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Gemeinwohl-Ökonomie

Willkommen in der XING-Gruppe Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Wir widmen uns der Vernetzung für Gemeinwohl interessierte Menschen.

Angela Drosg-Plöckinger Einladung zum TomorrowBusiness Café in Wien am 21. November 2018
Innovation und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?
Beim TomorrowBusiness Café tauchen Sie in zukunftsrelevante Themen ein und reflektieren Lösungen im Dialog mit anderen UnternehmerInnen .
Sie erfahren, wie Sie sofort zukunftsweisende Ideen gemeinsam mit KooperationspartnerInnen finden und erfolgreich realisieren können.
Information und Anmeldung unter https://forumtomorrow.at/events/2-tomorrow-cafe/
Nils Wittke Förderprogramm Nachhaltig fit für morgen mit dem Gemeinwohl-Kompakt-Bericht
Die Stadt Stuttgart fördert die Erstellung eines Gemeinwohl-Kompakt-Berichts mit 50%.
Stuttgarter Unternehmen können sich noch für das Förderprogramm bewerben (auch wenn im Flyer eine abgelaufene Frist steht, sie wurde verlängert).
Start des ersten Konvois ist für Ende November/Anfang Dezember 2018 geplant.
Nachhaltig fit für morgen mit dem Gemeinwohl-Kompakt-Bericht: https://www.stuttgart.de/item/show/659435
Auf der Website gibt es Links zu:
Beispiel-Unternehmen,
einen Überblick über das Förderprogramm für Stuttgarter Unternehmen,
und die Teilnahmeunterlagen
Matthias Kasper Heldenmarkt Berlin 2018 - Der Beitrag der Gemeinwohl-Ökonomie zu den Sustainable Development Goals (SDGs)
Liebe GWÖ-Interessierte,
am 17.11. stellen wir (GWÖ Berlin-Brandenburg) im Rahmen des Heldenmarkts Berlin 2018 den "Beitrag der Gemeinwohl-Ökonomie zu den Sustainable Development Goals (SDGs)" vor. Los gehts um 14 Uhr.
Wir freuen uns auf euer Kommen!
Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier schon den Link zum Artikel "Die SDGs und das Gemeinwohl" (von Gerd Hofielen & Matthias Kasper):
Thomas Bender Bye bye Data Slavery - der Abschiedsgruß von JLM Inc.
Ihre Arbeiten waren schon mehrfach in Deutschland zu sehen, u.a. im ZKM Karlsruhe und 2016 im Rahmen der Ausstellung +ULTRA, im Berliner Martin-Gropius-Bau.
Die Künstlerin JLM macht sich Gedanken über die Erfassung und Verbreitung ihrer persönlichen Daten. Wie viele von uns.
Wer hat sich noch nicht darüber geärgert, dass wir mit unseren Daten zum Profit anderer beitragen, ohne dass wir jemals gefragt wurden, ob wir das wollen.
Ob uns das gefällt oder nicht – die Nutzung von werbefinanzierten Social-Media-Kanälen und Suchmaschinen bezahlen wir mit dem Kontrollverlust über unsere digitale Identität.
Vor ein paar Wochen las ich auf dem deutschen Mozilla-Blog, dass Facebook im ersten Quartal 2018 mit seinen nordamerikanischen Nutzern (laut Statista waren das 2016 mehr als 219 Millionen) durchschnittlich 23,00 US-Dollar Umsatz erwirtschaftete, obwohl der Dienst für seine Nutzer kostenlos ist. Andererseits musste das Unternehmen schon mehrfach Datenlecks einräumen. Erst vor wenigen Tagen verhängte die britische Regulierungsbehörde für Datenschutz ICO, im Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Skandal, die Höchststrafe gegen Facebook. 500.000 Pfund – eine vergleichsweise lächerliche Summe für den Milliarden-Konzern.
Was tun? Auf Social-Media verzichten?
Jennifer Lyn Morone fand eine Antwort: Statt darauf zu warten, dass die „Stalker Economy“ (Guardian) ungefragt ihre Daten abgreift und zu Geld macht, drehte sie den Spieß einfach um und bot ihre Daten selbst zum Kauf an. Dafür legte sie sich den Namen JLM (TM) Inc zu und ließ sich am 05. Mai 2014 im US-Bundesstaat Delaware als Unternehmen registrieren (Corporation = Körperschaft). Ihre Gesundheitsdaten zum Beispiel, bot Sie den Besuchern der Berliner Ausstellung für 3.500 Euro an.
Sicher, man könnte sagen: das ist doch nur wieder so eine (Achtung Kuratorensprech) „Subversive Affirmation“. Die Taktik der Kommunikationsguerilla. Aber sie hat Charme, weil sie unser Unbehagen gegenüber einem kaum durchschaubaren System geheimer Monetarisierung in ein eigenes Geschäftsmodell verwandelt und öffentlichkeitswirksam auf die Spitze treibt.
Damit stellt Morone vieles in Frage, was in der digitalen Welt als unveränderbar gilt.
Unter der Überschrift „Life means business“ schreibt sie: „Jennifer Lyn Morone, Inc has advanced into the inevitable next stage of Capitalism by becoming an incorporated person. This model allows you to turn your health, genetics, personality, capabilities, experience, potential, virtues and vices into profit. In this system You are the founder, CEO, shareholder and product using your own resources. (…) Bye bye Data Slavery“.
Wie wäre es, wenn wir für die Nutzung unserer Daten bezahlt würden? Oder einfach für die Nutzung der Dienste bezahlten und dafür von Stalkern und Werbung verschont blieben?
© Thomas Bender, Dipl.-Designer BDG
Quellen/Links:
Katharina Nocun: Die heißeste Währung im Internet – Deine Aufmerksamkeit, Mozilla.org
https://blog.mozilla.org/berlin/die-heisseste-waehrung-im-internet-deine-aufmerksamkeit/
Abgerufen am 02.11.2018
Information Commissioner’s Office: Die Bekanntgabe der Strafzahlung gegen Facebook, ICO-Website
https://ico.org.uk/about-the-ico/news-and-events/news-and-blogs/2018/10/facebook-issued-with-maximum-500-000-fine/
Abgerufen am 02.11.2018
Nell Frizzell: Human for sale: the artist who turned herself into a corporation, Interwiew mit JLM, The Guardian
https://www.theguardian.com/artanddesign/2016/feb/09/jennifer-lyn-morone-neoliberal-lulz-data-surveillance
Abgerufen am 02.11.2018
Die Website der Künstlerin:
http://jenniferlynmorone.com/
Abgerufen am 02.11.2018