Integrierte MediationIntegrierte Mediation

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Integrierte Mediation beschreibt ein Mediationskonzept, ein Mediationsmodell, eine Mediationsform und ist der Name eines Mediationsverbandes

Ich bin was man bei mir in Frankreich, als "Praticienne en mediation artistique" nennt.....Kreative Mediation....?

Was genau ist Integrierte Mediation?

LG aus der Provence

Andrea Jehle🌈

Using new “vibration capture technology” combined with ancient sound healing techniques. The Sacred Sound Healing System contains FOUR unique “Sacred Healing Ceremonies.” Each of which are composed with the same high-vibe waves you’d feel in an in-person healing session. This includes BOTH vibrations in the form of sacred sound, PLUS those frequencies used in hands-on-QI-healing.

Click the link to watch video: https://bit.ly/mediation-healingsystem

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In der letzten Woche wurde ich von einem Bekannten auf den Konflikt zwischen Laschet und Söder um die Kanzlerkandidatur angesprochen. Seine Frage war: „Wäre das nicht ein Fall für eine Mediation gewesen?“.

Darüber habe ich nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Die grundsätzliche Voraussetzung, dass beide Parteien einen Einigungswillen hatten, würde ich unterstellen. Mediator*innen reden manchmal (leichtsinnig) davon, dass es in einer Mediation darum geht, für die beteiligten Parteien eine Win-Win-Lösung zu erzielen. Dies ist in diesem Fall nicht möglich. Spieltheoretisch betrachtet, handelte es sich hier um ein Zwei-Personen-Nullsummenspiel (vereinfacht: Was der eine verliert, gewinnt der andere und umgekehrt). Da kann von „Win-Win“ keine Rede sein.

Andere Mediator*innen gehen (richtigerweise) davon aus, dass es in einer Mediation darum geht, für beide Parteien tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das hätte hier ohne weiteres gegolten. Dem Ziel, eine tragfähige Lösung zu finden, hätten beide Kontrahenten sehr wahrscheinlich zugestimmt und haben das ja sinngemäß auch immer behauptet.

Das Mediationsverfahren selbst wäre in diesem Fall allerdings keine Hilfe, denn in einer Mediation werden - vereinfacht gesagt - unterschiedliche Positionen mit daraus abgeleiteten Interessen erörtert und möglichst zu tragfähigen Lösungen entwickelt. Dazu kann man hier Folgendes anmerken:

• Die Positionen waren nicht unterschiedlich.

Sowohl Söder als auch Laschet bekleideten die Position: „Ich will der Kanzlerkandidat sein.“

• Die Interessen beider waren nicht unterschiedlich.

Beiden Parteien darf man unterstellen, dass hinter ihren Positionen folgende Interessen/Wünsche stehen:

1. Macht, Einfluss, Karriere

2. Anerkennung/kein Gesichtsverlust

3. Harmonie in der Gesamtorganisation (Union)

4. Kein Schaden der Gesamtorganisation

5. Kein Beschädigen des anderen (hoffentlich)

6. Stärkung der Gesamtorganisation, Wahlerfolg

Weder Laschet noch Söder würden wohl von sich behaupten, dass sie nicht diese Interessen vertreten. Und selbst bei Punkt 1 wäre man sich einig, dass das nicht das entscheidende Interesse ist, sondern es mehr um das große Ganze geht (nochmals: hoffentlich).

Wenn aber Positionen und Interessen inhaltlich im Einklang sind, wird die klassische Mediation kein Ergebnis bringen.

Können Mediatoren demnach nicht helfen? Das stimmt so pauschal nicht; man hätte nur ein anderes Verfahren anwenden müssen. Was man hier gebraucht hätte, wäre eine Moderation des Gesprächs zwischen den Kontrahenten. Zumindest hätte man die Transparenz bezüglich des Weges, wie man zu der Entscheidung „Laschet“ eigentlich gekommen ist, in einem moderierten Gespräch erzielen können. Das wiederum wäre eine sehr gute Hilfestellung für die anschließend notwendige Kommunikation nach außen gewesen.

Für eine solche Moderation sind Mediator*innen aufgrund ihrer in Ausbildung und Mediationen erworbenen Kompetenzen sowie der notwendigen mediativen Haltung sehr gut geeignet. Auch wesentliche Prinzipien der Mediation wie z. B.

• Vertraulichkeit

• Allparteilichkeit

• Ergebnisoffenheit

sollten in einer Moderation zur Anwendung kommen.

Die Eingangsfrage „Wäre das nicht ein Fall für eine Mediation gewesen?“ lässt sich demnach beantworten mit: „Im Prinzip nein, aber Mediator*innen können hier sehr wohl unterstützen“.

Oh, ja. Dringend!
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Integrierte Mediation ist "in"

Die Mediation ist ein geniales Verfahren der Verstehensvermittlung. Nicht umsonst lautet der Slogan der Integrierten Mediation: "So verstehen wir uns". Im Verständnis der Integrierten Mediation ist die Mediation das einzige Verfahren, das mit jeder Form der Komplexität zurecht kommen kann, ohne die Komplexität zu reduzieren. Es ist ein Verfahren, das keine Ursachen für die Vergangenheit erforscht, sondern nach Lösungen für die Zukunft sucht. Im Verständnis der Integrierten Mediation beschreibt die Mediation einen eher psychologisch zu verstehenden Kognitionsprozess. Nur so lässt sich die Mediation virtualisieren und in weitaus mehr Fällen anwenden, als das MediationsG im Blick hat, bis hin zur privaten, beruflichen und betrieblichen Alltagsnutzung.