Gesellschaft für Informatik (GI)Gesellschaft für Informatik (GI)

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Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

SE 2021: Software Engineering

Mon, 2/22/2021 - Fri, 2/26/2021

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In diesem Jahr wurden mehr als 2.000 Schulen aller Schulformen von der Initiative "MINT Zukunft schaffen!" und ihren Partnern ausgezeichnet mit den Signets "MINT-freundliche Schule" und "Digitale Schule". Die Rückmeldungen der Schulen sind eindeutig: Die Arbeit, die zur Auszeichnung führt, hat Strukturen geschaffen, die die geehrten Schulen besonders robust durch die Pandemie leiten.

Prof. Dr. Hannes Federrath, stellvertretender Vorsitzender von “MINT Zukunft schaffen!” und Präsident der Gesellschaft für Informatik: "Mein Glückwunsch und zugleich mein Dank geht an die vielen ausgezeichneten Schulen und ihre Lehrkräfte, die mit ihrem Engagement den Grundstein für unsere Wissensgesellschaft legen. Aber auch den Schülerinnen und Schülern ist zu danken, denn bei den Auszeichnungen sehen wir immer wieder, wie sie sich einbringen in die MINT-Arbeit der Schulen."

Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzende der Initiative "MINT Zukunft schaffen": „Bereits mehr als 2.000 Schulen tragen selbstbewusst ihr Signet von ,MINT Zukunft schaffen'. Dabei beweisen ,MINT-freundliche Schulen' wie ,Digitale Schulen' gleichermaßen : guter digitaler Unterricht ist möglich und machbar. Der harsche Veränderungsdruck der Corona-Krise birgt für die dringend nötige (weitere) Digitalisierung der Schulen jetzt auch eine Chance. Dies gilt nicht zuletzt für Lehrerinnen und Lehrer. Sie haben nun allen Grund, sich digital noch intensiver fortzubilden und damit direkt zum Lernerfolg ihrer Schülerinnen und Schüler beizutragen. Klar, auch die bereits ausgezeichneten Schulen haben noch Baustellen, vor allem beim komplexen Distanzunterricht. Nirgends ist die Welt rosarot, erst recht nicht in der Pandemie. Aber wer sich bereits eine gute MINT-Basis mit großem I-Punkt geschaffen hat, hat es jetzt auch bei widrigen Umständen leichter. Digitale Fitness und MINT-Fitness sind Zwillinge.“

Ausschreibung zur Digitalen Schule:

Die Schulen müssen in fünf Kriterien mit 20 Indikatoren zeigen, dass sie das Thema der digitalen Bildung umfassend und konzeptionell fundiert adressieren: (1) Pädagogik und Lernkulturen, (2) Qualifizierung der Lehrkräfte, (3) Vernetzung mit Partnern, (4) Konzept und Verantwortlichkeiten sowie (5) die technische Ausstattung.

Ausschreibung zur MINT-freundlichen Schule:

In 14 Kriterien weisen die Schulen ihren MINT-Schwerpunkt nach. Zentral ist, dass der Schwerpunkt dauerhaft verankert ist, eine MINT-Koordination die Prozesse steuert und die Schülerinnen und Schüler mit hochwertigen und attraktiven Angeboten ihren MINT-Talenten nachgehen können.

Über die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, fördern und auszuzeichnen. Hierzu nehmen wir insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie des Informatik- bzw. Digitalisierungsprofils im Besonderen durch die Programme „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ in den Blick. Die weiteren Ziele der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ sind die Erhöhung der Zahl der Anfänger in MINT-Studiengängen und Ausbildungsberufen und dabei insbesondere die Erhöhung des Frauenanteils; die Sicherung und Steigerung der Qualität der Absolventen von MINT-Studiengängen und -Ausbildungsberufen; der Abbau von Technologie-Skepsis in der Bevölkerung.

Mehr auf https://mintzukunftschaffen.de/

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens darf nach Auffassung des Präsidiumsarbeitskreises (PAK) Datenschutz und Datensicherheit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) nicht an mangelnder IT-Sicherheit scheitern.

Der Präsident der Gesellschaft für Informatik, Prof. Dr. Hannes Federrath, fordert, mit strengen Vorgaben für die IT-Sicherheit inklusive der Überprüfung ihrer Einhaltung dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz der Patientendaten einen hohen Stellenwert bei der Digitalisierung bekommt: „Im Zweifel muss zuerst für den Schutz der Patientendaten gesorgt werden, bevor neue Prozesse im Gesundheitswesen digitalisiert werden.“

In einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 19. März 2020 wurde festgestellt, dass „vor allem in Anbetracht des teils sensiblen und in hohem Maße persönlichkeitsrelevanten Charakters der genutzten Daten und der dabei breitflächigen Erhebung ein erheblicher Grundrechtseingriff“ vorliegt. „Verstärkt wird dieser Effekt durch die beträchtliche Menge an Daten, die erhoben, übermittelt, ausgewertet und anderweitig weiterverarbeitet werden dürfen. Insofern ist darauf zu verweisen, dass auch einzelne Daten mit scheinbar gering ausgeprägter Persönlichkeitsrelevanz in der Zusammenschau mit anderen Daten einen intensiven Persönlichkeitsbezug entfalten können (vgl. schon BVerfGE 65, 1 <45>).“, so das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom 19. März 2020 (1 BvQ 1/20).

