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Bernd Rüegg Kaufpreise bei Nachfolge im Mittelstand (KfW Research)
Kaufpreise bei Nachfolge im Mittelstand (KfW Research)
KfW Research hat jüngst folgende Studie bezüglich der Ermittlung von Kaufpreisen bei Unternehmens-Nachfolge im Mittelstand veröffentlicht.
Als wesentliche Referenz zur Ermittlung wurden hierbei Daten aus FINANCE-Multiplikatoren im Small Cap Segment verwendet, die sich im gemittelten Durchschnitt bei ca. 7 bis 9 x EBIT bewegen.
Das Small Cap Segment definiert hier KMU-Unternehmen mit unter 50 Millionen € Umsatz als Referenz und die KfW stellt diesbezüglich abschließend fest:
„Das ist als deutliches Indiz dafür zu werten, dass bei der überwiegenden Mehrheit der mittelständischen Unternehmen keine zu hohe Kaufpreiseinschätzung der Inhaber getroffen wird. Hiernach lassen sich keine stichhaltigen Anhaltspunkte einer systematischen Überschätzung der Kaufpreise seitens der aktuellen Inhaber finden“.
Mir ist an dieser Stelle zunächst einmal „die Spucke weg geblieben“, als dass ca. 95 % aller in Deutschland zur Unternehmensnachfolge angebotenen Unternehmen unter 25 Beschäftigte und unter 2,5 Mio. € Umsatz haben.
In dieser Größenklasse sind wohl eher ca. 4 bis 6 x EBIT die obere Kaufpreisgrenze, die im gemittelten Durchschnitt von realen Käufern auch real bezahlt werden, bzw. für diese Käufer finanzierungsfähig sind.
Dies dann auch noch vorbehaltlich der typischen (unsystematischen) Risiken von kleinen KMU, also durchschnittlich typisiert:
persönlicher Verquickung von gesamtheitlichen Geschäftsmodel zum Inhaber
intern fehlende zweite Führungsebenen und Know-how Träger
hoher Bindung an singuläre Einzelkunden
hoher Bindung an singuläre Einzellieferanten
singuläre Geschäftsmodelle ohne wesentlich perspektivische Alternativen
Investitionsstau
Innovationsstau
steuerliche und rechtliche Verkaufshemmnisse für Käufer und Verkäufer
nur bedingt aussagefähige Bilanzstrukturen und sonstige Unternehmensdaten
marktwirtschaftlich zu geringer Unternehmerlohn
Im Grundsatz also definiert hier die KfW auf der Basis von ca. 7 bis 9 x EBIT ein Problem schlichtweg weg, dass bei ca. 4 bis 6 x EBIT dann jedoch sehr deutlich relevant wird. Die vorgenannten unsystematischen Risiken dann gegebenenfalls noch einmal ON TOP.

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