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FinV Frauen in Verantwortung

Frauen in Verantwortung lernen sich kennen, knüpfen Kontakte, bilden Kooperationen und initiieren sinnvolle soziale Projekte.

Martina Lackner Männer kommunizieren nicht - Sie führen Monologe vor Publikum
Ein Mann, ein Wort. Eine Frau, ein Wörterbuch – so der Volksmund. Dabei helfen die Monologe von Chefs heute wenig. Die Herrschaften sollten Kommunikation nicht als Einbahnstraße verstehen – und von Frauen lernen. Denn gerade die Art, wie Chefs Arbeitsaufträge erteilen, hinterfragen und moderieren – oder auch nicht – prägt nicht nur die Leistung des Teams: In den sich verändernden Anforderungen der Arbeitswelt wird es immer wichtiger, auf Augenhöhe zu kommunizieren.
Bei männlichen Chefs erinnert die Kommunikation an eine Einbahnstraße. Sie geben ihre Anweisung in Richtung Mitarbeiter und erwarten keine Widersprüche oder gar Gegenverkehr. Er sagt: „Frau X, machen Sie bitte die Unterlagen fertig.“ Ende der Durchsage. Männer gehen davon aus, dass ihre Direktiven sofort umgesetzt werden. Und bei Problemen wollen sie ungern diskutieren und lassen deshalb in der Kommunikation auch keinen Raum dafür. Er sagt: „Herr Y, so können Sie dieses Problem nicht lösen, überlegen Sie sich einen alternativen Weg.“ Auch Kritik wird von männlichen Chefs als Einbahnstraße formuliert. „Frau Z., ich habe Ihnen doch schon mehrfach mitgeteilt, dass Sie die Präsentation korrigieren müssen, ich erwarte, dass Sie dies erledigen.“
Männer halten Monologe, Frauen fragen nach
Männer denken, sie kommunizieren, aber tatsächlich führen sie hauptsächlich Monologe vor Publikum. Dieser vertikale Stil endet in der digitalen Arbeitswelt jedoch über kurz oder lang in einer Sackgasse. Von oben nach unten kommunizieren – das reicht heute nicht mehr. Wo nur über Anweisungen geführt wird, herrscht keine echte Vernetzung, also kein Miteinander auf horizontaler Ebene. Die Leistung des Teams wird nicht als bedeutend hervorgehoben. Für Männer ist vor allem wichtig, dass ihre eigene Leistung positiv wahrgenommen wird.
Der Kommunikationsstil weiblicher Führungskräfte unterscheidet sich davon. Weibliche Chefs bereiten sich auf Entgegenkommendes vor und fragen: „Frau X, wäre es möglich, dass Sie die Unterlagen bis Ende der Woche fertig stellen können?“ Frauen vermeiden, ihr Gegenüber zu überfahren und formulieren kooperativer und offener. Frauen wollen ihr Team in Problemlösungen einbinden, sie setzen auf Kooperation. Also sagt sie: „Herr Y, Sie können das Problem so nicht lösen, weil… Vielleicht können wir uns gemeinsam Gedanken machen, wie eine Alternative aussehen könnte.“ Ziel ist ein harmonisches Miteinander, nicht die Konfrontation. Dafür hinterfragen Frauen auch die Motive und Verhaltensweisen ihrer Mitarbeiter, um sie zu verstehen: „Frau Z., ich glaube wir haben schon mehrfach darüber gesprochen. Sie haben bisher die Präsentation nicht fertig gestellt. Was ist der Grund dafür?“
Statt zu monologisieren fördert der weibliche Ansatz die Vernetzung, denn er begünstigt den Austausch. Bei Erfolgen stellen Frauen die Leistung des Teams in den Vordergrund. Das sorgt für Commitment bei Mitarbeitern in einer immer flexibleren, von starren Einheiten und Zeiten losgelösten Arbeitswelt.
Doch wie wirken sich diese Führungsstile auf die neuen Arbeitswelten aus? Crowd Working und eine globale Verteilung von Teams stellen die Kommunikationsfähigkeit von Führungskräften auf eine harte Probe: Wem gelingt es, via Kommunikation ein erfolgreich arbeitendes Gefüge aus Mitarbeitern zu machen, die durch Tausende Meilen getrennt voneinander sind?
