Im Cockpit – Coaching für EntscheiderIm Cockpit – Coaching für Entscheider

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Führen – Kommunizieren – Entscheiden. Training für Führungskräfte. Im Cockpit eines professionellen Verkehrsflugzeug-Simulators

In der Krise führen heißt: Übersicht bewahren und im Team arbeiten. Als Führungskraft sollten Sie Mikromanagement unbedingt vermeiden, auch wenn Ihre Mitarbeiter noch nicht so erfahren sind.

Belassen Sie jeden in seiner Rolle, nur dann bleibt die Rollenklarheit sicher erhalten.

Ihre Kommunikation sollte klar, direkt, prägnant und rechtzeitig sein.

Behalten Sie das Wesentliche im Blick und verlieren Sie sich nicht in unwichtigen Details.
Unterscheiden Sie wichtig und dringend. Nicht alles was laut lärmt ist wichtig!
Ihr Fokus sollte auf dem Erhalt der operativen Handlungsfähigkeit liegen (Fly the Aircraft first). Oder, wie sagte mir mein Instructor beim Schrillen der Feuerwarnung für eines der beiden Triebwerke beim Start im Moment des Abhebens: let it burn, fly the aircraft!

Im folgenden Video habe ich, das erste Mal überhaupt in einem Team-Training, einen Teilnehmer in eine wirklich dramatische Situation gebracht. Nach dem Start in München haben wir schweren Vogelschlag und kurz hintereinander fallen beide Triebwerke unseres A320 aus. Ich habe diese Situation vorher weder mit dem Teilnehmer geübt noch gebrieft.

Das Lagebild im Cockpit:

Auf dem Sitz des Kapitäns sitzt ein Trainingsteilnehmer (Führungskraft Vertrieb) als Pilot Flying (PF), nach 1,5 Tagen zum Crew-Resource-Management und zur Lernenden Organisation.
Ich sitze als Trainer auf dem rechten Sitz. Dort sitzt normalerweise von Beginn an ebenfalls ein Trainingsteilnehmer.

In diesem Fall sitze ich auf dem Platz des Co-Piloten rechts, da ich eine extreme Krisensituation ohne Vorwarnung und Ankündigung erzeugen möchte.

Achten Sie jetzt darauf, wie die Situation abläuft und ich den Pilot Flying, obwohl er weder Pilot noch irgendwie darauf vorbereitet ist, in seiner Rolle belasse.

Kommen wir da heile raus? Liegen irgendwann die Nerven blank oder gerät die Kommunikation außer Kontrolle? Gibt es Schuldzuweisungen oder Wertungen?

Sehen Sie selbst…

https://youtu.be/zIYEXTa8VPQ

Ich glaube nicht an Zufälle :-) Das Video schaue ich mir heute Abend gerne an, zumal ich gestern noch beim Sonntagfrühstück den Film "Sully" geschaut habe.
> Ich glaube nicht an Zufälle :-) Das Video schaue ich mir heute Abend gerne an, zumal ich gestern noch beim Sonntagfrühstück den Film "Sully" geschaut habe. Nahezu die gleiche Situation, nur aus etwas größerer Höhe und die Motoren fielen mit etwas mehr Verzögerung aus 😊 Sully konnte ja mit dem Profi Jeff Stiles fliegen und kommunizieren. Beide waren alte Hasen, langjährige Kapitäne und Sully war Ausbilder im Simulator bei US Air für Wasserlandungen.

Die Ziele der Lernenden Organisation sind messbar. Sie lassen sich in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen abbilden.

Die Ziele sind:

Effiziente Zusammenarbeit (Erhöhung des DB, Umsatz, Umsatz/MA, Eigenkapitalrendite)

Fehlerarme Spitzenleistung (Anzahl der Reklamationen, DB, Kundenbindung)

Stabilität und Sicherheit auch bei großen Veränderungen (Fluktuation, Eigenkapitalquote, Umsatzentwicklung, Entwicklung des Geschäftsmodels)

Innovationskraft (Anzahl und Qualität von Dienstleistungs- oder Produktneuheiten, Marktbehauptung, Krisenstabilität, Adaption neuer Marktbedürfnisse)

Zufriedenheit in allen Hierarchien (Fluktuation, Krankenstand)

Hinter jedes Ziel lassen sich diese Kennzahlen schreiben. Beispiele habe ich in Klammern dahinter geschrieben.

Wie das in der Praxis funktioniert und in welchen Schritten ich erfolgreich vorgehe, darüber berichte ich in diesem Video.

https://youtu.be/at9EQZUBIjY

https://www.handelsblatt.com/karriere/interview-harvard-professorin-edmondson-es-gibt-nicht-genuegend-routinejobs-fuer-durchschnittsmanager/27415354.html

Die Forschung von Amy Edmondson ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Mandatsarbeit in Unternehmen. Ihre Publikationen haben einen seit Jahren festen Platz auf unserer Literaturliste http://imcockpit.de/pdf/literatur.pdf

Die Lernende Organisation hat in Unternehmen klare betriebswirtschaftliche Ziele und Inhalte: Effizienz, fehlerarmes Arbeiten und Spitzenleistung in allen Hierarchien bei hoher Zufriedenheit aller Mitarbeiter

http://besserkommunizieren.blogspot.com/2019/08/psychologische-sicherheit-kein-kuschelkurs.html

Ohne Demut und Empathie/Perspektivwechsel ist es für Führungskräfte schwierig, tiefe Einblicke in ihre blinden Flecke zu gewinnen, diese Defizite aufzuholen und daran zu wachsen. Dies erfordert Anstrengung, dient aber auch einem guten Zweck.