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Martin Buttenmüller

Diese Gruppe informiert über Chancen und Entwicklungen zur Finanzierung mit Fördermitteln.

Liebe Mitglieder der Fördermittelgruppe,

nun ist der Lockdown also zurück. So drastisch wie im Frühjahr fällt er nicht aus, aber vielen wird er doch sehr wehtun. Bevor ich die Fakten aufzähle, will ich noch über ein Telefonat berichten, das ich vor einigen Wochen im Rahmen einer psychosozialen Beratung mit einem Mann in Chile hatte.

Er befände sich zusammen mit seiner Lebenspartnerin seit knapp 5 Monaten im Lockdown. Von der Website der örtlichen Poliziestation darf er 2 mal pro Woche einen 3-Stunden-Gutschein ausdrucken und sich damit insgesamt 6 Stunden in der Woche außerhalb der eigenen Wohnung aufhalten. In dieser kurzen Zeit sind alle Einkäufe und Arztbesuche zu erledigen. Wer ohne gültigen Gutschein von der Polizei kontrolliert wird, riskiert eine hohe Geldstrafe sowie Freiheitsentzug. Arbeiten kann er zum Glück im Home-Office. Es sei schwierig, sagt er, aber man komme schon durch, anderen ginge es noch viel schlechter.

So, das nur zum Vergleich. Wir müssen viel aushalten, aber andere noch viel mehr.

Was genau ist da nun beschlossen worden in Berlin? Da wir positiv denken, schauen wir uns erst mal das an, was möglich bleibt:

- Physiotherapeuten und Friseure bleiben genauso am Start wie die Industrie- und Handwerksbetriebe.

- Der Einzelhandel wird wie erwartet weiter verkaufen, allerdings wird es Regeln geben, dass sich nur ein Kunde je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche im Laden aufhalten darf.

- Kantinen und Bringdienste arbeiten weiter.

- Schulen und Kindergärten bleiben genauso wie die Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe geöffnet.

- Bewohner in Krankenhäusern und Pflegeheimen sollen mittels Schnelltests trotz der Beschränkungen besucht werden können.

- Ein Spaß bleibt der Gottesdienst - den hätte man auch gerne untersagt, aber die Religionsfreiheit, seufzte Markus Söder bei der Pressekonferenz, sei leider ein zu hohes Gut, das würde vor den Gerichten keinen Bestand haben.

Dann kommen wir zu den weniger erfreulichen Dingen:

- In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige von zwei Haushalten und maximal 10 Personen treffen.

- Diskotheken, Kneipen Bars und Restaurants müssen schließen.

- Freizeiteinrichtungen angefangen vom Theater über das Kino bis zum Freizeitpark werden geschlossen.

- Wer sich fit halten will, ist für die kommenden 4 Wochen aufs Joggen angewiesen. Mehr geht nicht, auch die Amateurvereine müssen die Turnhallen abschließen. Immerhin darf die Bundesliga weiterkicken, allerdings ohne Zuschauer.

- Hotels und Pensionen dürfen niemand mehr aufnehmen, es sei denn, es ist absolut notwendig - damit sind dann wohl die Geschäftsreisen gemeint.

- Auch Kosmetik und Massage muss hinter dem Coronaschutz zurückstehen, und wer sich den Nikolaus als Tattoo stechen lassen will, muss auch bis Dezember warten.

Unterstützung gibt es für Betriebe, Selbstständige und Vereine: Wer besonders betroffen ist und weniger als 50 Mitarbeitende beschäftigt, kann bis zu 75 % des Umsatzausfalls, in der Regel am Novembermonat 2019 bemessen, erhalten.

Auch wenn ich verstehen kann, dass direkt Betroffene wie die Gastronomen nicht begeistert sind: Es ist ein Lockdown mit Maß und Mitte, er ist zeitlich begrenzt und gibt Hoffnung, dass wir ein vernünftiges Weihnachtsfest feiern werden können. Vor allem aber ist er angesichts der expotenziell steigenden Zahlen ohne Alternative.

Bleiben Sie gesund!

