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Ideen Management

Die Gruppe ist das Business-Netzwerk-Forum der Initiative Ideen-machen-Zukunft.net, und ist der Meetingpoint der IG Zentrum Ideenmanagement.

Hans-Dieter Schat Ideenmanagement und Vorschlagswesen in Behörden, Verwaltungen, Banken, Versicherungen
Das Ideenmanagement entstand als Betriebliches Vorschlagswesen am Ende des 19. Jahrhunderts in Produktionsbetrieben). Nach den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit führte Paul Michligk eine Umfrage zum Stand des Ideenmanagements durch. 52 Unternehmen antworteten. Auffällig ist: Keine einzige Behörde, Verwaltung, Bank oder Versicherung findet sich in dieser Liste.
Das Vorschlagswesen kommt aus Organisationen, die Produktions- und Reparaturwerkstätten betreiben und in denen viele Arbeiter tätig sind. Diese Organisationen setzen traditionell Ideenmanagement ein.
Anders Organisationen, in denen fast ausschließlich in Büros gearbeitet wird. In diesen Organisationen hat das Ideenmanagement keine so lange Tradition. Hier würde man bei einem Betriebsbesuch eher frage, ob Ideenmanagement gelebt wird. Dort stellt sich die Frage:
Wie ist das Ideenmanagement in diesen „nicht traditionellen Anwender-Organisationen des Ideenmanagements“ aufgestellt?
Definition „nicht traditionelle Anwender-Organisationen des Ideenmanagements“
Vermutlich hat jeder, der sich eingehender mit dem Ideenmanagement beschäftigt hat, ein Bild vor Augen, was traditionelle und was weniger traditionelle Anwender-Organisationen des Ideenmanagements sind. Doch die genaue Abgrenzung für eine statistische Auswertung ist nicht ganz so einfach. Die Branche ist offenkundig nicht geeignet: Zu „Behörde“ zählt eine Verwaltung ebenso wie eine Straßenmeisterei. In der Branche „Gesundheit“ ist eine Krankenkasse ebenso angesiedelt wie ein Medizinprodukte-Hersteller. Die Grenze zwischen traditionellen und nicht traditionellen Anwendern geht also durch die Branchen hindurch.
In diesem Betrag versuche ich, den Anteil an Büro-Angestellten, an „White Collar“ Beschäftigten, als Indikator zu verwenden. Diese Beschäftigten mit „weißen Krägen“ haben wir so definiert: Mit "white collar" sind Mitarbeiter gemeint, die im Wesentlichen Bürotätigkeiten ausführen und sich "die Hände nicht mehr schmutzig machen“.
Die hier ausgewerteten Daten stammen aus der „Ideenmanagement – Studie 2018“, die ich gemeinsam mit dem Lösungsanbieter HLP durchgeführt habe (Landmann & Schat 2018). An dieser Studie haben sich 261 Organisationen beteiligt. Dies ist damit der meines Wissens nach umfangreichste aktuelle Datensatz zum Ideenmanagement im deutschsprachigen Raum ( http://www.hlp.de/studie-2018 )
Der Anteil der „White Collar“ Beschäftigten bei den befragten Organisationen verteilt sich wie in der Abbildung angezeigt.
Keine Organisation berichtet von einem Anteil der „White Collar“ Beschäftigten unter 10%, ein Viertel der Organisationen hat einen Anteil von 30 % und weniger. Auf der anderen Seite nennt ein Viertel der Organisationen einen Anteil von 70 % und mehr, in Einzelfällen reicht er bis zu 100 %. Der Mittelwert liegt bei 53%, der Median bei 50%.
Welche Erfolge erreicht das Ideenmanagement in nicht-traditionellen Anwendungsbereichen? Was sind hier die spezifischen Erfolgskennzahlen? Dies erfahren Sie im neuen Blog-Beitrag auf http://www.IdeenmanagementBlog.de
Ein paar Anmerkungen aus meiner langjährigen Erfahrung in einem BVW einer öffentlichen Verwaltung:
Das zentrale Vorschlagswesen ist hier eher zielführend und daher meist Standard, weil in einer Verwaltung eher im gesamten Bereich vergleichbare Problemstellungen zu finden sind. Ein zentrales Vorschlagswesen erleichtert die Verbreitung auf weitere Organisationseinheiten massiv. Dazu kommt, dass die Bediensteten einer öffentlichen Verwaltung gleichzeitig meist auch Kunde, also Betroffene von Vorgängen sind und damit auch für "fremde" Abteilungen Anregungen geben können und auch tatsächlich geben. Im Mischmodell zeigt sich aus meiner inzwischen externen Warte, dass das dezentrale Vorschlagswesen eher in "großen" Dienststellen funktioniert.
Gerade öffentliche Verwaltungen haben aber auch Hemmungen, ihre Daten zu veröffentlichen. Ich habe 2004 eine Umfrage - meines Wissens die erste dieser Art - bei deutschen und österreichischen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen durchgeführt, Daten zu einem beträchtlichen Teil nur als "einer unter Gleichen" und da teilweise nur mit dem Auftrag der anonymisierten Weiterverwendung erhalten. Einige Verwaltungen "schämen" sich für die extrem niedrige Beteiligung und nehmen deshalb an keinen offiziellen Benchmarking-Umfragen teil. Die relativ niedrige Beteiligung führt auch zu statistischen Auisreißern: Ich erinnere mich an eine kleine Gemeinde mit 1 eingebrachten Verbesserungsvorschlag in 4 Jahren, der umgesetzt wurde und - soweit erinnerlich - rd. 1,2 Mio. EUR rechenbare Einsparung brachte - bei 25 MA im Jahresschnitt 1% Beteiligung, 100% Realisierung, 100% rechenbare Vorschläge, durchschnittlicher Nutzen je eingebrachtem Vorschlag = 1,2 Mio. EUR, rechenbarer Nutzen je Teilnahmeberechtigtem durchschnittlich 12.000 EUR pro Jahr - letzteres ein absoluter Spitzenwert :-)
