EMV, LVD und RED

EMV, LVD und REDEMV, LVD und RED

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EMV-Richtlinie 2014/30/EU, Niederspannungs-Richtlinie 2014/35/EU, Funkanlagen-Richtlinie 2014/53/EU

EMV-, Niederspannungs- und Funkanlagen-Richtlinie

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Das neue Buch gibt einen grundlegenden Überblick über die elektromagnetische Verträglichkeit und die aktuell geltenden Rahmenbedingen für die Markteinführung elektrischer Kleinantriebe.

Zudem werden die Effekte, Kopplungswege und Prüfverfahren sowohl für die Störaussendung der Energiewandlung als auch für die Störfestigkeit der Sensorik beschrieben und die in der EMV üblichen Maßnahmen erklärt.

So erfahren Sie, wie Sie Ihr Endgerät EMV-konform mit einem geregelten Kleinantrieb als Komponente aufbauen können, aber auch, wie Sie EMV bereits in der Entwicklung von Motorreglern für Kleinantriebe berücksichtigen.

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Auch wenn es die EN 62368-1:2020 nicht geschafft hat, als harmonisierte Norm unter der Niederspannungs-Richtlinie gelistet zu werden, wurden jetzt die Abschnitte 3.3.19 (betreffend Lärmexposition) und 10.6 (betreffend den Schutz vor Schallenergiequellen) in der Ausgabe EN IEC 62368-1:2020/A11:2020 unter der Produkt-Sicherheits-Richtlinie 2001/95/EG angeführt. Dies betrifft die Exposition gegenüber Schall von tragbaren Abspielgeräten. Details finden sich unter https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32022D1401.

Siehe auch BlueGuide Abschnitt 4.3

Die Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union verpflichten den Hersteller, technische Unterlagen zu erstellen, welche jene Angaben enthalten, die zum Nachweis der Konformität des Produkts mit den anzuwendenden Anforderungen erforderlich sind. Unabhängig vom möglichen oder vom gewählten Konformitätsbewertungsverfahren sind die technischen Unterlagen („Technical File“) immer und ausschließlich vom Hersteller zu erstellen.

Die technischen Unterlagen können Teil der Dokumentation zum Qualitätssicherungssystem in den Fällen sein, in denen die Rechtsvorschriften ein Konformitätsbewertungsverfahren auf der Grundlage eines Qualitätssicherungssystems (Module D, E, H und deren Varianten) vorsehen.

Die technischen Unterlagen müssen unabhängig von der geografischen Herkunft oder dem Standort zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens des Produkts zur Verfügung stehen. Adressat der technischen Unterlagen ist die Marktüberwachung, um die Konformität des Produkts nachweisen zu können. Damit handelt es sich bei den technischen Unterlagen immer um eine zunächst interne Dokumentation, die jedoch im Bedarfsfall den Marktaufsichtsbehörden zur Verfügung gestellt werden muss.

Die Anforderungen gemäß Anhang II des Beschlusses Nr. 768/2008/EG beziehen sich auf den Inhalt der technischen Unterlagen, mit dem die Konformität des Produkts mit den anzuwendenden Harmonisierungsrechtsvorschriften nachgewiesen werden kann. Jener Anhang listet die verschiedenen Konformitätsbewertungsverfahren auf. Pro Konformitätsbewertungsverfahren sind auch die Anforderungen an die technischen Unterlagen angeführt. Der konkrete Inhalt der technischen Unterlagen ist in jedem einzelnen Harmonisierungsrechtsakt der Union entsprechend den jeweiligen Produkten leicht unterschiedlich festgelegt.

Darüber hinaus verpflichtet die Anforderung der „geeigneten Risikoanalyse und -bewertung“ den Hersteller dazu, alle möglichen Risiken des Produkts festzustellen und die geltenden wesentlichen Anforderungen zu bestimmen. Diese Analysen sind zu dokumentieren und in die technischen Unterlagen aufzunehmen. Dazu muss der Hersteller die von ihm vorgenommene Beurteilung, wie er die festgestellten Risiken angehen will, dokumentieren, um sicherzustellen, dass das Produkt mit den anwendbaren wesentlichen Anforderungen übereinstimmt (z. B. durch Anwendung harmonisierter Normen).

Anhang II des des Beschlusses Nr. 768/2008/EG verlangt die geeignete Risikoanalyse und – bewertung für die Konformitätsbewertungsverfahren nach den Modulen A, A1, A2, B, D1, E1, F1, G und H1. Mit Ausnahme des Moduls H wird hiermit in allen Modulen in der Entwurfsphase die Risikoanalyse und –bewertung ein fixer Bestandteil der technischen Unterlagen.

Wird nur ein Teil der harmonisierten Norm angewendet oder deckt/decken diese nicht alle geltenden wesentlichen Anforderungen ab, so muss auch die Art und Weise, wie mit den nicht abgedeckten wesentlichen Anforderungen umgegangen wird, in den technischen Unterlagen dokumentiert werden.

Das zielt auf die vollständige Dokumentation ab, wie die jeweiligen Anforderungen der Richtlinien im Detail nachgewiesen werden. Wenn harmonisierte Normen nicht oder nur zum Teil angewendet werden, ist eine entsprechende zusätzliche Dokumentation dazu erforderlich. Die Niederspannungs-Richtlinie erlaubt im Gegensatz zur EMV- und Funkanlagen-Richtlinie dabei auch zusätzlich explizit die Anwendung internationaler und nationaler Normen.

Heute wurde im ABl. C 247 vom 29.06.2022 der neue Blue Guide veröffentlicht.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=uriserv%3AOJ.C_.2022.247.01.0001.01.DEU&toc=OJ%3AC%3A2022%3A247%3ATOC

Für die Themen "Aufgaben der Wirtschaftsakteure", "UKCA-Marking" und "Inverkehrbringung in GB und in NI" werden verschiedene Webinare veranstaltet.

https://www.gov.uk/guidance/webinars-for-using-the-ukca-marking-and-placing-goods-on-the-market-in-great-britain-and-northern-ireland

EMV-, Niederspannungs- und Funkanlagen-Richtlinie

Die Richtlinien der "Electrical and Electronic Engineering Industries (EEI)" (http://ec.europa.eu/growth/sectors/electrical-engineering_en) sind die EMV-, die Niederspannungs- und die Funkanlagen-Richtline. Diese drei Richtlinien treten einzeln, immer wieder aber auch in Kombination miteinander auf. Ebenso sind sie oft Basis für EMV- oder Sicherheitsanforderungen aus anderen Richtlinien.

Die meisten elektrischen und elektronischen Geräte sind von der EMV- und/oder von der Niederspannungsrichtlinie betroffen. Mit der neuen Funkanlagen-Richtlinie fallen jetzt alle Geräte, die zum Zwecke der Kommunikation oder der Ortung Funkwellen ausstrahlen oder empfangen, in diese Richtlinie, und zwar unabhängig von deren primären Aufgaben - also auch beispielsweise Haushaltsgeräte, wenn diese mit einem WLAN-Modul ausgestattet sind oder nachgerüstet werden können.

Die Bewertung der Konformität erfolgt meist durch Anwendung harmonisierter Normen und führt zur Anbringung des CE-Zeichens. Mit den aktuellen Richtlinien sind sowohl Hersteller und Bevollmächtigte, aber auch Importeure (="Einführer") und Händler betroffen. Für diese sogenannten Wirtschaftsakteure wollen wir eine Plattform zur Information und zum Austausch bieten.