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Andreas Lutz Wie der SPIEGEL Scheinselbstständigkeit definiert…
SPIEGEL online hat heute in dem Aufmacher-Beitrag „Strafanzeige gegen Ursula von der Leyen“ Scheinselbstständigkeit auf ganz neue Art und Weise definiert:
„Als scheinselbstständig bezeichnet man Personen, die zwar als selbstständige Unternehmer auftreten, aber nur einen Auftraggeber haben. Wird dies festgestellt, muss der Auftraggeber die entsprechenden Sozialleistungen für den Arbeitnehmer nachzahlen. Wird ein Vorsatz nachgewiesen, kann der Arbeitgeber juristisch belangt werden.“
Leider trägt die populäre Nachrichtenseite damit zur ohnehin bestehenden Begriffsverwirrung weiter bei. Wir haben den zuständigen Redakteur Matthias Gebauer angeschrieben und zu seiner Definition folgende Hinweise gegeben:
- Selbstständige Unternehmer, die nur für einen Auftraggeber arbeiten (oder mehr als 5/6 ihres Jahresumsatzes mit einem Auftraggeber machen) nennt man „arbeitnehmerähnlich Selbstständige“. Wird dies festgestellt und liegt kein Befreiungstatbestand vor, sind sie rentenversicherungspflichtig, d.h. sie selbst müssen für das laufende und die letzten vier Jahre Rentenversicherungsbeiträge nachzahlen. Hinzu kommen Verzugszinsen von 12% p.a. Der Auftraggeber hat damit nichts zu tun.
- Scheinselbstständigkeit liegt dagegen vor, wenn ein Auftragnehmer in betriebliche Abläufe des Auftraggebers eingebunden ist und weisungsgebunden arbeitet. Zur Konkretisierung haben die Deutsche Rentenversicherung sowie die Sozialgerichte detaillierte Kriterien entwickelt (die aber leider der heutigen Arbeitswelt nicht mehr gerecht werden).
- Scheinselbstständigkeit ist zudem keine Eigenschaft einer Person, sondern immer nur eines Auftragsverhältnisses (vgl. z.B. Wikipedia-Eintrag).
- Konsequenz der Feststellung von Scheinselbstständigkeit ist (das schreiben Sie richtig), dass der Auftraggeber Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge nachzuentrichten hat, wiederum mit hohen Verzugszinsen.
- Wird ein Vorsatz nachgewiesen, hat dies die Konsequenz, dass die die Beitragsnachforderungen statt nach vier Jahren erst nach 30 Jahren verjähren. Das führt bei lange bestehenden Auftragsbeziehungen natürlich zu sehr hohen Nachforderungen. Außerdem kann es dann zu strafrechtlichen Kosequenzen für den Auftraggeber kommen. (Ist es das, was Sie mit „juristischen Konsequenzen“ meinen?)
- In den allermeisten Fällen beschäftigt sich nicht die Justiz im Rahmen einer Anzeige mit diesen Themen. Vielmehr können Auftraggeber oder Auftragnehmer ein Statusfeststellungsverfahren (dann „Antragsverfahren“ genannt) bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen.
Meinen Leserbrief habe ich wie folgt beschlossen:
„Ich würde mir vom SPIEGEL sehr wünschen, dass er sich mit dem Thema Scheinselbstständigkeit eingehender und faktenbasiert beschäftigt. Leider besteht dazu in der Öffentlichkeit nur ein gefährliches Halbwissen.
Die Art und Weise wie die aktuelle Rechtslage zu diesem Thema von der DRV umgesetzt wird, ist nach Meinung von mit dem Thema befassten Juristen und Berufsverbänden skandalös, weil es dazu führt, dass massenhaft Aufträge ins Ausland verlagert werden (müssen). Ich würde mir sehr wünschen, dass Sie dieses Thema aufgreifen. Natürlich stehe ich gerne als Gesprächspartner zur Verfügung und/oder vermittle andere Experten. Das Thema ist für die Betroffenen so schlimm, dass wir jetzt angefangen haben, dazu Selbsthilfegruppen einzurichten.“
Die Aufzählungspunkte von oben habe ich auch als Kommentar Nr. 169 unter dem Artikel gepostet. Ihr seid herzlich eingeladen, dort auch selbst einen Kommentar abzugeben.
Jörg Lenau Andreas Niehof Ben Thiele Michael Musial
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Nur für XING Mitglieder sichtbar n-tv mobil: Justiz ermittelt gegen von der Leyen
Ist das nicht herrlich paradox?
https://www.n-tv.de/20676951
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Roland Gelzleichter
Was wird passieren? nichts. Außer, dass man einen großen Teppich sucht, unter den man alles kehren wird. Und überhaupt: warum braucht man angesichts der Heerscharen qualifizierter MA in den Ministerien und Stäben externe Berater?
Michael Schenkel Kennen Sie Anforderungen mit Verfallsdatum?
