Gesellschaft für Informatik (GI)Gesellschaft für Informatik (GI)

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Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

Wed, 6/23/2021 6:00 PM - 7:15 PM

Künstliche Intelligenz in der Praxis... Read more

Wed, 6/23/2021 6:00 PM - 7:15 PM

Location

Online

Montag, 20.09.2021 - Mittwoch, 22.09.2021 im schönen Regensburg

Dieses Seminar beschäftigt sich mit den Aufgaben von Software-Architekten und vermittelt Ihnen die wichtigsten Architekturmethoden für embedded Systeme.

Das Konferenz-Programm der IT-Tage, der Jahreskonferenz des Fachmagazins "Informatik Aktuell" wurde veröffentlicht.

Die Hauptkonferenz findet vom 07.-09.12.2021 statt. Am 06.12.2021 gibt es einen Workshop-Tag.

Übersicht:

* Live-Streaming von über 200 Vorträgen in 18 Subkonferenzen.

* 365 Tage On-Demand-Zugriff auf 260 Vortragsaufzeichnungen und ein umfangreiches Archiv an Informationen der Konferenz.

* Weitere 8 Remote-Konferenzen in 2022.

* Persönlicher Zugang zur Konferenzplattform mit weiterführenden Informationen und Networking-Optionen.

Konferenz-Programm:

https://www.ittage.informatik-aktuell.de/programm.html

Der Präsidiumsarbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) fordert den Bundesgesundheitsminister auf, das vom Sachverständigenrat zur Digitalisierung des Gesundheitswesens am 17.6. vorgestellte Gutachten „Digitalisierung für Gesundheit“ aufgrund sachlicher Mängel zurückzuweisen.

Das vom Sachverständigenrat Gesundheit (SVR) am 17.6.2021 vorgestellte Gutachten „Digitalisierung für Gesundheit – Ziele und Rahmenbedingungen eines dynamisch lernenden Gesundheitssystems“weist nach Einsatzätzung des Präsidiumsarbeitskreises Datenschutz und IT-Sicherheit (PAK) sachliche Mängel in Bezug auf Datenschutz und IT-Sicherheit auf. Der PAK folgt zwar grundsätzlich dem im Gutachten vertretenen Standpunkt, dass sämtliche Bemühungen zur Digitalisierung dem Wohle des Patienten dienen müssen und Daten zum Zwecke der Forschung und Verbesserung der individuellen Versorgungssituation einen wesentlichen Baustein dieser Strategie darstellen.

Allerdings wird unsachgemäß und inhaltlich falsch der Eindruck vermittelt, dass die geltenden gesetzlichen Datenschutzvorgaben ein nicht hinnehmbares Hemmnis für die vorgesehene medizinische Versorgung und Forschung darstellen. So wird u. a. die Forderung gestellt, die Erfassung medizinischer Daten solle grundsätzlich nicht mehr zustimmungspflichtig sein. Zur Begründung, dass international anerkannte Datenschutz-Anforderungen wie Datensparsamkeit und Zweckbindung überholte Konzepte seien (Seite XXIV), ist aus fachlicher Sicht nicht haltbar [1]. Der Grundsatz der informationellen Selbstbestimmung der Bürger wird im Gutachten als Hindernis einer Datenerfassung und Auswertung verstanden. Einen Nachweis tatsächlicher Behinderungen bleibt das Gutachten jedoch schuldig und bewegt sich daher bedauerlicherweise auf dem Niveau bloßer Behauptungen. Unerfindlich bleibt auch, was sich der Sachverständigenrat unter dem Begriff „dynamisch lernendes Gesundheitssystem“ vorstellen möchte.

Dem als Blaupause für die Digitalisierung im Gesundheitswesen angedachten Gutachten fehlte augenscheinlich die notwendige Expertise in den Bereichen Informationssicherheit und Datenschutz. Eine zwingend notwendige sachliche Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Informationssicherheit (Cybersecurity) und des Datenschutzes (Privacy) findet daher erst gar nicht statt. Der Nutzen einer zentralen Datensammlung wird unbegründet betont ohne ausreichend auf die Risiken zweckfremder Auswertungen einzugehen (kommerzielle Nutzung privater Gesundheitsdaten). Eine kritische Auseinandersetzung mit potentiellen Gefährdungen fehlt, konzeptionelle Ansätze zu deren Bewältigung werden gar nicht erst erwähnt.

Der Präsidiumsarbeitskreis Datenschutz der GI fordert daher den Bundesgesundheitsminister auf, das vom Sachverständigenrat vorgelegte Gutachten aufgrund sachlicher Mängel zurückzuweisen und einen zielführenden Dialog zur Digitalisierung des Gesundheitswesens unter Einbeziehung und Berücksichtigung von Informationssicherheit und Datenschutz zu starten. Sie ist gern bereit, ihre Expertise mit dem internationalen Stand der Technik (Gesetzeslage, Normen) sowie auch Forschung und Entwicklung von Datenschutz und Informationssicherheit einzubringen.

