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Fördermittel und UnternehmensfinanzierungFördermittel und Unternehmensfinanzierung

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Fördermittel und Zuschüsse im Kontext der Unternehmensfinanzierung. Hier können Sie mehr über Ihre nächste Finanzierung erfahren.

Gerade kam die Prognose von Euler Hermes herein. Die Zukunft zeigt starke bis massive Anstiege von Insolvenzen.

"Make America great again" klappt gerade bei den Insolvenzquoten. Kein Land hat einen derartigen Zuwachs an Insolvenzen in den Jahren 2020 und 2021 zu erwarten. In Deutschland kommen wir einigermaßen durch. Eine Krise konzentriert die üblichen Abgänge auf einen kürzeren Zeitraum. Das ist auch eine Bereinigung.

Was können Fördermittel tun? Viele Unternehmen sind den Rufen der Fremdkapital-Finanzierung der Corona-Hilfen gefolgt und haben nun erheblich schlechtere Eigenkapitalquoten bzw. höhere Bankverschuldungsquoten.

Es gibt zahlreiche Fördermittel mit Eigenkapitalcharakter. Die Mandanten, die ich direkt betreue, haben schauen mit mir gerade regelmäßig nach solche Förderprogrammen, die die Eigenkapitalquote stärken. Mehr Eigenkapital bedeutet immer weniger Insolvenzrisiko.

Mit einigen Mandanten habe ich die parallele Finanzierung von Eigenmitteln und Kreditmitteln vorgenommen, um die freie Liquidität zu erhöhen. Einige konnten damit ihre Zahlungsmodalitäten mit den Lieferanten so umstellen, dass zwischen 6 und 10 % der Materialkosten eingespart werden können.

Es ist nichts Neues mit anderem Zahlungsverhalten günstigere Preise zu erhalten. Nur 10 % vom Materialeinsatz sind 3 bis 5 % vom Umsatz und 3 bis 5 % mehr Gewinn vom Umsatz. Bei manchem Unternehmen reicht das, um den Gewinn zu verdoppeln.

Darf man in der Krise mehr verdienen, nur weil man früher zahlt? Das Irre dabei ist, dass auch die Lieferanten mehr Gewinn machen. Wie das geht? Fragen Sie diejenigen, die es genauso machen.

Mit wegweisenden Fördergrüßen

Hier noch der link zu Euler Hermes:

https://www.eulerhermes.de/presse/pressemitteilungen/tickende-zeitbombe-weltweite-pleitewelle-ab-spaetestens-herbst-erwartet.html?utm_medium=social&utm_source=linkedin&utm_campaign=pr-insolvenzen&utm_medium=email%20&utm_source=int-email&utm_campaign=pr-insolvenzen&mkt_tok=eyJpIjoiTVdVMk16SmlOREEyTlRkaCIsInQiOiJNZnFSekVQTEx6UldwdXJUKytxZ3dEWWpudkhWRG5qMG50QlI2a1l6TDh6UmJaRG8rUGxGb0loaGtpSld6ODRKQW5mdVhhSXlVRzlhckt0djlIemMzb0VlTk9uZUc2VU5WMFEwYTFCTXh1NlVoQXQyMzIzQ1J4Y2dtc2NlNnVMTiJ9

Flurfunk - from the horses mouth

Jetzt werden die Konjunkturprogramme auf der Basis der Corona-Gelder konkreter!

Es wird bundesweit niederschwellige Förderungen geben. Überall und leicht zu beantragen (wie immer?).

Die GRW-Mittel werden aufgestockt und die Länder packen was dazu. Die Papiere, die in den Ministerien kursieren gehen auf eine dezidierte Ausrichtung der Förderung ein.

regional - innovativ - CO2-einsparend - digital

Jetzt wird es konkret. Bleiben Sie auf Empfang.

www.foerdermittelberatung.de

Ich bin Unternehmensberaterin und einem meiner Mandanten wurde die Soforthilfe abgelehnt, weil er bei Antragstellung noch keine BWA und SuSa vorlegen konnte, aus welcher der Umsatzeinbruch hervorgeht. Der Antrag wurde Ende Mai gestellt, der Umsatzeinbruch kam mit Verspätung ab Mai 2020.

Auf den schriftlichen Widerspruch mit umfangreicher Dokumentation und Begründung kam der Hinweis, dass "ein behördliches Vorverfahren nicht durchgeführt wird" und ein statthafter Rechtsbehelf gegen den Bescheid die Erhebung einer Klage sei.

Welcher Rechtsanwalt kennt sich in dieser Sache aus und würde den Fall begleiten?

Da hat die Bundesregierung eine Kleinbeihilferegelung 2020 erlassen und so sollten frische 800.000 Euro Kleinbeihilfen an jedes Unternehmen fließen können.

Neuer Name - neues Glück? ... oder doch nur eine weiterer Fallstrick?

Wir alle wissen, dass es bei Subventionen (dazu gehören die Kleinbeihilfen) keine Erfüllungsgehilfen gibt, sondern nur "Mittäter".

Nun entwickelt sich gerade bei den Landesförderinstituten und bei der KfW die Auffassung, dass alle Zuwendungen, die in ein Projekt oder gar in ein Vorprojekt gehen, auf die Kleinbeihilfen angerechnet werden müssen. So müssen nun Umwelt-, Energieeffizienz-, Regional- und Innovationszuschüsse angerechnet werden.

