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HEALZZ.community

Die HEALZZ.community verpflichtet sich dem Dialog in sich verändernden Gesundheitsmärkten. Begehe die Brücken, die diese Community tragen.

Bianca Flachenecker Geringe Organspenden: Liegt es an den Kliniken?
Das behauptet zumindest Heiko Burrack. Er ist der Autor des Buches „Leben hoch zwei“ und selbst Empfänger einer Spenderniere. Er sagt: „In den Krankenhäusern wird zu wenig an die Organspende gedacht“. Diskutieren Sie jetzt dazu in der XING-HEALZZ.community mit.
Die aktuellen Zahlen zur Organspende in Deutschland wurden in den vergangenen Wochen und Monaten zu Hauf veröffentlicht. Wer sich hierzu noch einmal ein eigenes Bild machen möchte – und das lohnt – kann sich auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema (BZgA, http://www.organspende-info.de) entsprechend informieren.
Fakt ist: Es gibt viele Menschen, die auf eine lebenswichtige Organspende warten und wenige, die sich verbindlich dafür zur Verfügung stellen. Fakt ist aber auch: Diese Tatsache ist mit Sicherheit nicht der einzige Grund, warum noch nicht so viele Organe transplantiert werden, wie es eigentlich möglich wäre.
Das mag mitunter auch daran liegen, dass in Deutschland derzeit die Entscheidungslösung gilt. Heißt: Eine Organentnahme ist nur zulässig, wenn eine Zustimmung vorliegt. Jeder soll sich mit der eigenen Spendenbereitschaft auseinander setzen, selbstständig eine Entscheidung treffen und diese dann im Organspendeausweis für die Nachwelt festhalten.
Heiko Burrack, Autor des Buches „Leben hoch zwei“, das hier https://www.hcm-magazin.de/organspende-was-kann-sie/150/10939/384760 vorgestellt wird, hat dazu noch eine andere Theorie. Er glaubt, dass es auch an den Kliniken liegt, dass noch zu wenig Organe transplantiert werden. In einem Kommentar für das Fachmagazin Health&Care Management schreibt er auf die Frage „Wie kommt es zu so wenig Spenden, wenn das Thema gefördert wird und die allermeisten Menschen hier positiv eingestellt sind?“: „Die Antwort finden wir in den Krankenhäusern selber, und sie ist sehr schlicht: Hier wird zu wenig an Organspende gedacht.“ Was er damit meint? Organspende sei für Krankenhäuser mit Aufwand verbunden. Man müsse zunächst einmal einen Menschen finden, bei dem die Voraussetzungen für eine Organspende gegeben sind, dann brauche man zwei qualifizierte Ärzte, die mit der Organübertragung in keiner Verbindung stehen und den Hirntod diagnostizieren. „Dies bedeutet einen Aufwand von zwei Tagen“, sagt Burrack. Zeit, in der das Intensivbett nicht weiterverwendet werden kann und zusätzlich eine medizinische Betreuung des verstorbenen Menschen stattfinden muss. „Schließlich müssen die Chirurgen die Organe entnehmen, was aufgrund der verplanten OP-Säle meist nur nachts möglich ist. Personal, was bei dieser Operation tätig ist, kann am nächsten Tag nicht arbeiten“, erklärt Burrack eine weitere hohe Hürde für Krankenhäuser.
Den vollständigen Kommentar von Heiko Burrack können Sie hier nachlesen: https://www.hcm-magazin.de/warum-es-in-deutschland-so-wenig-organspenden-gibt/150/10737/385230
WIE SEHEN SIE DAS?
Liegt es an den Strukturen und Prozessen in den Kliniken, dass die Organspende in Deutschland noch nicht ihr volles Potenzial erfüllt? Oder liegt es doch eher an der mangelnden Aufklärung, dem fehlenden Entscheidungsdruck oder ist eine Mischung aus allem?
Joachim Maurice Mielert Selbsthilfe stellt essentiellen Mehrwert im Gesundheitswesen dar
Selbsthilfegruppen sind essentieller Mehrwert im Gesundheitswesen
Rede des Heider Regionalleiters der Deutschen Parkinson Vereinigung unterstreicht Wert des Ehrenamtes
Im Rahmen eines Parlamentarischen Abends im Deutschen Bundestag in Berlin hat Joachim Maurice Mielert aus Heide den Wert der Selbsthilfe in Deutschland betont. Mielert erläuterte gegenüber zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Spitzenverbänden in Berlin, dass innerhalb des immer komplexer werdenden Gesundheits- und Pflegesystems und vor dem Hintergrund schwindender persönlicher Kontakte auch zu den gewohnten Ansprechpartnern im Gesundheitswesen der Selbsthilfe wesentliche und erweiterte Funktionen zukommen. Die Digitalisierung der Kommunikation zwischen Ärzten, Kostenträgern und Patienten wird sich binnen weniger Jahre elementar verändern, traditionelle und gewohnte Arbeits- und Datenströme werden obsolet werden.
