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Drehscheibe Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit erfordert eine gleichzeitige Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten.

Sarah Nieß Research: Prof. für Marketing Goethe Universität
Liebe Gruppenmitglieder,
das Forschungsprojekt der Goethe Universität Frankfurt zum Thema Werte und Konsumentenverhalten geht in eine zweite Phase. Über Ihre Unterstützung würde ich mich sehr freuen.
Sie finden die Umfrage unter folgendem Link: https://qtrial2015az1.az1.qualtrics.com/jfe/form/SV_e4lmNnjyCfrGrlP
Die Umfrage dauert ca. 8-12 Minuten und ist in zwei Studien (1. Dienstleistungen, 2. Produktbeurteilungen) geteilt.
Gerne können Sie mich anschließend für weitere Informationen zu den Studien kontaktieren.
Viele liebe Grüße
Sarah Nieß
Manuel Heise Matthias Wühle Sarah Nieß Sabine Ridderskamp
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Emulsionsspalter für wässrige Entfettungsbäder Additiv ES
ist ein flüssiges, fast neutrales Produkt, welches auch schaumdämpfende Eigenschaften besitzt. Es handelt sich nicht um ein Biozid im klassischen Sinn, besitzt aber gute, keimtötende Eigenschaften. Additiv ES wird jedoch bevorzugt zur Entölung von Waschflotten während der laufenden Produktion verwendet. Nach einer Vorprüfung wird dem Entfettungsbad 1000 ml entnommen und Additiv ES tropfenweise zugegeben. Das emulgierte Öl wird freigegeben und sammelt sich spontan an der Badoberfläche ab. So wird beispielsweise pro 1000 Ltr. Waschflottedie bei der Probe ermittelte Menge an Additiv ES zugegeben, um das emulgierte Öl freizusetzen. Es tritt eine spontane Entölung ein. Der angeschlossene Ölabscheider befördert dieses dann unmittelbar aus der Waschflotte heraus. Auf diese Weise kann die Entfettungsanlage ihren Betrieb ungehindert fortsetzen. Somit findet keine Unterbrechung des Waschprozesses statt.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
Kein Badneuansatz erforderlich, dies erspart Zeit und Aufheizkosten.
Kein Chemie-Verbrauch für einen Neuansatz
Weniger Abwasser
Weniger Frischwasser
Daniel Hautmann Äpfel mit Äpfeln vergleichen
Die Faustformal „regional ist besser für die Umwelt“ stimmt meist, aber nicht immer. Wie das Beispiel Apfel zeigt, kann Obst anderen Ende der Welt durchaus besser abschneiden als heimisches. Wie ermittelt man solch eine Ökobilanz?
Von Daniel Hautmann
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Gegessen aber wird er oft auf der anderen Seite der Welt. Für manche ist das die reinste Ökosünde. Dabei haben Neuseeländer, Chilenen oder Argentinier teils sogar bessere CO2-Bilanzen als heimische Äpfel. Das wollen unter anderem Forscher der Uni Gießen 2008 herausgefunden haben. Seither macht das Thema die Runde. Was ist dran?
„Ich bin da skeptisch“, sagt Tobias Viere, Nachhaltigkeitswissenschaftler an der Hochschule Pforzheim. „Die Beweisführung ist komplex, da es viele Einflussfaktoren gibt. Es gibt aber Fälle, wo es tatsächlich stimmt, dass Äpfel aus Übersee besser abschneiden.“
Ökobilanzierung heißt die Wissenschaft, die sich damit beschäftigt. Der Physikingenieur Sven Gärtner vom Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg (IFEU) erstellt solche Bilanzen: „Wir gehen der kompletten Kette nach: von der Produktion über die Nutzung bis zur Entsorgung einer Ware. Wir analysieren unter anderem Anbau, Transport, Lagerung und Verarbeitung. Dabei geht es genauso um den Rohstoffeinsatz für Düngemittel oder Kraftstoffe, wie die Versauerung der Böden und den Ozonabbau.“ Die Wissenschaftler schauen also nicht nur auf Treibhausgase. „Der Klimawandel ist nur eine Dimension“, sagt Gärtner.
