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Frank Stratmann Spurwechsel in der Gesundheitswirtschaft
Bereits im letzten Jahr war absehbar, dass sich die Politik mit einem Gesetz zur qualifizierten Einwanderung beschäftigen muss. Zwar ist Einwanderung auch heute schon möglich. Doch Beteiligten und Organisatoren wird allerlei Tugend abverlangt. Wartezeiten und Behördenwillkür sind nur eine Seite der Medaille.

>Ich möchte mit Ihnen zusammentragen, worauf es Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft, die z.B. auf ärztliches und pflegerisches Personal angewiesen sind, bei der Neujustierung der Einwanderungspolitik ankommen muss.
!>>>> Bemerkung zum Fachkräftemangel Ärzte <<<<!
Einrichtungen für gesundheitlichen Versorgung, die internationale Ärztinnen und Ärzte rekrutieren, fehlt es oft am Integrationsvermögen. Es gibt bundesweit nur sehr wenige Beispiele, die als vorbildlich bezeichnet werden könnten. Das liegt zum einen daran, dass neben dem klinischen Alltag z.B. in Krankenhäusern kaum Luft bleibt, sich adäquat zu bemühen. Wer als Krankenhaus kein eigenes Stipendienprogramm auflegen kann, um gezielt in europäischen Staaten oder Drittländern zu rekrutieren oder sich selbst aktiv um Fördergelder bemüht, um ein eigenes Weiterbildungsprogramm aufzulegen, bedient sich der zahlreichen Dienstleister - meist Bildungsorganisationen - die Bewerber vor allem auf die sprachliche Qualifikation für den Einsatz im deutschen Gesundheitsmarkt fit machen. Das ist immer teuer. Entweder, weil der Dienstleister ein gutes Programm für einen ordentlichen Preis verlangt oder weil an dieser Stelle falsch gespart wird und die Kosten durch scheiternde Integration am Arbeitsplatz entstehen.

>Meistens fehlt es darüber hinaus an strategischen Überlegungen, internationale Fachkräfte zu integrieren.
Die eigentliche Integrationsleistung nämlich gelingt vor Ort auf Station einer Einrichtung und natürlich durch ein gutes, soziales Umfeld für eintreffende Bewerber. Hier scheint der Leistungsdruck in der Häusern jedoch derart hoch, dass man sich zwar eine Kompensation durch Fachkräftemangel wünscht, eintreffende Ärztinnen und Ärzte aber nicht gleich umfänglich eingesetzt werden können.
In Deutschland führt der Weg der Integration ausländischer Fachärzte derzeit über die Assistenz zur Weiterbildung, um die Anerkennung Facharzt nach nationalen Vorgaben zu bestehen. Mit diesem System haben Krankenhäuser ein Problem, da der Fachkräftemangel bereits im Segment der Fachärzte angekommen ist. Je nach Disziplin und strategischer Leistungsplanung dehnen Kliniken dann die Einsatzmöglichkeiten, vor allem dann, wenn Kandidaten der Weiterbildungsassistenz bereits einen passenden Facharzttitel aus ihrem Heimatland mitbringen und faktisch nach kurzer Zeit eingearbeitet sein könnten, wenn z.B. die deutsche Sprache schon beherrscht wird.
!>>>> Bemerkung Fachkräftemangel Pflege <<<<!
In der Pflege gibt es andere Herausforderungen. So hören wir in letzter Zeit häufig von Beispielen, in denen um Asyl bittende Menschen während Ihres Aufenthalts des Pflegeberuf ergreifen, in Deutschland ausgebildet werden, um nach einem langen Verfahren doch von der Abschiebung bedroht zu sein. In einzelnen Fällen kommt es dann sogar zu Abschiebung, obwohl diese Menschen als integriert gelten, hierzulande ausgebildet wurden und durch eine Abschiebung nicht nur diese Leistung verloren ginge, sondern auch die Kompensationsleistung gegen den Fachkräftemangel in der Pflege sabotiert würde.
Aus einem Sommerinterview mit dem ZDF das SPD-Chefin Andrea Nahes zitiert werden: „Ich bin ausdrücklich der Meinung, dass zurzeit die falschen Leute abgeschoben werden, nämlich gut integrierte Menschen, die in Arbeit sind.“
Zwischen qualifizierter Einwanderung und Asylverfahren muss natürlich deutlich unterschieden werden. Trotzdem bleibt die Frage für beide Verfahren, wie wir ausgebildetes Fachpersonal formell schneller integrieren, um sie in der gesundheitlichen Versorgung ohne Umwege einsetzen könnten.
!>>>> Einladung zum Dialog <<<<!
Ich bin gespannt auf Ihre vielfältigen Meinungen, Erfahrungsberichte, Erfolgsbeispiele und Anregungen, die wir in diesem Thread sammeln. Beteiligen Sie sich gern auch mit Verweise auf externe Berichte und Meldungen, die sie in diesem Zusammenhang beschäftigen.
