Skip navigation

Gesellschaft für Informatik (GI)Gesellschaft für Informatik (GI)

4558 members | 4293 posts | Public Group
Hosted by:Ludger Porada

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum.

MuC 2020: Mensch und Computer

Sun, 9/6/2020 - Wed, 9/9/2020

Sun, 9/6/2020 - Wed, 9/9/2020

MCI, Usebility... Read more

Sun, 9/6/2020 - Wed, 9/9/2020

Location

Voraussichtlich irgendwo an der Uni Magdeburg,

Magdeburg

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) kommentiert den Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung des Urheberrechts und fordert die Entfristung des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetzes.

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat am 24. Juni 2020 einen Diskussionsentwurf für ein Zweites Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts veröffentlicht.

Als größte wissenschaftliche Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum setzt sich die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) seit Langem für ein wissenschaftsfreundliches Urheberrecht ein, das sowohl Forschung als auch Lehre unterstützt und hat daher eine Stellungnahme veröffentlicht.

GI-Präsident Prof. Dr. Hannes Federrath: „Wissenschaftler*innen und Studierende benötigen schnellen und ortsunabhängigen Zugang zu Literatur. Im Zuge der aktuellen Reform sollte daher das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz endlich entfristet werden.“

Im Diskussionsentwurf zu einem Ersten Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarkts wurde bereits der für die Informatik- und Künstliche-Intelligenz-Forschung wichtige Aspekt des Text- und Data-Mining zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung geregelt.

Im nun vorliegenden Zweiten Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes werden weitere Aspekte geregelt, welche die wissenschaftliche Betätigung, insbesondere auch im Bereich der Informatik, betreffen und auf welche in der Stellungnahme im Einzelnen eingegangen wird:

- Verantwortlichkeit von Upload-Plattformen

- Reproduktion von gemeinfreien visuellen Werken

Des Weiteren regt die GI an

- das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) zu entfristen, damit Wissenschaftler*innen und Studierende die nötige Literatur weiterhin ortsunabhängig abrufen können.

Die vollständige Stellungnahme können Sie hier herunterladen: https://gi.de/fileadmin/GI/Allgemein/PDF/2020-07-31_GI-Stellungnahme_zum_Entwurf_eines_Zweiten_Gesetzes_zur_Anpassung_des_Urheberrechts_an_die_Erfordernisse_des_digitalen_Binnenmarktes.pdf

Vom 7. bis 10.12.2020 finden die IT-Tage als Jahreskonferenz des Fachmagazins "Informatik Aktuell" remote statt. Mit 13 Sub-Konferenzen und rund 200 Sessions und Workshops bieten sie eine gute Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Aufgrund der Pandemie findet die Konferenz in diesem Jahr remote statt. Sie können an der Konferenz von jedem Standort aus teilnehmen.

Eine der Sub-Konferenzen sind die Entwickler-Tage. Wer an ihnen teilnimmt, erhält nicht nur ein Teilnahme-Zertifikat, sondern kann auch alle anderen Konferenzen verfolgen. Zudem gibt es einen Zugriff auf alle Konferenz-Sessions auch im Nachgang der Konferenz, so dass man in der ruhigen Zeit zwischen den Jahren oder auch im Januar die Vorträge verfolgen kann.

Die IT-Tage bieten zudem Experten-Sprechstunden zu zahlreichen Themen. Hier können Teilnehmer*innen mit ihrem Use Case, ihren Fragen und ihren Herausforderungen Experten befragen. Sie haben ein spezielles Problem? Hier gibt es mit Sicherheit den passenden Partner, der Antworten auf Ihre Fragen hat.

Konferenz-Programm:

https://www.ittage.informatik-aktuell.de/programm.html

Anmeldung:

https://www.ittage.informatik-aktuell.de/tickets.html

Machine Learning und Cybersecurity? Was ist hier zu beachten? Antworten gibt Dr. Andreas Bühlmeier im Rahmen der IT-Tage, der Remote-Konferenz des Fachmagazins "Informatik Aktuell"!

Details zur Session:

https://www.ittage.informatik-aktuell.de/programm/2020/what-you-need-to-know-about-machine-learning-in-cybersecurity.html

Komplettes Konferenz-Programm:

https://www.ittage.informatik-aktuell.de/programm.html

Anmeldung:

https://www.ittage.informatik-aktuell.de/tickets.html

Ahnung statt Angst

Viele Schüler, Eltern, Lehrkräfte, leider aber auch Entscheidungsträger sind mit Auswahl und Handhabung von digitalen Werkzeugen überfordert.

Zoom als Videokonferenztool ist ein gutes Beispiel: In der Krise wird „schnell-schnell“ das erstbeste Werkzeug ausgewählt, und ganz zentrale Aspekte des Datenschutzes werden leichtfertig und vollkommen unnötigerweise fallengelassen. Wegen des „schnellschnell“ traut sich dann niemand zu widersprechen: Bei Zoom wurden schon im März 2020 katastrophale technische Fehler und das skandalöse Geschäftsgebaren bekannt (Zoom gab u.a. sämtliche Nutzerdaten an Facebook weiter.) Aber die meisten Nutzer halten aus Angst und Verunsicherung still. Oder sie wollen Kollegen oder Schülern den Wechsel nicht zumuten, weil sie glauben, dass DIE es nicht schaffen.

