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Deutsches Steuerrecht

Steuer, Steuern, Steuerberater, Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung, Audit, Compliance, Buchführung, Accounting Finance Tax Steuerstrafrecht

Kai-Holger Dostal Ist-Versteuerung und Betriebsaufgabe
Das Web hält an einigen Stellen die folgende oder ähnliche Aussagen zum Thema Ist-Versteuerung und Betriebsaufgabe bereit:
"Bei Betriebsaufgabe oder Geschäftsveräußerung muss zwingend von der Istbesteuerung zur Sollbesteuerung gewechselt werden. Denn zu diesem Zeitpunkt sind die bisher unversteuerten Kundenforderungen der Umsatzsteuer zu unterwerfen."
Hat jemand hierzu belastbare Fundstellen im Gesetz / UStAE / Urteile etc.?
Vielen Dank
Hans Joachim Pape Kai-Holger Dostal
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Nur für XING Mitglieder sichtbar EC-Karten-Umsätze: So vermeiden Sie einen Mangel in der Kassenführung
Der Deutsche Steuerberaterverband hat die praxisferne Rechtsauffassung des BMF zur Buchung von EC-Karten-Umsätzen kritisiert. Auf die Kritik reagierte das BMF nun mit einem angepassten Schreiben. Die Inhalte fassen wir hier für Sie zusammen.
Regelmäßig werden EC-Karten-Umsätze in der Buchführung wie folgt gebucht: Die täglichen Umsätze werden in der Tageslosung erfasst. Vielfach werden hierbei jedoch nicht nur bare Geschäftsvorfälle festgehalten. Vielmehr wird der Gesamtbetrag inkl. der bargeldlosen Geschäftsvorfälle (EC-Karten-Zahlungen) im Kassenbuch aufgezeichnet und die EC-Zahlungen quasi als „Ausgabe“ wieder ausgetragen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird sodann der Gesamtbetrag entsprechend im Kassenkonto gebucht und die EC-Karten-Umsätze über das Geldtransitkonto ausgebucht (durchlaufender Posten).
Mit Schreiben vom 16.08.2017 (gerichtet an den Deutschen Steuerberaterverband) wies das BMF darauf hin, dass bare und unbare Geschäftsvorfälle i.d.R. getrennt zu buchen seien. Im Kassenbuch seien nur Bareinnahmen und Barausgaben zu erfassen. Die Erfassung unbarer Geschäftsvorfälle im Kassenbuch stellt nach Auffassung des BMF einen formellen Mangel dar. Diese Vorgehensweise widerspreche dem Grundsatz der Wahrheit und Klarheit einer kaufmännischen Buchführung.
Um diesen Anforderungen zu genügen, müssten die EC-Karten-Umsätze beispielsweise in einer Zusatzspalte bzw. einem separaten Nebenbuch zum Kassenbuch erfasst werden.
Nach Auffassung der Beraterschaft ist die Ersterfassung der Gesamtumsätze über das Kassenbuch praktikabel, vor allem aber wird die Umsatzsteuer korrekt erfasst. Dies ist für die Praxis insbesondere von Bedeutung, wenn die EC-Umsätze im Kassensystem nicht getrennt nach 7%igen und 19%igen Umsätzen ausgewiesen werden, sondern nur die Gesamtumsätze.
Mit Schreiben vom 29.06.2018 teilte das BMF dem Deutschen Steuerberaterverband mit, dass die (zumindest zeitweise) Erfassung von EC-Karten-Umsätzen im Kassenbuch zwar ein formeller Mangel sei, der aber bei der Gewichtung weiterer formeller Mängel im Hinblick auf eine eventuelle Verwerfung der Buchführung nach § 158 AO regelmäßig außer Betracht bleibe. Voraussetzung sei, dass der Zahlungsweg ausreichend dokumentiert werde und die Nachprüfbarkeit des tatsächlichen Kassenbestands jederzeit bestehe.
