Knigge - Gesellschaft für Moderne UmgangsformenKnigge - Gesellschaft für Moderne Umgangsformen

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Hosted by:Matthias Geist

„Die besten Umgangsformen sind wertlos, wenn es an Takt und Herzensbildung fehlt“

Gedanken zum zivilisierten Miteinander im Alltag.

In letzter Zeit habe ich mich zunehmend über Fußgänger (m/w/d) geärgert. Mein Ärger war zwar nicht groß aber doch spürbar.

Warum?

Es ist so, dass ich, wenn ich selbst zu Fuß gehe und an einen Zebrastreifen komme, diesen zügig, mit kurzen, schnellen Schritten überquere. Wenn ein Fahrzeug warten muss, dann bemühe ich mich um einen Blickkontakt zum Fahrzeuglenker und nicke ihm oder ihr freundlich zu. Wenn ich einen Hut trage, dann lüpfe ich diesen zum Gruß.

Nicht immer, aber oft ernte ich dafür ein freundliches Lächeln und/oder eine kleine, erwidernde Grußgeste.

Ich finde, auch solche vermeintlichen Kleinigkeiten gehören zu einem zivilisierten Miteinander.

Es gibt nun Zeitgenossen die sich beim Überqueren des Zebrastreifens sehr, sehr viel Zeit lassen. Im Leiergang gehen sie über die Straße, oft noch mit Blick auf ein mobiles Fernsprechgerät, mitunter auch mal kurz innehaltend um eine auf dem Gerät angekommene Mitteilung zu lesen.

Darüber habe ich mich (bisher!) geärgert, ich habe das im besten Fall für achtlos, wenn nicht gar rücksichtslos und egoistisch gehalten.

Ich habe meine Meinung aber komplett geändert, mein Ärger ist tiefer Bewunderung für diese Menschen gewichen.

Ihr Verhalten ist nur scheinbar achtlos, rücksichtslos oder egoistisch!

Diese Mitmenschen, so ist mir mittlerweile klar geworden, haben das System des Zen verinnerlicht und leben es im Alltag.

Denn das höchste im Zen-Buddhismus ist das Erleben des gegenwärtigen Augenblicks.

Beim betont langsamen Überqueren der Straße sich seiner eigenen Existenz bewusst zu werden, zu fühlen, wie sich die Straße anfühlt, zu sehen wie sich die schwarzen und weißen Markierungen abwechseln und damit das ständige Auf und Ab des Lebens zeigen, das ist die hohe Schule der Achtsamkeit.

Es hat lange gedauert bis ich mir meine eigene Ignoranz und Verblendung eingestehen konnte und nun in der Lage bin, Abbitte zu leisten.

Ich habe nun eine höhere Erkenntnisstufe erreicht und erkenne, dass Zen auch in ZEbrastreifeN steckt.

Für gutes Benehmen ist es nicht entscheidend, ob man eine Hummerzange richtig benutzt. Entscheidend ist ein achtsamer und respektvoller Umgang mit den Mitmenschen.

Das sind meine acht persönlichen Tipps für wirklich gutes Benehmen:

1. Seien Sie zuverlässig, halten Sie Verabredungen und Zusagen ein

2. Grüßen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig

3. Sagen Sie anständig „bitte“ und „danke“

4. Vergessen Sie das Lächeln nicht

5. Wenn Sie einen Fauxpas begehen oder einen Fauxpas sehen, überspielen Sie ihn, oder ignorieren Sie ihn taktvoll

6. Seien Sie diskret (verschwiegen) und dezent (zurückhaltend, taktvoll, feinfühlig)

7. Unterstellen Sie nichts bei jemandem, den Sie gerade erst kennengelernt haben

8. Respektieren Sie andere Einstellungen und Meinungen (respektieren heißt nicht akzeptieren!)

Ich bin der Ansicht, dass die Zukunft unserer Gesellschaft Wurzeln braucht, wie ein altes Haus eine Substanz hat, das sein konservativer Besitzer ständig erhält; das er renoviert, verschönert und technisch auf den neuesten Stand bringt. Er wird sich jedoch davor hüten, jemals eine tragende Wand herauszureißen.  Kultur und Geschichte, Recht und Familie, Werte und Tugenden sind solche tragenden Wände.

Dies alles können wir nicht vorschreiben - doch wir können es vorleben und weitergeben.

Gemeinsam in der Knigge - Gesellschaft für Moderne Umgangsformen.

Barbara Danowski

knigge.respektvoll.leben

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Es macht mir große Freude leidenschaftlich gerne für die KGMU zu arbeiten, weil ich als Gründungsmitglied besonderen Wert auf die Kommunikation unter gleichgesinnten Menschen lege und den respektvollen Umgang sowie den Austausch unter liebgewonnen Menschen und Freunden sehr zu schätzen weiß. Etwas zu bewegen, Erfahrungen zu teilen, sich auszutauschen und den Weg weiter gemeinsam zu gehen, alles das gehört zu unserem sehr schönen gemeinschaftlichen Projekt und ich danke allen Mitgliedern, die seit vielen Jahren genauso denken.

Christiane Plöger

Vizepräsidentin

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Inzwischen sind Respektlosigkeit, Gleichgültigkeit und Verrohung in unsere Gesellschaft eingezogen. Für mich habe ich erkannt, dass mein Leben mittels gelebter Werte gehaltvoller und freudvoller ist. Was daraus entstehen kann, ist enorm. Sichere Umgangsformen und Respekt bestärken mich persönlich in meiner Wirkung und öffentlichen Wahrnehmung. In der Gesellschaft arbeite ich mit Menschen zusammen, die mich in meinem Denken und Handeln bestärken und voran treiben. Für mich ist dies ein wertvoller Austausch.

Bianka Müller

Mitglied des Vorstands

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