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Charlotte Alexandra Hager Social Media - eine neue Kulturtechnik, die wir lernen müssen?
Viele nutzen es, Viele fragen sich, ob es nur ein Hype ist, der auch bald wieder verschwindet. Muss man dabei sein, und wenn ja: Warum?
Die Rede ist von Social Media, also von Plattformen im Web 2.0 zum sozialen Austausch. Allen bekannt: Facebook und Twitter, die laut 'Cisco Annual Security Report' in 2009 ein enormes Wachstum erfuhren.
So verdreifachte Facebook im Laufe des vergangenen Jahres seine aktive Nutzerbasis auf 350 Millionen Menschen. Aber auch Unternehmen erkennen den Wert von sozialen Netzwerken immer mehr und nutzen das WWW etwa mit einem Unternehmens-Blog, Communities zu speziellen Themen verbinden die Menschen
rund um den Globus.
Lösen sich in Folge dieser Entwicklung Macht- und Kommunikationsstrukturen auf? Machen wir einen neuen Evolutionsschritt der Kommunikation durch?
Um Ihnen Zahlenmaterial zur aktuellen Situation der Nutzung von Social Media zu geben, hier die Ergebnisse von zwei Studien.
comrecon° hat vergangenes Jahr im Auftrag von ambuzzador eine Umfrage zu Social Media durchgeführt.
Zeitraum: Juni 2009 mit 247 Usern von Online-Foren und -Communities in Wien und NÖ
Hier einige Ergebnisse für unsere weitere Diskussion:
° Facebook ist für zwei Drittel die beliebteste Plattform
° Der Großteil nutzt Social Media mehrmals täglich und das im Schnitt 1-2 Stunden
° Im Schnitt werden 5 Foren oder Communities genutzt.
° Twitter und XING sind stark männlich dominierte Plattformen, Facebook ist für beide Geschlechter interessant.
° Männer posten viel öfter Tweets als Frauen --> Warum denken Sie, ist Twitter ein männliches Kommunikationsphänomen?
° Auch tauschen sich Männer mit weitaus mehr Personen über das Web aus, als Frauen dies tun. --> Ist das Internet männlich? Und die direkte Kommunikation weiblich?
Auch die Nutzungsmotive haben wir innerhalb der Studie erhoben. Dabei gilt es allen voran, mit anderen in Kontakt zu bleiben - es geht also um soziales Interagieren. Aber für die Hälfte der Befragten sind soziale Netzwerke auch wichtig zum Aufbau von Know-how und für Kaufentscheidungen.
--> Kann es also wirklich noch einen Weg an Social Media vorbei geben, wenn man seine Produkte verkaufen möchte?
Zwei Drittel der Befragten stimmen der Aussage zu, dass sie für sich Chancen in dieser neuen Art der Kommunikation sehen. Jeder Vierte kann sich ein Leben ohne Social Media gar nicht mehr vorstellen.
--> Was denken Sie, wohin dies führt? Wie werden wir in Zukunft miteinander kommunizieren und diskutieren?
Mehr Ergebnisse zur comrecon°-Studie für ambuzzador sehen Sie unter diesem Link: http://bit.ly/StudSocMedia
In Deutschland wurde von web evangelisten eine Umfrage über Twitter durchgeführt.
November 2009 mit 1.707 deutschsprachigen Twitterati (Nutzern von Twitter)
Durchschnittsalter der Twitterati: 31 Jahre
Zwei Drittel sind männlich.
Für Marken oder ein Unternehmen twittern 13%.
User aus der Medien-, Marketing- und PR-Branche tummeln sich in Twitter. In Summe machen sie 30% aus. Allerdings sind User PR nur mit knapp 5% vertreten. --> Ist Twitter kein guter Kanal für PR? Oder wird Twitter
gar als "Feind" guter PR angesehen?
Interessant ist, dass den Handel oder Vertrieb Twitter noch nicht erreicht hat.
--> Was meinen Sie, warum? Wird dies ihrer Meinung nach noch kommen?
Fast 90% haben einen offenen Account - sie wollen also von anderen gelesen werden.
Hier der Link zu den Ergebnissen der web evangelisten-Studie: http://bit.ly/5nzQ1H
Lassen SIe uns über Social Media und Ihre Eindrücke diskutieren!
Charlotte Alexandra Hager Nostalgie - Neuer Wein in alten Schläuchen? Oder sinnvolle Strategie?