Die beste Wahl sei „saisonal und regional“, sagt Gärtner. Ist ja klar: Wenn hierzulande die Äpfel auf die Streuobstwiesen fallen, sind die Transportwege kurz und Emissionen für die Lagerung entstehen erst gar keine.
Doch ob Bodensee oder Neuseeland – im Hintergrund fallen immer weitere Emissionen an. Angefangen bei der Bewässerung, wozu energiehungrige Pumpen nötig sind, vielleicht sogar Traktoren, die die Kunststoffleitungen verlegen. Hinzu kommen je nach Anbaugebiet, Anbauart und Witterung Herbizide, Pestizide und Fungizide. Manchmal wird das Obst gegen Stare geschützt. Dazu werden Netze über die Baumkronen gespannt – meist aus Kunststoff, die nur einmal benutzt werden.
„Ökobilanzierung ist eine komplexe Sache. Da braucht man eine ganze Menge Daten“, sagt Gerald Götz, Fachbereichsleitung Eco Design an der Fachhochschule Wiener Neustadt. Zudem sei Apfel nicht gleich Apfel: „Am selben Standort schneidet eine heimische Art besser ab, als ein Trendapfel, wie etwa Golden Delicious, der sehr viel Zuwendung braucht.“ Auch komme es extrem auf das Anbaugebiet an, welche Umweltauswirkungen das Obst habe. Das zeige das Beispiel Südtirol: Täler mit Nordost-Ausrichtung bekommen mehr Regen ab, als solche, die in Ost-West-Richtung verlaufen. So können identische Arten aus derselben Region zur selben Jahreszeit markant abweichende Bilanzen haben.
Damit auch nach der Ernte noch Äpfel verkauft werden können, werden sie gelagert. Auch hierbei fallen je nach Strommix unterschiedlich hohe Emissionen an. Äpfel liegen meist bei zwei bis vier Grad im Kühlhaus. Teils wird der Sauerstoffgehalt reduziert, um die Reifung zu hemmen. Doch Kühlhaus ist nicht gleich Kühlhaus. Hein Lühs, Demeter-Apfelbauer aus dem Alten Land bei Hamburg, bringt seinen Hof gerade auf den neuesten Stand: Die Wände des Kühllagers bekommen eine dicke Isolierung. Solarmodule liefern Strom für die Kühlaggregate. Die wiederum geben Wärme ab, die zum Entkeimen der Äpfel genutzt wird, was sie haltbarer macht. Insgesamt sagt Lühs, sei die Anlage nahezu energieautark. Doch so vorbildlich arbeiten nicht alle. Geht es nach Götz, dann braucht es erst gar keine Kühlhäuser: „Im Keller ist es kühl und dunkel. Das ging früher und ist im Prinzip auch heute im industriellen Stil möglich.“
Zur Ökobilanz zählt auch, wie lange die Äpfel im Kühlhaus liegen. „Irgendwann im Frühjahr könnte es einen „tipping point“ geben, sagt Viere: „Das ist der Zeitpunkt, an dem der importierte Apfel unter Umständen besser abschneidet, wenn der heimische Apfel sehr aufwendig gelagert wird.“
Weitere Emissionen entstehen im Verkauf. Wenn die Äpfel im Frühjahr in der Supermarktauslage landen, werden sie oftmals in Pappschalen eingeschweißt. Das erhöht die Lagerfähigkeit, hat aber Folgen für die Ökobilanz.
Addiert man alle Faktoren, kommt man manchmal zum Ergebnis, dass frisch geerntete Äpfel aus Übersee besser für die Umwelt sind – trotz des Transports. Natürlich hängt auch dies hochgradig von der Effizienz des Schiffes, der Bahn oder des LKW ab. Generell wird der Transport überschätzt, sagt Viere. Auch hier kommt es stark darauf an, welche Emissionen man betrachtet: In Sachen CO2 sind Schiffe gut, bei Schwefel, Stickoxiden und Ruß hingegen schneiden sie miserabel ab.
