Probleme beim Einloggen
Chris Beyeler Zusammenfassung: 1. Diaalog: "Facebook auf der Arbeit, ein No-Go?"
Über zwei Stunden wurden über die Pros- und Contras von Social Media am Arbeitsplatz diskutiert. Lest wie die Teilnehmer des ersten Diaalogs mit dem Thema umgehen und zu welchem Schluss wir gekommen sind.
Für das erste Diaalog-Treffen haben sich rund 10 Personen eingefunden, welche alle samt sehr kompetente und interessante Personen sind. Jeder Teilnehmer wurde durch die Diskussion ein Teil des Ergebnisses.
Folgende Themen haben sich aus den Diskussionen herauskristallisiert:
Datensicherheit ist ein grosses Thema
Viele Unternehmen verbieten die Verwendung von Social Media oder sogar dem Internet, weil sie angst haben, dass geheime Informationen nach aussen getragen werden. Den Meisten ist dabei gar nicht bewusst, dass dank der fortschrittlichen mobilen Endgeräte, wie iPhones, Jeder jederzeit online ist, um Facebook und Co. nutzen zu können. Sofern ein Mitarbeiter geheime Informationen preisgeben will, dann tut er das auch ohne Facebook während der Arbeitszeit. Nämlich am Stammtisch.
Identifizierung mit dem Unternehmen wird nicht gewünscht
Unglaublich für uns Socialnomics, aber war. Es gibt Unternehmen, die nicht wollen, dass ihre Mitarbeiter Xing nutzen, weil es unerwünscht ist, wenn ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz und seine Position freigibt. Grund dafür war vor allem die Angst durch Abwerbungen des Mitbewerbs. Ist dies der Fall sollte sich das Unternehmen jedoch fragen ob Social Media das Richtige für sie ist. Denn wenn der Mitarbeiter gut ist, wird er auch ohne Social Media abgeworben.
Social Media ist Zeitverschwendung
Entweder probieren die meisten Firmen Social Media auf eigene Faust aus und machen dabei unnötige Fehler, weil ihnen das Know-how fehlt. Oder aber sie befürchten, dass ihre Mitarbeiter ihre Arbeit nicht erledigen, weil sie nur im Facebook sind. Erstaunlich ist der Kulturunterschied mit anderen Ländern wie Frankreich. Dort ist die Verwendung von Facebook zum grössten Teil nicht verboten, wie in der Schweiz. Trotz der kürzeren Arbeitsstunden schaffen es die Unternehmen trotzdem immer ihre Arbeit zu erledigen, was in der Schweiz oft nicht der Fall ist.
Erlaubt man Social Media nutzen es die Mitarbeiter bewusster
Generelle Verbote sind schlecht. Ist etwas verboten, besteht eine grosse Verlockung es trotzdem zu machen. Werden zusätzlich nicht einmal Sanktionen fällig, dann wird so oder so mit dem Feuer gespielt. Wird den Mitarbeitern hingegen erlaubt, dass sie Facebook nutzen dürfen, man aber die Aktivitäten der Mitarbeiter im Auge behält, dann wird Social Media "bewusster" genutzt. Mitarbeiter scheuen sich Informationen herauszutragen oder etwas schlechtes zu schreiben.
Facebook gehört nicht zum Internet
Eigentlich steht in den Mitarbeiterrichtlinien schon drin, was man darf und was nicht. Zum Beispiel, dass die Nutzung von Internet am Arbeitsplatz nur für geschäftliche Zwecke erlaubt ist. Jedoch empfinden viele Facebook nicht als Internetnutzung, sondern als was "anderes".
Guidelines vs. Policy
Aus den Erfahrungen der Teilnehmer ging hervor, dass es einfacher ist und schneller geht Guidelines zu schreiben als Policies. Grund dafür ist, der bürokratisch kürzere Weg von Guidelines.
Social Media kann zeit sparen
Wird Social Media richtig genutzt, hat es viel potential um Zeit zu sparen. Über Blogs und Twitter gelangt man oft viel schneller an einfach und verständlich aufbereitete Informationen als in der Tageszeitung oder in Fachzeitschriften. Zusätzlich kann auch durch Collaboration- oder Chat-Tools der Mailverkehr entlastet werden.
Dank Facebook wird jedes Unternehmen emotionaler
Dadurch, dass sich geschäftliches und privates immer mehr vermischen, erhält man regelmässig von Mitarbeitern Freundschaftsanfragen. Es lässt sich also teilweise nicht mehr verhindern, dass alle Kollegen mitbekommen wie es einem geht. Dies hat auch Vorteile. Merkt man, dass der Arbeitskollege derzeit total überlastet und am Anschlag ist, dann versucht man ihm an diesem Tag zu entlasten.
Vom Kopf bis zum Fuss, nicht umgekehrt
Will man Facebook oder Twitter geschäftlich nutzten, dann sollte man beim Chef anfangen, denn Social Media ist Chefsache. Steht der CEO nicht hinter den Aktivitäten oder versteht sie nicht und kann sie deswegen nicht erklären, so kann man auch nicht alle Mitarbeiter davon überzeugen. Der Chef hat immer noch eine Vorbildfunktion. Ausserdem sollte der Chef den Mitarbeitern die Verantwortung über eine neue Aufgabe offiziell übertragen, dass motiviert die Mitarbeiter und macht sie stolz.
Welche Schlüsse ziehen wir darauf?
- Wer Facebook nutzen will schafft es trotz Sperrung.
- Schlechte Mitarbeiter waren schon vor Facebook schlecht, nur fallen sie nun eher auf.
- Oftmals sind es tiefgründige Probleme wieso Social Media scheitert oder nicht genutzt werden will, die in der Firmenkultur anfangen.
- Social Media ist nicht böse. Richtig eingesetzt, ein Mittel zur Effizienzsteigerung.
- Unternehmen sollten zu erkennen geben, wenn sie Social Media nutzen und es erlauben. Die Mitarbeiter gehen dann damit bewusster um.
- Sind Defizite in der Handhabung vorhanden, dann schulen sie ihre Mitarbeiter.
- Social Media ist Chefsache
Nico Gubler Reto Baumgartner
+3 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Diaalog"

  • Gegründet: 02.06.2010
  • Mitglieder: 50
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 11
  • Kommentare: 6