Die neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung hatte unlängst angeregt, das Berufbild des "Lotsen" für chronisch erkrankte Menschen zu schaffen, um Hilfsbedürftigen und Patienten den Weg durch die Verordnungsstruktur des Sozialrechts zu erleichtern. Dem trat Mielert, ehrenamtlicher Regionalleiter der Deutschen Parkinson Vereinigung und selbst an Morbus Parkinson erkrankt, deutlich entgegen. Er hatte seine ablehnende Haltung bereits Anfang März 2019 in der Deutschen Ärztezeitung dargelegt und erklärt, dass die Selbsthilfeorganisationen, Sozialverbände und caritativen Akteure diese Lotsenfunktion seit Jahrzehnten ehrenamtlich erfolgreich und verantwortlich wahrnehmen. Staat und die Wirtschaft hätten seit Jahrzehnten den aus dem Ehrenamt entstehenden Mehrwert in ihre Planungen fest kalkuliert und eingepreist. Bei Schaffung eines neuen, kommerziell tätigen Lotsen auf Grundlage einer Berufsqualifikation würde tausenden ehrenamtlich Engagierten ungebremst jede Wertschätzung verweigert und deren Hilfsbereitschaft mit Füssen getreten.
Mielert warb für eine Entflechtung und einfache Formulierung der Sozialgesetze, damit normale Bürger und chronisch erkrankte Patienten diese verstehen und Abläufe eigenverantwortlich umsetzen könneten. Es sei, so Mielert, ein Unding, dass man in diesem Land zur Umsetzung eigener Angelegenheiten immer mehr Hilfe von Experten benötige. Ohne Steuerberater könne man sich nicht mehr beim Finanzamt artikulieren, ohne Rechtsanwalt nicht mehr bei Gericht und nun plane die Regierung den "Lotsen" für den Umgang mit den Kranken-, Rentenversichern, Behörden und Akteuren im Gesundheitswesen.
Auf Einladung der Gesellschaft für experimentelle Neuropharmakotherapie (GESENT) hatten führende Hochschulreferenten im Bundestag die Auswirkungen des Arzneimittelneuordnungsgesetzes erörtert und beklagt, dass durch die binnenstaatlichen Regulierungen bei der Therapie Nachteile für Patienten bei der Medikamentenversorgung entstünden. Bei dem Parlamentarischen Abend waren Redebeiträge von Prof. Dr. Riederer, Präsident von GESENT e.V., Prof. Dr. Schwerdtfeger, Präsident des BfArM d.D., Prof. Dr. Jost, Prof. Dr. Hegerl, F.W. Mehrhoff, Geschäftsf. der Deutschen Parkinson Vereinigung, J.M.Mielert und Prof. Dr. Laux zu hören.
Das Bundesgesundheitsministerium will sich dem Themenkomplex öffnen.
Anfragen/Pressekontakt und TV-Mitschnitt aller Redebeiträge:
Dr. Ingolf Neunübel
Strategische Kommunikation und Positionierung
Schönhauser Strasse 88d
13127 Berlin
Telefon 030-962 21 28
Ralf J. Jochheim Kohärenzgefühl und Resilienz - Die Schlüssel zu mentaler Stärke
Fachzeitschrift Patientenbibliothek “COPD in Deutschland”, (1/2019):
Im Beitrag „Kohärenzgefühl und Resilienz“ der Arzt- und Patientenzeitschrift „COPD in Deutschland“ beschreibt Dr. Ralf. J. Jochheim diesen Zusammenhang und erörtert, warum Vertrauen in sich selbst zur Stärkung der eigenen Gesundheit beiträgt.
Das Zusammenspiel zwischen dem Ausbau des (Selbst-)Vertrauens mit der Stärkung der einzelnen Resilienzfaktoren eröffnet den Horizont zum Ausbau der individuellen Ressourcen. Die mentale Handlungsfähigkeit wird erweitert und trägt dazu bei, mit belastenden Lebensumständen besser umgehen zu können und die Lebensqualität zu erhöhen. ...
Frank Stratmann Grüße vom 7. Bayerischen Tag der Telemedizin
Soeben hat Prof. Siegfried Jedamzik den Kongress eröffnet. Melanie Huml hat bereits ihre Grußworte an das Plenum gerichtet und mit Dr. Thomas Huber gibt es die erste Stellungnahme aus der Abteilung Zukunftsfragen des BAyerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.
Was sind Ihre/Deine Zukunftsfragen wenn es um die Digitalisierung des Gesundheitsgeschehens geht? Nutzen wir doch gemeinsam diesen Beitrag hier in der Community, einige dieser Zukunftsfragen einzusammeln.
Drüben auf Twitter ist unter #7BTT schon einiges los. Ich melde mich später noch einmal und freue mich - kurz und knapp - auf ihre Eingaben und Einsichten. Vielen Dank.
Frank Stratmann
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Nur für XING Mitglieder sichtbar Die Digitalisierung im Gesundheitswesen...