Ihr

Martin Buttenmüller

Foto: @ panthermedia - tommy and one

Danke. Toller Artikel. Ausgewogene Meinung.
Danke für die übersichtliche Darstellung! Allerdings ist Ihnen ein Fehler unterlaufem "- In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige von zwei Haushalten und maximal 10 Personen treffen.

Eine neue Förderrichtlinie des Bundes verspricht Zuschüsse für die Optimierung von Belüftungssystemenen in Öffentlichen Gebäuden. Insgesamt stehen für dieses und nächstes Jahr 500 Millionen Euro bereit. Nach Angaben der ARD werden Maßnahmen an raumlufttechnischen Anlagen, die mindestens ganze Etagen mit Luft versorgen, gefördert. Dazu gehört insbesondere die Um- und Aufrüstung mit Filtern, die das Corona-Ansteckungsrisiko minimieren. Eine Fördeung von Neuanlagen ist nicht vorgesehen.

Lesen Sie die ausführlichen Informationen auf tagesschau.de:

https://www.tagesschau.de/inland/belueftung-foerderung-101.html

Liebe Mitglieder der Gruppe Fördermittel,

im Konjunkturinterview mit L-Bank-Chefin Edith Weymayr zeigt sich, dass die verbesserte Stimmung im Südwesten angesichts steigender Infektionszahlen noch keine Entwarnung bedeutet. „Es kommt jetzt insbesondere darauf an, die Eigenkapitalbasis und die Innovationskraft junger und mittelständischer Unternehmen zu stärken.“

Nachstehend finden Sie das komplette Interview „Folgt auf den freundlichen Sommer eine Herbstdepression?“

Freundliche Grüße

Martin Buttenmüller

Folgt auf den freundlichen Sommer eine Herbstdepression?

Trotz zuletzt wieder steigender Infektionszahlen hat sich die konjunkturelle Erholung im dritten Quartal fortgesetzt – wenn auch mit schrittweise nachlassender Dynamik. In der L-Bank-ifo-Konjunkturumfrage beurteilten die befragten Unternehmen ihre aktuelle Lage im September deutlich besser als noch zum Ende des Vorquartals; der entsprechende Indexwert stieg von -33 auf -7 Punkte. Auch die Erwartungen für die weitere Entwicklung haben sich während der Sommermonate noch einmal aufgehellt; optimistische und pessimistische Stimmen halten sich nun die Waage. Insgesamt stieg der L-Bank-ifo-Geschäftsklimaindex im negativen Bereich von -24 Punkten im Juni auf -4 Punkte im September. Das auch hierzulande wieder deutlich zunehmende Infektionsgeschehen könnte der Südwestwirtschaft in den Herbst- und Wintermonaten allerdings einen deutlichen Dämpfer verpassen.

Frage: Frau Weymayr, die Stimmungswerte der badenwürttembergischen Unternehmen haben sich seit dem tiefen Einbruch im April bereits wieder deutlich erholt. Wird sich diese Erholung im Schlussquartal weiter fortsetzen oder stehen wir vor einem erneuten Einbruch?

Antwort: Im Moment haben wir es in Baden-Württemberg – das sehen wir täglich – mit einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen zu tun. Und das wird, davon können wir ausgehen, wieder zu stärkeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Und diese Einschränkungen werden sich natürlich in den kommenden Monaten in vielen Branchen wieder belastend auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Für Baden-Württemberg kommt hinzu, dass das Land mit seiner außenwirtschaftlichen Orientierung ganz besonders exponiert ist und anfällig für das, was global im Rahmen der Pandemie passiert. Also insofern ist der Südwesten da besonders stark betroffen.

Frage: Wie ist die Situation im Baugewerbe? Sind die Auswirkungen der Krise inzwischen auch in diesem Sektor spürbar?

Antwort: Das Bauhauptgewerbe und darin insbesondere der Wohnungsbau heben sich immer noch sehr positiv von den anderen Wirtschaftssektoren ab. Von Krise kann man hier nicht unbedingt sprechen. Im Lauf des dritten Quartals ist das Geschäftsklima im Wohnungsbau sogar noch einmal gestiegen. Das setzt sich zusammen aus der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, die sich auf einem sehr hohen Niveau befindet und aus den Erwartungen für die kommenden Monate, in denen mit keiner Verschlechterung gerechnet wird. Das statistische Landesamt hat ermittelt, dass die Umsätze im ersten Halbjahr sogar um vier Prozent über dem Vorjahreszeitraum lagen. Nur bei den Auftragseingängen hat der Konjunktureinbruch des ersten Halbjahres tatsächlich seine Spuren hinterlassen.

