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Für Verantwortung in der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft. Forum

Die Entwicklung der Digitalisierung ist von ihrem Ende her zu denken. Dies erfordert klare ökonomische und gesellschaftliche Konzepte.

Andreas Seidel A fool with a tool is still a fool.
Die Realität mit Big Data ist nach wie vor, dass viele die Herausforderung unterschätzen. Die Anwendungen sind nicht die Zauberkästen, die uns höhere "Wahrheiten" liefern. Liegt es daran, dass wir die Daten missverstehen und daher von Anfang an die falschen Fragen an die Daten stellen? Grundsätzlich hat sich das Problem schon gezeigt, als wir noch nicht so viele Daten verarbeiten konnten. Müssen wir also noch mal unsere Methoden auf den Prüfstand stellen?
Andreas Seidel Ist unser gegenwärtiges Konzept von Digitalisierung überhaupt Menschen gemäß?
Digitalisierung soll in die Schulen, möglichst schon in die Kitas eingeführt werden - je früher je besser! In den Kinderzimmern ist sie bereits weitgehend Alltag.
Augenmediziner waren jetzt, dass bei Kindern eine nachhaltige, irreversible Schädigung der Augen droht, wenn sie zu lange auf Displays von Smartphones, Tabletts oder Notebooks schauen. Damit stellt sich schon die Frage, welchen gesundheitlichen Schaden wollen wir als Gesellschaft unseren Kindern zumuten, damit sie unseren Erwartungen einer digitalen Zukunft entsprechen? Ist das Recht von körperlicher Unversehrtheit uns Schutzbefohlenen gegenüber den Zielen digitaler Optimierung überhaupt verhandelbar, oder müssen wir nach anderen Wegen suchen?
Dient die Digitalisierungen bei solchen Entwicklungen noch den Menschen, oder überschreiten wir schon die Grenze, wo der Mensch der Digitalisierung dient?
Andreas Seidel
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Andreas Seidel
Liebe Saskia,
Digitalisierung ist Technik, nicht das Maß aller anderen wissenschaftlichen Erkenntnis. Da hat sich ein Bereich der Technologiefolgenabschätzung herausgebildet, der andere, äußere Bezugsrahmen setzt und wohl in der Regel berechtigt Korrekturen in der technischen Gestaltung abmahnt.
Ergonomie bei der Arbeit, "Humanisierung des Arbeitslebens", etc. waren alles wichtige Bausteine, die zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen beigetragen habe, die oft auch ausgefochten werden mussten, weil Technik by Design solche Aspekte nicht von Anfang an berücksichtigt hat.
In der Arbeitswelt ist dies auch alles ziemlich gut geregelt. In der Lebenswelt von Kindern hält nun immer mehr digitale Technik Einzug. Die Welt der Kinder soll nun fast genauso technisch bestimmt werden, wie unsere Arbeitsumgebungen.
All die Regularien die uns Erwachsene (im Berufsleben) schützen gibt es für Kinder faktisch nicht. Im Bewusstsein des Mittelalters waren Kinder nichts anderes als kleine Erwachsene, nur eben etwas kürzer. Momentan sehe ich eine Entwicklung, die aus pragmatischen Gesichtspunkten dazu zurückkehrt. Nur ist der Kinderschutz praktisch eben nicht den der Erwachsenen gleich gestellt - und damit habe ich dann ein Problem.
Andreas Seidel So dumm ist Künstliche Intelligenz ...
Andreas Seidel Nicht nur der Datenhunger der Wirtschaft ist ein Problem

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