Probleme beim Einloggen

Institut für Business Continuity & Resilience Management

Wir bieten eine Austauschplattform für Business Continuity & Resilience Management.

Franziska Hain Expertengespräch in Frankfurt zur Gestaltung organisationaler Resilienz
Das IBCRM e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Dialog zwischen Interessengruppen wie Organisationen, Unternehmen, Wissenschaft, Behörden, Institute, Vereine u.a. zu fördern.
Dafür bieten wir erstmalig ein Expertengespräch an.
Ziel eines Expertengesprächs ist es, Interessenten zu einem definierten Fachthema in einer Gesprächs-/Diskussionsrunde zusammenzubringen.
Für das im Herbst geplante Expertengespräch wird Dominic W. das Thema seiner Masterarbeit „Die Gestaltung organisationaler Resilienz“ vorstellen. Das Thema wird in der Gesprächsrunde zunächst vorgestellt und hinsichtlich der Ergebnisse erläutert. Im Anschluss haben die Teilnehmer Gelegenheit, gemeinsam mit Dominic W. ausgiebig und in entspannter Netzwerk-Atmosphäre zu diskutieren, sowie Fragen und Sichtweisen auszutauschen.
Unter den Interessenten, die nach dem Prinzip „first come – first serve“ festgelegt werden, wird es eine Doodle-Abfrage zwecks Terminwahl geben.
Bei Interesse bitten wir bis zum 17. August um eine E-Mail an info@ibcrm.de mit den Angaben zum Namen, Unternehmen, sowie Kontaktdaten.
Die Veranstaltung findet in Frankfurt statt. Getränke und ggfs. Verpflegung werden organisiert und durch das IBCRM e.V. übernommen.
Abstract zum Fachthema:
Die Masterarbeit „Die Gestaltung organisationaler Resilienz“ von Dominic W. beschäftigt sich damit, praxistaugliche Handlungsmuster und Strukturen zur Gestaltung organisationaler Resilienz im Bereich der Unternehmenssicherheit zu ermitteln. Neben verschiedener Literatur und zahlreichen Analysen zum Themenfeld der Resilienzforschung wurde im Jahr 2017 ebenfalls die Norm ISO 22316:2017(E) „Security and resilience – Organizational resilience“ veröffentlicht. Neben definierenden Ansätzen, Informationen und Sichtweisen, um die komplexe Thematik zu verstehen und einordnen zu können, sind jedoch kaum anwendbare Handlungsmuster und Strukturen zu finden, wie die Widerstandsfähigkeit einer Organisation tatsächlich aufgebaut werden kann.
Um diese Verhaltensweisen zu erforschen, wurde die Thematik mit Hilfe des interdisziplinären Ansatzes betrachtet und Erkenntnisse der wissenschaftlichen Resilienzforschung ausgewertet sowie dargestellt. Hierfür sollte im speziellen ein Abwehrsystem betrachtet werden, welches vor ca. 500 bis 600 Millionen Jahren entstanden ist und sich seither effektiv entwickelt und behauptet hat: Das menschliche Immunsystem.
In diesem Kontext stellte sich die Frage, ob das menschliche Immunsystem als Inspirationsquelle zur Gestaltung organisationaler Resilienz und zudem als Vorbild für Wirtschaftsunternehmen im Bereich der Sicherheitsforschung dienen kann, um schädigende Einflüsse und Krisenzustände effektiv mittels kombinierter Interaktion verschiedener Managementmethoden zu bewältigen.
Hierzu wurden die Eigenschaften des menschlichen Immunsystems ausgewertet, mit jenen der organisationalen Resilienz verglichen und in praxistauglichen Handlungsmustern zusammengefasst. Im Anschluss konnten diese Erkenntnisse im Rahmen eines Experteninterviews diskutiert und größtenteils verifiziert werden.
Als Ergebnis wurde eine große Nähe zwischen beiden Themengebieten festgestellt und zahlreiche Eigenschaften sowie Handlungsweisen des menschlichen Immunsystems als Vorbildfunktionen identifiziert. In diesem Zusammenhang können insbesondere einer unternehmerischen (Sicherheits-) Kultur, der kollektiven und frühzeitigen Integration sämtlicher Ressourcen im Krisenbewältigungsprozess sowie einer detaillierten Analyse und Speicherung der jeweiligen Ursachen von schädigenden Ereignissen eine besondere Relevanz zugesprochen werden.