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Industrie Schweiz ist die Gruppe für die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie. Vernetzen Sie sich mit interessanten Personen.

Zum 01. Januar 2021 hat Christophe Coulongeat die weltweite Verantwortung für die Robotics Sparte übernommen. Der französische Manager ist seit 2018 Deputy Division Manager im Bereich Robotics und sammelte zuvor umfassende Erfahrungen in Frankreich, Österreich, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Schweiz in der Verpackungs- und Automationsbranche.

Christophe Coulongeat hat einen Abschluss in Ingenieurswissenschaften von der Universität Poitiers und einen Bachelor of Science in International Business Management von der ESVII. Darüber hinaus hat er an Weiterbildungsprogrammen für Führungskräfte an der IMD Business School, der MIT Sloan School of Management und der Columbia Business School teilgenommen.

Firmenprofil

Stäubli ist ein weltweit agierender Anbieter von Mechatronik-Lösungen in drei Geschäftsbereichen: Connectors, Robotik und Textile. Die Firma ist ein internationaler Konzern, der in 29 Ländern tätig und in 50 Ländern auf allen Kontinenten vertreten ist. Die weltweite Belegschaft von über 5.000 Mitarbeitern setzt sich dafür ein, mit Kunden aus fast allen Industriesparten eine partnerschaftliche Beziehung zu pflegen, um ihnen umfassende Lösungen und langjährigen Support bieten zu können. 1892 ursprünglich als kleiner Betrieb in Horgen/Zürich gegründet, ist Stäubli heute ein internationaler Konzern mit Sitz in Pfäffikon, Schweiz.

https://www.staubli.com

Die Bossard Gruppe erzielte im – von der COVID-19 Pandemie geprägten und entsprechend anspruchsvollen – Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 812,8 Mio. CHF (Vorjahr: 876,2 Mio. CHF). Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang von 3,3 %. In Schweizer Franken resultierte ein Umsatzrückgang von 7,2 % als Folge des erstarkten Schweizer Frankens. Nach rückläufigen Umsatzzahlen in den ersten neun Monaten präsentierte sich das vierte Quartal in allen Regionen ausgesprochen robust: Der Umsatz in den letzten drei Monaten betrug 212,8 Mio. CHF, was in Lokalwährung ein Plus von 6,0 % (in CHF: +2,9 %) gegenüber der Vergleichsperiode bedeutet. Diese Zahlen stimmen für den weiteren Geschäftsverlauf optimistisch.

Mit einem Umsatz von 812,8 Mio. CHF für das Geschäftsjahr 2020 endete ein Jahr voller Herausforderungen über den Erwartungen. Der Umsatz sank um 7,2 %, in Lokalwährung jedoch lediglich um 3,3 %. Besonders erfreulich war das vierte Quartal: «Die Erholung, die wir bereits im dritten Quartal beobachten konnten, hat sich ab Oktober materialisiert, so dass wir das vierte Quartal in allen drei Marktregionen mit einem positiven Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr abschliessen konnten. Vor allem der Monat Dezember war umsatzmässig sehr stark und lag deutlich über unserer Prognose», kommentiert Daniel Bossard, CEO der Bossard Gruppe. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im vierten Quartal um 6,0 % (in CHF: +2,9 %) auf 212,8 Mio. CHF. Die Entwicklung im Jahresverlauf zeigt vor allem die Resilienz der Bossard Gruppe in einem volatilen und widrigen Markumfeld auf, was sich in der breitdiversifizierten Kundenbasis in den unterschiedlichen Industriesegmenten begründet.

Deutliche Erholung – Starker Franken drückt Resultat

In Europa sank der Umsatz im 2020 um 8,2 % auf 466,2 Mio. CHF. Die Entwicklung des Schweizer Frankens wirkte sich negativ auf das Resultat aus, betrug doch der Rückgang in Lokalwährung lediglich 5,6 %. Die robuste Nachfrageentwicklung im vierten Quartal war auch in Europa deutlich spürbar. So resultierte ein Umsatzplus in Lokalwährung von 2,4 %, während das dritte Quartal mit -8,9 % noch negativ ausfiel. Akquisitionsbereinigt belief sich der Jahresumsatz auf 454,7 Mio. CHF: Die Bossard Gruppe hatte Mitte 2019 die in der Luft- und Raumfahrtindustrie tätige Boysen übernommen.

In Amerika verzeichnete Bossard gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 7,9 % auf 201,2 Mio. CHF. Der schwache US-Dollar beeinträchtigt das Resultat in Schweizer Franken auch in dieser Marktregion, denn in Lokalwährung sank der Umsatz nur um 2,5 %. Die Erholung der Nachfrage in Amerika im zweiten Halbjahr 2020 widerspiegelt sich besonders in den Zahlen des vierten Quartals: Hier erzielte Bossard einen Umsatz von 53,4 Mio. CHF, was in Lokalwährung ein Plus von 9,9 % (in CHF: +4,3 %) ergibt.

