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Inaktives Mitglied Führen in der Sandwichposition
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Wolfgang Horn
Sehr geehrter Herr T.G.,

>Ein lesenswerter Artikel in der Zeit:
>http://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-06/chefsache-mittleres-management
>
>Eine meiner persönlichen Erfahrungen als "Sandwich-Manager"...
Welcher Manager ist kein "Sandwich-Manager?" Selbst der Geschäftsführer ist Bindeglied zu den Gesellschaftern. Selbst hinter dem starken Alleinunternehmer steht seine starke Frau....
Warum sollte der Begriff "Sandwich-Manager" daher notwendig sein?
Ich drehe die Medaille, auf deren dunkle Seite er hier geschrieben ist, um und lese auf der goldenen Seite "wir sind die Mittler, die Künstler der Vermittlung, die Edelgarde der Diplomaten! Wir haben die Kontakte, an denen gezogen werden muss!"
Zur Rollenvielfalt: Herausragende Führungskräfte wie Werner von Siemens spielten keine Rollen, sonst wären sie kaum "herausragend" genannt worden.
Das Rollenspiel ist eine Nebenwirkung, sucht man seine Mitmenschen in Kategorien zu pressen, in Schubladen.
Das Rollenspiel, insbesondere das mit dem lichtlosen anthrazitfarbenen Sacko, der Uniform der Legionen ohne Ecken und Kanten, ist eine Selbstaufgabe.
Es fehlt Ihrem Sohn noch etwas das heilige Feuer, ... welches dahin treibt, in erster Linie das Richtige und Vernünftige zu tun, mögen die Folgen auch persönlich unangenehm sein! Nur aus solchem Holze lassen sich leitende Stützen des Geschäfts machen. Einfach militärisch zu tun, was befohlen ist, und den Erfolg dem zu überlassen, welcher befohlen hat, gibt nur gute Unteroffiziere." (Werner von Siemens)
Die Uniform der Unteroffiziere ist das lichtlose Sacko nach dem Motto "ich habe keine Schuld, denn ich habe alles genauso gemacht, wie es das Qualitätsmanagementhandbuch vorgeschrieben hat!".
Dies "heilige Feuer" ist alles andere als lichtlos, nämlich eher ein Leuchtturm zur Orientierung für andere.
Es ist auch das Gegenteil von "ohne Ecken und Kanten", sondern wer es hat, der trägt es besser offen wie einst die Ritter ihr Wappen.
""In vielen Großunternehmen galt das mittlere Management lange als Behörde oder Lehmschicht. Heute soll das mittlere Management aktiv seine Scharnierfunktion ausüben. Teamleiter, Gruppenleiter, Projektleiter und Abteilungsleiter sind das Scharnier zwischen allen strategischen Plänen und Zielen und dem, was jeden Tag in den einzelnen Abteilungen abläuft.." wird da zitiert.
Ich lese daraus vor allem den Wunsch der Unternehmensleitung, das "mittlere Management" möge in der Organisation der Radfahrer ("oben buckeln, unten treten") doch bitte noch mehr Tritte klaglos hinnehmen. Das wäre eine Unverschämtheit.
"Erfolgreich ist der Mensch, wenn er bei 100 Entscheidungen 51mal das Richtige trifft." (John Pierpont Morgan, Banker.)
"Die Kunst des Managements besteht ohnehin darin, mit weniger Wissen, als es die Mitarbeiter haben, diese zu führen." (Bernd Pischetsrieder, Ex-BMW, „Pischetsrieder’s Weisheit“)
Sondern wo beide Weisheiten wahr sind, da kommt der Erfolg im Wettbewerb eher, wenn sich jede Leitungsebene als "Scharnier" versteht, und wenn jeder Entscheider das engagierte Mitdenken seiner Mitarbeiter gewinnt - und vor seiner Entscheidung nutzt.
Je mehr ich in Klassikern schmökere wie Balthasar Gracian, desto weniger sehe ich die heutigen Management-Probleme als etwas modernes an, sondern eher nur als Wiederholungen von Torheiten, die schon im Alten Testament gelöst wurden.
Ciao
Wolfgang Horn

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