Christine Becker
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Letzter Kommentar:
Barbara Brenner
Das Ausländerrecht findet seine Grenze ja auch in überwiegenden Belangen des Gemeinwohls der Republik, d.h. wenn jemand einen dringend benötigten Beruf ausübt oder eine entsprechende Qualifikation hier erworben hat, muss eine Ausnahme von der Abschiebeverfügung möglich gemacht werden. Das kann auch die örtliche Ausländerbehörde selbst tun. Sind halt Beton-Köppe...
Wie kriegen wir die Ausländerbehörden dazu, die Abschiebung auszusetzen, und die Bundesrepublik dazu, eine entsprechende Ausnahme im Asylverfahren zu etablieren?
Vermutlich wie immer: Durch Schadensersatzklagen der betroffenen Betriebe gegen die Bundesrepublik Deutschland, denen eine dringend benötigte, qualifizierte Mitarbeiterin abgeschoben wird. Versuchen wir es doch mal!
Gabriele Frings Sie schreiben Unternehmenstexte fürs Web? Dann denken Sie an den Leser!
Sie wollen den Leser Ihrer Webtexte so gut wie möglich informieren? Und hoffen, dass er zum Kunden wird? Dann verplempern Sie nicht seine Zeit! Er ist nämlich dann weg. Für immer. Und Ihre wertvolle Textarbeit war für die Katz. Das wollen Sie nicht? Dann sollten Sie in Ihren Webtexten so viel wie nötig und so wenig wie möglich schreiben. Denn: In ganzen 10 Sekunden muss Ihr Text überzeugen. Da heißt es: strchen und krzen!
Wie Sie knapp und doch informativ schreiben, um dem Webnutzer entgegenzukommen? Das zeige ich Ihnen in meinem Blogbeitrag:
http://schreibenundleben.com/6-unschlagbare-tricks-wie-ihre-webtexte-nicht-die-zeit-des-lesers-verplempern/
Viele Grüße
Dr. Gabriele Frings
Klaus-Dieter Thill Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht: Mit geringem Aufwand die Organisationsprobleme der eigenen Praxis beseitigen
Worum es geht
Eine exzellente medizinische Betreuung in Arztpraxen scheitert häufig an unzureichenden organisatorischen Regelungen. Eine einfache Anleitung schafft Abhilfe. 


Gute Medizin benötigt professionelle Organisation
Ein Grundpfeiler exzellenter medizinischen Versorgung von ambulanten Patienten ist eine möglichst gute Strukturierung der notwendigen organisatorischen Prozesse. Doch hier besteht in vielen Praxisbetrieben ein deutliches Problem. Wie groß das Optimierungs-Potenzial ist, zeigt eine mit Hilfe von Organisationsanalysen ermittelte Zahl: in Arztpraxen werden – über alle Fachgruppen und Praxisformen bzw. –größen betrachtet – durchschnittlich nur 46,8% der für eine reibungslos funktionierende Praxisorganisation notwendigen Regelungen, Verhaltensweisen und Instrumente eingesetzt. Hinzu kommt: die hieraus resultierende Patientenzufriedenheit erfüllt lediglich 58,3% der Anforderungen und Wünsche. Und selbst in Betrieben, in denen die Teams akut keine Beeinträchtigung ihrer Arbeit verspüren, existieren häufig organisatorische Risikofaktoren, die mittel- bis langfristig zu Problemen führen.
Klaus-Dieter Thill Strategische Entwicklung von Arztpraxen: Haus- und Fachärzte nutzen weder ihre analogen noch die digitalen Management-Möglichkeiten
Worum es geht
Niedergelassene Ärzte sehen die Ursachen ihrer hohen Arbeitsbelastung und fehlender Zeit vor allem in äußeren Einflüssen, doch die wirklichen Gründe liegt in den Praxen selbst.
Die Probleme kommen aus dem Außenbereich!?
Befragt man niedergelassene Ärzte nach ihren größten Problemen im Praxisalltag, wird an erster Stelle ein als deutlich zu hoch empfundener Arbeits- und Zeitdruck genannt. Analysiert man die Handlungsweisen und Tätigkeiten der Mediziner, zeigt sich schnell, dass die „üblichen Verdächtigen“ wie Bürokratie, fordernde Patienten und unfähige Mitarbeiterinnen hierfür nur zu einem kleinen Teil verantwortlich sind. Im Mittelpunkt einer objektiven Situationsanalyse stehen drei ganz andere Bereiche mit einer Vielzahl bislang ungenutzter Leistungspotenziale:
Evelyne Hett Eskalation vermeiden – alles im Griff dank integriertem Konfliktmanagementsystem!
Ein Leben ohne Konflikte wäre fast schon unnormal und somit undenkbar. Überall, wo es um Entscheidungsfindung geht, treten Konfliktsituationen (fast) automatisch in den Vordergrund. Mal ist es der Chef, welcher nörgelnd unsere an sich sehr gute Arbeit kritisiert, mal ist es die Kollegin, welche neidisch auf unsere Position ist oder der unzufriedene Nachbar, den die kleinste Mücke an der Wand stört.
