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KinderschutzNetzwerk

Gruppenziel ist: Den qualitativen Ausbau und die bessere Information über Weiterbildungsangebote im Kinderschutz deutschlandweit zu fördern.

Matthias Moser Kinderschutz - Kinder stark machen
Matthias Moser Das KinderschutzNetzwerk unterstützt die Forderungen des unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
„Der Missbrauchsfall Staufen hat bundesweite Bedeutung. Er machte in tragischer Weise exemplarisch deutlich, dass im Kampf gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche bei Prävention und Intervention, Hilfen sowie rechtlichen und strukturellen Fragen erheblicher Verbesserungsbedarf besteht. Der Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Minderjährige – in der analogen wie in der digitalen Welt – ist noch lange nicht gewonnen. Hierfür ist gemeinsames Handeln, sowohl interdisziplinär als auch zwischen Kommunen, Ländern und dem Bund, zwingend erforderlich. Die Länder nehmen hierbei eine zentrale Schlüsselfunktion ein.“
Da der Kinderschutz bei uns höchste Priorität hat, unterstützt das „KinderschutzNetzwerk – Berufliche Weiterbildung“ die Forderungen des unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs:
1. Verbesserung für die Kinderschutzarbeit der Jugendämter
2. Stärkung der spezialisierten Fachberatung
3. Sicherung der Qualifizierung in der Familiengerichtsbarkeit
4. Verbesserte Bekämpfung von Missbrauchsabbildungen (sog. Kinderpornografie)
5. Konzepte für Schutz und Hilfe bei sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
6. Reform des Sozialen Entschädigungsrechts (SER) – Belange von Betroffenen
7. Gesundheitswesen – Belange von Betroffenen
8. Bessere Kooperation und Koordination auf Landesebene
#kinderschutznetzwerk
Matthias Moser Inobhutnahmen zum Schutz von jungen Menschen
Inobhutnahmen zum Schutz von jungen Menschen bleiben auf hohem Niveau
Auch nach den Zahlen von 2017 haben die Jugendämter in Deutschland 61.400 Inobhutnahmen durchgeführt und Kinder und Jugendliche beispielsweise vorübergehend in Heimen oder Pflegefamilien untergebracht, um sie vor Gefahren, Gewalt oder Vernachlässigung zu schützen. Ein Drittel der Inobhutnahmen betraf unbegleitete minderjährige Geflüchtete.
Während ihre Anzahl 2017 verglichen mit dem Vorjahr um 75 Prozent zurückgegangen ist - weil weniger Geflüchtete nach Deutschland kamen - ist die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen ohne diese Gruppe ungefähr gleich hoch geblieben. Sie ist aber seit 2005 von rund 25.000 um 58 Prozent auf 39.000 im Jahr 2016 kontinuierlich angestiegen.
Quelle: DJI/ Dr. Thomas Mühlmann, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund
Matthias Moser Zertifikatsfortbildung zur Kinderschutzfachkraft/ insoweit erfahrenen Fachkraft (08.04.2019 – 12.04.2019)
Zertifikatsfortbildung zur Kinderschutzfachkraft/
insoweit erfahrenen Fachkraft (08.04.2019 – 12.04.2019)
Inhalt:
Durch das Bundeskinderschutzgesetz vom 01.01.2012 wurde die „insoweit erfahrene Fachkraft“ gesetzlich weiter spezifiziert (gem. §8a SGB VIII müssen alle Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zur Gefährdungseinschätzung bei einer Kindeswohlgefährdung eine „insoweit erfahrene Fachkraft“ hinzuziehen. Alle weiteren Personen, welche beruflich im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, haben gem. §8b SGB VIII und §4 KKG bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung einen Rechtsanspruch auf Beratung durch eine „insoweit erfahrene Fachkraft“).
Kinderschutzfachkräfte/ insoweit erfahrene Fachkräfte nach §8a SGB VIII sollen über Beratungskompetenz, spezifisches Fachwissen zum Kinderschutz und über Kenntnisse zu den rechtlichen Handlungsgrundlagen verfügen. Sie sollen Erfahrung im Bereich Risikoeinschätzung und Gesprächsführung besitzen und die Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz kennen.
Seminarinhalte:
Die Weiterbildung ist in fünf Module gegliedert.
