Gesellschaft für Informatik (GI)

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Ludger Porada
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Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

In guter Gesellschaft.......Zukunft gestalten!

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MODELLIERUNG 2022

Mon, 6/27/2022 - Fri, 7/1/2022

Mon, 6/27/2022 - Fri, 7/1/2022

Modelle stellen eines der wichtigsten Hilfsmittel zur Beherrschung komplexer Systeme dar. Die Themenbereiche der Entwicklung, Nutzung, Kommunikation und Verarbeitung von Modellen sind so vielfältig...... Read more

Mon, 6/27/2022 - Fri, 7/1/2022

Location

HAW/Uni Hamburg,

Hamburg

Wie plant man seine Unternehmensnachfolge?

Bis 2025 werden über 5,6 Mio. Bundesbürger 65 Jahre alt. Deutschland steht eine große „Verrentungswelle“ bevor. Grund genug sich mit diesen Thema zu beschäftigen.

Viele IT-Unternehmer nähern sich diesem Thema erst dadurch, dass sie von Private Equity/family offices oder von größeren IT-Unternehmen via Brief angesprochen werden.

… wenn nun der/die IT-Unternehmer/in reagiert kann er/sie viel falsch machen.

Warum?

- unvorbereitet in Gespräche zu gehen birgt die Gefahr viele berechtigte Fragen nicht beantworten zu können.

- meist führt der potentielle Käufer das Gespräch und die IT-Unternehmer Fragen zu selten danach, was sich der Käufer von einem Zukauf verspricht. So kann der Verkäufer den Nutzen und die Motive des Zukaufenden nicht erfassen und daraus auch keine Rückschlüsse auf die Bereitschaft der Zahlung eines vielleicht besseren Kaufpreises schließen.

- natürlich wird im Gespräch nach Kaufpreisvorstellungen gefragt – hoffentlich kennen Sie dann ihren Unternehmenswert und wissen ihn auch zu begründen – generell sollte aber in dieser Gesprächsphase kein Preis genannt werden.

- oft besteht bei den IT-Unternehmern irrtümlich der Eindruck, wenn schon einer von selbst anfragt dann besteht Interesse und die Bereitschaft einen anspruchsvollen Preis zu bezahlen – dies ist aber nicht so. Ggfls. möchte der Anfrager nur den Markt näher kennen lernen, um sich ein Bild davon zu machen, ob er für sie interessant ist, oder sie haben einen Wettbewerber gerade zugekauft und wollen sehen wie sie den Wettbewerbern an seinen Schwachstellen angreifen können.

- selbst, wenn die Gespräche „erfolgreich“ verlaufen, wissen Sie genau, ob nicht jemand anderes vielleicht viel besser zu ihren Unternehmen passt und ggfls. einen viel höheren Kaufpreis bereit ist zu bezahlen?

- die unvorbereiteten Verkäufer begeben sich in der Gesprächsfolge selbst unter Zugzwang, denn die kaufende Partei benötigt viele Informationen, die auf „Knopfdruck“ nicht verfügbar sind. Infolgedessen werden Termine nicht eingehalten und die Verhandlungen ziehen sich in die Länge und versanden dann meist, weil der Verkäufer gar nicht gemerkt hat, dass gar kein Interesse mehr besteht.

- u.v.m.

Wie sollten nun IT-Unternehmer handeln, wenn Sie die Nachfolge aktiv in die Hand nehmen möchten?

- zunächst steht die Frage im Raum, ob Nachfolger aus der eigenen Familie, unter den Mitarbeitern oder von extern zur Verfügung stehen.

- generell ist ja auch die Frage zu stellen, ob ein Unternehmensverkauf überhaupt die richtige Lösung ist, denn was machen Sie eigentlich mit dem Verkaufserlös bei negativen Zinsen?

- wie sieht es mit ihrer persönlichen Altersversorgung aus, wie lange reicht die?

sammeln Sie alle notwendigen Informationen die sie für einen Unternehmensverkauf und der damit verbundenen „due diligence“ benötigen – dies beansprucht meist viel mehr Zeit, als gedacht.

- informieren Sie sich über den Prozess des Unternehmensverkaufs bei M&A Branchenspezialisten, dies hilft Ihnen Aufwände und Kosten zu sparen.

- Berücksichtigen sie, dass die Suche nach einem Nachfolger ein sehr vertrauliches „Projekt“ darstellt und ihre Mitarbeiter stark verunsichern kann.

wenn sie rechtzeitig d.h. 3-7 Jahre vor einem geplanten Verkauf mit den Vorbereitungen beginnen ist die Erfolgschance sehr hoch und Sie können auch noch einiges in die Wege leiten, um den Unternehmenswert positiv zu beeinflussen.

- in diesem Zusammenhang möchten wir auch darauf hinweisen, dass viele IT-Unternehmer nicht die notwendigen Dinge vorbereitet haben, wenn ihnen etwas zustößt (Unfall, Krankheit etc.) – im extremen Fall, geht daran ein Unternehmen unnötig zu Grunde – Notare und Anwälte unterstützen in diesem Thema.

