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Helmut Harff Aufgespießt: Sterne-Phobie
(Helmut Harff / Chefredakteur) Als Phobie bezeichnet die Psychologie als eine krankhafte Angst. Es scheint Menschen zu geben, die eine Angst vor dem Besuch von 4- oder gar 5-Sterne-Hotels haben. Man muss nur Menschen beobachten, die an solchen Hotels vorbei gehen. Trauen sie sich, so ein Hotel zu betreten, so geschied das häufig mit ähnlicher Ehrfurcht, wie man sie sich beim Betreten eines Gotteshauses wünscht.
Dabei schreckt weniger der Übernachtungspreis, obwohl der meist nicht gerade niedrig ist. Viele Menschen haben Angst, solche Hotels zu besuchen, weil sie meinen, dass dort nur die sogenannten Schönen und Reichen absteigen. Sie haben Angst davor, sich nicht angemessen bewegen zu können. Noch größer ist die Angst, dass jeder an ihrer Kleidung sieht, dass sie "nicht dazugehören".
Angesichts des Pomps in den Viele-Sterne-Hotels und dem gepflegten Image scheint solche Angst nicht unbegründet. Doch wenn man solche Hotels häufiger besucht, stellt man schnell fest, dass es nur wenige Hotels mit einer gewissen Promi-Dichte gibt. Doch die "stören" eigentlich nicht die anderen Gäste, wenn überhaupt nur das Hotelpersonal. Ansonsten sind das zumeist völlig normale Leute, die in den luxuriösen Herbergen absteigen.
Verbreiten die Hotels den Duft von Luxus und Geld, so vermisst man den bei den meisten Besuchern. Die gehen gern in Badelaschen zum Frühstück. Auch am Abend ist einen gehobene Garderobe eher die Ausnahme. Da kommt schon mal die Frage auf, wo haben die Männer ihre Brioni-Anzüge und die Frauen ihre Escada-Kleider? Verzichten immer mehr Menschen auf einen gewissen Stil, auf schöne Kleidung?
Auch ansonsten sind die Gäste der Nobel-Herbergen nicht besser als die in den preiswerteren Kategorien. Man lästert über andere Gäste, ist entrüstet über die hohen Preise auf dem Golfplatz, tauscht sich über Schnäppchen aus und trinkt ganz gern auch mal einen zuviel. Letztes belastet das Budget in vielen Hotels der obersten Kategorie in Urlaubsgebieten auch nicht über Gebühr die goldene Kreditkarte. Ein Glas Wein gibt es schon ab 5 Euro, die Flasche bekommt man auch schon um die 40 Euro. Auf der Karte stehen auch welche zu 2.000. Doch davon gibt es im Weinkeller auch nur wenige Exemplare.
Angst haben viele Menschen auch vor lärmenden Gästen, die bevorzugt russisch sprechen. Auch das ist eine unbegründete Angst. Die meisten russischen Gäste sind keine ungehobelten Hinterwäldler, sondern sehr kultivierte Menschen. Hoteliers berichten davon, dass ihre russischen Gäste in den letzten Jahren viel über die mitteleuropäische Kultur gelernt und verinnerlicht haben. Zumindest die Damen zeigen gern, dass sie sehr viel von Mode verstehen. Und, nicht alle Deutschen Touristen benehmen sich nicht so wie die am Ballermann.
Mein Tipp: Vergessen Sie Ihre Sterne-Phobie! Lassen Sie sich einmal in einem wunderschönen Wellness-Hotel verwöhnen! Sicherlich ist das kein ganz billiges Vergnügen, aber wesentlich preiswerter als gedacht. Wer seine gute Kinderstube nicht vergessen hat, etwas Selbstbewusstsein sein Eigen nennt und die wichtigsten Benimmregeln kennt, kann sicherlich jedes befürchtete Fettnäpfchen vermeiden und so richtig genießen.
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Helmut Harff Aufgespießt: Geld allein...
(Helmut Harff / Chefredakteur) Geld allein... macht nicht glücklich, meint der Volksmund und weiß auch, dass es befriedigt. Das sehr wenig Geld oder Besitz glücklich macht, verbannen wir lieber in Märchen wie "Hans im Glück". Wir kennen viele Sprichworte zum Thema Glück und Geld. Beide Themen scheinen für uns Menschen verdammt wichtig zu sein. Das gilt im Kleinen wie im Großen.
Wer möchte schon unter einen Rettungsschirm kriechen und von da an fremdbestimmt leben. Das möchten weder HartzIV-Empfänger, Mindestrentner mit staatlichen Zusatzleistungen, 400-Euro-Jobber noch zwangsverwaltete Kommunen, sich verspekulierende Banken noch zahlungsunfähige Staaten. Wer so tief abrutscht, hat verloren, dessen Image ist hin. Wer auf fremdes Geld angewiesen ist, hat nicht einmal Mitleid zu erwarten, höchstens Vorwürfe und Schuldzuweisungen. Das gilt leider auch noch immer für die Menschen, die "ein kleines, aber feines Familienunternehmen führen" - für die Hausfrauen und Hausmänner.
