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Elektronische Steuerprüfung

Korrespondierend mit der Seite www.elektronische-steuerpruefung.de geht es hier um alle Fragen und Aspekte der elektronischen Steuerprüfung.

Karsten Müller Belegpflicht ab 2020?
Mit Beginn des neuen Jahres 2018 trat eine durch das sogenannte „Kassengesetz“ von Ende 2016 verfügte Änderung der Abgabenordnung in Kraft. Seitdem halten sich viele Gerüchte im Markt, aber keine wirkliche Vorgabe, was die Pflichten der Kassenhersteller und Nutzer von Kassensystemen ab 2020 angeht. Es gibt keine klare Regelung nach welchen Standards das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Kassen für den ab 2020 gültigen Standard zertifizieren soll und wird.
Wer weiß, wie es hier weiter gehen wird? Was bedeutet die die Belegpflicht ab 2020 für alle, die Kassensysteme einsetzen?
Ulrich Schmidt
Guten Tag Herr Müller,
es scheint in der Tat Kaffeesatzlesen notwendig zu sein. 'Belegpflicht' bedeutet ja erst einmal "nur", dass "dem Kunden ein 'Beleg' (elektronisch oder Papier) zur Verfügung gestellt werden" muss.
Es soll keine Zertifizierung der Kasse oder Kassensoftware selbst erfolgen, sondern die Zertifizierung beschränkt sich auf die "technische Sicherheitseinrichtung".
Eine technische Richtlinie ist veröffentlich: https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/TechnischeRichtlinien/TR03153/TR-03153.pdf
Wie aber jetzt eine techn. Sicherheitseinrichtung in die Kasse kommt ... s.o. "Kaffeesatz". Eine entsprechende Veröffentlichung ist mir nicht bekannt.
Beste Grüße
Ulrich Schmidt
Bruno Koch Elektronische Rechnung und steuerliche Berichterstattung wachsen zusammen
Die E-Rechnung war lange Zeit ausschließlich eine Angelegenheit zwischen Lieferant und Kunde. Nun steigt aber die Zahl der Länder rasch an, welche den Rechnungsaustausch über die Rechner der Steuerbehörden verlangen (Clearance-Modell).
International tätige Firmen haben die Herausforderung, dass diese Lösungen in jedem Land wieder anders sind und die Umsetzungsfristen oft nur einige Monate betragen.
Aus meiner Sicht ist es höchste Zeit, dass sich die Regierungen an einem Referenzmodell orientieren, welches sie dann gesamtheitlich Top-Down planen und stufenweise umsetzen. Dieses Szenario habe ich in meiner neusten Studie ab Seite 44 beschrieben:
https://www.billentis.com/WKO_Studie_Nutzenpotenzial_E-Rechnung_Oesterreich.pdf
Wann wird diese Entwicklung aus Ihrer Sicht auch deutschsprachige Länder erfassen?
International tätige Firmen müssen dieses Clearance-Modell bereits im Ausland einsetzen. Wünschen sich diese dasselbe auch im Heimmarkt, um ihre Abläufe besser automatisieren zu können oder ist die Ablehnung dafür zu groß?
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Karsten Müller
Hallo Herr Denker,
mich würde interessieren, ob es Unterschiede gibt zwischen Prüfungen mit und ohne Kassensystem gestützte Buchhaltung. Im Detail: Werden bei Unternehmern, die ein Kassensystem einsetzen weniger "Fehler" in der Buchführung gefunden und sind damit die Hinzuschätzungen geringer?
Wie viel Zeit verbringen die Prüfer mit der Analyse der verschiedenen Kassensysteme und deren grundsätzlicher Ordnungsmäßigkeit? Gibt es eine zentrale Stelle oder Meldestelle, die sich mit der Ordnungsmäßigkeit der im Markt existierenden Kassensysteme auseinander setzt?
Das sind die ersten Fragen, die mir dazu einfallen. Gerne können wir uns dazu weiter austauschen, ggf. direkt.
VG Karsten Müller
Stefan Groß Webinar Update E-Rechnung, GoBD & Tax Compliance am 19. November 2018
E-Rechnung und Mobiles Scannen sind vor allem eines: Prozessbeschleuniger! Doch welche Vorgaben gilt es zu beachten, dass auch die Finanzverwaltung mitspielt? Welche Stolpersteine bergen die GoBD und wie lässt sich die vom Fiskus geforderte Tax Compliance sicherstellen? Antworten auf diese Frage erhalten Sie in diesem kostenlosen PSP-Webinar!
Referent: Steuer-Experte Stefan Groß
Termin: 19. November 2018, 16:00 Uhr bis 16:30 Uhr
Anmeldung zum Webinar: https://bit.ly/2P4bnbS
Rainer Göbbels GDPDU-Export für Faktura / Warenwirtschaft
Hallo,
während der Exportumfang einer Finanzbuchhaltung recht offensichtlich ist, stellen sich bei Vorsysteme der genannten Art Fragen zum Mindest-Exportumfang.
Also die Frage: Gibt es einen Katalog dessen, was bei einer typischen Faktura mindestens im GDPDU-Export enthalten sein muss bzw. was die Finanzverwaltung als steuerrelevant ansieht?
Bsp.:
1) Ein an Interessenten versandtes Angebot wird verworfen.
2) Ein an Interessenten versandtes Angebot wird in einen Auftrag fortgeführt.
Müssen die Datensätze für beide, für eins oder für kein Angebot exportiert werden?
Dies hat ja wiederum Auswirkungen auf die Löschfristen im Rahmen der DSGVO, in Bsp. 1) unterscheiden sich die Fristen dann eventuell erheblich.
Vielen Dank für Tipps und Erfahrungen

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Über die Gruppe "Elektronische Steuerprüfung"

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