Frage: Wie beurteilen die Südwestunternehmen die konkreten Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Bilanzen und ihre Kapitalausstattung?

Antwort: Eine Sonderumfrage des ifo-Instituts hat uns gezeigt, dass die Krise insbesondere im Dienstleistungssektor und im verarbeitenden Gewerbe negative Auswirkungen auf die Kapitalquoten hatte. Schaut man im verarbeitenden Gewerbe genauer hin, ist es insbesondere die Automobilbranche, die stärker betroffen ist. Im Dienstleistungsbereich – und das überrascht jetzt nicht – sind insbesondere Unternehmen aus den Bereich Beherbergung und Gastronomie, aber auch natürlich Reisebüros und Reiseveranstalter von dramatischen Einbrüchen in ihren Eigenkapitalquoten betroffen. Was erfreulich ist: Die Verfügbarkeit von Bankkrediten, also die Finanzierung für die befragten Unternehmen, hat sich seit März sogar leicht verbessert. Der Hintergrund ist, dass die zahlreichen und umfangreichen Fördermaßnahmen, die sowohl auf Bundesebene als auch auf Landesebene zur Verfügung gestellt werden, sich positiv bemerkbar machen.

Frage: Welche Erkenntnisse lassen sich aus diesen Einschätzungen für die Konzeption weiterer Fördermaßnahmen ableiten?

Antwort: Die Ergebnisse, so wie wir sie heute sehen, bestärken uns darin, dass es jetzt darauf ankommt, dass insbesondere die Eigenkapitalbasis und die Innovationskraft junger und mittelständischer Unternehmen gestärkt werden. Deshalb freut es mich besonders, dass die Landesregierung in Kooperation mit der L-Bank das Programm Digitalisierungsprämie Plus an den Start gebracht hat. In diesem Programm können die Unternehmen zwischen einer Zuschuss- und einer Darlehensvariante wählen. Und dann gibt es ein weiteres Programm, das sogenannte Mezzanine-Beteiligungsprogramm Baden-Württemberg, das wir in Zusammenarbeit mit dem Bund und der KfW schon Mitte September an den Start gebracht haben. In diesem Programm geht es darum, die Finanzierungsstruktur von Start-ups und mittelständischen Unternehmen durch die zur Verfügungstellung von eigenkapital-ähnlichen Finanzierungen zu verbessern.

Das Interview gibt es auch als Audio-Datei unter https://www.l-bank.info/fuer-die-presse/audio/audioservice.html.

Hintergrund: Für den L-Bank-ifo-Konjunkturbericht werden monatlich über 1.200 Unternehmen zu ihrer Einschätzung der aktuellen Geschäftslage sowie ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate befragt. An der L-Bank-GfK-Verbraucherumfrage zur Ermittlung des Preis-, Konjunktur-, Einkommens- und Anschaffungsklimas beteiligen sich in der Regel rund 300 Privatpersonen.

Bei vielen älteren Windkraftanlagen läuft die Förderung Ende diesen Jahres aus. Es droht meist die Stilllegung, wodurch das Erreichen der Klimaziele erschwert würde. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant nun eine Förderung des Repowering: die alten Anlagen werden durch neue, die dann in den Genuss der derzeit geltenden Regelungen kommen, ersetzt. Auch sollen die Genehmigungsverfahren beschleunigt werden.

Lesen Sie den Beitrag auf tagesschau.de:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/altmaier-alte-windkraftanlagen-foerderung-101.html

Das Motto der diesjährigen Frauenwirtschaftstage lautet Female

Leadership – Chefinnen gesucht! Dabei zeigt das von der L-Bank

geförderte Existenzgründungsgeschehen, dass viele Frauen ihre

Ideen und Träume verwirklichen, indem sie Unternehmen gründen

oder übernehmen und nach ihren Vorstellungen verändern. Also alles

bestens in Baden-Württemberg? L-Bank-Chefin Edith Weymayr meint,

dass schon einiges erreicht, aber noch viel zu tun sei.