Für Gerald Götz liegt das Hauptaugenmerk auf dem Standortvorteil. „Die Frage ist: Wo wächst was besonders gut? In Neuseeland muss man nicht bewässern. Bei uns gibt es mal gar keinen Niederschlag, dann wieder viel zu viel.“ Was man generell sagen kann: große Betriebe sind effizienter.
Doch wozu all der Aufwand? „Unser Ziel ist es, Optimierungspotenziale aufzuzeigen“, sagt Gärtner. Die Wahrheit kann dabei ganz schön schmerzen: „Bio macht absolut Sinn, weil man deutlich weniger synthetischen Dünger benötigt. Das verringert den Einsatz fossiler Energieträger und vermeidet Pflanzenschutzmittel, was wiederum Insekten und Singvögeln zu Gute kommt. Auf der anderen Seite ist der Flächenverbrauch höher, was entweder mehr Importe nötig macht oder die für den Naturschutz zur Verfügung stehenden Flächen verringert. Man kann also nicht sagen, das eine ist besser als das andere.“
Klar ist, wer den regio-saisonalen Bio-Apfel per Auto abholt, der versaut die Bilanz sprichwörtlich auf den letzten Metern: Ein Mittelklassewagen emittiert je Kilometer etwa 160 Gramm CO2 – in etwa genauso viel, wie beim Verschiffen eines Kilo argentinischer Äpfel anfällt.
Aiko Müller-Buchzik Ralf Sowa
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Danke für den Beitrag, sehr spannend! Am besten gefällt mir: "Klar ist, wer den regio-saisonalen Bio-Apfel per Auto abholt, der versaut die Bilanz sprichwörtlich auf den letzten Metern: Ein Mittelklassewagen emittiert je Kilometer etwa 160 Gramm CO2 – in etwa genauso viel, wie beim Verschiffen eines Kilo argentinischer Äpfel anfällt." Diese Gegenüberstellung werde ich in Zukunft häufiger zitieren. PS: Pflanzen Sie einen unserer Bäume für 1,-€ kompensiert dieser etwas über 6 kg pro Jahr...
MfG Sandra Gärtner von GreenAdz (Marktforschung, die Bäume pflanzt)
Matthias Wühle Umfrage für Gründer / Startup-Unternehmer
Sie sind Gründer / Start-Up-Unternehmer? Dann ist diese kurze Umfrage etwas für Sie!
Der Start-Up Markt beschäftigt sich zunehmend mit nachhaltigen Geschäftsmodellen. Nach unserer Definition ist Nachhaltigkeit als ganzheitliches Managementkonzept zu verstehen. Es umfasst ökologische, soziale und ökonomische Faktoren. Mit Nachhaltigkeit geht ggf. auch ein Nachhaltigkeitsmanagement einher, das Kennzahlen erfasst. Die Studierenden der Hochschule Macromedia führen aktuell eine Online-Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit in der Gründerszene durch. Der Zeitaufwand zur Beantwortung liegt bei ca. 5 Minuten. Die Ergebnisse dieser Studie werden gesammelt und im ersten Quartal 2019 veröffentlicht. Es findet keine Sammlung persönlicher Daten statt, die Umfrage ist vollständig anonym. Die Studie bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Einstellung und Erfahrung zum Thema zu kommunizieren. Die Studie soll Start-Ups sowie Investoren und Kunden einen Überblick über Bedürfnisse und Einschätzungen der jeweils anderen Gruppen bieten.
Wie wäre es, wenn Sie die Umfrage - passend zum Thema - mit einer Baumspende für die Teilnehmer incentivieren würden? Die sorgt nachweislich für höhere Responsezahlen und eine bessere Ergebnisqualität und kostet mit 1,-€ pro Baum/Teilnehmer auch nicht die Welt...melden Sie sich gern! MfG, GreenAdz "Marktforschung, die Bäume pflanzt"