IAPM International Association of Project ManagersIAPM International Association of Project Managers

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Dr. Roland Ottmann

Informationsaustausch, Aus- und Weiterbildung im PM und agilen PM und die aktive Weiterentwicklung von PM-Methoden stehen im Fokus.

Projekte bedeuten Veränderung, dafür werden sie ja aufgelegt. Manche von ihnen greifen tief in bestehende Unternehmensstrukturen ein, verändern Prozesse und Abläufe grundlegend – was unter den Betroffenen zwangsläufig Ängste und Widerstände auslöst und viele Veränderungsprojekte zum Scheitern bringt. Warum ist das so? Warum ist gerade gute Kommunikation besonders wichtig für den Erfolg eines Veränderungsprojekts?

GESPRÄCHE ALS KATALYSATOR DES WANDELS

Für ein erfolgreiches Change Management ist von entscheidender Bedeutung, dass der Kommunikationsfaden zwischen der Geschäftsleitung, den Projektteams und dem "Rest der Belegschaft" nicht abreißt – zumal dieser Rest in Großunternehmen aus einigen zehntausend Mitarbeitern und Führungskräften bestehen kann. Die regelmäßige Information über den Projektstand, Zwischenergebnisse und vom Management getroffene Entscheidungen ist daher ebenso unverzichtbar wie der Dialog: das Aufnehmen von Reaktionen und Feedback ebenso wie die Auseinandersetzung mit Ängsten, Widerständen und Konflikten.

Häufig wird in der Startphase eines Veränderungsprojekts deutlich mehr kommuniziert als im weiteren Verlauf. Doch Gespräche sind in jeder Projektphase von entscheidender Bedeutung. Denn häufig entstehen erst im Projektverlauf Bedenken und Widerstände, die den Erfolg gefährden. Am Ende kostet es viel Energie und verspricht selten Erfolg, gegen diesen Widerstand dann anzukämpfen.

EINIGE SURVIVAL-TIPPS

- Veränderungen verursachen Ängste und Unsicherheiten. Eine frühzeitige und offene Kommunikation des geplanten Wandels gibt Orientierung und Sicherheit.

- Alle Betroffenen sollten schnell und zeitgleich informiert werden, damit kein Nährboden für Gerüchte und Spekulationen entsteht. Die Projektverantwortlichen behalten so die Informationshoheit.

- Tauschen Sie sich mit den Mitarbeitern aus, hören Sie zu und verstehen Sie die Bedürfnisse und Sorgen der Betroffenen. Gespräche erlauben es, spontan nachzufragen und zu erläutern. Zudem schaffen sie Vertrauen.

- Bleiben Sie kontinuierlich – auch außerhalb Ihrer eigenen Hierarchieebene – im Dialog mit den Menschen. Kamingespräche, Frühstücksrunden und Mitarbeiterversammlungen sind gute Gelegenheiten, wieder und wieder über die Veränderungen zu sprechen.

HINWEIS:

Wenn Sie diesen Survival-Tipp als PDF-Dokument für Ihre Unterlagen haben möchten, senden Sie mir bitte eine kurze Nachricht mit dem Titel dieses Beitrags an: xing@marioneumann.com.

https://marcloeffler.eu/2020/10/08/story-points-einer-der-groessten-fails-im-agilen-kosmos/

https://martinfowler.com/bliki/ShuHaRi.html

https://blog.jdriven.com/2020/10/misconceptions-about-scrum-by-the-book/

Projekte bedeuten Veränderung, dafür werden sie ja aufgelegt. Manche von ihnen greifen tief in bestehende Unternehmensstrukturen ein, verändern Prozesse und Abläufe grundlegend – was unter den Betroffenen zwangsläufig Ängste und Widerstände auslöst und viele Veränderungsprojekte zum Scheitern bringt. Warum ist das so? Warum ist gerade gute Führung besonders wichtig für den Erfolg eines Veränderungsprojekts?

EINE FÜHRUNGSPERSÖNLICHKEIT STEUERT DAS PROJEKT

Veränderung braucht Führung während des gesamten Prozessverlaufs – von der Initiierung über die „Mühen der Ebene“ bis hin zum Projektabschluss. Es reicht bei Weitem nicht aus, z. B. mit einer flammenden Rede die bevorstehenden Veränderungen zu verkünden, um danach zu erwarten, dass sich alle Beteiligten voll mit dem Projekt identifizieren und es unterstützen.

Erfolgreiche Veränderung ist immer ein Gemeinschaftswerk. Sie lebt davon, dass unzählige Mitarbeiter an vielen Stellen des Unternehmens die richtigen Zahnräder bewegen, Probleme lösen, Ideen entwickeln und diese im Zusammenspiel umsetzen. Dabei kommt den Führungskräften eine wichtige Rolle zu. Sie müssen geschlossen hinter der Veränderung stehen und sie ehrlich mittragen. Von ihnen hängt es ab, ob kurzfristig auftretende Turbulenzen, aufkeimende Widerstände oder Verweigerungshaltungen überwunden werden können. Das Vorhaben ist zum Scheitern verurteilt, wenn nicht die gesamte Führungsriege geschlossen hinter dem Wandel steht.

EINIGE SURVIVAL-TIPPS

- Verstehen Sie sich als Visionär, der als authentisches Vorbild für das einsteht, was er von anderen erwartet.

- Die beiden zentralen Aufgaben von Führung im Change Management sind erstens, Orientierung zu vermitteln, zweitens für eine zügige Umsetzung der Ziele zu sorgen.

- Etablieren Sie eine schlagkräftige Kerntruppe, die ihren genießt und über hinreichend Expertise und Sachverstand – auch für die „dreckigen Details“ – verfügt.

- Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass es letztlich nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder sie erkennen als Galionsfigur die Richtung des Wandels frühzeitig und beeinflussen ihn; oder sie werden im Kielwasser hinterhergezogen.

- Das Führen eines Veränderungsprozesses kostet Zeit. Räumen Sie also Ihren Terminkalender frei, um das Vorhaben zum Erfolg führen zu können.

HINWEIS:

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Zweck dieser Gruppe

Die Gruppe richtet sich an alle, die sich mit dem Thema Projektmanagement
und agiles PM beschäftigen. Der Fokus liegt auf Informationsaustausch, aktiver Weiterentwicklung von Projektmanagementmethoden und Aus- und Weiterbildung im Projektmanagement.
Die Gruppe soll als nationale und internationale Diskussions- und
Informationsplattform dienen.