Die meisten Vorschläge in (öffentlichen) Verwaltungen lassen sich aber nicht wirklich berechnen, es geht um Verbesserungen des Kundendienstes, von Formularen etc. und/oder sparen nur wenige Minuten pro Verwaltungsvorgang ein. Nicht zuletzt deshalb werden viele Anregungen von den unmittelbaren Vorgesetzten zumindest im Sinne des BVW abgetan, als unbedeutend bewertet oder dem Aufgabenbereich zugeordnet. Ein oft gehörter Satz war, "das kann ich ja auch, das ist kein Verbesserungsvorschlag". Und warum, lieber Angehöriger der Lähmschicht, hast du es dann nicht getan? Ein Kampf gegen Windmühlen.
Anbei eine Auswertung zum Alter des Vorschlagswesens aus der von mir damals durchgeführten Umfrage untr Kommunen.
Martin Perl "Teure Küchen-Reklamationen" trotz gefühlt guter Technik.
Kommt Ihnen das bekannt vor: "Wie aus einer alltäglichen Situation eine teure Reklamation wird." Aber wie kann ich sie für immer vermeiden?
Schon verblüffend - aber vielleicht knacken Sie ja das kleine Rätsel im neuen Video:
Viel Spaß dabei und bis bald
Viele Grüße - Martin Perl - fixxpoint® easy
Denny Kondic +++Working out Loud Sommer Meetup+++
Am Freitag ist es soweit, unser Sommer Meetup findet zum 2. statt. Ob Anfänger, mit und ohne Circle Erfahrung oder schon Profi, alle sind willkommen. Interessant auch für Ideenmanager*innen die einfach nur kurz reinschnuppern wollen.
Wer jetzt schon seine Fragen kennt kann sie hier posten. Unser Hashtag ist #WOLonlineDE. Anmeldung ist hier https://goo.gl/ZKt8U7 immer noch möglich! Wir freuen uns auf euch, Thomas Schlebach, Christian Tratter und Denny Kondic #WOL
Sonja Dietz Wege zum erfolgreichen Innovationsmanagement
Liebe Gruppenmitglieder!
Innovation, Innovation und nochmal Innovation. Jeder spricht über die steigende Bedeutung von Innovationsmanagement in Unternehmen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Eine Begriffsdefinition mit einem Best-Practise-Beispiel aus der Welt des Cloud-Computings. Nachahmen empfehlenswert!
Hallo Sonja Dietz,
vielen Dank für diesen Gruppenbeitrag, aber auch für die interessanten Gruppenbeiträgen zu den vielfältigen Themenfeldern im Ideen- und Innovationsmanagement, die sich durch die Megatrends und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten für beteiligungsorientierte Verbesserungs- und Innovationsprozesse ergeben. Über Ihren Beitrag zum cologne IT summit 2018 - https://www.xing.com/communities/posts/digitalisierung-jetzt-aber-bitte-richtig-1014040393 - hat sich ja bereits eine Vernetzung in unseren Gruppenaktivitäten ergeben. Allerdings ist es wegen der Terminverschiebung im cologne IT summit auf das kommende Jahr noch nicht zu weiteren Netzwerkaktivitäten gekommen.
Daher möchte ich Sie gerne noch einmal zu unseren Innovationsforen (unser 07. Innovationsforum findet übrigens am 15. August beim VDI Ruhrbezirksverein statt) einladen:
Vielleicht könnte das ja auch der Grundstein zur Vorbereitung Ihres cologne IT summit 2019 und unseres 08. Innovationsforums im letzten Quartal 2018 sein?
Marisa Dolderer Umfrage im Rahmen meiner Master-Thesis zum Thema Ideenmanagement
Guten Tag,
bitte nehmen Sie sich doch 10 Minuten Zeit für ein paar Fragen.
Mein Name ist Marisa Dolderer und ich studiere berufsbegleitend im 4. Semester den Master-Studiengang Management (M.A.) an der FOM in Stuttgart.
Im Rahmen meiner Abschlussarbeit befasse ich mich mit dem Thema Ideenmanagement.
Die Befragung unterstützt mich bei der Erstellung meiner Master-Thesis und deshalb freue ich mich über eine rege Beteiligung.
Ihre Teilnahme ist absolut anonym und es können keine Rückschlüsse gezogen werden.
Anbei finden Sie den Link zur Umfrage (welcher auch über ein mobiles Endgerät funktioniert).
Gerne können Sie diesen Link an weitere interessierte Personen verteilen.
Bei Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Ich freue mich über Ihre Mitwirkung
Vielen Dank & mit freundlichen Grüßen
Marisa Dolderer
Marisa Dolderer
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Klaus Westerhoff
Guten Tag Frau Dolderer,
ich habe in Sachen Ideenwettbewerb auf der Hannover Messe für meine entwickelte PI-METHODE mit dem 1.Platz unter anderem für Studenten(in) eine Anwendungsmöglichkeit geschaffenen, eine Masterarbeit mit meiner persönlichen Begleitung zu schreiben. Sie setzen diese Methode dabei ein, dessen Ergebnis einen nachhaltigen Mehrwert als Wertschätzung
dokumentiert. Unter http://www.Pi-METHODE.de können Sie sich entsprechend informieren.
Beste Grüße
Klaus Westerhoff

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Über die Gruppe "Ideen Management"

  • Gegründet: 01.02.2008
  • Mitglieder: 2.420
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 1.518
  • Kommentare: 1.065
  • Marktplatz-Beiträge: 1