Liebes Forum,
erinnern Sie sich an Ihr Lieblingseis in der Kindheit, an Ihr Lieblingsspielzeug? Mit welchen Produkten oder Marken haben Sie schöne Erlebnisse gehabt? Empfinden Sie manchmal eine sentimentale Sehnsucht nach Produkten der Vergangenheit?
Was war an diesen Produkten so gut? Warum sehnt man sich nach diesen zurück? Wo ist die Lücke zum Jetzt?
Kommt Ihnen der Satz: "Damals war ... viel besser." manchmal über die Lippen? Was wünschen Sie sich? Was war damals besser und was können wir uns im Heute von Damals abschauen?
Einige Firmen machen immer wieder Geschäfte mit der Nostalgie. Aktuelles Beispiel ist Twix: In limitierter Auflage wird Twix als Raider verkauft. Der Inhalt ist der Gleiche, der Name der alte. http://bit.ly/twixraider
Nestlé macht es diesem Beispiel nach und bringt das Yes-Torty wieder auf den Markt.
Tempo brachte zum 80. Geburtstag eine Nostalgie-Schachtel auf den Markt. http://bit.ly/TempoRetro
Die Geschäftsidee von Manufactum ist seit jeher, Traditionshandwerk und Qualität zu bieten. Der Slogan: "Es gibt sie noch, die guten Dinge." http://www.manufaktum.at/home.html
Das Alte ist gut, das Neue nicht - klare Aussage eines Unternehmen, und die Geschäftszahlen geben Manufaktum recht.
Viele von uns sitzen regelmäßig vor den flimmernden Kisten und erfreuen sich an den Musik-Shows zu den vergangenen Jahrzehnten.
Was macht die Sehnsucht nach dem Vergangenen Ihrer Meinung nach aus? Was lässt Sie wehmütig zurückdenken?
Bei welchen Produkten kommen bei Ihnen nostalgische Gedanken und Gefühle? Welche Produkte oder Serviceleistungen wünschten Sie sich wieder zurück?
Gibt es die Produkte der guten, alten Zeit?
Ist Retro in Zeiten der Krise und Enttäuschung wieder mehr gefragt? Hat man mehr Vertrauen in Altbewährtes? Was bedeutet Nostalgie für Sie? Ist Nostalgie eine Strategie der Zukunft?
Charlotte Alexandra Hager Vertrauensaufbau durch Werbung? Wie zielführend ist das?
Liebes Forum Cognitio,
ich möchte die Frage in den Raum stellen, wie aus Ihrer Sicht Unternehmen Vertrauen aufbauen und gewinnen.
Viele Unternehmen investieren in kostenintensive Werbe-/Imagekampagnen.
Dies kann man beispielsweise beim Verband der Versicherungsmakler erkennen. Der Verband hat, um das Image bzw. vielmehr das Vertrauen in die Makler aufzubauen, eine Werbekampagne in Print und TV lanciert.
Hier zur Printwerbung: http://bit.ly/wFNbS
Hier zur TV-Werbung: http://bit.ly/qfjwJ
Eine aktuelle Umfrage ergab, dass die Versicherungsmakler in der Gruppe vertrauenswürdiger Berufe weit unten rangiert. Was denken Sie? Kann die Kampagne helfen? Warum/warum nicht?
Bleiben wir im Versicherungssektor. Hier lachen uns derzeit Plakate der Donau Versicherung an. Die Kampagne von Bluetango schließt sich scheinbar dem Gedanken der Experten an, denn auch hier sehen wir Menschen und Text mit den Worten: Profi, Spezialist, Experte ... Mehr dazu hier (man beachte auch die Postings): http://bit.ly/zTnDN
Ein weiteres Beispiel liegt einige zeit zurück: Meinl European Land. Nach dem Skandal in den Medien wurden Inserate geschaltet, die die Botschaft trugen, dass man MEL doch vertrauen kann.
AWD hatte es ebenso mit einem Vertrauensverlust zu tun. Nun soll "AWD neu" helfen: http://bit.ly/3Waz2w
Die ÖBB kämpft mit der Spitzelaffäre und der Kritik an den Einsparungsmaßnahmen. http://bit.ly/4o8bN
Helfen Werbekampagnen? Kann Werbung Vertrauen aufbauen?
Welche Beispiele fallen Ihnen dazu ein?
Was erwarten Sie sich von Unternehmen? Wie müssen sich diese verhalten, um Ihr Vertrauen zu gewinnen? Und gibt es Unternehmen, denen Sie quasi "bedingungslos" Vertrauen? Welche sind das?