Herausforderung der Arbeitswelt: Kommunizieren im globalen Büro
Frankfurt, 7.30 Uhr morgens am Laptop zu Hause bei Mitarbeiter B. Ein Meeting mit Kollegen via Skype steht an: MA A sitzt zur selben Zeit mittags in New York und Kollege C zu nächtlicher Stunde in Hongkong. Während der New Yorker ausgeschlafen ist, hat C bereits einen 14-Stunden-Tag hinter sich. C ist müde und deshalb gereizt. Der Frankfurter B hingegen ist nervös. Er muss seine Kinder noch zur Schule bringen und hofft, dass der Skypetermin rasch vorübergeht.
Unterschiedlichste Ausgangssituationen, die für ein gemeinsames Ziel trotzdem unter einen Hut gebracht werden müssen. Das Führen virtueller Teams erfordert besonderes Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen. Ob Zeitverschiebung, die instabile Skypeverbindung voller Unterbrechungen oder schwer zu lösende Konflikte, weil wechselnde Teammitglieder, ein unpersönliches Arbeitsklima und fehlende persönliche Treffen eine harmonische Zusammenarbeit erschweren – die Herausforderungen für eine förderliche Kommunikation sind groß. Ein Chef, der hier nur Befehle erteilt im Stile von „Machen Sie, wann liefern Sie? Wieso ist das nicht passiert?“, wird schnell an Grenzen stoßen. Vor allem global agierende Teams müssen von Menschen geführt werden, die kommunizieren können. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gilt es, Störfaktoren so gering wie möglich zu halten.
Was können Männer von Frauen lernen, damit aus der Einbahnstraße ein Highway wird?
Auch wenn es heißt, durch Coaching oder Training lässt sich viel lernen – empathische Kommunikation zu trainieren, ist harte Arbeit und funktioniert nur bis zu einem gewissen Grad. Frauen sind mit einem Bindungshormon ausgestattet, dass diese Fähigkeit erst möglich macht. Männer haben einen anderen Hormoncocktail, das Bindungshormon ist weniger ausgeprägt. Das schlägt sich sowohl aufs Bindungsverhalten als auch auf die Empathiefähigkeit nieder. Hinzu kommt, dass Frauen aufgrund ihrer Sozialisation auf Beziehungsverhalten „getrimmt“ werden. Wer Kinder bekommt, muss beziehungsfähig sein – anders würde die Aufzucht von Kinder nicht funktionieren.
Vermutlich geht der Anreiz zu kommunikativem Verhalten bei männlichen Chefs über das Prinzip Belohnung – wer verstanden hat, dass er mit gelungener Kommunikation Geld verdient und darüber Macht und Status erhält, wird einen Weg finden, kommunikative Verhaltensmuster zu implementieren. Mit anderen Worten: Männer müssen förderliche Kommunikationsweisen trainieren und dabei das Gefühl haben, dass eine Belohnung winkt.
Dieses Training funktioniert übrigens auch im Alltag, jenseits von Fortbildung oder Coaching: Liebe Männer, redet mit euren Frauen und Töchtern oder mit Kolleginnen. Holt euch Rückmeldungen dazu, wie eure Kommunikation ankommt: Werdet Ihr als Besserwisser, als Mann mit Machoverhalten oder als respektvoller Mensch wahrgenommen, der auch die Wünsche seines Gegenübers wahrnehmen und darauf eingehen kann?
Wie wir alle wissen, klaffen Selbst- und Fremdwahrnehmung mitunter weit auseinander. Da, wo unser blinder Fleck am größten ist, herrscht der dringendste Optimierungsbedarf. Fakt ist: Miteinander Reden ist tragfähiger als einsam befehlen. Das gilt übrigens für Männer und Frauen – denn nicht selten landen auch weibliche Chefs in der Einbahnstraße. Also, keine Angst vor zu vielen Worten – nicht jede Anweisung braucht gleich ein ganzes Wörterbuch