Doch warum ist das so. Diese Frage stellte sich auch eine Professoren-Runde auf Phönix. Dass sich vier Wissenschaftler nicht einig sind, versteht sich von selbst. Eine Begründung war für mich am ehesten nachvollziehbar: Weil wir uns messen wollen. Das wollen schon die Kinder im Kindergarten und freuen sich über Bienchen oder ähnliche "Benotungen". Das geht in der Schule so weiter. Wer Kinder vor dem "Stress" einer eindeutigen Bewertung "schützen" will, tun ihnen nicht nur aus meiner Sicht keinen Gefallen. Schließlich werden wir als Erwachsene immer wieder Bewertet.
Leider ist es spätestens dann so (bei Kindern fängt es nicht erst bei den Markenklamotten an), dass die Bewertung zumeist in Euro oder anderem Besitz erfolgt. Bewegen sich die zu Bewertenden allerdings auf gleichem finanziellen Niveau, gibt es plötzlich andere Kriterien. Das kann das Golf-Handicap, die Kunstsammlung, die Dauerkarte für den Lieblingsverein, aber auch die Erfolgreiche Teilnahme an Marathonläufen sein. Auch ein Hobby kann zu einer guten Bewertung führen.
Geld allein ist es also nicht, wenn es darum geht, sich wohl, sich glücklich zu fühlen. Glücklich sind wir vor allem dann, wenn wir anerkannt werden, wenn wir gut bewertet werden. Wir sind es demnach auch, die für Glücksgefühle unsere Mitmenschen verantwortlich. Wir müssen nur ihr Tun schätzen, egal ob sie ein dickes Konto haben oder nicht.
Mein Tipp: Beurteilen Sie Ihre Mitmenschen nicht nur mit dem Eurozeichen im Auge. Sehen Sie hinter die Fassade des Bankkontos. Zeigen Sie Ihren Mitmenschen, dass sie gute Noten verdient haben, dann gilt ein anderes Sprichwort: "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus". Will sagen, auch die eigene Benotung fällt sicherlich besser aus, denn Geld allein...
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Andreas Früh Online-Umfrage zum Thema Männergesichtspflege
Liebe Gruppenmitglieder,
ich arbeite derzeit an meiner Bachelorarbeit. Hierzu führe ich eine Online-Umfrage zum Thema "Männergesichtspflege" durch. Dafür benötige ich Ihre Unterstützung!
Der Link zu meinem Fragebogen lautet:
Das Ausfüllen des Fragebogens dauert in etwa 10 Minuten. Die Auswertung erfolgt natürlich anonym.
Vielen Dank vorab!
Andreas Früh
Helmut Harff Aufgespießt: Der Ball rollt
(Helmut Harff / Chefredakteur) Die Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine hat begonnen, die ersten Tore sind gefallen und die ersten Freuden- und Frusttränen sind geflossen. Die Medien haben nach den vielen kritischen Berichten, vor allem aus und über die Ukraine, wieder ein Thema: Europas Fußball.
Das Thema EM beherrscht nicht nur die Stammtische. In fast jeder Gaststätte, auf Campingplätzen, in Kleingartenanlagen und auf riesigen Arealen in den Städten trifft man sich zum Public Viewing. Und doch, so richtige Hochstimmung wollte vor der EM und will noch immer nicht aufkommen. Sah man zum Sommermärchen 2006 sehr viele Autos mit der Deutschen Fahne am Fenster, so sind es jetzt deutlich weniger. Insgesamt kann von Euphorie keine Rede sein.
Warum scheint diesmal die Luft raus zu sein, bevor das Turnier so richtig losgegangen ist? Viele Kommentatoren meinen, dass liegt an der allgemeinen Krisenstimmung. Krise in Deutschland? In Griechenland, Italien (hier auch fußballerisch), Spanien oder Irland vielleicht, doch Katerstimmung in Germany? Nicht einmal der Bier- oder der Benzinpreis sind zur EM gestiegen? Ist es die sehr kritische Vorberichterstattung über die Austragungsorte, die für miese Stimmung gesorgt haben. Ob sich Fußballfans denn Spaß am Spiel durch einen Hungerstreik von Frau Timotschenko nehmen lassen.
Doch was ist es dann? Vielleicht der Fußball selber? Die Berliner sind sauer über den aus ihrer Sicht nicht ganz sauberen Abstieg ihrer Hertha. Die Bayern sind von ihren titellosen Münchener Nobelkickern so enttäuscht, dass sie schon Dortmunder Alt trinken. Die Fußballnation Deutschland zeigt sich frustriert ob der Leistungen ihrer Nationalmannschaft bei den Testspielen gegen die Schweiz (5:3-Niederlage) und Israel (ein nicht gerade schmeichelhafter 2: 0-Sieg). Da hängen die Siegtrauben schon sehr hoch. Viele glauben augenscheinlich nicht wirklich an eine Finalteilnahme der Löw-Truppe. Da fällt die Feierlaune etwas gedämpfter aus. Hier können die Fans allerdings von der FDP lernen. Die zeigte ja bei den letzten Landtagswahlen, dass Totgesagte länger leben und wieder auferstanden auch besser feiern können.