Gegen diese ganz grundlegende Angst helfen zunächst Übung und Gewöhnung. Das ist besser als nichts, aber von „Bildung“ ist es noch weit entfernt.

Beherrschen statt bedienen

Wer das Werkzeug (etwa Zoom) bedienen kann und dessen Möglichkeiten erkundet und vielleicht sogar ausgeschöpft hat, ist zwar einen Schritt weiter – hat aber kein grundlegendes Verständnis von Funktionsprinzipien erworben. Er muss glauben, was der Hersteller behauptet, und sich an die Abläufe halten, die der vorgesehen hat. Zudem veraltet seine Bedienungskompetenz sehr schnell.

Viele Menschen haben etwa überhaupt kein Bild davon, wie das Internet funktioniert, was damit geht, was prinzipiell gehen kann - und was eben nicht.

Viele verstehen auch nicht den Unterschied zwischen einer installierten Software und einer, die im Browser läuft. Sogar bei der Nutzung von Zoom würde etwas Hintergrundwissen oft helfen; das muss man aber erwerben, indem man ab und zu und unter Anleitung die Rolle des Konsumenten verlässt – und die des Architekten einnimmt.

Genau das leistet Informatikunterricht – der behandelt nämlich nicht, wie man Technik bedient, sondern wie man sie beherrscht. Erst das ist „Bildung“! Dieses Wissen geht tiefer, und anstatt mit dem nächsten Update schon wieder zu veralten, behält es jahrzehntelang Gültigkeit.

Geld allein macht nicht schlau (vor allem nicht sofort!)

Es gibt kein Patentrezept, das in der Corona-Krise jetzt „schnellschnell“ alle Probleme löst. Die Digitalpakt-Milliarden werden für WLAN, Beamer, Software und Dienste ausgegeben; dort sind sie auch nötig und willkommen, aber Bildung kommt weder mit dem Möbelwagen, noch wird sie im Klassenzimmer an die Wand geschraubt. Ausstattung bringt nichts, wenn eine viel wichtigere Entwicklung weiterhin (wie schon seit Jahrzehnten) stillsteht: Die Einführung eines regulären Schulfaches Informatik für alle Schülerinnen und Schüler. Seine Wirkung würde sich nur langsam, dafür aber desto nachhaltiger entfalten. Der immense Nutzen für die Gesellschaft außerhalb des Bildungssystems steht außer Frage, aber auch die Schulen würden profitieren: Wäre Informatik in den 90er oder 00er Jahren etabliert worden, wären inzwischen auch Lehrkräfte mit soliden Kenntnissen in die Kollegien nachgerückt. Die dort heute schmerzlich fehlen.

Wir sollten nicht schon wieder 20 Jahre verlieren.

Dieser Beitrag wurde von Leonore Dietrich verfasst und erschien im kürzlich veröffentlichten Arbeitspapier Digitale Bildung nach Corona. Leonore Dietrich ist stellvertretende Schulleitung an dem Kreisgymnasium Bad Krozingen und Sprecherin der Informatiklehrkräfte Baden-Württemberg (LLBW). Davor war sie 5 Jahre an der Universität Heidelberg Dozentin für Fachdidaktik Informatik und Informatik und Gesellschaft tätig und hat als Mitglied des Fortbildungsteams Informatik den „Zweijahreskurs Informatik“ mit entwickelt und durchgeführt, der fachfremde Lehrkräfte für den Informatikunterricht in der Oberstufe qualifiziert.

Mehr zum Thema Digitale Bildung und Digitale Schule finden Sie in unserem Themenblog auf https://gi.de/themen

MuC 2020: Mensch und Computer

Sun, 9/6/2020 - Wed, 9/9/2020

Sun, 9/6/2020 - Wed, 9/9/2020

Sun, 9/6/2020 - Wed, 9/9/2020

Location

Voraussichtlich irgendwo an der Uni Magdeburg,

Magdeburg

Mon, 9/21/2020 - Fri, 9/25/2020

Mon, 9/21/2020 - Fri, 9/25/2020

Location

Bamberg und/oder online,

Bamberg

INFORMATIK 2020 - Back to the Future

Tue, 9/29/2020 - Thu, 10/1/2020

Tue, 9/29/2020 - Thu, 10/1/2020

Tue, 9/29/2020 - Thu, 10/1/2020

Location

Online
In guter Gesellschaft.......Zukunft gestalten!

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Vereinigung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als Plattform für Informatikfachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft, Lehre und Öffentlicher Verwaltung und versammelt eine geballte Konzentration an Wissen, Innovation und Visionen. Kernthemen unserer Arbeit sind unter anderem die Nachwuchsförderung, der Wissenstransfer von der Forschung in die Anwendung, Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit von Informatiksystemen. Die Xing-Gruppe dient dem Informations- und Erfahrungsaustausch und ist Plattform für Diskussionen, Die Xing-Gruppe ist offen für Nicht-Mitglieder.

www.gi.de // Impressum: www.gi.de/allgemein/impressum