Charlotte Alexandra Hager Gabriele Brandner Thomas Andersen
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Charlotte Alexandra Hager Zukunft der Mobilität / 22.9.09
Liebes Forum,
Mobilität hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt: Während früher Menschen niemals ihre nähere Umgebung verließen, nimmt seit der Industrialisierung die Mobilität ständig zu. Nach den Kriegsjahren kam es dann zur Mobilisierung der Masse, die auch den "Normal-Bürger" zum Reisenden machte.
Die Tourismuszahlen steigen kontinuierlich: In den letzten 15 Jahren verdoppelte sich der weltweite Flugverkehr. Aber auch der Verkehr mittels Automobil und Bahn nimmt laufend zu.
Mobilität hat, neben ihrer Bedeutung für den weltweiten Tourismus, eine zweite, noch wichtigere Dimension: soziale Mobilität. Diese Entwicklung steht in starkem Zusammenhang mit den soziografischen Trends (Individualisierung, Frauen, Verjüngung) und mit der Veränderung der Arbeits- und Bildungswelt. Höhere Alltags-Mobilität bedeutet: Mehr Jobwechsel, mehr Wohnortwechsel, mehr Beziehungen im Leben, mehr Scheidungen; eine generell höhere Lebens-Komplexität. Für diese META-Mobilität benötigen wir neue soziale Fähigkeiten, aber auch neue Architekturen, Services und Produkte.
Mobilität ist dazu eine der entscheidenden Stützen der Wirtschaft.
Mobilität ist auch ein wichtiges Element unseres Lebensstils. Mobilität sichert uns unseren Wohlstand und sie treibt das Leben in der modernen Gesellschaft voran.
Das bedeutet aber, dass sich Mobilität auch in Zukunft verändern wird und auch muss.
Was sind die Gründe für unsere Mobilität?
Welche Anforderungen haben wir an Mobilität? Was ist wichtig?
° Sicherheit
° Sparsamkeit
° Finanzierbarkeit
° Komfort
° Umweltverträglichkeit
Haben die Hersteller die Anforderungen verstanden? Derzeit findet die IAA in Frankfurt statt. Ein "Innovationspfad" soll neue Richtungen weisen: http://bit.ly/1LqwhD
Was bieten die Hersteller? Audi den neuen A5 Sportback, auch in der 333 PS-Ausführung, noch mehr Power hat der R8; BMW präsentiert den neuen SUV X1, den neuen 5er GT und die Luxusmaschine 760Li, weiters einige sparsame Varianten und Hybridfahrzeuge wie den X6; Fiat, Jaguar, Mazda und auch alle anderen Hersteller präsentieren vorwiegend ihre Luxusmodelle und Flitzer. Von alternativen Antrieben und Konzepten ist nur verhalten etwas spürbar: http://bit.ly/IAARundgang
Präsentiert werden Sportwagen - "Grüße von der Überholspur": http://bit.ly/IAAMM
Was bedeutet Mobilität in der nahen Zukunft? In 5-10 Jahren? Welche Fortbewegungsmittel werden wir nutzen? Worauf haben sich Fahrzeughersteller (nicht nur Automobil, sondern auch Fahrrad, öffentlicher Verkehr etc.) einzustellen? Welche Autos wird es dann geben? Wann wird die Bahn zur echten Alternative? Wie geht es im Flugverkehr weiter? Was ist noch alles Mobilität?
Was soll Mobilitätsmanagement beinhalten? Wer muss zur Verantwortung gezogen werden? Und wo bleibt am Ende die Umwelt?
Welche Fragen stellen Sie sich und welche Antworten haben Sie auf diese Fragen?
Wir freuen uns auf die Diskussion zu diesem Thema.
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Danke für Ihre Mobilitätserfahrungen!
Ich denke, dass man Unterschiede macht zwischen dem Zweck und der Länge der zurückzulegenden Strecken. Also, Wege zu:
° Arbeitsplatz
° Ausbildung
° geschäftliche Wege
° Einkauf
° Freizeit
° Reisen
Ich denke, dass sich daraus durchaus ein Mix ergibt, der unterschiedlichen Motivationen folgt. Aber kann man sich vorstellen, auf bestimmte Reisen zu verzichten oder auf alternative Mobilitätsformen umzusteigen?
Wanderurlaub statt dem geliebten Strandurlaub?
Mit dem Rad zum Einkaufen?
Mit der Bahn nach Spanien?
U.s.w.
Was spricht für die einzelnen Möglichkeiten, was dagegen?
Auf welche Mobilitätsform könnte man gut verzichten - auf welche auf keinen Fall? Warum?
Viele Grüße,
Charlotte Hager

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