Starkes Asien

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte Asien einen Umsatz von 145,4 Mio. CHF, was gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 3,2 % in Lokalwährung entspricht (in CHF: -3,1 %). In China, dem grössten asiatischen Markt, waren die Auswirkungen der Pandemie im ersten Quartal 2020 am deutlichsten zu spüren, doch mit den Lockerungen der Massnahmen erholte sich die Wirtschaft im gesamten asiatischen Raum bereits ab dem zweiten Quartal. Mit einem zweistelligen Umsatzplus in Lokalwährung von 11,9 % (in CHF: +6,5 %) gestaltete sich insbesondere das vierte Quartal in Asien sehr positiv: Der Umsatz betrug 42,4 Mio. CHF.

«Der weltweite Lockdown im März 2020 liess Teile der Weltwirtschaft einbrechen, was sich in den Zahlen des ersten Halbjahrs zeigte. Die zweite COVID-19 Welle hat die Industrie – im Gegensatz zum Dienstleistungssektor – weniger hart getroffen. Dies reflektiert sich im Umsatz der zweiten Jahreshälfte», erklärt Daniel Bossard.

Den detaillierten Jahresabschluss und den Geschäftsbericht 2020 wird Bossard an der Medien- und Analystenkonferenz vom 3. März 2021 präsentieren.

https://www.bossard.com/

B&R erweitert mit Fredrik Holmberg sein Business Development um einen Experten für den Bereich Medical Device Assembly. Holmberg soll das Geschäft des Automatisierungsspezialisten in dieser stark wachsenden Branche vorantreiben. Im Vordergrund stehen dabei Automatisierungslösungen für die Fertigung in kleinen Losgrößen.

Viele Produkte, die für medizinische Behandlungen verwendet werden, bestehen aus zahlreichen Einzelteilen. Bevor zum Beispiel ein Katheder- oder Infusionsset verwendet werden kann, müssen Schläuche, Ventile und Nadeln zusammengesetzt werden. "Das ist ein sehr komplexer Prozess, der sich schwer automatisieren lässt – besonders, wenn diese Sets in verschiedenen Varianten benötigt werden", erklärt Holmberg.

Effizient automatisieren

"Unsere Hard- und Softwarelösungen für eine adaptive Fertigung bieten den Unternehmen aus diesem Bereich eine hervorragende Möglichkeit, auch kleine Losgrößen effizient zu automatisieren", sagt Holmberg. "Adaptiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Maschine ohne mechanische Veränderungen automatisch an das jeweils zu fertigende Set anpasst."

Fredrik Holmberg arbeitete nach seinem Studium der Elektrotechnik als Software-Entwickler und Applikations-Ingenieur, bevor er unterschiedliche Positionen im technischen Vertrieb von B&R Schweden einnahm. In dieser Zeit sammelte er mehrere Jahre lang Erfahrungen mit Kunden aus dem Bereich Medical Device Assembly. Dieses Know-how bringt er nun in seine neue Aufgabe im internationalen Business Development Management von B&R ein.

https://www.br-automation.com/

Romande Energie realisiert ein schwimmendes Solarkraftwerk in den Alpen mit Mittel- und Niederspannungsausrüstung von ABB, die für die harrschen Hochgebirgsbedingungen optimiert ist. Das Bundesamt für Energie hat dieses innovative Projekt nun mit dem Watt d'Or ausgezeichnet.

Die Pilotanlage im Stausee Lac des Toules schwimmt auf über 1800 m ü. M. Sie ist aufgrund ihrer Höhenlage, der klimatischen Bedingungen sowie der erwarteten überdurchschnittlichen Jahreserträge – auch in den Wintermonaten bei extremen Minustemperaturen und geringer Sonneneinstrahlung – einzigartig. Romande Energie hat sie Anfang Dezember 2019 in Betrieb genommen.

In dieser Höhenlage ist die Sonneneinstrahlung aufgrund der dünneren Atmosphäre intensiver als in den Niederungen. Ertrag und Wirkungsgrad werden zudem durch die Verwendung von doppelseitigen Modulen und den Albedo-Effekt verbessert, bei dem das reflektierende Licht des Sees und des Schnees von der Photovoltaikanlage erfasst wird. Dadurch kann die Anlage auch bei Schneebedeckung weiter Strom erzeugen. Der Effizienzgewinn im Vergleich zu einer gleich grossen Solaranlage im Flachland beträgt bis zu 50 Prozent. Die Pilotanlage generiert jährlich rund 800 000 kWh, was dem Bedarf von etwa 220 Haushalten entspricht.

