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Idioms - Die Macht der Sprache - deutsch/englischIdioms - Die Macht der Sprache - deutsch/englisch

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Hosted by:Sven Fuchs

Idioms sind umgangssprachliche Redewendungen, welche keine bloße Übersetzungen darstellen.

What does that mean? Find out in our current quiz: https://www.xing.com/communities/posts/quiz-weve-got-him-boxed-in-punkt-1019058872

In einem ansonsten recht lesenswerten Artikel (https://1e9.community/t/so-macht-der-astrofotograf-andrew-mccarthy-diese-fantastischen-aufnahmen-des-weltraums/3982) las ich gerade folgenden Satz:

> Also begann ich nach Wegen zu forschen, um bessere Bilder des Weltalls zu machen und stürzte in einen echten Kaninchenbau aus Dingen, die ich über Technik und Ausrüstung lernen konnte.

Das würde kein des Deutschen Kundiger so schreiben. Des Interviewten Muttersprache ist wohl amerikanisches Englisch; wie heißt das dort?

Und was wäre eine angemessene Übersetzung?

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Here is a list of commonly used BIRD Idioms in English with German translation:

A bird in the hand is worth two in the bush - Ein Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.

Birds of a feather, flock together - Gleich und gleich gesellt sich gern.

Fine feathers make fine birds - Kleider machen Leute.

Kill 2 birds with one stone - Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

The early bird catches the worm - Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

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> Very interesting. With the early bird, however, I Need to disagree. Der frühe Vogel fängt den Wurm is in my opinion a better equivalent. Das ist, glaube ich, kein genuin deutsches Sprichwort (sondern unkundig aus dem Englischen übersetzt). Kann das jemand bestätigen?

Hand to mouth — Having, providing, or characterized by the bare minimum of money, food, or resources to survive, with little or nothing else to spare

German equivalent: von der Hand in den Mund

Some joke that dentists also live form “Hand to mouth”

Sehr netter Witz!

»Was Du machst ist Tango mit Wörtern«, sagte kürzlich jemand über mich. Ich spiele mit Sprache, Wörtern und Bedeutungen, ich erfinde auch neue Wörter, weil wir für manches, was wir kennen, noch kein Wort haben.

Das Spannende (und der Grund, in diese Gruppe einzutreten) ist, dass heutzutage zahlreiche englische Redewendungen ins Deutsche hinüberwandern, dabei aber an den (sinnvollen) sprachlichen Einwanderungsbehörden vorbei; das bringt es mit sich, dass das Englische 1:1 ins Deutsche übernommen wird, wo es so aber manchmal keinen Sinn ergibt: Man müsste es übersetzen bzw. übertragen, nicht einfach gedankenlos rüberschicken. Und für so manches gibt es bereits im Deutschen ein Wort, nur wissen das viele nicht.

Gestern zum Beispiel hatte ich selbst solch ein wunderbares Erlebnis, da begegnete mir – seit sehr langer Zeit mal wieder – das wunderschöne deutsche Wort Hexenwerk (das könnte man jetzt als auch geschichtlich Bewanderter ins Schwärmen geraten ob der vielen Assoziationen, von Faust über die Romantik und weiter).

Ich habe mich nämlich seit Wochen gefragt, wie heimisch das mit der »Raketenwissenschaft« im Deutschen ist; es wird hin und wieder verwendet, fühlt sich für mich aber wie ein Fremdkörper an; evtl. ist es im Englischen (»That's not rocket science«) verbreiteter (Frage an die english native speaker; gibt es dafür auch ein älteres Wort im Englischen? Vielleicht ist es ja durch einen Gary-Larson-Cartoon so beliebt geworden).

Und da fiel es mir natürlich wie Schuppen von den Augen (warum hat man eigentlich Schuppen auf den Augen? Und wie heißt das englische Pendant?):

»Das ist doch kein Hexenwerk«, würde man traditionellerweise im Deutschen sagen. Nun finde ich es sehr spannend, dass es für diesen Sachverhalt also quasi ein altes und ein neueres Wort bzw. ein altes und ein neues Idiom gibt. Ich sehe es in diesem Fall nicht als Dichotomie von richtig und falsch, sondern als zwei Alternativen, die eben auch den Zeitenwandel reflektieren: früher die Hexe auf Ihrem Besen, heute reiten die Leute eben (Dr. Seltsam hat es vorgemacht) auf einer Rakete. Wobei die althergebrachte Antriebsmethode natürlich die klimafreundlichere ist, da ist das mit der Rakete ein ziemlicher Rückschritt.

Ich freue mich, Teil dieser Gruppe zu sein.

Ach ja, und bitte in der Gruppenbeschreibung den unsäglichen Rechtschreibfehler korrigieren; und am besten auch gleich das ungelenke »welches«; und wenn der Satz auf Deutsch dasteht, sollte man nicht »Idioms« schreiben, sondern »Idiome«. Und als Lektor moniere ich, dass Idiome angeblich *umgangssprachliche* Redewendungen seien; das ist falsch. Ein Idiom zeichnet sich dadurch aus, dass erstens evtl. Wörter, insgesamt aber die gesamte Fügung eine übertragene (man könnte sagen metaphorische) Bedeutung hat; und dass diese Fügung ziemlich wenig oder gar keine Abänderungen zulässt (es sei denn, man spielt damit), ansonsten outet sich der Sprecher/Verwender, dass er dieses Idiom nicht in seiner richtigen Gestalt kennt: Es sind zum Beispiel »Fünfe«, die man auch mal gerade lassen darf; »Fünf« wird als falsch empfunden. Man kann natürlich mit dem Ausdruck wunderbar spielen und auch mal versuchen, Viere ungerade sein zu lassen – was mehr Implikationen mit sich bringt, als die scheinbar kleine und harmlose Verschiebung auf den ersten Blick erahnen lässt, denn mit »gerade« und »ungerade« ist man sofort bei den Zuschreibungen für falsch und richtig und ob bzw. wie genau man es mit etwas nehmen soll; es wird mit einer kleinen Veränderung das gesamte Wertesystem auf den Kopf gestellt! So wunderbar ist Sprache, und so wunderbar ist das, was man mit Sprache anstellen kann.

In diesem Sinne, mein Vorschlag:

Idioms/Idiome sind feste Wendungen, bei denen ein Sachverhalt in metaphorischer Weise in Form gegossen ist. Nicht selten wird ein und derselbe Gehalt im Englischen und im Deutschen durch verschiedene Wendungen wiedergegeben.

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> Dann aber bitte auch selbst ... Grandios! Danke für den Hinweis – was wieder mal bestätigt, dass man tendenziell seine eigenen Fehler nicht sieht. > Ich würde mich freuen, mehr zu lesen. Beizeiten gern.