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Chemie in Wirtschaft und Wissenschaft aus erster Hand – die Xing-Gruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) – xing.to/chemie

Wolfram Keller China – Abwarten und Tee trinken, von wegen
Zu den weichen Skills im Berufsleben gehören u.a. Agilität, Veränderungsbereitschaft und die Bereitschaft, sich ein Berufsleben lang weiterzuentwickeln
Im Rahmen der Auditierung von Lieferanten bzw. Verarbeitern von Chemikalien, Kunststoffen und Vliesen in China diese Woche ist eins erschreckend (für wen, siehe unten…) klar geworden: Während der eine oder andere in Deutschlands Industrieunternehmen und Hochschulen noch müde lächelnd auf die Chinesen – in der ihm eigenen Weise nicht selten arrogant – herabschaut, entwickeln sich die Chinesen in überragender Geschwindigkeit in die richtige Richtung und werden uns in vielerlei Hinsicht eher früher als später ebenbürtig oder voraus sein
Rund 25 Ingenieure in den verschiedenen Betrieben diese Woche berichten übereinstimmend, dass neben dem Fachstudium BWL, Lean und andere Managementmethoden sowie der Umgang mit Themen wie Nachhaltigkeit und digitalen Techniken fester Bestandteil von Aus- und Weiterbildung sind. Curricula sehen fachfremde Pflichtelemente vor. Die Weiterbildung ist bei vielen emotionale, aber auch rationale Herzenssache
Mit Mitarbeitern, die so kompetent ausgestattet sind, gelingt es einem Teil der betrachteten chinesischen Lieferanten, einen Turnaround innerhalb eines halben Jahres zu schaffen und die Produktivität um mehr als 20% zu steigern, trotz rasant steigender Personalkosten von gut 10% p.a. Ganz nebenbei schaffen sie auch noch die für ihre Kunden in Europa wichtigen CSR und Qualitätsmanagement-Zertifizierungen
Nicht alle dort angewandten Entscheidungen und Führungstechniken – ebenfalls Kompetenzen - werden wir in Deutschland gutheißen. Das muss ganz deutlich gesagt werden. Zu ignorieren, dass sich die Welt schneller dreht als manche Chefetage und mancher Lehrstuhl, gefährdet aber – genau so deutlich gesagt - die Zukunft sowohl von Unternehmen als auch ihres Personals
Holger Bengs Ulf Stalmach
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Letzter Kommentar:
Die Chinesen haben großes Potential - wenn der gesellschaftliche Druck nicht weiter zunimmt - niemand kann sich lange gleichzeitig in 2 Welten bewegen - ein einer Offenen (notwendig für Innovation und Weiterentwicklung) und in einer Repressiven.
Noch eine Anmerkung aus langjähriger Erfahrung als Auditor:
Audits sind immer etwas besonderes und jeder bereitet sich darauf vor - so sind schon viele Audits bestanden worden. Was am Ende aber zählt ist die die täglich abgelieferte Qualität; spezifikationsgerecht wie vereinbart, sich an alle Regeln haltend (besonders in der Chemie wichtig - Chemikalienverordnung/REACH - mit den Themen Registrierung/Sicherheitsdatenblatt/Kennzeichnung/Verpackung /Transport/Zolltrarifnummer etc- der Zoll kann hierzu ein Lied davon -also keine getürkten Papiere und so weiter), zuverlässig und termintreu (keine Lieferverzögerungen), usw. Und hier gibt es noch viele Defizite -z.B. auch kulturell bedingt (die Chinesen erwarten von den Europäern gerade die perfekte Leistung).
Ich spreche hier aus Erfahrung und in vielen Gesprächen mit anderen "Betroffenen" höre ich immer wieder das selbe: Audits super - tägliche Qualität - sehr verbesserungsbedürftig.
Maximilian Bräutigam 🐻 × ⚗️ = unser neues Plüsch-Erlenmeyerchen
Heute wurde zuerst auf Facebook unser neues, inoffizielles Maskottchen, das Erlenmeyerchen aus Plüsch präsentiert. Im Auftrag der GDCh erklärt es spielerisch Alltagschemie unter https://www.gdch.de/cartoon. Alle Interessierten können das Plüsch-Erlenmeyerchen ab jetzt auch in unserem Shop unter https://www.gdch.de/shop käuflich erwerben!
Holger Bengs 1st World Chemistry Forum ... eingebettet in das 3rd European Chemistry Partnering am 26. Februar 2019 in Frankfurt am Main

>Brandaktuell: World Chemistry Forum erweckt
Das finale Panel des 3rd European Chemistry Partnering ab 17 Uhr wird unter dem Label 1st World Chemistry Forum veranstaltet.
Die Diskussion "New Plastics Economy" rückt eine der großen Fragen unserer Zeit in den Fokus: "Was machen wir mit unserem Platikmüll und der Mikroplastik in der Umwelt und in den Weltmeeren? Und: welche Zukunftsstrategien brauchen wir? Denn ohne Kunststoffe ist unser Fortschritt und der Wohlstand für viele Bevölkerungsschichten sicher auch nicht denkbar.

>New Plastics Economy
Das sind die Protagonisten des Panels:
Friedrich Barth, Managing Director, ISC3
Daniella Russo, Think Beyond Plastics
Prof. Magnus Nydén, Nouryon
Fernando J. Gómez, World Economic Forum
Moderator
Prof. Stephan Haubold, Hochschule Fresenius

>Unterstützer und Sponsoren
Das 3rd ECP wird von vielen namhaften Organisationen unterstützt, darunter auch unser Xing-Gruppen-Gastgeber, die Gseellschaft Deutscher Chemiker.
Dafür bin ich sehr dankbar.
Das Panel kam durch maßgebliche Unterstützung durch das International Sustainable Chemistry Collaboration Centre, ISC3, und durch Hessen Trade and Invest zustande.

>Ein Hinter-Die-Kulissen-Blick für Sie als GDCh-Xing-Gruppen-Mitglieder
Das World Chemistry Forum ist seit ca. anderthalb Jahren eine Idee von mir; als ehemaliger Koordinator des Jahres der Chemie für die GDCh und alle Chemie-Trägerorganisationen, weiss ich wie schwer es ist, die Errungenschafen in breite Kreise hineinzutragen; das Gute und "Chemistry makes the World go around" ist dabei genauso wichtig, wie die kritische Auseinandersetzung mit den - auch durch die chemischen Errungenschaften - verursachten Probleme:
So kam es zum World Chemistry Forum - ein Start für einen internationalen Think Tank, um eine Diskussions- und Handlungsbasis für die Herausforderungen unserer Zeit zu legen.

>Turn your Chemistry innovation into a Masterpiece … and make this world a better place!