Mittel- und Niederspannungsanlagen von ABB

Guillaume Fuchs, Projektleiter bei Romande Energie, sagte: «Wir arbeiten seit 2012 an diesem Projekt. Daher war die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern von entscheidender Bedeutung. Die Fähigkeit von ABB, uns mit einem kompletten Technologiepaket – einschliesslich einer Transformatorstation mit Trockentransformator, Schaltanlagen für Mittel- und Niederspannung, der Wechselrichter sowie Beratung – zu unterstützen, war entscheidend für die Realisierung dieser einzigartigen Installation.»

Das 2240 m² grosse Kraftwerk besteht aus doppelseitigen Solarmodulen auf 36 Schwimmkörpern, die mit Gewichten am Grund des Sees befestigt sind. So können sie mit dem Wasserstand steigen und fallen. Aufgrund der Exponiertheit des Standorts muss die schwimmende PV-Struktur und -Technologie Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h, einer Eisdicke des Sees von 60 cm und Schneehöhen von 50 cm standhalten.

30-mal grössere Anlage geplant

Wenn sich in dieser Pilotanlage die erwarteten Effizienzgewinne im Vergleich zu Installationen im Flachland einstellen, will Romande Energie das Projekt auf dem Lac des Toules von 2021 an ausweiten. Geplant ist dann eine rund 30-mal so grosse PV-Anlage auf dem See, die entsprechend Strom für etwa 6600 Haushalte liefern würde.

Die Vorteile davon, schwimmende Solaranlagen auf Stauseen zu etablieren, liegen auf der Hand: Es sind künstliche Gewässer, die für die Generierung elektrischer Energie angelegt wurden. So lassen sie sich doppelt für die nachhaltige Produktion von Strom nutzen; zumal ein Stausee wie der Lac des Toules regelmässig entleert wird. Fauna und Flora haben also kaum Zeit, sich im Gewässer zu entwickeln. Die Überdeckung mit Photovoltaikmodulen stört damit kein ökologisches System im See.

Watt d'Or 2021

Das Bundesamt für Energie hat dieses wegweisende Projekt am 7. Januar 2021 mit dem Watt d'Or in der Kategorie erneuerbare Energien ausgezeichnet.

www.abb.com

Die maxon Gruppe und Fourier Intelligence geben bekannt, dass sie eine globale strategische Partnerschaft eingehen. maxons Präzisions-Antriebssysteme und die robotische Rehabilitation des Start-ups Fouriers passen perfekt zusammen und sollen neue Technologien für Patienten ermöglichen.

Technologie spielt eine immer wichtigere Rolle bei Rehabilitationsdiensten und der Gesundheitsversorgung. Deshalb wollen Klinikärzte, Ingenieure und Unternehmen die Entwicklung technologischer Lösungen beschleunigen, um die Bedürfnisse der Patienten optimal abdecken zu können. Dieses Ziel hat auch die Partnerschaft zwischen dem Antriebsspezialisten maxon und dem Start-up Fourier Intelligence, das sich auf Exoskelette und robotische Rehabilitation spezialisiert hat. Die beiden Unternehmen bündeln ihre Kompetenzen, um branchenführende Technologieprodukte und -plattformen für die Behandlung von Patienten zu entwickeln. Um die Partnerschaft zu besiegeln, wurde im Dezember 2020 eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

«Die Partnerschaft zwischen maxon und Fourier ist eine starke Kombination», sagt Eugen Elmiger, CEO der maxon Gruppe. «Fourier’s Verständnis für das Zusammenspiel von moderner Rehabilitationsrobotik und technologischen Produkten ergänzt sich perfekt mit der maxon Philosophie, die Welt mit unseren präzisen Antriebssystemen etwas besser zu machen.»

Fourier verwendet bereits Elektromotoren von maxon in seinem Exoskelett ExoMotus X2. Zusätzlich wird maxon Teil des Exoskeleton & Robotics Open Platform Systems (EXOPS™), einer offenen Plattform für die Forschung und Entwicklung von Exoskelett- und Robotiksystemen. maxon wird angehenden Ingenieuren und Ingenieurinnen, die Robotiklösungen für Rehabilitationsdienste entwickeln wollen, eine Vielzahl von massgeschneiderten Antriebsoptionen mit Motoren, Getrieben, Encodern und Steuerungen zur Verfügung stellen.

«Die Partnerschaft mit maxon wird es uns ermöglichen, das beste technologische Portfolio zur Verfügung zu stellen, auf dem wir die nächste Generation von transformativen technologischen Produkten und Plattformen konzipieren, entwerfen und bauen können», sagte Zen KOH, Mitgründer und stellvertretender CEO von Fourier Intelligence. «Gemeinsam, als ein Team, werden wir das volle Potenzial der technologischen Rehabilitation erschliessen und die Patienten auf ihrem Weg zur Genesung bestmöglich unterstützen.»

https://www.maxongroup.ch

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