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Thomas Haubrich Dorfläden: Lebt diese Gruppe schon - oder wohnt sie noch im eigenen Kokon?
Mein Eindruck: Mit dem Leben wurde in dieser Gruppe zwar kurz angefangen, aber dann ging es doch zurück in die eigenen vier Wände. Da wird für die Foren zwar eine "Basisstruktur" implementiert - aber man kann nicht in ihr arbeiten. Und der letzte Gruppenbeitrag ist vom August 2012: Super, so kriegt man jedes Thema klein...
Da ich das Thema allerdings für mehr als sehr wichtig und spannend erachte, will ich hiermit einen Reanimations-Versuch starten und setze folgenden Link mit der Frage, in welchem Basisforum wir darüber diskutieren wollen.
Herzliche Grüße - Thomas [E] Haubrich
Thomas Haubrich Förderung soziokultureller Bildung im ländlichen Raum
Ich wurde im Jahr des Mauerbaus geboren – ein gutes Vierteljahrhundert später gehörte ich zum ersten Jahrgang der Berliner BILDO Akademie für Kunst und Medien. Jedoch verließ ich Berlin der Liebe wegen, zog nach Hamburg und beendete dort 1990 meine Ausbildung an der KAH als Kommunikationswirt mit dem Schwerpunkt Gestaltung, Text und Kreation.
Der anschließende Weg führte mich in die Geschäftsführungen der einen oder anderen Hamburger Kommunikations-Agentur, Schwerpunkt Konzeption und Kreation. 2007 zog ich ins Calenberger Land nahe Hannover (Ende 2009 stieg ich auch aus der kommunikativen Scheinwelt aus) und wende mich seit dem neben meiner Geschäftsführertätigkeit für den (von mir gegründeten) gemeinnützigen Verein "die Kulturmacher" wieder meinen freien Schaffensfeldern zu.
Den Verein "die Kulturmacher" gründete ich 2009 mit dem satzungsgemäß definierten Zweck, die Kultur im ländlichen Raum zu fördern und entsprechende soziokulturelle Bildungsprojekte umzusetzen.
Als Konzeptkünstler sind meine visuellen Gedichte und Photographien für mich mittlerweile nicht mehr, aber auch nicht weniger, als "Halbwaren" auf dem Weg zu meinem visuellen Ausdruck, der aus mit Serigrafien oder Cyanotypien bedruckten Holz-Objekten und/oder Möbeln sowie Assemblagen, Prozess- und Reliefbildern besteht.
Parallel zu meinem visuellen Ausdruck verstehe ich mich auch als akustischer Künstler und arbeite demgemäß in meinen Installationen, Hörspielen und Performances mit "Halbwaren" wie Phonographien, dadaistischen Lautgedichten oder expressionistischer bzw. surrealistischer Lyrik.
Mein aktueller Arbeitsschwerpunkt liegt allerdings in meinen Sozialen Plastiken - hier gibt es für den geneigten Rezipienten auch die ersten Wahrnehmungen zu machen:
- http://www.diekulturmacher.org
- http://www.phaenomobil.de
- http://www.zollhaus-wennigsen.de
- Hörregion Hannover (derzeit noch ohne Webseite)
Bert Meijers Wohnen in Grieth, Niederrhein
Ich glaube diese Gruppe könnte interessant sein für das Projekt in unserem Dorf/Stadt! Meine Muttersprache ist Niederländisch, deshalb kann mein Deutsch manchmal merkwürdig sein, aber OK.
Selbst wohn ich seit 12 Jahre in Deutschland, zuerst in der nähe von Düsseldorf, aber seit 2006, wegen Jobwechslung, in Grieth. Ungefähr 10 Kilometer von der Holländischen Grenze.
Grieth ist ein altes Fischerdorf am Rhein und hat ihre Stadtrechte im Jahre 1250 bekommen. Momentan wohnen hier ungefähr 850 Einwohner. Ich möchte hier auch verweisen nach: http://www.grieth.eu für extra Info. Ältere Einwohner erzählen das hier früher(?) 7 Kneipen waren und mehrere Kleinunternehmen. Jetzt gibt es hier nur noch ein Restaurant und ein Hotel, 2 Kilometer weiter im Nachbardorf ein Büttschen und 8 kilometer weiter in Kalkar die ersten Supermärkte.... Also wir werden uns klar das Grieth langsam sterben wird.
Aber: seit einigen Monaten wird ein sogenanntes integrierte Dorf-entwicklungskonzept für Grieth entwickelt. Die innenentwicklung des Dorfes soll vorangetrieben und zukunftsfähig gemacht werden. Zur Seite steht uns Architektur- und Stadtplanungsbüro Wolters Partner aus Coesfeld und das Projekt wird getragen von der Stadt Kalkar.
Letzten Samstag sammelten rund 60 engagierte Griether plus der Bürgermeister von Kalkar, in den Bereichen Wohnen, Gestalten und Infrastruktur des Dorfes Stärken, schwächen, Ideen und Veränderungsmöglichkeiten.
Das genannte Stadtplanungsbüro wird die Vorschläge im Dorf-entwicklungskonzept integrieren.
Anwesend war auch eine Beamtin vom Planungsbüro des Landes NRW.
Ein Vertreter von der Hochschule Rhein-Waal hat angegeben das dieses Dorf-entwicklungskonzept Möglichkeiten bietet für deren Studenten: Finanzielle Unterstützung wurde schon gefragt an das Land NRW, damit 0,5 Fachkraft freigestellt werden kann für 3 Jahre und damit können Studenten der Hochschule sich einsetzen für mehrere solche Projekte. Aber Grieth ist dann Pilot!
Natürlich sind wir jetzt erst am Anfang und alle sind motiviert. Auch wissen wir dass das Geld und Zuschüsse knap sind und viel wird erwartet vom privatem Engagement.
Im Internet findet man das Beispiel von "Dorf Komm" in Baden Würtenberg (http://www.leader-hohenlohe-tauber.de/dorfkomm/pdf/DORF_KOMM+_Klein.pdf), eine wissenschaftliche Zusammenfassung ähnliche Projekte in mehreren Dörfer in BW.
Was ist eure Erfahrung mit solche Projekte? Worauf soll man achten? Was darf man überhaupt erwarten von einen Architektur- und Stadtplanungsbüro. Wie bleiben die Griether motiviert, und und und!
Gerne hör ich von euch und ich werde weitere Entwicklungen mit euch teilen!
Grüsse,
Bert Meijers

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Globale Dörfer - neue Modelle für das Leben im ländlichen Raum"

  • Gegründet: 16.08.2010
  • Mitglieder: 67
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 13
  • Kommentare: 5