Medizinische Aspekte der Kindesmisshandlung
- Formen und Anzeichen von Kindeswohlgefährdung aus medizinischer Sicht (Erscheinungsformen von Vernachlässigung nd Misshandlung)
- Ärztliche Befunderhebung und Befunddokumentation
Gesetzliche Grundlagen
- Rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit dem §8a SGB VIII
- Welche Aufgabe hat das Familiengericht?
- Datenschutz und Kindeswohlgefährdung
Kindeswohlgefährdung erkennen, beurteilen und handeln
- Grundbedürfnisse von Kindern aus entwicklungspsychologischer Sichtweise
- Begriffliche Abgrenzung Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
- Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung
- Risiko- und Schutzfaktoren aus dem Umfeld des Kindes
- Gefährdungslage beurteilen – Gefährdungseinschätzung, Dokumentation, kollegiale Beratung
- Die insoweit erfahrene Fachkraft – Grundlage, gesetzliche Handlungsrahmen, Rolle und Auftrag
- Instrumente zur Gefährdungseinschätzung
Handeln aufgrund der Beurteilung
- Elternarbeit – Haltung, Gesprächsführung
- Kooperation mit dem Jugendamt/ Kooperation mit anderen Diensten und Einrichtungen
- Übungen anhand unterschiedlichen Fallbeispielen
Kolloquium/ Prüfung
- Bearbeitung eines Kinderschutzfalls in Kleingruppen auf der Grundlage rechtlicher und fachlicher Einschätzung
- Präsentation der schriftlich ausgearbeiteten Praxisaufgabe
Ziele der Weiterbildung:
Durch die Vertiefung von Fachwissen im Bereich Kinderschutz (rechtliche Grundlagen, medizinischer Aspekt und pädagogisches Handeln) und die fallbezogenen Gruppenarbeiten erhalten die teilnehmenden Personen Handlungssicherheit für ihre Tätigkeit als Kinderschutzfachkraft/ insoweit erfahrene Fachkraft.
Zielgruppe:
- Fachkräfte von öffentlichen und freien Trägern, die eine beratende oder koordinierende Funktion im Rahmen des Schutzauftrages nach §8a SGB VIII wahrnehmen oder sich dafür qualifizieren möchten.
- eine pädagogische Ausbildung und eine mind. dreijährige Berufserfahrung
- Erfahrung mit Praxisfällen im Kinderschutz
Zeitlicher Ablauf:
Montag: 13:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr
Dienstag-Donnerstag: 9:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr
Freitag: 9:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr
Modulverantwortliche:
Dr. med. Franziska Karl
- Medizinische Aspekte der Kindesmisshandlung
Dr. jur. Corinna Moser, LL.M.Eur.
- Gesetzliche Grundlagen
Diplom-Pädagogin Melanie Mantel
- Kindeswohlgefährdung erkennen, beurteilen, handeln
- Kolloquium/ Prüfung
Sozialpädagogin (B.A.) Barbara Erhard
- Handeln aufgrund der Beurteilung
Teilnahmegebühren
Seminar: 795,- EUR (umsatzsteuerfrei) + Tagungspauschale 147,50 EUR (inkl. 19% MwSt). In der Tagungspauschale sind täglich die Tagungsgetränke, die Verpflegung der Vor- und Nachmittags-pausen sowie allgemeine Serviceleistungen mit enthalten (kein Mittagessen).
Arbeitsunterlagen/ Skripte sind in der Teilnahmegebühr mitinbegriffen.
Rabatt
Ehemalige Teilnehmer, Mehrfachbucher (mind. 2 Seminare oder mind. 2 Teilnehmer) und Mitglieder unserer Kooperationspartner erhalten einen Preisnachlass von 15 % auf unseren Seminarpreis. Die angegebenen Übernachtungspreise und Tagungspauschalen und Pausenbewirtung bleiben hiervon unberührt.
Kursanmeldung und Beratung
Ihre Anmeldungen zu Seminaren und Kursen können Sie gerne telefonisch oder schriftlich per E-Mail alternativ als Fax an unsere Verwaltung richten.
Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch gerne für Fragen rund um unsere Schulungsangebote oder technische Unterstützung im Rahmen unserer Onlineangebote zur Verfügung.
VirngrundAkademie
Eichenrain 6 | 73489 Jagstzell
Tel.: 07967 700 937 | Fax: 07967 700 969
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