Gerade im Berufsleben ist es von Vorteil mit aufkommenden Konflikten souverän, auch angemessen umzugehen. Denn, es bringt nachweislich nichts, wie der berühmte Mann im Kalkofen auszurasten oder gar Rachegelüste zu hegen, welche letztlich entarten und genau das krasse Gegenteil von dem bewirken, was wir eigentlich wollten: nämlich ein sozialverträgliches, humanes Miteinander.
Was du nicht willst, das man dir tut – Krisen professionell managen
Kommt es während der Arbeitszeit zu einer unangenehmen Krisensituation, ist guter Rat teuer. Teuer deswegen, weil diese Belastungssituation sich äußerst negativ auf das gesamte Unternehmen, als auch weiterführend auf die erhofften Umsätze auswirken kann. Ein gut eingeführtes, perfekt strukturiertes Konfliktmanagement wirkt hier wahre Wunder. Neben angemessener Konfliktberatung, Mediation und die Nutzung von Konfliktanlaufstellen, ist die gemeinschaftliche Konfliktbewältigung ein wichtiger Baustein. Fällt dieser weg, bricht der gesamte „Laden“ nach und nach in sich zusammen. Übrig bleiben Trümmer!
Soft Skills - Soziale Interaktion und Partizipation
„Zusammenhalt macht stark“! Gerade im Arbeitsumfeld können sich Unternehmen mitnichten ein „Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Gehabe“ leisten. Wissen und Umsetzung sind hier aber mal wieder zwei verschiedene Paar Schuhe. Denn leider zeigt die Realität, dass trotz der allseits gewünschten positiven Grundstimmung, (teilweise) immer noch ein beängstigend hohes Agressions-Potenzial besteht – welches letztlich erbärmlich nach Bewältigung schreit! Also, Schluss mit dem albernen „Blinde Kuh-Spiel“. Wir befinden uns nicht mehr im Kindergarten, in dem „Förmchenmopsen“ mit „Sand-in-die Augen-werfen“ gesühnt wird. Verantwortung übernehmen, bedeutet (inner)betrieblich (privat natürlich auch) vermehrt auf zielführende Soft Skills zu achten.
Soft Skills, die „weichen Faktoren“ beschäftigen sich mit den außerfachlichen Qualifikationen, welche neben den Hard Skills von hoher Wichtigkeit sind. Ohne jene wohltuenden „Weichmacher“ wäre alles nichts, denn berufliche, als auch private Erfolge verfolgen nämlich genau das konstruktiv wertvolle Prinzip der persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenz.
Vom Schaffen gemeinschaftlich, annehmbarer Rahmenbedingungen
Die Emotionale Intelligenz ist entscheidend für das Ausüben von Soft Skills. Selbstvertrauen, Selbstdisziplin (persönliche Kompetenz), Teamfähigkeit, Menschenkenntnis (soziale Kompetenz), strukturierte Problemlösung (methodische Kompetenz) bilden die Grundfeiler einer soliden, guten Arbeits-Athmosphäre. Richtig ausgeführt und umgesetzt heißt dies nichts anderes, als: „Sei achtsam“!
Dieser weise Leitsatz gilt für den Chef, als auch für die Mitarbeiter gleichermaßen, denn Probleme, Unzufriedenheit oder Ärger entstehen nur dort, wo kein sozialer Austausch möglich erscheint!
Gemeinsam an einem Strang ziehen, Strategien entwickeln, welche dem gesamten Unternehmen dienen und zudem lösungsorientiert auftreten. Das ist vorausschauendes Konfliktmanagement auf den entscheidenden Punkt gebracht.
Hat Ihr Unternehmen diese Lektion schon gelernt oder arbeiten Sie immer noch „zwischen den Stühlen“? Sicher ist das Aufstellen eines starken Konflikt-Managementsystem kein Zuckerschlecken. Es ist tatsächlich „harte Arbeit“, welche aber durchaus Spaß macht. Denn sie wirkt erfrischend prophylaktisch und ist somit, als besonders wert-, als auch äußerst sinnvoll anzusehen.
Fangen Sie noch heute an, betriebliche Konflikte vorab zu erkennen, ernst zu nehmen und natürlich auch zu verstehen. Schaffen Sie ein großes Gemeinschaftsvertrauen und sorgen Sie gemeinsam für mehr angebrachte Offenheit. Bessere Arbeitsleistungen, weniger Fehlzeiten oder auch Kündigungen sind der Lohn. Der wohl verdiente Lohn für gut funktionierende Sozialstrategien, mit welchen wir alle beruflich und privat reibungslos punkten !
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: e.hett@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Evelyne Hett
Klaus-Dieter Thill Digitalisierung der Klinik-Praxis-Kooperation: In Krankenhäusern wird die Eignungsqualität von Einweiser-Portalen kaum untersucht
Worum es geht
Der Erfolg der Krankenhaus-Arbeit wird entscheidend durch die Qualität der Zusammenarbeit mit einweisenden niedergelassenen Ärzten bestimmt. Online-Portale zum Daten- und Informationsaustausch spielen hierbei eine wichtige Rolle, die Eignung der Systeme für den Kooperationsalltag wird jedoch klinikseitig nicht untersucht.