Beachte
Beachte: Zwar ist diese Positionierung des BMF nicht gleich ein Sieg auf ganzer Linie, denn die gängige Praxis stellt nach wie vor einen formellen Mangel dar. Allerdings wurde dieser Punkt nun deutlich entschärft. Eine Hinzuschätzung im Rahmen einer Betriebsprüfung kann nicht allein auf diese Vorgehensweise gestützt werden. Es darf hierbei jedoch nicht übersehen werden, dass bei weiteren Mängeln auch dieser Punkt seitens der Prüfer in die Waagschale gelegt wird und insgesamt – mit anderen Beanstandungen – zur Verwerfung der Buchführung führen kann. Letztendlich werden sich Finanzgerichte mit diesem Thema befassen müssen und für Klarheit sorgen.
Quelle: Steufa-Z - Zeitschrift für Steuerfachangestellte, Ausg. 9/18, https://www.deubner-steuern.de/shop/zeitschriften/steufa-z-zeitschrift-fuer-steuerfachangestellte-70.html
Kai-Holger Dostal
In Zeiten der digitalisierten Auswertungen / digitalen Betriebsprüfung kann die - rein praktische - Erfassung von eindeutig unbaren Umsätzen auch zu ungewollten Ergebnissen führen. Zumindest dann wenn nur selektive Daten ausgewertet werden, z.B. 01.05.2017 200,00€ Umsatz 19% per Kasse. Dieser alleinige Buchungssatz weist ja nicht darauf hin, dass es sich um eine EC-Kartenzahlungen bzw. ein Teilumsatz gehandelt hat.
Gottfried Jestädt Dienstwagen für Ehegatten mit Minijob
Als Steuersparmodell wird der Dienstwagen an Ehegatten im Minijob gepriesen. Ist das noch so?
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Kai-Holger Dostal
Interessant und on Top wäre zudem die Frage nach dem Dienstwagen und VGA im Rahmen der Beschäftigung einer nahestehenden Person als Minijobber im Falle der KapGes. Würde der "anständige" Kaufmann die Aufwendungen für ein FZ überhaupt eingehen für einen Minijobber? Im Extremfall ggf. nur für den betrieblichen Zweck der Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte.
Florian Gößmann-Schmitt Kann das sein EU-GMBH-Holding in Zypern
Hallo liebe Kollegen,
heute würde ich gerne mal den Telefonjoker für eine Zweitmeinung ziehen.
Folgende Konstellation:
Stpfl. meldet sich zum 31.12. aus D ab und gründet in Zypern Im Januar eine Holding diese wiederum gründet nach ca. 4 Monaten in D eine GMBH, diese GMBH kauft ein EU zum Vorzugspreis bspw. 200 T€ Wert 350 T€ - Käufer/Verkäufer nicht verwandt oder verschwägert aber bekannt. 4 Wochen später verkauft die Holding 50% der Anteile für die echten 175 T€ an einem fremden Dritten = Nachfolger EU.
Der Gewinn aus dem Anteilsverkauf ist „steuerfrei“.
Irgendwann später erhält der ehemalige Einzelunternehmer nach Wegzug einen Anteil an der zyprischen Holding.
So weit so gut, was ist die Konsequenz?
ASTG/Wegzubesteuerung greift nicht da der Stpfl die Anteile erst nach der Wohnsitzverlegung erwirbt.
Aber D würde ja in Höhe der Differenz im Beispiel 150 T€ (davon 75T realisiert) sein Besteuerungsrecht verlieren. Außer und davon gehe ich aus - der verbilligte Verkauf ist eine verdeckte Einlage in die deutsche GmbH was dazu führen würde das der Erlös aus dem Verkauf des EU entsprechend erhöht werden würde. Im Gegenzug dann höhere AK die aber da steuerfreier Verkauf unrelevant sind.
Was für den Fall bedeutet, dass das Damoklesschwert nicht ASTG etc. ist sondern die verbilligte Veräußerung mit der sich ggf. daraus ergebenden verdeckten Einlage?
Teilt jemand mit mir diese Ansicht :-).
Kollegiale Grüße in die Runde
Florian Gößmann-Schmitt
Florian Gößmann-Schmitt
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