„Zu einem modernen und zukunftsorientierten

Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg gehört die berufliche Gleichstellung

von Männern und Frauen. Für uns ist die Chancengleichheit im

Erwerbsleben ein wichtiges Anliegen“, unterstreicht Edith Weymayr,

Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, die Bedeutung der jährlichen

Frauenwirtschaftstage, die in diesem Jahr zum bereits 16. Mal stattfinden.

„Ich freue mich sehr auf die zahlreichen regionalen Workshops, Vorträge,

Kongresse und Beratungen im Rahmen der Frauenwirtschaftstage“, so

Weymayr am 21. September anlässlich der Auftaktveranstaltung der

Frauenwirtschaftstage 2020. Als Vorstandsvorsitzende eines der größten

Förderinstitute Europas mit mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern, das mit seinen Förderprogrammen viele Gründerinnen dabei

unterstützt, aus Ideen und Gestaltungswillen ein Unternehmen zu formen,

kennt Weymayr das Thema Frauen in Führungspositionen gleich in

zweifacher Hinsicht.

Frauen in der Chefetage sind bei der L-Bank, der Förderbank des Landes

Baden-Württemberg, keine Seltenheit: Seit Januar 2020 ist der Vorstand ist

paritätisch besetzt und auch in weiteren Führungsfunktionen sind Frauen

mit etwa einem Drittel vertreten. „Mit gezielter Frauenförderung versuchen

wir, diesen Anteil noch weiter zu erhöhen“, beschreibt Weymayr die

Gleichstellungsstrategie der L-Bank. Dabei lautet der Grundtenor:

„Frauenförderung ist Familienförderung“.

Als Schlüssel für Teilhabe wird hierbei die generelle Vereinbarkeit von

Familie und Beruf in den Fokus gestellt. Dazu gehören Maßnahmen wie

Teilzeit- und Telearbeit, Hilfen bei der Kinderbetreuung bis hin zur

Einrichtung von Eltern-Kind-Büros. „Wir unterstützen auch Beschäftigte in

Teilzeit darin, Führungsfunktionen bei der L-Bank einzunehmen“, erläutert

Weymayr. So haben etwa 15 Prozent der Führungskräfte einen

Teilzeitvertrag – mit steigender Tendenz. Da deutlich mehr Frauen als

Männer in Teilzeit arbeiten, kommt dies besonders den Frauen zugute. „Wir

sind noch nicht zufrieden, aber auf einem guten Weg“, so Weymayr.

Wer Chefinnen sucht, wird auch beim Landespreis für junge Unternehmen

2020 einen ganz aktuellen Einblick in Female Leadership in BW gewinnen.

Zu den Top Ten dieses mit insgesamt 90.000 Euro dotierten Gründerpreises,

der vom Land und von der L-Bank zweijährlich ausgeschrieben

wird, gehören zahlreiche Frauen, die sich ihre Träume durch eine

Gründung oder die Übernahme eines Unternehmens erfüllt haben. Manche

wie Carolin Dietz in Harthausen bei Albstadt krempeln den von den Eltern

übernommenen Hof von einem konventionellen Betrieb zu einer ökologisch

bewirtschafteten Ziegenhütte um. Andere haben gemeinsam mit ihren

Partnern ein Unternehmen gegründet, so Anita Athanasas, die mit ihrem

Mann zehn Jahre später vor dem neu gebauten Firmengebäude von

Comemso in Ostfildern steht und ihn fragt: „Hättest du gedacht, dass wir in

so kurzer Zeit ein Unternehmen mit 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

aufbauen?“

Und was halten die Männer von Female Leadership? Hier gilt immer mehr,

dass starke Männer starken Frauen den Rücken freihalten. „Mein Mann

steht zum Glück voll hinter mir“, freut sich Magdalena Hefele-Golubic, die

mit Engagement und Geschick nicht nur eine eigene Arztpraxis – die

Arztpraxis im Gelo – übernommen und aufgebaut, sondern darüber hinaus

auch ein Gesundheitszentrum im ländlichen Lorch gegründet hat. Anita

Athanasas, Carolin Dietz und Magdalena Hefele-Golubic werden mit sieben weiteren Gründerinnen und Gründern am 24. November 2020 für

ihre Leistungen ausgezeichnet.

