer Auffassung ja erst, wenn die Schafe Locken bekommen. Von daher gab‘s dieses Jahr Wind. Mal auch kräftigere Brisen. Mehr aber nicht. Gleichzeitig schien oft die Sonne, was besonders zum gemeinsamen Sitzen in den 100 m entfernten Strandkörben mit Blick auf die Nordsee großartig war. Nicht nur dort viel fachlicher Austausch und noch mehr persönlicher. Denn über die Hälfte der Kolleginnen und Kollegen sind seit Jahren „Wiederholungstäter“. Nur als Illustration: Kommt am letzten Tag die Tochter einer Kollegin zu Besuch, die schon seit ihrer Kindheit oft dabei war. „Plötzlich“ ist sie, wer hätte es gedacht, eine junge Frau und feiert just an dem Tag ihren 17. Geburtstag.
Diese Szenen, genauso wie alles Fachliche findet übrigens in einer Art temporärem Dünen-Dorf statt, in dem für sieben Tage und Nächte etwa 170 Kollegen und Kolleginnen zusammentreffen, zum Teil in halb in den Sand gebauten Parzellenhäuschen wohnend. Gemeinsames Essen in der Dünen-Mensa, gemeinsames Schlange-Stehen am Kaffee-Kiosk und manchmal 50 m bis zur Dusche laufen inklusive. Dabei wird viel und laut gelacht. Es gab aber auch melancholische Momente, z.B. weil Einzelne an-kündigten, dass sie in zwei Jahren wohl nicht mehr kommen wollen, da sie in Ruhestand gehen und anderen Platz machen möchten. Klingt konsequent oder nobel, je nach Standpunkt, ist aber sehr schade. Überlegt es euch vielleicht nochmal! Das Motto der Woche „Lieben und Loslassen“ muss ja nicht auf alle(s) bezogen werden.
Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des familiären Touchs ist die ETW zugleich eine hochkarätige Tagung ohne übermäßigen Schnickschnack (auch wenn manchmal etwas mehr Handy-Empfang echt nett wäre). Aber mit amtlicher „(Herzens-)Power“. Elf anregende Vorträge ausgewiesener Expertinnen und Experten. 26 Workshops von erfahrenen Seminarleiterinnen und leitern zu Themen aus dem „Großraum der Entspannungsverfahren“. Geplantes und spontanes Kulturprogramm sowie Platz für Eigeninitiative, ob als Ad Hoc-Gruppe oder – weil vor Ort jetzt abends ein grotesk beleuchteter Flaschenautomat den Barkeeper mimt - als kleines, selbstorganisiertes Getränkekollektiv, dass die Überschüsse an Ärzte ohne Grenzen spendete.
Kleine, humorvolle Momente am Rande, die gar nicht unbedingt jede/r mitbekommen haben wird: Eine Band, die die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in den 1. Mai rock’n‘rollte, soulte und hillybillyte. Ist zwar Einigen spontan „doch etwas zu laut“ (irgendwas is‘ ja immer). Andere tanzen die Off-Beats aber so lange, bis die Kapelle Gewerkschaftspause macht. Am Tag der Arbeit selber dann ein Referent, der mit dem Satz eröffnet: „Guten Morgen! Ick glob, ick hab‘ gerad‘n Déjà-vu und ihr?“ Das gab dem bereits zuvor etwas irritierten Publikum den entscheidenden Hinweis. Den Referenten haben wir schon mal irgendwo gesehen! Nämlich am Vorabend als Sänger auf der Bühne zusammen mit seinen Musikerkollegen und seinen beiden Töchtern, die ebenfalls der Band angehören.
Ein weiteres Novum auf der ETW, ebenfalls nicht ohne (britischen) Humor: Zwei Vorträge in bestem Eng-lisch von einer Kollegin, die seinerzeit die Britisch Autogenic Society mit gegründet hat und die sehr an-schaulich machte, wie dort Autogenes Training praktiziert wird. Bei der Demonstration von weiterführen-den „offloading exercises about anger“ hatte sie ihr Headset glatt vergessen und knöpfte sich zu Demonstrationszwecken gerade einen vermutlich realen Nachbarn fiktiv vor. „Oh really, Mister … you said to me…, don‘t you? ... Oops…“. Sie war sehr authentisch und drückte mit jeder Faser aus, was sie gerade referierte. Das Publikum war verzaubert. Über den Hinweis, dass die Kollegin Krankenschwester ist und aufgrund dieses Grundberufes in der DG-E gegenwärtig leider nur außerordentliches Mitglied werden könnte, staunten zwar einige aber nicht alle verstanden diesen dezenten „Zaunpfahl“ bzw. wollten in verstehen.
