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DSGVo

Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und ihre Folgen für den betrieblichen Datenschutz in Deutschland

Nur für XING Mitglieder sichtbar Handschriftliche Aufzeichnungen
Hallo zusammen,
unterliegen handschriftliche Aufzeichnungen auch der DSGVO?
Situation:
Ein neuer Kunde / Patient für einen Pflegebetrieb ruft an und läßt sich beraten.
Nach dem Gespräch werden die Daten handschriftlich auf Papier festgehalten wie Telefon, Name, Adresse, Mail usw.
Unterliegen diese Daten auf Papier dann auch der DSGVO?
Ich freue mich über Tipps.
Viele Grüße
Jan Bossmann
Werner Hülsmann Volker Caumanns Alexander Fuchs
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Melanie Diehl
Ich denke bei der Bewertung dieser Frage kommt es ein wenig darauf an, was im Anschluss mit den handschriftlichen Aufzeichnungen passiert.
Zumindest würde ich in meiner Beratung an diesem Punkt ansetzen.
Alexander Fuchs DSGVO-gerechter Umgang mit Personaldaten
Volker Caumanns
Es sind dann immer wieder die Kleinigkeiten: Der keineswegs entfallene § 53 BDSG steht in dessen Teil 3, der "für die Verarbeitung personenbezogener Daten durch die für die Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung, Verfolgung oder Ahndung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten zuständigen öffentlichen Stellen" gilt. Also für Unternehmen ist § 53 BDSG nicht relevant (wie der gesamte Teil 3 des BDSG, sofern sie nicht als Auftragsverarbeiter für solche öffentlichen Stellen arbeiten). Die Pflicht, Mitarbeiter auf Verschwiegenheit bezüglich personenbezogener Daten zu verpflichten, ergibt sich aus Art. 5 Abs. 1 lit. f (Grundsatz der Vertraulichkeit) in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 DS-GVO (Rechenschaftspflicht).
Und, wenn man zur Vernichtung von Akten, die personenbezogene Daten enthalten, einen Dienstleister beauftragt, ist der Abschluss eines Auftragsverarbeitervertrags (so heißt das Ding) gemäß Art. 28 Abs. 3 DS-GVO nicht anzuraten, sondern zwingend.
Ich weiß, das klingt jetzt nach Korinthenkackerei, aber es ist halt generell schwierig, wenn sogenannte Experten Dinge raushauen, die sachlich nicht korrekt sind. Das macht nämlich den Umgang mit dem ohnehin mit vielen Irrungen und Wirrungen verbundenen Datenschutz nicht einfacher.
Christina Hofmann Erstes wettbewerbsrechtliches Urteil zur DSGVO
Wer eine veraltete oder gar keine Datenschutzerklärung auf seiner Website vorhält, läuft nun Gefahr abgemahnt zu werden.
Alexander Fuchs Werner Hülsmann
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Volker Caumanns
Wegen des DS-GVO-Bashings sei daran erinnert, dass Abmahnungen auf Grundlage des deutschen UWG laufen. Die Kritik wäre also gegen das UWG und an den deutschen Gesetzgeber zu richten, der es trotz vollmundiger Bekundungen noch immer nicht geschafft hat, dem Abmahnwesen bezogen auf die DS-GVO einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben.
Und das Urteil ist vor allem deshalb schwach, weil die Richter die Diskussion um die Anwendbarkeit des § 3a UWG auf die DS-GVO ignorieren und sich schlicht auf hergebrachte Rechtsprechung unter BDSG a.F. berufen, nach dem Motto Haben-wir-schon-immer-so-gemacht. Das heißt nicht, dass die Richter falsch liegen, sondern dass die läppische Begründung angesichts der zurzeit schwammigen Rechtslage im Onlinebereich keineswegs hilfreich ist.
Florian Hansemann Hilfegesuch eines Technikers an die Datenschutz-Experten
Hallo Zusammen,
ich würde gerne zu einem etwas spezielleren Fall Ihre Meinung hören.
Ich bin als Penetrationstester tätig, d.h. ich dringe im Auftrag eines Kunden in dessen Systeme ein. Anschließend erhält er ein Dokument, welches beschreibt, wie das möglich war und wie dies in Zukunft verhindert werden kann.
Seit Juni diesen Jahres, darf ich mich durch sehr lange und ausführliche DSGVO-Verträge wühlen, um zu bestätigen, dass ich personenbezogene Daten entsprechend verarbeitete.
Nun die Frage:
Verarbeite ich im Sinne der DSGVO personenbezogene Daten, wenn ich in IT-Systeme eindringe? Natürlich könnten entsprechende Datensätze auf einem kompromittierten System liegen. Aber verarbeite ich diese doch nicht, oder? :-)
Danke im Voraus
Grüße aus München
Florian Hansemann
https://twitter.com/HanseSecure
Alexander Fuchs Martin Eschenberg Sebastian Wartenberg
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