[1] Vgl. Interview mit Prof. Alexander Roßnagel zum Europäischen Datenschutztag vom 27.01.2021 https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/service/aktuelles/interview-europaeischer-datenschutztag

Über den Präsidiumsarbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit der Gesellschaft für Informatik (GI)

Sicherheits- und Datenschutzaspekte werden stark zunehmend von Gesellschaft, Unternehmen und auch der Politik adressiert. In der GI befassen sich eine Vielzahl von Fachbereichen (u.a. Sicherheit – Schutz und Zuverlässigkeit) mit diesen Themen, so dass das Präsidium den alle Fachbereiche übergreifenden Arbeitskreis Datenschutz und IT-Sicherheit mit der Bearbeitung beauftragt hat. Weitere Informationen finden Sie unter https://pak-datenschutz.gi.de/

Die Gesellschaft für Informatik zeichnet künftig jedes Jahr herausragende Beiträge zur Vermittlung von Inhalten der Informatik und zur innovativen Didaktik der Informatik („digitale Didaktik“) aus. Der Preis wurde initiiert und gestiftet von Helmut und Heide Balzert und ist mit jährlich 10.000 Euro dotiert. Ziel des von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) in Kooperation mit der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) und der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) verliehenen Preises ist es, die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der „digitalen Didaktik“ für die Vermittlung von komplexen Sachverhalten in der Informatik zu fördern und zu unterstützen sowie die Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Gebiet zu lenken.

Prof. Dr. Jörg Desel, Sprecher des Fachbereichs Informatik und Ausbildung / Didaktik der Informatik: „Der Helmut und Heide Balzert-Preis zur Didaktik in der Informatik leistet einen wichtigen Beitrag in der Vermittlung informatischer Inhalte im Bildungsbereich. Die Informatik zeichnet sich durch ein hohes Maß an Komplexität und eine große Dynamik aus. Deshalb ist es sehr wichtig, gute didaktische Konzepte, Lehr- bzw. Lernmaterialen und Vermittlungsansätze zu entwickeln. Der Preis soll die Entwicklung und Erprobung innovativer Konzepte für digitale Lehr- und Lernformen fördern.“

Prof. Dr. Heide Balzert, Mit-Initiatorin und Stifterin des Preises: „Die didaktisch optimale Vermittlung von Informatik-Inhalten unter Einsatz digitaler Möglichkeiten in der Hochschul- und Erwachsenenbildung ist eines unserer Kernanliegen. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass das es herausfordernd ist, komplexe informatische Konzepte didaktisch gut aufbereitet zu vermitteln. Mit diesem Preis wollen wir innovative Didaktikansätze in der Informatik – sowohl in Hochschullehre als auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung – fördern.“

Prof. Dr. Helmut Balzert, Mit-Initiator und Stifter des Preises: „Unser Ziel ist es, Lehrende zu motivieren, die neuen digitalen Möglichkeiten – wie Animationen, Simulationen, Multimedia, Mikrowelten, Rollenspiele, Experimentieren, soziale Lernumgebungen, Adaptivität, individuelle Lernpfade oder Lernspiele – für die Didaktik nutzbar zu machen. Nur wenn es gelingt, die Informatik fachlich fundiert und ansprechend aufbereitet zu vermitteln, kann es uns gelingen der Informatik den Stellenwert in Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung zu geben, den sie als zentrale Bezugswissenschaft der Digitalisierung in Zukunft einnehmen muss.“

Der Helmut und Heide Balzert-Preis wird erstmals 2022 von einer siebenköpfigen Jury verliehen. Vorschlagsberechtigt für Einreichungen sind alle Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. Professorinnen und Professoren dieser Hochschulen dürfen Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, Dissertationen und Habilitationen) für den Preis vorschlagen, die im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2021 abgeschlossen wurden. Neben Abschlussarbeiten können auch didaktisch herausragende Arbeiten vorgeschlagen werden, die in der Hochschulbildung oder Erwachsenenbildung eingesetzt werden und nicht älter als zwei Jahre sind.

Weitere Informationen zu den Auswahlkriterien und -verfahren finden sich unter www.gi.de/balzert-preis.

In guter Gesellschaft.......Zukunft gestalten!

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung und versammelt eine geballte Konzentration an Wissen, Innovation und Visionen. Kernthemen unserer Arbeit sind unter anderem die Nachwuchsförderung, der Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung, Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit von Informatiksystemen. Die Xing-Gruppe dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch und ist Plattform für Diskussionen, Die Xing-Gruppe ist offen für Nicht-Mitglieder.

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