Doch da, so Weymayr, ist durchaus Luft nach oben. „Unternehmertum ist

immer noch männlich, doch Frauen holen auf.“ Das betrifft nicht nur die

Zahl von Unternehmerinnen, sondern auch den Mut zum Risiko, den noch

mehr Frauen als bisher finden müssten. „Unsere Förderzahlen zeigen: Die

von Gründerinnen beantragten Kredite sind kleiner als die von Gründern.

Individuelle und gesellschaftliche Chancen werden so nicht genutzt.

Wachstumsmöglichkeiten werden verschenkt.“ Wichtig sind ihr weibliche

Vorbilder. „Deshalb finde ich auch die Initiative Spitzenfrauen einen tollen

Ansatz.“ Zugleich betont die L-Bank-Chefin, dass jedes Lebensmodell das

richtige sein kann. „Wir arbeiten mit unserem gesellschaftlichen

Engagement darauf hin aufzuzeigen, dass die Wahlmöglichkeit von Beruf

und Karriere nicht durch Zwänge, Rollenbilder und Klischees eingeschränkt

sein sollte.“

Weitere Informationen:

- Die Spitzenfrauen in Baden-Württemberg: www.spitzenfrauen-bw.de

- Die Frauenwirtschaftstage 2020: www.frauenwirtschaftstage.de

- Der Landespreis für junge Unternehmen: www.landespreis-bw.de

Förderprogramme sind keine Selbstläufer

Warum, werde ich gelegentlich gefragt, muss man staatliche Förderprogramme überhaupt bekannt machen? Wer sie braucht, wird sie schon in Anspruch nehmen, denken viele. Und alle anderen sollen sich sowieso anderweitig finanzieren.

Leider sind Förderprogramme aus vielen Gründen keine "Selbstläufer". Einer davon: Sie werden von verwirrend vielen Institutionen angeboten. Von der EU, der KfW, den Förderbanken der Bundesländer, den Bürgschaftsbanken, den Kreisen und den Kommunen. Ein weiterer Ansprechpartner ist die Hausbank, über die die Antragstellung in vielen Fällen abgewickelt werden muss.

Zur Vielzahl der Akteure kommt noch die komplexe rechtliche Situation: Im Rahmen des EU-Rechts gibt es eine Vielzahl von Bestimmungen, wer wie und in welchem Umfang gefördert werden darf und wer nicht. Deshalb ist nicht nur die Antragstellung in vielen Fällen aufwändig. Auch nach Abschluss der Maßnahmen muss detailliert die korrekte Verwendung der Fördergelder belegt werden.

Last but not least sind auch die Förderinstrumente sehr komplex. Denn nur in einer geringen Zahl der Fälle handelt es sich um den berühmten "nicht rückzahlbaren Zuschuss". Viel häufiger werden zinsvergünstigte Darlehen und Bürgschaften sowie Beratungsförderungen angeboten, um nur einige Beispiele zu nennen.

Dieser "Förderdschungel" entmutigt viele, sich um Fördermittel zu bemühen. Das ist schade, denn sinnvolle Projekte sollen nicht an der Finanzierung scheitern. Mein Ziel: Programme zu Themen wie Energieeffizienz, Wohnungsbau, Gründung und Ausbildung in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und Menschen und Unternehmen zur Antragstellung zu ermutigen.

Deshalb gibt es die Gruppe "Fördermittel" hier in XING, mit der wir Fördermittelsuchende, aber auch Berater informieren. Interessierte können sich auch auf meinem Portal www.foerdermag.de informieren und bundesweit Berater finden, die weiterhelfen. Speziell für Kleinunternehmer gibt es in Facebook die Unternehmensseite "Freiberufler und Selbstständige". Den fördernden Organisationen helfe ich durch Medienarbeit, begleite Wettbewerbe und erstelle Texte für die Öffentlichkeitsarbeit.

Ihr

Martin Buttenmüller

P.S. Noch Fragen? Schauen Sie gerne einmal auf meiner Website www.buttenmueller.de vorbei oder kontaktieren Sie mich hier in XING.