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Fachforum "Psychologisches Coaching"

Niemand bestreitet, dass Coaching psychologisch ist. Was bedeutet das für Coachs? Und was für quer und komplex Denkende?

Annefried Hahn Fakten und Realitäten
Widrigkeiten und Probleme müssen die meisten Menschen täglich bewältigen. Wie tun wir das? Und mehr noch: Wie können wir es uns dabei gut gehen lassen? Wie lässt sich ein gutes Leben und Arbeiten angesichts immer wieder neuer Probleme gestalten?
Sicher nicht so wie ich es meist auf Facebook sehe. Entweder übertriebene Klagen über die Mitmenschen, die Politik oder ganz allgemein die Welt oder ständiges Posten von Restaurantessen, eigenen Kochergebnissen, Tierharmonie, gebuchten Hotels und Kaffee.
Weder Katastrophen- noch Positivdenken verhilft zum guten Leben. Beides zehrt Kräfte, die für die Klärung und Lösung der Probleme gebraucht werden. Um das zu tun, benötigen wir die Fakten, Klarheit über das, was ist.
Genau hinzuschauen und nachzudenken v o r dem Handeln - dem stehen in der Regel Emotionen, Überzeugungen und Haltungen entgegen.
° "Warum passiert mir das nur immer?" (Vergrößert das Problem,
Opferhaltung)
° "Klar, dass ich als Frau bei Beförderung übergangen werde." (Dito)
° "Ich muss nur genug daran glauben, dann werde ich bald ein Haus besitzen."
(Passivdenken)
° "Das Leben ist so schön, ich mach mir keine Probleme." (Positivdenken)
° "Wenn's Probleme gibt, geh' ich shoppen und gut ist." (Wegducken, Problem
überspringen)
Vor solchen Äußerungen stehen Emotionen wie Enttäuschung, Wut, Trauer, auch Resignation oder Hass.
Tatsächlich lassen sich Probleme und Widrigkeiten aber rational lösen, nämlich durch Identifizierung der Realität im ersten Schritt. Was sind die Fakten? Was ist zu tun, um dieses e i n e Dilemma zu lösen? Mit wem kann ich eine Einigung erzielen? Wer könnt mich unterstützen? Worte wie "immer" und "muss" weisen auf ein Größer-machen von Emotionen hin. Stattdessen besser die Gefühle spüren, dann zuerst nachdenken und dann erst handeln.
Das ist nicht einfach, strengt an, erfordert Disziplin - und macht zufrieden.
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Friedrich Schmollgruber Martina Weber Catherine E. Goedecke
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Annefried Hahn Soziales Fest, geselliges Miteinander
Liebe Gruppenmitglieder,
übermorgen feiern die meisten von uns Weihnachten, das Fest der Liebe, wie es heißt. Kurz, ein geselliges, ein soziales Fest.
Sozial zu denken und zu handeln steht in vielen Bereichen, auch in etlichen Unternehmen leider zunehmend hintan.
Für 2018 möchte ich Sie daher zum kreativen Austausch über Möglichkeiten des sozialen Miteinanders im Durcheinander der Globalisierung und Digitalisierung animieren.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen angenehme Weihnachtstage, wie immer Sie sie feiern oder nicht. Kommen Sie gut nach 2018!
Herzliche Grüße
Ihre Annefried Hahn
Sigrid Jo Gruner
Sehr wahr - im digitalen Rauschen überhört man schon einiges - Weihnachten sollte ein Fest des Miteinanders sein - das übers ganze Jahr trägt.
Martina Weber Und was meinen Sie? Coaching-Fragen als Machtinstrument in der Führungsetage
Ein sehr interessanter Text über Haltung im Coaching.
Annefried Hahn
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Martina Weber
Da stimme ich Ihnen völlig zu. Sich eine Toolbox zuzulegen ist halt ein bisschen einfacher... Und was die blinden Flecken anbelangt: meiner Erfahrung nach ist häufig da, wo Wertneutralität gepriesen wird, die Manipulation oft nicht weit - ganz ohne diese bewußt wahrzunehmen.
Martina Weber Kleine Reflexion über Schein-Objektivität
Coaching wird ja immer wieder gerne als etwas definiert, was so weit von Ratschlag entfernt ist wie Gelsenkirchen von Honolulu. Daher wird der Coachee in die Pflicht genommen: nur er entscheidet, der Rest ist Neutralität. Schöne Idee.
Ich hatte einmal ein einschneidendes Erlebnis beim Optiker, das diese Pseudo-Objektivität ganz gut illustriert. Grundsätzlich bekommt man ja immer zwei Stärken zur Auswahl und muss dann entscheiden, welches besser ist, bzw. ob sie gleich sind. Nun bin ich ein sehr intuitiver und zudem entscheidungsfreudiger Mensch. Bei der präsentierten Auswahl war es jedoch sehr sehr schwierig, Entscheidungen zu treffen, weswegen ich öfter sagte: bitte nochmal! Worauf die Optikerin zunehmend gereizt wurde. Bei mir erreichte die Gereiztheit Ihren Höhepunkt, als ich das vorläufige Ergebnis der summierten, ja von mir getroffenen Entscheidungen auf die Nase bekam: von klarer Sicht konnte überhaupt gar keine Rede sein!
Was war passiert? Das Ergebnis basierte auf einer Reihe von falsch getroffenen Vorannahmen und Schlußfolgerungen. Zwar hatte ich letztendlich gesagt: dass oder das oder egal, aber nur in einem gegebenen Kontext, der an sich falsch gewählt war. Und meine Rückmeldungen wurden nicht richtig konnotiert, was zu einer Korrektur hätte führen können, also zur grundsätzlichen anderen Hypothesenwahl. Wenn ich also nur die Wahl zwischen so lala und halt lala habe, das meiner Ansicht nach so zurückmelde und die auf dieser Basis getroffenen Entscheidung als absolut betrachtet wird, dann haben wir eine Brille, die nichts klarer macht. Oder ein Coachingergebnis, dass niemals das Licht der Realität erblicken wird.
Was im Coaching passiert, hat sehr viel mit falschen und richtigen Modellen zu tun, denen man sich in der wissenschaftlichen Arbeiten über Hypothesen annähert. Diese erweisen sich als richtig oder falsch. Aber woran genau merke ich das?
Was genau ist erforderlich, um eine maßgeschneiderte neue Brille, die genau passt für das Problem des Kunden zu bekommen? Dass ich den Meßwert in etwas übersetze. Und wer schon einmal bei mehrern Optikern war, weiß, dass das Ergebnis jedesmal anders ausfällt. Abhängig von der Qualität der Schlußfolgerungen.
Martina Weber Annefried Hahn
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Martina Weber
Freue mich sehr über die Zustimmung. Habe lange nach einem plastischen Bild gesucht, um dieses subtile Thema greifbar zu machen, das mich wirklich schon lange beschäftigt, auch in der Reflexion eigener Erfahrung als Coachee - da half mir Fielmann ;-)

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