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Energiewende neu gedacht: Für eine EEG Reform, die Ausbau und Preise wirtschaftlich und kosteneffizient gestaltet.

Ein runderneuertes EEG kann die Ausbauziele herbeiführen, wenn die Kosten marktgerecht und bezahlbar sind: für Wirtschaft und Verbraucher.

Sridhar Sekar Deutschland muss aggressiver sein
Im Vergleich zum Vorjahr hat Deutschland seine Kohlendioxidemissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger im Jahr 2017 um 5% reduziert. Gleichzeitig hat im gleichen Zeitraum seine Kapazitäten der erneuerbare Energien um 8% erhöht. Sind diese Bemühungen aber ausreichend, um seine Klimaziele zu erreichen?
Nach Bundesnetzagentur hat Deutschland im ersten Quartal 2018 neue Photovoltaik-Systeme mit einer Gesamtleistung von rund 580 Megawatt registriert. Damit ist der deutsche Photovoltaik-Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 65 Prozent gewachsen. Sollte sich der solche Positivtrend auf dem Photovoltaik-Markt fortsetzen, könnte 2018 nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) das Zubauziel der Bundesregierung von 2.500 Megawatt erreicht werden.
Windenergie dagegen hat im ersten Quartal 2018 geringfügig weniger als im Vorjahreszeitraum registriert. Trotzdem hat der Wind-Markt ausreichende positiv-Schwung, um das Zubauziel der Bundesregierung von 2.800 Megawatt zu erreichen. Darüber hinaus hat die Bundesnetzagentur im April die Zuschläge der zweiten Ausschreibung für Offshore-Windparks erteilt. Das Ausschreibungsvolumen betrug 1.610 Megawatt und diese Windenergieanlagen werden ab 2021 in Betrieb gehen.
Laut einer Studie der Denkfabrik Agora Energiewende wird Deutschland sein Klimaziel für 2020 noch weiter verfehlen und nur eine Minderung der Emissionen um 30 Prozent erreichen und nicht 40 Prozent, wie geplant.
Grund für die Lücke ist höheres Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum als bisher angenommen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ausgleicht das Wirtschaftswachstum nicht. Außerdem lagen die Preise für Diesel, Benzin und Gas deutlich niedriger als erwartet, welche sorgt ebenfalls für einen höheren Verbrauch in den Haushalten. Deshalb wird Deutschland 2020 wohl 844 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen und nicht 750 Millionen Tonnen, wie angestrebt.
Demzufolge will die Regierung die Klimaziele offiziell aufgeben und mit einem Maßnahmenpaket die Lücke zu diesem Ziel so weit wie möglich schließen. Im Referentenentwurf, der im April veröffentlicht, versprach die Regierung immerhin jeweils zwei Gigawatt pro Technologie für 2019 und 2020, um so die Lücke doch noch ein bisschen zu schließen.
Obwohl die Ausbauziele der Photovoltaik und Wind für dieses Jahr erreicht werden können, wird Deutschland seine Klimaziele noch verfehlen. Als Lösung muss Deutschland in Ausbau der erneuerbaren Energien aggressiver vorgehen. Das jährliche Ziel von PV muss erhöht werden. Nach übereinstimmender Einschätzung von Forschungseinrichtungen (einschließlich ISE) muss der jährliche Ausbau der Solarenergie vervielfacht werden, um die Klimaziele zu erreichen. Darüber hinaus müssen die im Koalitionsvertrag vereinbarten Sonderausschreibungen für zusätzlichen Wind- und Photovoltaikstrom schnell und ohne Abstriche umgesetzt werden.

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