Gewiss, alle Referate, Workshops und sonstigen „Programmpunkte“ waren Highlights. Ein sehr besonderes war aber sicherlich der letzte Plenarvortag am Freitag. „Ganz entspannt im dritten Reich“. Schwere Kost mit (scheinbarer) Leichtigkeit gekonnt vorgetragen. Der Referent hat mindestens eine halbe Wiener Bibliothek durchgelesen. Seine grobe Skizze der „Entspannungskultur“ der Nazi-Zeit ließ sich ziemlich direkt auf heutige Diktaturen oder Autokratien übertragen: Nicht nur solche Systeme erzeugen Stress und brauchen eine spezifische „Entspannungskultur“, damit die Wirtschaft und das Zusammenleben weiter funktionieren. Dazu wurden und werden auch klinische Entspannungsverfahren funktionalisiert („Take care!“). Genauso wirkte auch die Kriegsvergangenheit Einzelner - wie etwa Graf Dürkheim, dessen Bücher für viele in den 70er und 80er Jahren Standard waren – verstörend. Danach hätte eigentlich einmal ordentlich durchgelüftet werden müssen.
Trotzdem gelang irgendwie der Übergang zu einem gemeinsamen Abschluss für die Tagung. Ein ausführli-cher Dank mit kleinen Geschenken an die Angestellten der Akademie am Meer, die uns gut bewirtet und sich freundlich um uns gekümmert haben. Ein tosender Applaus für die langjährige ETW-Organisatorin Dr. Claudia China, die dieses Amt genauso wie die Geschäftsstellenleitung an Eva Merotto weitereicht. Auch das „segnete“ das Auditorium. Viele schwärmerische Rückmeldungen aus den ganzen Workshops, eine davon eine kleine Tanzeinlage. Ganz am Ende des gemeinsamen Programms ein vierstimmiger, immer leiser werdender Kanon. Bis alle nur noch still summend zum Essen gingen. „Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist ein König“. Hat sich mittlerweile schon etwas eingebürgert, trotzdem schwang auch hier die Wehmut mit. Denn am nächsten Morgen verstreut sich die kleine Gemeinde wieder in alle Himmelsrichtungen. Viele Umarmungen. Viele gute Wünsche für zuhause. „Lieben und Loslassen!“ Joo. Soelvst. Bet in twee Johrn dennso. Mok goot!
Klingt geschönt oder übertrieben? War aber genauso. Glauben S‘e nich‘? Auf unserer Homepage: http://www.dg-e.de sehen Sie die Zusammenfassungen der Workshops und Vorträge (DG-E-Mitglieder finden die Handouts einiger Vorträge im Mitgliederbereich), gleichfalls eine kurze Zusammenfassung der Mitgliederversammlung und fotografische Sylt-Impressionen, damit S‘e auch wissen, wer und welche zum DG-E-Team gehören. Bitteschön!
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Björn Husmann EIN BEITRAG ZUR GESCHICHTE DER ENTSPANNUNGSVERFAHREN - SCHWERPUNKT-HEFT FRISCH AUS DEM DRUCK
Die aktuelle Ausgabe Nr. 32 unserer jährlichen Fachzeitschrift widmet sich der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, - nicht nur, aber auch bezogen auf die Zeit des Nationalsozialismus.
Im Mittelpunkt steht eine ausführliche, kritische Reflexion zu „Licht und Schatten im Wirken von Johannes Heinrich Schultz“, den die meisten ja vor allem als Begründer des Autogenen Trainings kennen. Weniger bekannt sind seine Tätigkeit z.B. als Lazarett-Arzt im 1. Weltkrieg, als Chefarzt von Lahmann’s Sanatorium in Dresden oder als stellvertretender Direktor Berliner Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie, das im sog. III. Reich führend war. Diese spannende Arbeit, die sich auf viele bisher weniger bekannte Quellen stützt, wird um eine Gesamtbibliografie von J. H. Schultz ergänzt, denn bisher waren viele seiner Veröffentlichungen nur in verschiedenen, verstreuten Quellen erwähnt.
Außerdem finden sich in unserem diesjährigen Heft ein Artikel zum „Embodiment“, Rezensionen und der DG-E-Fortbildungskalender. Darüber hinaus berichten wir über unsere gemeinsame Tagung mit der DGÄHAT 2014, die zum wiederholten Male restlos ausgebuchte 30. Entspannungstherapiewoche auf Sylt 2015 und den neuen Status der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren (DG-E) als „gemein-nützig“.
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Über die Gruppe "Deutsche Gesellschaft für Entspannungsverfahren e. V."

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