„Die von ärztlicher Seite vorangetriebene, den gleichen Gegenstand betreffende Verfassungsbeschwerde mit Antrag auf einstweilige Anordnung 1 BvR 2796/20 gegen das Inkrafttreten des Digitale-Versorgung-Gesetzes (BGBl. I S. 2562ff.) bietet nach Auffassung der Gesellschaft für Informatik nun die Gelegenheit, zunächst den aktuellen Zustand der IT-Sicherheit genauer zu ermitteln, bevor weitere Schritte der Digitalisierung des Gesundheitswesens unternommen werden.“, so Dr. Martin Weigele vom PAK.

Werden daher Ärzte auf der Grundlage des Digitale-Versorgung-Gesetzes gezwungen, mit teilweise unsicheren IT-Systemen des Gesundheitswesens digitalisierte Patientendaten zu übermitteln, so drohen schwere, nicht mehr rückgängig zu machende Grundrechtsbeeinträchtigungen für die betroffenen Patienten.

Über den Präsidiumsarbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit der Gesellschaft für Informatik (GI)

Sicherheits- und Datenschutzaspekte werden stark zunehmend von Gesellschaft, Unternehmen und auch der Politik adressiert. In der GI befassen sich eine Vielzahl von Fachbereichen (u.a. Sicherheit – Schutz und Zuverlässigkeit) mit diesen Themen, so dass das Präsidium den alle Fachbereiche übergreifenden Arbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit mit der Bearbeitung beauftragt hat. Weitere Informationen finden Sie unter https://pak-datenschutz.gi.de/

Heute startet das Bündnis Reclaim Your Face mit Unterstützung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) eine offizielle Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Verbot biometrischer Massenüberwachung. Mehr als 40 europäische Organisationen rufen dazu auf, diese Initiative zu unterstützen. In Deutschland unterstützen neben der GI der Chaos Computer Club, D64, Digitalcourage, Digitale Freiheit und kameras-stoppen.org die Bürgerinitiative und fordern Bürgerinnen und Bürger die Petition ebenfalls zu unterstützen.

Biometrische Daten sind hochsensible persönliche Informationen über körperliche Eigenschaften und Verhaltensweisen wie Gesichtsausdruck und Mimik, Gestik und Bewegungsweisen oder Stimmen. Dazu gehört beispielsweise, wie Menschen sich bewegen oder mit ihrer Augenbewegung ein Bild erfassen. Menschen können anhand biometrischer Daten identifiziert und analysiert werden. Sie sind daher besonders sensibel und schützenswert.

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Grundsätzlich sind der Verarbeitung von biometrischen Daten in der EU bereits enge Grenzen gesetzt. Jedoch lässt das EU-Recht auch problematische Ausnahmen zu. Staatliche Akteure und private Unternehmen nutzen diese Lücken, um biometrische Überwachungstechnologien in öffentlichen Räumen zu etablieren. Allerdings ist die automatische Gesichts- und Verhaltenserkennung sehr fehleranfällig, häufig diskriminierend und ein schwerer Eingriff in unsere Grundrechte. Deshalb lehnen wir den Einsatz biometrischer Verfahren zur Massenüberwachung ab und rufen dazu auf, diese Initiative zu unterstützen."

Die Forschungsfreiheit ist von den Forderungen dieser Europäischen Bürgerinitiative nicht betroffen. Die Erforschung biometrischer Verfahren kann gesellschaftlich durchaus positive Wirkung entfalten, beispielsweise in der Bildungsforschung durch Technology-Enhanced-Learning-Ansätze oder bei der Entwicklung von Assistenzsystemen für Menschen mit Behinderung wie Autismus.

Die Europäische Bürgerinitiative muss nun innerhalb eines Jahres eine Million Unterschriften in mindestens sieben EU-Ländern sammeln. Ist die Initiative erfolgreich, landet das Thema auf der politischen Tagesordnung, es gibt eine öffentliche Anhörung im Europäischen Parlament. Außerdem muss die Europäische Kommission ihr weiteres Vorgehen oder ggf. den Verzicht auf Folgemaßnahmen erläutern und einen Zeitrahmen zur Umsetzung der Maßnahmen nennen.

Hier geht es zur Petition: https://reclaimyourface.eu/de/

In guter Gesellschaft.......Zukunft gestalten!

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung und versammelt eine geballte Konzentration an Wissen, Innovation und Visionen. Kernthemen unserer Arbeit sind unter anderem die Nachwuchsförderung, der Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung, Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit von Informatiksystemen. Die Xing-Gruppe dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch und ist Plattform für Diskussionen, Die Xing-Gruppe ist offen für Nicht-Mitglieder.

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