Der Schritt in einen neuen Lebensabschnitt (der Rente) ist gravierend und sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Wichtig ist es, dass sich die IT-Unternehmer, für diese sehr persönliche Situation Zeit nehmen und nicht emotional spontan handeln.

Hackbacks und sonstige intrusive Maßnahmen sollten zugunsten einer IT-Sicherheitsstrategie weichen, die auf Prävention setzt.

In den kürzlich veröffentlichten digitalpolitischen Zielen nimmt sich das Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) vor, die Befugnisse und Fähigkeiten der Sicherheitsbehörden neu auszurichten und weiterzuentwickeln. Dabei soll die Cybersicherheitsstrategie anhand der Vorgaben des Koalitionsvertrags gestaltet werden. In diesem einigten sich SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Sicherheitslücken, ein wirksames Schwachstellenmanagement und die Vorgabe „security-by-design/default“. In ihrer Bewertung des Koalitionsvertrags begrüßte die GI diese Position ausdrücklich als Kehrtwende in der IT-Sicherheitspolitik hin zu einer präventiv orientierten Cybersicherheit.

Vor dem Hintergrund einer neuen Bedrohungslage durch Cyberangriffe im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine werden nun allerdings die Forderungen nach einer aktiven Cyberabwehr wieder lauter. Diese beinhaltet unter anderem das Aufkaufen und Ausnutzen von IT-Sicherheitslücken und intrusive Maßnahmen wie sogenannte Hackbacks, die gezielt die digitale Infrastruktur von Angreifenden schädigen.

Der Policy Brief 2022/06 erläutert die Problematik entsprechender intrusiver Maßnahmen und zeigt Handlungsalternativen für eine höhere IT-Sicherheit auf. Im Zentrum der Empfehlungen stehen präventiver Maßnahmen wie ein wirksames Schwachstellenmagement.

Download: Policy Brief Nr. 1 2022/06 „Aktive Cyberabwehr im Angesicht einer sicherheitspolitischen Neuaufstellung“ auf https://gi.de/fileadmin/GI/Allgemein/PDF/GI_PolicyBrief_2022-06_Aktive_Cyberabwehr.pdf

Erpressungstrojaner haben in den letzten Jahren stark zugenommen und sich zu einem geostrategischen Risiko entwickelt. In einem offenen Brief fordern IT-Sicherheits- und Informatik-Fachleute wirkungsvolle Maßnahmen, um Lösegeldzahlungen zu vermeiden und so den Erpressenden den Geldzustrom abzuschneiden.

Der Schaden, der durch Daten-Diebstahl, Spionage und Sabotage für die deutsche Wirtschaft entsteht, beläuft sich laut einer aktuellen Bitkom-Studie auf jährlich über 200 Milliarden Euro - dies entspricht über 6% des gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukts für 2021 (3,57 Billionen EUR). Ein Großteil der Schäden geht demnach auf sogenannte Ransomware zurück, Erpressungssoftware wie WannaCry, die vor fünf Jahren u.a. die Deutsche Bahn getroffen hat.

Aufgrund der großen Schäden, die Ransomware-Attacken anrichten können, ist die Bereitschaft von Unternehmen, sich durch Lösegeldzahlungen "freizukaufen", in den letzten Jahren stark gestiegen. Obwohl das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Bundeskriminalamt (BKA) empfehlen, sich grundsätzlich nicht auf Lösegeldzahlungen einzulassen, zahlen laut einer aktuellen Studie des Sicherheitsdienstleisters Sophos rund 42% aller deutschen Unternehmen das geforderte Lösegeld, im Schnitt über EUR 250.000.

Christine Regitz, Präsidentin der Gesellschaft für Informatik: "Die Zahlungen von Lösegeld haben wirtschafts- sowie staatsgefährdenden Kriminellen in den letzten Jahren zig Millionen Euro in die Kassen gespült. Damit muss Schluss sein - auch wenn das für das einzelne Unternehmen womöglich zunächst noch schmerzhafter ist als die Zahlung selbst. Es bedarf schneller und wirkungsvoller Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit einerseits und der Unterbindung von Lösegeldzahlungen bei Ransomware-Angriffen andererseits. Hier ist auch die Politik gefordert."