Kennen Sie das Gefühl, wenn der Berg an Anforderungen wächst und wächst? Wenn Kunden und Interessenten, das Produktmanagement, der Vertrieb oder das Marketing immer neue Anforderungen zu Produkten und Services äußern und die Menge zu groß wird? Es ist einfach nicht zu schaffen. Es sind zu viele Anforderungen. Doch wie können Sie Anforderungen reduzieren oder eliminieren? Könnten Anforderungen mit Verfallsdatum helfen? Unter https://t2informatik.de/blog/softwareentwicklung/anforderungen-eliminieren/ finden Sie meine Gedanken zum Thema.
Über Erfahrungen und Meinungen würde ich mich sehr freuen.
Sonnige Grüße aus Berlin
Michael Schenkel
Ralf Zschemisch
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Michael Schenkel
Hallo Herr Zschemisch,
danke für Ihre beeindruckende Antwort. Ich glaube aber nicht, dass nach meinem Ansatz diese Anforderung eliminiert worden wäre. Welche Anforderungen nach welchen Regeln eliminiert werden, sollten Organisationen für sich definieren. Aus meiner Praxis kenne ich hunderte von Anforderungen, die am Ende des Backlogs liegen und immer nur mitgeschleppt werden, aber nie auch nur im Ansatz das Tageslicht erblicken. Und dabei geht es nicht um technische Herausforderungen wie von Ihnen beschrieben, sondern lediglich um Aspekte, die umgesetzt werden könnten, aber aufgrund höherer (oder sollten wir sagen neuerer) Priorisierung anderer Elemente keine Chance auf Realisierung haben. Diesen Berg könnte man meiner Meinung nach abtragen.
Sonnige Grüße
Michael Schenkel
Matthias Braun "Wie Sie bei Xing aus der Masse heraustechen und in 3 Sekunden überzeugen!"
Ich sehe es jeden Tag: Lieblose Xing-Auftritte, ein schlecht gepflegtes oder nicht vorhandenes Xing Portfolio. Unterbelichtete, unscharfe eher zufällig enstandene Fotos... Xing kann ein tolles Marketingwerkzeug sein, aber was nutzt ein Werkzeug wenn es seine Funktion nicht richtig ausführen kann ?
Vielleicht kennen Sie das folgende Zitat oder eine Abwandlung davon:
"Wenn ich zwei Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen würde ich die ersten 110 Minuten dazu aufwenden um die Axt zu schärfen!"
Xing ist Ihre Axt für mehr Geschäftskontakte, Leads und Neukunden. Schärfen Sie diese Axt und optimieren Sie Ihren Account bestmöglich, damit auch Sie durch die Bank deutlich bessere Ergebnisse generieren können. Alle Xing-Experten sind sich einig: Ein perfekt optimiertes Xing-Profil ist einer der Hauptfaktoren für Ihren Erfolg auf Xing. Und Sie wissen es: Für den ersten Eindruck gibt es nur eine einzige Chance!
Hier kommen meine drei besten Tipps als Grafik- & Webdesigner und Online-Marketing-Experte:
Experten-Tipp 1: Verwenden Sie ein helles, leicht überbelichtetes Foto auf dem Sie, wenn es zu Ihnen passt, eine zugeneigte Geste machen. Das wirkt auf das Unterbewusstsein Ihres Gegenübers und dieser ist eher bereit mit Ihnen zusammenzuarbeiten.
Experten-Tipp 2: Besorgen Sie sich einen Premium Account. Nicht nur wegen den sehr guten Funktionen wie die erweiterte Suche, sondern auch aufgrund der Wirkung auf das Unterbewusstsein Ihres Gegenübers. Das "Premium" steht direkt neben Ihrem Profilfoto. Got it ? Unterschätzen dieses kleine Detail nicht...
Experten Tipp 3: Gehen Sie in Ihre Einstellungen und stellen Sie Ihr Portfolio als "Standard" ein, sodass alle Profilbesucher als erstes Ihr Portfolio sehen. Mit Ihrem Portfolio können Sie sehr viel besser überzeugen als mit Ihren Profidetails, die Sie nicht kreativ nutzen können und die sehr linear angeordnet sind. Ihr Portfolio mit seinen Kacheln lässt sich hingegen hochattraktiv gestalten und kann einen Wow-Effekt bei Ihrem Gegenüber auslösen. Unten sehen Sie ein Beispiel von meinem eigenen Portfolio. So attraktiv könnte schon bald auch Ihr Xing Portfolio aussehen! Melden Sie sich gerne bei mir, um mehr zu erfahren.
Wenn Sie noch mehr Gratis-Tipps speziell für Ihr eigenes Xing-Profil haben möchten, melden Sie sich einfach direkt bei mir! Ich helfe Ihnen gerne unverbindlich weiter. Als Grafik- & Webdesigner sowie Online-Marketing Experte, weiß ich genau auf was es bei Xing wirklich ankommt.
Mit herzlichen Grüßen & viel Spaß bei der Optimierung!
Matthias Braun

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