Oliver Dreber Fachartikel für weibliche Fach- & Führungskräfte "Innere Haltung und Macht" bei femalemanagers
Seit Ende 2017 kooperiert die Hara Do UG mit dem Karriereportal femalemanagers.de aus München. So stellten wir u. a. im Weihnachtsnewsletter das besondere Hörbuch zum Selbst-Coaching "Wege zum beruflichen Glück" vor. Hier präsentieren die die Business-Coaches Simone Dappert & Angelika Vavala von femalemanagers Methoden aus der Coaching-Praxis und der Karriereberatung.
Nun dürfen wir uns über die Veröffentlichung unseres Fachartikels "Innere Haltung und Macht" im Blog des Portals freuen. Der Artikel klärt Sie insbesondere auf über das Wirken von Macht in den sog. Männerzirkeln und welche Bedeutung Ihre eigene Haltung zu sich, zu Ihrer Körperhaltung und damit auf der körpersprachlichen Ebene im Wirken nach Außen hat: https://www.femalemanagers.de/innere-haltung-und-macht/
Im Laufe des Jahres werden sicherlich noch weitere, gemeinsame Aktivitäten folgen.
Anja Schäfer Webinar am 19.02.2018, 19.30 Uhr: „Grenzen setzen - als Frau im Business NEIN sagen"
Wie oft denken Sie NEIN und sagen Sie JA?
Wie oft machen Sie Dinge, die Sie (eigentlich) nicht tun wollen, werden dabei ausgenutzt und fühlen sich auch so?
Wie oft meinen Sie es einfach nur gut, wenn Sie eine ungeliebte Arbeit übernehmen, die Sie im Nachgang eher aufhält als voranbringt?
Wie oft springen Sie für Kollegen ein, weil Sie sich nicht unbeliebt machen wollen?
In dem kostenlosen Webinar zeige ich Ihnen meine Erfolgstipps,
- wie Sie Nein sagen und dabei mit Ihrem Gegenüber "in Verbindung" bleiben,
- wie Sie Ihre Grenzen deutlich setzen und wiederholt nein sagen,
- wie Sie sich vom "JA-Sagen" emanzipieren.
Zur Anmeldung: http://bit.ly/2DQlyYG
Ich freue mich auf Sie! :-)
Sigrid Meuselbach Einladung zum interaktiven Meuselbach-Vortrag zum Buch "Weck die Chefin in dir! 40 Strategien für mehr Selbstbehauptung im Job" bei up*satz f Frauen-Forum Ruhr am 22.3.18 in Bochum
Ich heiße Sie herzlich Willkommen zum Frauen-Forum Ruhr 2018 in Bochum. Veranstalterin: up*satzf.
Mehr als 90 Frauen aus den unterschiedlichsten Unternehmungen erleben den neuen f-Faktor: f für Frühling, für feminin, für fortschrittlich, für Führungsverantwortung, für frisch, fördernd und fordernd.
Im einmaligen Bochumer Exzenterhaus über den Dächern des Ruhrgebietes, gibt es wieder spannende Vorträge, ausgewählte Coaches, kulinarische Köstlichkeiten und ausreichend Gelegenheit zum Netzwerken mit Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Unter anderem erleben Sie Robert Franken als bekennenden Feministen, Sigrid Meuselbach, die provoziert und auch kokettiert mit der Frage „Wie verhält man(n) sich als Frau denn eigentlich in Führungspostition?“. Auch die Coaching-Zone wird abwechslungsreich, denn dieses Mal wird sie ergänzt mit einem Workshop von Tanja Bastian, „Mit Menschlichkeit erfolgreich sein“. Begleitet und moderiert mit viel Charme und dem nötigen Biss wird das Ganze von DER Vodafone Stimme Susanne Reuter.
Unter diesem Link können Sie sich das überaus interessante Programm ansehen: http://bit.ly/2EotNzp
Sind Sie dabei? Dann melden Sie sich bitte hier an: http://www.up-satz-f.de/anmeldung.html
Ich freue mich sehr, Sie am 22. März 2018 in Bochum kennenzulernen.
Herzlichst
Ihre
Sigrid Meuselbach
Coach, Trainerin, Wirtschafts-Mediatorin und Buchautorin

Moderatoren

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Über die Gruppe "FinV Frauen in Verantwortung"

  • Gegründet: 10.08.2009
  • Mitglieder: 1.773
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