Der offene Brief "Lösegeldzahlungen bei Ransomware-Angriffen: ein geostrategisches Risiko" wurde bereits von über 30 IT-Sicherheits- und Informatik-Fachleuten unterzeichnet und schlägt eine Reihe an Maßnahmen zur Vermeidung von Lösegeldzahlungen und zur Stärkung der IT-Sicherheit vor. Hier geht es zum offenen Brief: https://ransomletter.github.io/

Übrigens: Unser Partner GI-24 für berufsbezogene Versicherungsleistungen bietet neu (für GI-Mitglieder) einen Schutz bei Cyber-Angriffen, siehe https://gi-24.de/pro-it-cyber/

Nach den Landtagswahlen von Schleswig-Holstein im Mai veröffentlichen die künftige Regierungsparteien CDU und Bündnis 90 / Die Grünen nun ihren Koalitionsvertrag, der viele digitalpolitische Ziele umfasst. Neben Plänen in den Bereichen IT-Sicherheit, Digitale Souveränität und Green IT, begrüßt die Gesellschaft für Informatik vor allem die Pläne für die Einführung eines Pflichtfachs Informatik. So soll Informatik an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen verpflichtend unterrichtet werden. Damit greift die Koalition eine zentrale Forderung der Gesellschaft für Informatik auf.

Christine Regitz, Präsidentin der Gesellschaft für Informatik e.V.: „Digitalisierung und informatische Systeme bestimmen vielerorts unseren Alltag. Wenn die allgemeinbildenden Schulen den Anspruch haben, unsere Kinder auf diesen durch Informatik geprägten Alltag vorzubereiten, dann muss Informatik genauso selbstverständlich gelehrt werden wie Lesen, Schreiben, Rechnen, Medien- und politische Bildung. Digital mündige Bürger*innen, die sich selbstbestimmt in der zunehmend digital vernetzten Welt bewegen, müssen grundsätzlich verstehen, wie diese digitalen Technologien funktionieren. Dafür braucht es in der Schule einen eigenen Lernort und ein eigenes Fach mit dafür ausgebildeten Lehrkräften. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die Pläne der neuen Koalition in Schleswig-Holstein zur Einführung des Pflichtfaches Informatik.“

Schulen sollen laut dem Koalitionsvertrag außerdem die Möglichkeit erhalten, „innovativen Unterricht“ zu erproben, bei dem sie von einem Innovationsfonds unterstützt werden sollen. Durch die neuen Pläne würden laut des Vertrags die Zukunftskompetenzen der Schüler*innen gefördert werden, wobei die Stärkung der Medienkompetenz sie befähigen soll, sich vor Desinformation und Verschwörungserzählungen zu schützen.

Der Informatik-Monitor https://informatik-monitor.de/, der von der Gesellschaft für Informatik in Kooperation mit der Universität Rostock umgesetzt wird, zeigt, dass die Informatikbildung in Deutschland noch immer einem Flickenteppich gleicht. Während Mecklenburg-Vorpommern mit verpflichtendem Informatik-Unterricht ab Klassenstufe fünf Spitzenreiter ist, bilden Hessen und Bremen ohne ein jegliches Angebot für Informatik-Unterricht die Schlusslichter. Umso erfreulicher sind daher natürlich die Pläne der neuen Koalition, die Informatikbildung im Land zukünftig zu stärken. Schleswig-Holstein folgt so immer mehr Bundesländern, die das Pflichtfach Informatik umsetzen wollen und trägt dazu bei, die großen Unterschiede informatischer Bildung zwischen den Bundesländern zu verringern.

MODELLIERUNG 2022

Mon, 6/27/2022 - Fri, 7/1/2022

Mon, 6/27/2022 - Fri, 7/1/2022

Mon, 6/27/2022 - Fri, 7/1/2022

Location

HAW/Uni Hamburg,

Hamburg

RG Mittelfranken: Corona-Wellenreiten

Tue, 7/5/2022 6:30 PM - 7:30 PM

Tue, 7/5/2022 6:30 PM - 7:30 PM

Tue, 7/5/2022 6:30 PM - 7:30 PM

Location

TH Nürnberg,

Nürnberg

Mensch und Computer - MUC 2022

Sun, 9/4/2022 - Wed, 9/7/2022

Sun, 9/4/2022 - Wed, 9/7/2022

Sun, 9/4/2022 - Wed, 9/7/2022

Location

Darmstadtium,

Darmstadt

DELFI & GMW 2022

Mon, 9/12/2022 - Wed, 9/14/2022

Mon, 9/12/2022 - Wed, 9/14/2022

Mon, 9/12/2022 - Wed, 9/14/2022

Location

Hochschule Karlsruhe,

Karlsruhe

Mon, 9/19/2022 - Fri, 9/23/2022

Mon, 9/19/2022 - Fri, 9/23/2022

Location

Universität Trier,

Trier

NFORMATIK 2022 - 52. Jahrestagung der GI

Mon, 9/26/2022 - Fri, 9/30/2022

Mon, 9/26/2022 - Fri, 9/30/2022

Mon, 9/26/2022 - Fri, 9/30/2022

Location

Universität Hamburg,

Hamburg

In guter Gesellschaft.......Zukunft gestalten!

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung und versammelt eine geballte Konzentration an Wissen, Innovation und Visionen. Kernthemen unserer Arbeit sind unter anderem die Nachwuchsförderung, der Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung, Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit von Informatiksystemen. Die Xing-Gruppe dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch und ist Plattform für Diskussionen, Die Xing-Gruppe ist offen für Nicht-Mitglieder.

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