Wo, bitte, steht das?

Wenn sich diese Auffassung durchsetzt, erfolgt die Kürzung und Innovationsprojekte werden verschoben, weil man kein Geld dafür bekommt?!?

Es ist wie immer, wenn in der Förderwelt etwas ganz neu ist. Es gibt jede Menge Interpretationsspielraum und es gibt keine Pauschalisierung. Jeder Fall ist anders.

Wie kann man da vermeiden, dass man falsche Angaben im Antrag macht? Es müssen alle Vorförderungen erfasst und dokumentiert werden und im Zweifel muss man diese angeben, auch wenn man eine Kürzung erwarten muss.

Auch das kann morgen schon wieder anders sein.

Bleiben Sie auf Empfang.

Nun gab es Abstimmungen und keine Klärung. Die KfW schickt bald ein neues Formular ins Rennen und will damit die Förderungen erfassen, die auf die Kleinbeihilfen angerechnet werden. Die Abstimmungen zwischen den Banken und der KfW haben bisher (nach unserer Kenntnis) nicht zu einer eindeutigen Klärung geführt. Es bleibt somit dabei alles möglichst genau zu dokumentieren und alle Förderungen, die ein Unternehmen erhalten bzw. beantragt hat, aufzulisten und diese Unterlage vorrätig zu halten. Weiterhin ist zu dokumentieren, wenn es eine Abgrenzung zwischen Projekt A und Projekt B geben soll, worin diese Abgrenzung begründet werden kann. Die größten Diskussionen gibt es derzeit bei Folgeprojekten, da hier die KfW zuletzt einen Zusammenhang sah und die Verrechnung von Förderungen aus Vorprojekten als notwendig ansah. Nun denn, am Ende ist es bei Antragsverfahren so, dass man die geforderten Angaben macht und wenn der Bescheid kommt ggf. handeln muss. Wir widersprechen für unsere Mandanten immer, wenn wir deren Ansprüche verletzt sehen oder einfach nur falsch gerechnet wurde. Bis zur finalen Klärung bei den Kleinbeihilfen müssen wir Jäger UND Sammler bleiben.
Wenn ich mir die Ausführungen der Europäischen Kommission dazu ansehe, geht daraus hervor, dass ein Unternehmen Kleinbeihilfen erhalten kann - im Rahmen der Unterstützung von Unternehmen in der Coronakrise - bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 Euro. Diese 800.000 Euro können sich zusammensetzen aus Zuschüssen, Steuervorteilen, rückzahlbare Zuschüsse, Darlehen oder Bürgschaften. Wieso hier die KfW - nach deiner Aussage - auch auf Projekte bezieht die nichts mit der Coronakrise zu tun haben, kann ich nicht verstehen. Sollte dies so sein würde ich auf die Ausführungen der Europäischen Kommission verweisen, die diese Beihilfen genehmigt hat. Hier der Link https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_20_651

Wer falsche Förderangaben macht ist ein Subventionsbetrüger?!

So steht es im § 264 des Strafgesetzbuches. Das gilt auch, wenn die Angaben aus Versehen falsch waren. Egal wie, falls es falsche Angaben waren, die zur Corona-Förderung führten, muss man so schnell wie möglich die Förderung zurückzahlen. Oft ist es damit getan (kein Kläger - kein Richter)? Amtliche Stellen müssen Anzeige erstatten müssen, wenn Sie in Kenntnis geraten.

Das ist ein juristisches Thema, aber wir als Fördermittelexperten haben hier schon gute Erfahrungen gemacht, wenn man auf das Förderinstitut als Berater eines Unternehmens zugeht und um Klärung bittet und nach Kenntnis die Rückzahlung durch das Unternehmen veranlasst. Das muss nur richtig gemacht werden. Sie wissen wie? Gut.

In unserer Expertentätigkeit haben wir täglich Abstimmungen mit Mitarbeitern von Förderinstituten. Wir hören hier, dass viele mit den Verwendungsprüfungen von Corona-Hilfen beschäftigt sind und es kaum richtige Nachweise gibt und in sehr vielen Fällen Gelder wegen falscher Verwendung oder fehlender Grundlage (fehlender Notlage) zurückgefordert werden.

Das ist ein Thema, dass die Förderung immer begleitet. Viele Unternehmen können ihre Zuschüsse nicht abrufen oder nicht behalten, weil die Unterlagen der Prüfung nicht standhalten.

Dabei steht doch alles in den Allgemeinen Nebenbestimmungen, die mit der Zusage übermittelt werden bzw. im Zuwendungsbescheid auf diese verwiesen wird. Nun ist lesen und verstehen manchmal zweierlei. Zudem sind viele Unternehmen auf einen Projektnachweis nicht eingerichtet. Wer kalkuliert seine Aufträge auf der Basis realer Angaben nach? Entsprechen die erhobenen Daten auch den allgemeinen Nebenbestimmungen?

Wie auch immer, eines ist klar: Kein Nachweis der Verwendung der Gelder im Sinne des Zuwendungsbescheides sorgt für eine Rückforderung der Gelder, mit Zinsen, 5 Prozent über der Umlaufrendite.

Es bleibt die Frage: Wie behalten Sie Ihren Zuschuss? Sie wissen wie? Gut.

Mit wegweisenden Fördergrüßen

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