Apropos Politik: Die ist nicht so erfreut über die geringe EM-Euphorie der von ihr regierten Nation. Ist die im kollektiven Fußball-Taumel, kann man die eine oder andere unbequeme Gesetzesänderung beschließen, ohne dass es zu einem kollektiven Aufschrei kommt. Den gibt es dann bei den Toren von Schweinsteiger und Co.
Mein Tipp: Genießen Sie die EM-Spiele, allein, mit Freunden oder mit Tausenden auf den Plätzen der Republik. Sollten Sie kein Fußballfan sein, auch kein Problem, die Olympischen Spiele in London stehen ja kurz vor Ihrer Eröffnung. Sie sind gar kein Sportfan? Dann genießen Sie doch die zahlreichen Open-Air-Konzerte wie das der Staatskapelle auf dem Berliner Bebelplatz oder einfach nur den Sommer.
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Helmut Harff Aufgespießt: Das Auto
(Helmut Harff / Chefredakteur) Es gibt kaum so viele Vorurteile wie gegenüber Autofahrern beiderlei Geschlechts. Frauen kaufen das Auto passend zum Kleid, können nicht einparken und wissen den Unterschied zwischen Drehzahl und PS nicht. Für Männer ist ihr Auto ein verlängerter Penis und sie degenerieren im Auto zum Neandertaler. Beides stimmt und stimmt auch wieder nicht. Sieht man genauer hin, gibt es nicht so viele Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Autofahrern, mal abgesehen vom Kleid und dem "kleinen Unterschied".
Eher ist an der Einschätzung etwas dran, dass Frauen im Vergleich zu den Männern lieber kleinere, kompaktere, übersichtlichere und "vernünftigere" Autos kaufen. Wenn das mal beim Handtaschen- und Schuhkauf auch so wäre. Männer wollen schon viele PS unterm Hintern haben und einen entweder sehr sportlichen oder einen sehr bulligen Wagen durch den Stau dirigieren. Am Ende entscheiden sich angesichts von immer weiter steigende Auto- und Spritpreisen doch für die praktischere Variante, ohne jedoch die gesparten Euro in teure Schuhe zu investieren. Manchmal sind Männer ganz praktisch veranlagt.
Doch gehen die Männer auf eine Automesse, wie die gerade laufende AMI in Leipzig, dann werden die Augen mit jedem PS mehr beim Lieblingsauto immer ein Stückchen größer. Wenigstens einmal so ein Auto Probefahren ist dann der mit Glück erfüllbare Wunsch. Leider bieten das die Bauer der Superwagen deutlich weniger an, als die der "Alltagskutschen". Automessen sind nach wie vor Männermessen. Die gehen da übrigens wirklich wegen der Autos hin, obwohl die Gott sei Dank wieder sehr seriös gekleideten Hostessen noch immer eine Augenweide sind. Fragt man sie, so können die jungen Damen sehr wohl Drehzahl und PS unterscheiden. Sie wissen auch, wo der Kindersitz zu befestigen ist und wie viele Bierkisten der Kofferraum fast.
Beim Besuch in Leipzig habe ich mal "Mäuschen" gespielt und einige Paare, aber auch Männer und Frauen allein beim Gespräch mit Beratern an verschiedenen Ständen belauscht. Ganz vorn auf der Fragen-Bestsellerliste stand neben dem Preis, die Frage nach dem Verbrauch. Der Spritpreis bestimmt also immer mehr, welcher Wagen gekauft wird. Weniger Fragen gab es nach der Sicherheit. Die setzt man wohl inzwischen einfach voraus. Einen noch größeren Bogen als die Männer, machen die Frauen um in Deutschland unbekanntere Marken. Sehen die Autos gut aus, sehen Männer schon einmal genauer hin. Hier sind die Frauen schwerer zu überzeugen. Sie sind eben vernünftiger. Bei Luxuskarossen, ob Porsche oder Rolls Royce, werden aber wohl beide schwach. Einfach mal Probesitzen gönnen sich Frauen und Männer gern.
Mein Tipp: Beim Autokauf, sollte man etwas weniger auf sein Bauchgefühl und seine Hormone hören, als auf sein Bankberater oder den Kontoauszug. Mann wird kein tollerer Kerl, wenn er ein tolles Auto fährt. Selbst wenn er sich hinter dem Lenkrad eines Jaguar so fühlt. Spätestens wenn er aussteigt, ist er wieder ein ganz normaler Kerl. Übrigens: Frauen freuen sich wie verrückt, wenn sie Kleid, Tasche und Schuhe passend zur Familienkutsche bekommen.
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